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Ökobilanz: "Bei der Umweltpolitik ist Deutschland Entwicklungsland"
Malte Koziburski / EyeEm / Getty Images

Der Umweltforscher Klaus Jacob hat im Auftrag der Regierung ermittelt, wie Deutschland im weltweiten Vergleich abschneidet - mit ernüchterndem Ergebnis. Was jetzt nötig wäre und was wir von anderen lernen können.

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Mitte Mitte 26.03.2019, 14:35
10. Die regionale CSU muss aufhören bundsweit zu regieren

Beide genannten Ministerien (Verkehr und Landwirtschaft) waren oder sind jahrelang in der Hand von unfähigen CSU Politikern gewesen. Warum darf diese regionale Partei Bundespolitik machen?

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fx35 26.03.2019, 14:36
11. Ausstieg aus Verbrennungsmotoren und Ausstieg aus der Kohle

Im Beitrag wird genannt, dass einige Länder, z.B. Frankreich und die Benelux-Staaten bei dem Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor bzw. dem Ausstieg aus der Kohle bereits weiter wären als Deutschland. Diese Aussage mag schon stimmen, warum wird aber nicht zugleich erwähnt, dass insbesondere Frankreich weiterhin unvermindert auf die Kernenergie setzt. Bezüglich dem Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor gibt es Absichtserklärungen, ob und wann diese sich tatsächlich umsetzen lassen, steht doch noch „völlig in den Sternen“. Die französische Autoindustrie war jedenfalls bisher auch nicht in der Lage, als Öko-Vorreiter in Sachen Elektromobiliät aufzutreten (ein Renault Zoe ist zwar ganz nett, ist aber ein kein familientaugliches Langstreckenfahrzeug). Davon abgesehen fehlt doch auch dort die notwendige Infrastruktur für die Elektromobilität, von der Umweltbelastung durch die Batterieherstellung ganz zu schweigen.
Und was die öffentlichen Verkehrsmittel betrifft, ist festzustellen, dass diese doch bereits jetzt in den beruflichen Hauptzeiten völlig überlastet sind...
Fazit: In der Theorie lässt sich stets viel fordern, aber irgendwann ist Zahltag, dann wird es sich zeigen, ob die Mehrheit wirklich bereit ist, für den Ausstieg aus der Atomenergie bzw. aus der Kohle, die Verkehrswende, die Verknappung des Raums durch Flächenbegrenzung (mit der Folge der hohen Wohnungspreise) zu zahlen, vor allem, wenn sich die wirtschaftliche Situation in Deutschland verschlechtern sollte...Und dann kann trotzdem passieren, dass man eines Tages feststellt, dass alleine China, Indien, oder wer auch immer soviel neue Kohlekraftwerke errichtet hat, dass unsere Anstrengungen völlig „umsonst“ waren - nur halt leider nicht kostenlos und ohne wirtschaftliche Folgen.

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wandfarbe 26.03.2019, 14:38
12.

Noch mehr Steuern sind ja immer eine gute Idee. Dem Bürger verbleibt eh zu viel Geld, da ist noch einiges an Luft nach oben. Ironie off!
Eine Zusatzabgabe würde eh nur im Bundeshaushalt versickern. Also lieber aus anderen Töpfen umverteilen, z.B von der Unsatzsteuer.

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ddcoe 26.03.2019, 14:38
13. Mit Ehrlichkeit fängt es an

Unsere Regierung muss endlich die Angst überwinden und den Bürgern klar sagen was auf sie zukommt. Natürlich wird Autofahren teurer und natürlich wird sich jeder Einzelne auch irgendwo einschränken müssen. Wenig hilfreich ist die immer gleiche Aussage - wir sind auf gutem Weg und dann alles zu lassen wie bisher.

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JB1960 26.03.2019, 14:38
14. Erstmal lernen wollen

die deutsche Regierung, Wirtschaft und Gesellschaft muss erst mal bereit sein von anderen zu lernen. Die Erkenntnis das wir nicht mehr Wegbereiter sind, das wir uns was Energiewende, Umwelt usw. viel zu sehr selbst belogen haben muss dort ankommen. Es war nicht Gold was wir in den Bereichen veranstalten sondern Blech. Zu viel Lobbyarbeiten oder noch schlimmer Halb- bzw. Nullwissen für zu so was. Wir sollten endlich akzeptieren das in andern Ländern auch gute oder sogar noch bessere Arbeit geleistet wird.

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noch_ein_forenposter 26.03.2019, 14:41
15.

Ich will die momentane Lage bzgl. Umweltschutz in DE nicht entschuldigen, aber vieles liegt einfach daran, dass die Bevölkerungsdichte hier sehr hoch ist, vor allem im Vergleich mit Frankreich.

Frankreich ist beim CO2-Ausstoß auch nur deshalb weiter als Deutschland, weil dort im großen Umfang Kernkraft eingesetzt wird. Wir wiederum setzen auf erneuerbare Energien, haben aber noch keine saubere Lösung für die Grundlast. Darüber hinaus haben wir auch viel Industrie.

Ein selbstgemachtes Problem sind allerdings die fehlenden Stromtrassen, die dazu führen, dass wir viel schmutzig im Süden erzeugten Strom nutzen müssen, da der Süden nur schlecht an den Strom der Offshore-Windräder rankommt.

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Neapolitaner 26.03.2019, 14:52
16. Weniger bauen

Wer baut, braucht Fläche. Entweder man nutzt alte Brachen - da gibt es in den neuen Bundesländern riesige Industie-Brachen - oder man stockt alte Häuser auf. Anders geht es nicht. Was die Energie anbetrifft: Der Energiewahnsinn ist überall - immer mehr Luftverkehr, immer mehr Transit-Verkehr, und die Bahn "will immer schneller fahren" , schafft sie nicht, statt einer Versorung in der Fläche setzt sie beim ICE, der ein Energiefresser ist, auf Geschwindigkeit- die letzlich nur in Unpünktlichkeit umgesetzt wird. In der Liste kombiniert ökologisch/ökonomischer Fehlplanungen führt Deutschland unumstritten auf Rang 1.

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olli47 26.03.2019, 14:55
17. @Mitte Mitte

Volle Zustimmung.
Seit ich denken kann, konnte da eine Regioalpartei immer wieder "Regierungsverantwortung" übernehmen. Eine Partei, die von der überwältigenden Mehrheit der Wähler überhaupt nicht gewählt werden kann.

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Joachim Stork 26.03.2019, 14:59
18.

Hmm... - dieser Beitrag ist merkwürdig. Wer wissen will, wie sich unsere Luftqualität in Deutschland seit 1990 entwickelt hat, sollte vielleicht besser mal auf der Webseite umweltbundesamt.de nachschauen (Emission ausgewählter Luftschadstoffe nach Quellenkategorien). So ist die Staubbelastung auf 1/5 zurückgegangen, Feinstaub wird leider erst seit 1995 berichtet. Der vielgescholtene Verkehr (alle Verkehrsmittel) trägt zum Gesamtstaub 1/7 bei, zum Feinstaub 1/4. Stickoxide: Rückgang um 60%, alle Verkehrsmittel zusammen Rückgang auf 1/3.
Und wer unsere Verhältnisse gerne international vergleicht, findet in seriösen Quellen eindeutige Ergebnisse (z.B. die große internationale Studie von Susan Anenberg und anderen in Environmental Health Perspectives, Oktober 2018), die dem merkwürdigen und m.E. irreführenden Bild, das in diesem Interview vermittelt wird, widerspricht.
Warum stellt ein Journalist keine kritischeten Fragen? Um die Headline nicht zu gefährden?
Mit zuversichtlichen Grüßen
Joachim Stork

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claus7447 26.03.2019, 14:59
19. Das ist der einfachste Weg

Zitat von cabarrus
wäre das Verhältnis unseres Daten zu denen unserer europäischen Nachbarn. Würde mich allerdings nicht wundern, wenn das dem ein oder anderen nicht in die Agenda passen würde.
ich richte mich immer nach dem langsamsten - oder wenn ich super bin nach dem Durchschnitt. Dabei verpasse ich aber Entwicklungen.

Nein wir wollen alles: Kein Atomkraftwerk um die Ecke (was ich verstehen kann) nirgendwo Endlager (was ich wieder nicht verstehe), Ökostrom (aber ja keine Stromtrasse), Windkrafträder (dann werfe ich wieder Tierschutz oder Landschaftsbild dagegen).

Wir sind schon etwas komisch. Die Medaille hat immer 2 Seiten! Eines der besten Beispiele ist das E-Auto. Wie haben die deutschen Hersteller lamentiert, zu teuer, nicht entwickelt, dauert noch lange. Als dann ein Autoland China plötzlich Quoten einführte über Nacht: wir schaffen das - aber dabei hat man mindestens 4 Jahre verpennt. Die wenigsten heutigen Autofirmen haben know how über E-Motoren, Batterien alle sagen ist zu teuer - ja dann bleibt nur noch übrig in Korea oder China zu kaufen.

Ich gebe zu - Akku-Technologie ist komplex - aber wenn wir immer rum-eiern wird es auch nicht besser.

Aber wenn sie warten wollen bis die Italiener oder Portugiesen auf den Zug springen - ganz zu schweigen von Polen und Tschechien, dann ist es zu spät. No risk no fun!

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