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Ökologisch verarmt: Dünger, Gifte, Müll - Sorge um deutsche Seen und Flüsse
DPA

In mehr als der Hälfte der Gewässer in Deutschland regt sich zu wenig Leben. Zahlen der Bundesregierung zeigen: Nur in zwei Bundesländern gibt es noch viele Seen und Flüsse in biologisch gutem Zustand.

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Rosmarinus 14.06.2017, 09:59
30.

Zitat von berlin-steffen
Fakt ist, auch im Osten gab es intakte Gewässer. Zum Beispiel ist die Elbe der letzte große Fluß, der noch nicht so verbaut und begradigt wurde in Deutchland. Und das auf dem Gebiet der DDR. Auch in Thüringen gibt/gab es saubere Gewässer. Und im Grenzgebiet BRD/ DDR hat der große Salzmonopolist der BRD bis heute seine salzigen Abwässer in die Flüsse Richtung Osten abgeführt.
Die Elbe in der DDR hatte als Transportweg eben nicht die Bedeutung der Elbe bei Hamburg oder des Rheins. Ganz abgesehen davon, dass solche Begradigungen einiges an Geld gekostet hätten. Und das war dann doch so knapp, dass es z.B. in Bitterfeld nicht sehr umweltfreundlich herging.

Da war man in der BRD dank der höheren Wirtschaftleistung und auch dank eines Systems, das Parteien wie die Grünen und Umweltschutzorganisationen wie den BUND oder Greenpeace zuließ dann doch ume iniges effizienter beim Umweltschutz.

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Rosmarinus 14.06.2017, 10:02
31.

Zitat von superbiti
und weshalb? ist ihnen eigentlich bewusst, dass durch diese stadtsaaten grosse flüsse fliessen die ihren ursprung nicht dort, sondern hunderte kilometer weit entfernt haben? dass auf dem weg bis zu diesen stadtsaaten jede menge weitere flüsse in die grossen flüsse münden und von allen seiten aus landwirtschaft bergbau etc. verschmutzungen in diese flüsse gelangen, welche dann durch die stadtstaaten fliessen? nein? dann wissen sie es jetzt.
Aber müssten die Flüsse vor der Grenze zu den Stadtstaaten dann nicht auch so stark verschmutzt sein, wie in den Stadtstaaten?

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lupus_major 14.06.2017, 10:03
32. Eigene Erfahrung

Aus eigener Erfahrung kann ich das nur bestätigen. Ich hab ein Segelboot am Dümmer See(nähe Osnabrück).
Der See ist mehrfach in den letzten Jahren fast umgekippt. Algenwachstum wird immer schlimmer. Beim Absterben bilden sich giftige Blaualgen die dazu auch noch erbärmlich stinken.
Fische wurden schon tonnenweise tot aus dem See geholt.
Ein langer Zulauf(Hunte) transportiert tonnenweise Dünger der Landwirtschaft in den See.
In den letzten Jahren sind schon viele Segler gegangen, Häuser stehn zum Verkauf.
Die Regierung in Hannover unternimmt nichts, das die Nährstoffzufuhr gedrosselt wird.
Von uns genomme Wasserproben in den Häfen ergeben im Sommer 0% Sauerstoffgehalt.

Hier in Deutschland wird nur auf billig produzierende Massentierhaltung gepusht. Die Gülle muß irgendwo hin, also fließt sie in die Seen.

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nilux 14.06.2017, 10:04
33.

Zitat von querdenker1964
die Grünen? Nach dem Raubbau, den die ehemalige DDR in den neuen Bundesländern betrieben hat, ist es nicht verwunderlich, das der Zustand der Gewässer auch 27 Jahre nach der Wende noch mangelhaft ist. Im Westen wurde dagegen seit den 70ger Jahren ein konsequenter Gewässerschutz betrieben. Der Autor ist sehr wahrscheinlich noch zu jung, um sich daran zu erinnern, dass der Rhein in Duisburg einmal bis zum Himmel stank und wenn man dort Fische sah, dann meist bäuchlings nach oben treibend. Dagegen kann man heute dort baden.....
Sie schreiben unbelegbaren Blödsinn. Auch in der Elbe kann man heute wieder baden.
Und rein statistisch sind die Gewässer im Osten nicht schlechter, im Gegenteil.
Hätten Sie den Beitrag richtig gelesen, dann wäre Ihnen wohl auch aufgefallen, dass es darum auch gar nicht ging.

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Oberleerer 14.06.2017, 10:08
34.

Zitat von berlin-steffen
Und im Grenzgebiet BRD/ DDR hat der große Salzmonopolist der BRD bis heute seine salzigen Abwässer in die Flüsse Richtung Osten abgeführt.
Da geht es um die Weser? Die ist auf der Karte rot markiert und führt aber in den Westen. Während sich der Westen damals über die Abwässer im Osten aufregte, wurde nach der Schließung der Zechen im Osten nichts weiteres gegen die West-Salz-Zechen unternommen.

Wie im Text ersichtlich geht es aber nicht primär um die Wasserqualität, sondern um den ökologischen Zustand. Das kann man an der Isar erkennen. Vor München ist die gelb. Vermutlich gibt es viele alte Wehre und Schleusen ohne Fischtreppe und begradigte Ufer und Hochwasserschutz.

Ab München hingegen ist die Isar ein ganzes Stück grün, obwohl man das nach einer Großstadt nicht erwarten würde.

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ilek 14.06.2017, 10:09
35. Nur im Osten?

Zitat von querdenker1964
die Grünen? Nach dem Raubbau, den die ehemalige DDR in den neuen Bundesländern betrieben hat, ist es nicht verwunderlich, das der Zustand der Gewässer auch 27 Jahre nach der Wende noch mangelhaft ist. Im Westen wurde dagegen seit den 70ger Jahren ein konsequenter Gewässerschutz betrieben. Der Autor ist sehr wahrscheinlich noch zu jung, um sich daran zu erinnern, dass der Rhein in Duisburg einmal bis zum Himmel stank und wenn man dort Fische sah, dann meist bäuchlings nach oben treibend. Dagegen kann man heute dort baden.....
Was hat das mit der DDR zu tun?
Schauen Sie sich die Karte doch mal an. Die "Problemzonen" sind nicht mehr primär die industrielastigen Gebiete (deren Abwässer hat man zunehmend im Griff) sondern diejenigen mit einer starken Landwirtschaft. Vor allem in der norddeutschen Tiefebene und hier vor allem im Westen. Wir düngen einfach zuviel!

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Rosmarinus 14.06.2017, 10:09
36.

Zitat von oidahund
Ja, wiirklich schlimm - vor allem, wenn man den Zustand der Elbe oder des Rhein heute mit dem von vor 30 oder 40 Jahren vergleicht. Aus einer stinkenden Brühe, in die man tunlichst nicht hinein fallen sollte sind mittlerweile biologisch intakte und badetaugliche Flüsse geworden. Kleine begradigte Flüsse werden zurückgebaut und wieder durchgängig gemacht (zB die Wertach) oder es werden Aufstiegshilfen für Fische gebaut (zB Lech). Die Qualität unserer Gewässer wird tendenziell besser! Es zählt nicht, was Biologen erwarten, sondern das was ist. Ich kenne einige Gewässer, die wieder selbsterhaltende Bestände von Bachforellen und Äschen haben, was vor 10 Jahren noch nicht der Fall war. Die Karte zeigt doch nur, dass in den Gewässern nicht das zu finden ist, was einige Biologen erwarten - es sagt nichts über die tatsächliche Bioaktivität und die Selbsterhaltungskraft dieser in den jeweiligen Gewässer aus!
Mir scheint, sie sind der Meinung, man die Einschätzung und Bewertung der Artenvielfalt einfach Anglern, Jägern und Bauern überlassen.

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regiles 14.06.2017, 10:10
37. Esst noch mehr Fleisch!

Nun, die Nitratbelastung des Grundwassers wird durch Gülleausbringung immer stärker. Das Trinkwasser aufzubereiten immer teurer.
Gegen das bald sehr viel teurere Trinkwasser wird dann sicherlich lauthals protestiert werden. Vermutlich sind nicht wenige dabei, die ansonsten jeden Tag billiges Fleisch essen wollen und und in einem fleischfreien Tag in der Kantine den Untergang des Abendlandes sehen.
Verrückte Welt.

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j.w.pepper 14.06.2017, 10:16
38. Verwirrende Darstellung

Es wäre wohl etwas pfiffiger gewesen, die Farben in der Tortengrafik denen in der "Gewässergütekarte" anzupassen. In Letzterer ist Rot ganz schlecht, während es in Ersterer plötzlich "gut" ist. Die anderen Farben sind aber zumindest in der Reihenfolge gleich.

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E_P 14.06.2017, 10:24
39. Verschmutzung

Es geht nicht mehr in erster Linie um Wasserverschmutzung, oder? Extreme Fälle wie die Salzbelastung der Weser mal außen vor. Die einfachen aber teuren Maßnahmen, vor allem der Bau von Kläranlagen, wurden ja schon vor Jahrzehnten durchgeführt. Was heute mit Wasser und Flüssen noch im Argen liegt, lässt sich nicht so einfach ändern: die Flüsse sind verbaut, Nährstoffe kommen aus der Landwirtschaft etc. Aber man kann den Landwirten das Düngen nicht einfach verbieten und die meisten Flüsse sind nicht ohne Grund verbaut. Das zui ändern brauch alles Zeit. Die Schweizer haben ein Programm zur Verbesserung ihrer Flüsse, das auf 80 Jahre ausgelegt ist. Erscheint mit sinnvoller, als das Ziel "2027" der EU.

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