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Ökologisch verarmt: Dünger, Gifte, Müll - Sorge um deutsche Seen und Flüsse
DPA

In mehr als der Hälfte der Gewässer in Deutschland regt sich zu wenig Leben. Zahlen der Bundesregierung zeigen: Nur in zwei Bundesländern gibt es noch viele Seen und Flüsse in biologisch gutem Zustand.

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max_schwalbe 14.06.2017, 09:04
10. Ball flach halten

Von "verheerend" etc. kann nun wirklich nicht die Rede sein. Schaut man sich die Gewässerqualität im Vergleich zu 1980 oder 1990 an, sieht man, dass eine massive Besserung eingetreten und der ökologisch kritische Zustand längst überwunden ist. Die Hysterie um angeblich verschmutzte deutsche Gewässer ist völlig überzogen. Da gibt es zur Zeit wirklich andere Probleme!

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danger666man 14.06.2017, 09:07
11. @die meisten Vorredner

Ich bin echt immer überrascht zu lesen wie viele Menschen sich immer darüber aufregen, dass der Zustand der Natur als übertrieben schlecht dargestellt wird. So ist es nun mal. Als ob sie persönlich angegriffen würden und konsequenter Umweltschutz ihr Leben unmöglich machen würde. Wir verbrauchen nun mal schneller alle Ressourcen als sie sich wieder auf natürlichem Wege regenerieren. Und solange das sich nicht ändert ist unser Umweltschutz unzureichend. @querdenker - die Verbesserungen der Wasserqualität des Rheins hängt mit strengeren Umweltauflagen zusammen aber auch weil ein Teil unserer Industrie (z.B. Textil) in andere Länder verlagert wurde und jetzt da verschmutzt. Auch das Feiern unseres reduzierten CO2 Ausstoßes ist nur möglich weil unsere Smartphones, Flatscreens, Laptops etc. primär in China produziert werden. Aber gerne immer auf China schimpfen, dass die ihren CO2 Ausstoß in den Griff kriegen sollen und als Ausrede nutzen, dass Deutschland nicht mehr so viel in den Klimaschutz investieren sollten weil wir unser Industrieland dadurch herunterwirtschaften würden und an Wettbewerbsfähigkeit einbüßten. Lol - ohne gesunde Böden und sauberes Wasser kein Leben. Das hat höchste Priorität!

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Mister Stone 14.06.2017, 09:07
12.

Wieviel Hektoliter "Gülle" werden pro Jahr von Holland nach Deutschland eingeführt und als Düngemittel auf deutschen Agrarflächen verteilt? Zum Wohle unseres Grundwassers...

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nic 14.06.2017, 09:08
13.

Glyphosat darf länger benützt werden, Massentierhaltung darf eher ausgebaut werden (Gülleseen), nur 2 Beispiele wie Politik sich um saubere Gewässer/Grundgewässer einen Dreck schert.

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spontanistin 14.06.2017, 09:12
14. Homo sapiens excrementis

Die Krone der Schöpfung passt sich halt nicht wie die übrigen Lebewesen der Natur an, sondern macht sich diese, teils mit göttlich-biblischem Auftrag, untertan. Und die Fortschritte der Technik (insbesondere Chemie und Verfahrenstechnik) erlauben die maximale Vermüllung und Vergiftung des Planeten. Der von Global 2000 vorhergesagte Kampf um's Wasser nimmt inzwischen richtig Fahrt auf! Aber solange der Strom aus der Steckdose und die virtuelle Realität interessanter zu sein Schein, wird sich an der allgemeinen und fortschreitenden Vermüllung, auch der Köpfe, wenig ändern.

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mostly_harmless 14.06.2017, 09:16
15.

Man kann bei Artikeln auf SpOn die Reaktion im Kommentarbereich meist voraussagen. Wenn sich ein Aritkel irgendwie mit Natur beschäftigt, und nicht den Tenor hat "alles supi und in Ordnung" kann man darauf wetten, dass sowohl das unvermeidliche "gar nicht wahr" kommt, das vollkommen Ahnungslose auf die bösen Wissenschaftler schimpfen, und natürlich im Wahljahr Wahlkampf für die Grünen vermutet wird. Lächerlich. einfach nur lächerlich.

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E_P 14.06.2017, 09:16
16. Maßstab

Die Wasserqualität in Deutschland ist (verglichen mit den 70ern) viel besser geworden, dass wird jeder bestätigen, der damals schon gelebt hat. Seit über 10 Jahren sind die Maßstäbe nun strenger (in der ganzen EU). Über denn Sinn kann man streiten, gerade wenn man den Rhein oder die Wupper vor 30 Jahren vor Augen hat. Aber warum sollte man sich nicht die Ziele setzen, die heute erreichbar sind? Dass es dem Wasser und den Flüssen nicht gut tut, wenn in ganz Norddeutschland Energiemais bis ans Ufer gepflanzt wird, ist doch offensichtlich.

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Goldwin 14.06.2017, 09:25
17.

Zitat von Mister Stone
Wieviel Hektoliter "Gülle" werden pro Jahr von Holland nach Deutschland eingeführt und als Düngemittel auf deutschen Agrarflächen verteilt? Zum Wohle unseres Grundwassers...
Aus diesem Grund sind ja auch die Gewässer in den Stadtstaaten am schlechtesten... Es ist natürlich viel einfacher die Landwirte als Übeltäter hin zu stellen statt ein großteil der Wähler.

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disklord 14.06.2017, 09:26
18. Der Haken an der Sache ist, ...

Zitat von Mikrohirn
dass der sog. ögologische Zustand eines Ökosystems von den "Biologen" mit dem rein akademisch- theoretischen Idealzustand im Biologiebuch verglichen wird, der mit den in der Natur vorgefundenen, natürlichen Zuständen wenig zu tun hat. Das ist, als ob man alle Gemälde der Welt, beispielsweise anhand der Mona Lisa einwerten wollte (wieviele Augen, sind zu sehen? Haarlänge und -farbe, Gewandfalten, usw.) Ich kenne beruflich seit 30 Jahren die Arbeitsweise unzähliger Biologen - Ausnahmen von deren Betrachtungsweise der Natur aber nicht- schlimm!
dass ihre Argumentation völlig hinkt. Natürlich wird mit dem Idealzustand verglichen. Nur gibt es nicht den einen Idealzustand. Biologie ist auch ein weites Feld, in dem man sich spezialisieren muß. Ich kenne ebenso lange Biologen und die sind keineswegs einer Meinung. Manchmal scheiden sich schon die Geister daran, was für ein Fauna/Flora Typ es ist. Ist aber für die Betrachtung dann auch nicht mehr wild, da es von jedem natürlichen Zustand meilenweit entfernt ist (und im Falle eines Gewässers zum Himmerl stinkt).

Ob man in einem Gewässer baden kann oder korrelliert auch nicht im geringsten mit dem Zustand des Ökosystems. Gewässer ohne Ökosystem sind zum Beispiel super zum Baden geeignet. Meist gibt es auch noch Whirlpools und Wasserrutschen.

Andererseits haben sie mit 'schlimm!' unterschrieben. Vielleicht sollten sie einfach mal mehr auf Fachleute hören. Die sind nämlich vom Fach und haben es gelernt.

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maxmarius 14.06.2017, 09:27
19.

Zitat von querdenker1964
die Grünen? Nach dem Raubbau, den die ehemalige DDR in den neuen Bundesländern betrieben hat, ist es nicht verwunderlich, das der Zustand der Gewässer auch 27 Jahre nach der Wende noch mangelhaft ist. Im Westen wurde dagegen seit den 70ger Jahren ein konsequenter Gewässerschutz betrieben. Der Autor ist sehr wahrscheinlich noch zu jung, um sich daran zu erinnern, dass der Rhein in Duisburg einmal bis zum Himmel stank und wenn man dort Fische sah, dann meist bäuchlings nach oben treibend. Dagegen kann man heute dort baden.....
Ich habe den Eindruck, dass der Umweltschutz - auch nach dem Ende der DDR - in den neuen Bundesländern teilweise wenig ernst genommen wird. In Plauen gibt es z.B. eine Kabelrecyclingfirma, von deren Gelände immer mal wieder dichter schwarzer Qualm aufsteigt. Auch ohne den Qualm stinkt es je nach Windrichtung bei uns im Garten gewaltig nach Chemie (vielleicht Weichmacher oder Isolieröl aus den Kabeln) und zum Entsorgen von Flüssigkeiten werden die Container auch gerne mal schräg angekippt stehen gelassen.
Entsorgt wird augenscheinlich Zeugs im Auftrag der Bahn.

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