Forum: Wissenschaft
Ökologisch verarmt: Dünger, Gifte, Müll - Sorge um deutsche Seen und Flüsse
DPA

In mehr als der Hälfte der Gewässer in Deutschland regt sich zu wenig Leben. Zahlen der Bundesregierung zeigen: Nur in zwei Bundesländern gibt es noch viele Seen und Flüsse in biologisch gutem Zustand.

Seite 1 von 8
querdenker1964 14.06.2017, 08:26
1. Wahlkampfhilfe für

die Grünen? Nach dem Raubbau, den die ehemalige DDR in den neuen Bundesländern betrieben hat, ist es nicht verwunderlich, das der Zustand der Gewässer auch 27 Jahre nach der Wende noch mangelhaft ist. Im Westen wurde dagegen seit den 70ger Jahren ein konsequenter Gewässerschutz betrieben. Der Autor ist sehr wahrscheinlich noch zu jung, um sich daran zu erinnern, dass der Rhein in Duisburg einmal bis zum Himmel stank und wenn man dort Fische sah, dann meist bäuchlings nach oben treibend. Dagegen kann man heute dort baden.....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Goldwin 14.06.2017, 08:37
2. Da wird wieder Stimmung gemacht...

als erstes wird in der Überschrift wieder Dünger angeführt. Und wo sind die schlechtesten Gewässer? In den Stadtstaaten...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Mikrohirn 14.06.2017, 08:38
3. Der Haken bei der Sache ist,

dass der sog. ögologische Zustand eines Ökosystems von den "Biologen" mit dem rein akademisch- theoretischen Idealzustand im Biologiebuch verglichen wird, der mit den in der Natur vorgefundenen, natürlichen Zuständen wenig zu tun hat. Das ist, als ob man alle Gemälde der Welt, beispielsweise anhand der Mona Lisa einwerten wollte (wieviele Augen, sind zu sehen? Haarlänge und -farbe, Gewandfalten, usw.) Ich kenne beruflich seit 30 Jahren die Arbeitsweise unzähliger Biologen - Ausnahmen von deren Betrachtungsweise der Natur aber nicht- schlimm!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gula19 14.06.2017, 08:43
4.

Die Umweltzerstörung und auch die Gewässerverschmutzung schreitet voran. Es wird nichts wirksames dagegen unternommen. Auch aus den Kommunen und Ländern wo die Grünen mitregieren sind mir keine positiven Veränderungen bekannt. Deutschland ist ökologisch ziemlich kaputt und wird weiter von Industrie und geldgierigen Politikern zerstört.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
norbert_blüm 14.06.2017, 08:47
5. Was ist denn ein "unbefriedigender" Zustand genau ?

Wenn man den Text mal anders liest könnte die Schlagzeile auch lauten:
Weniger als ein fünftel de Gewässer in schlechten Zustand!

Was ist denn das für eine komische Einteilung.
Und für wen genau ist ein unbefriedigender Gewässerzustand "unbefriedigend" etwa für die üblichen verdächtigen wie den BUND?
Diese Kategorie schaut doch argh danach aus dass sie erfunden wurde damit der Grüne noch was zu meckern hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MatthiasPetersbach 14.06.2017, 08:49
6. können die "Katastrophen" mal aufhören?

Es ist irgendwie widersinnig - praktisch alles, ob Natur, Wald, See, Umwelt wird immer und ständig besser. Und ist schon 100mal besser als vor 50 und 30mal besser als vor 20 Jahren.

Trotzdem kommen hier immer wieder Meldungen an, die die Apokalypse in der Bibel als Erholungsurlaub erscheinen lassen.

Man sollte es einfach mal akzeptieren - wir können nicht unseren Lebensstil pflegen und gleichzeitig in ner unberührten Natur leben. In ner einigermaßen intakten schon - und dahin könnten wir kommen.

Dagegen arbeitet leider eben die Regierung und die Lobbyisten. Dagegen könnten wir allerdings was machen - außer jammern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sal.Paradies 14.06.2017, 08:49
7. Auf den Kopf gestellt

Für jemanden der all dies Gewässer/Seen nicht kennt wird hier suggestiert, dass wir von verseuchten Gewässern umgeben sind und nur noch verantwortungslose Eltern ihre Kinder dort noch baden lassen. Mea Culpa, aber das Gegenteil ist der Fall. Ich kenne unzählige Seen in Brandenburg und Mecklernburg-VP und von vielen dieser Gewässer kann man sogar trinken. In einigen Gebieten hat man das Gefühl im Amazonas zu sein, so naturbelassen sind diese Gewässer inzwischen. Reiher vermehren sich und sind faktisch überall Zuhause. Klar, es gibt natürlich naturtrübe Seen aber auch viele, wo man bis zum Grund gucken kann und Flora&Fauna prächtig gedeihen. Diese Zeit, die mein Vorredner ansprach, als man Fische im Rhein nur bäuchlings oben schwimmend sah, kenne ich auch noch. Damals waren viele Flüsse eine einzige Kloake und kein Mensch wäre auf die Idee gekommen dort auch nur seine Füsse rein zu stecken. Auch der Bodensee war damals nicht mehr das Gelbe vom Ei, kann heute aber eine wirklich gute Wasserqualität vorweisen. Gerade die Dinge um die es in diesen Messungen eigentlich ging, wird dem Laien nicht ausreichend oder gar nicht erklärt. Man könnte meinen in Deutschland leben lauter Umweltschweine die ihre Gewässer versauen, obwohl längst das Gegenteil der Fall ist. Und schließlich sprechen wir hier im Großen&Ganzen nicht von weit abliegenden Bergseen, wo niemand lebt, sondern von Gewässern, die in unmittelbarer Nähe zu Wohngebieten liegen und oft von Landwirtschaft eingerahmt sind. So gesehen, sind das alles Top-Werte und dass all dies so ist, haben wir den GRÜNEN zu verdanken, denn ohne die hätten die etablierten Parteien noch sehr viel länger ihre Umwelt-Sauereien weiter geführt....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Europa! 14.06.2017, 08:50
8. Da schau her

Die Grünen interessieren sich plötzlich wieder für die Gewässer? Ich glaub, es ist Wahlkampf.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
conocedor 14.06.2017, 08:57
9. Untergangsszenarien unnötig

Grund zur Zufriedenheit ist die aktuelle Situation des Gewässerzustands zwar nicht.
Der Vollständigkeit halber sollte man sich aber auch mal eine Stellungnahme des Bundesumweltministeriums von 2015 zum Thema durchlesen, Zitat:

"Eine Verbesserung des ökologischen Zustands im Vergleich zu den Ergebnissen aus dem Jahr 2009 ist vor allem an den Wasserkörpern mit der Bewertung "mäßig" erkennbar. Davon waren viele zuvor als "unbefriedigend" und "schlecht" eingestuft worden.

Die insgesamt etwas schlechtere Einstufung der Gewässer in einem "sehr guten" oder "guten ökologischen Zustand" basiert unter anderem auf der Weiterentwicklung der Bewertungsverfahren oder auf neuen Informationen über die Belastungen.
…
Beim chemischen Zustand sind die Ergebnisse von 2009 und 2015 nicht miteinander vergleichbar, da mit den EG-Richtlinien über prioritäre Stoffe von 2008 und 2013 viele neue Qualitätsnormen hinzugekommen sind beziehungsweise Umweltqualitätsnormen deutlich verschärft wurden."

http://www.bmub.bund.de/themen/wasse...chengewaesser/

Es ist also nicht so, dass die Qualität und Gesundheit der Oberflächengewässer beständig schlechter wird.
Eher wohl so, dass es mit der Verbesserung -wenn auch langsam- vorangeht.

Die Überschrift "Dünger, Gifte, Müll - Sorge um deutsche Seen und Flüsse", die suggerieren kann, dass Flüsse und Seen im Zustand stinkender Kloaken und Brackwässer wie in der Nähe asiatischer Megacitys wären, ist jedenfalls unangebracht.

Zumal einer der genannten Hauptgründe mangelnder ökologischer Vielfalt, nämlich das Vorhandensein regulierender Flussbauten, mit "Dünger, Giften und Müll" nichts zu tun hat und vor allem in den letzten Jahren durch Errichtung neuer Fischwege die Durchwanderbarkeit vieler Fließgewässer wiederhergestellt wurde oder wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 8