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Ökologisch verarmt: Dünger, Gifte, Müll - Sorge um deutsche Seen und Flüsse
DPA

In mehr als der Hälfte der Gewässer in Deutschland regt sich zu wenig Leben. Zahlen der Bundesregierung zeigen: Nur in zwei Bundesländern gibt es noch viele Seen und Flüsse in biologisch gutem Zustand.

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Rosmarinus 14.06.2017, 16:11
70.

Zitat von charlybird
dass man den Zustand der deutschen Gewässer hier kommentieren kann, aber die weitere Empfehlung einer Zulassung des Pestizids Glyphosat durch die segensreiche EU nicht. [...] Wenn ich keinen Zucker im Tee möchte, tue ich ihn ja auch nicht vorsorglich in die Kanne, oder ?
Wieviel Glyphosat ist denn in den Gewässern?

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charlybird 14.06.2017, 16:26
71. Haben Sie

Zitat von Rosmarinus
Wieviel Glyphosat ist denn in den Gewässern?
meinen Kommentar nicht gelesen ?
Ich schrieb übers geblockte Kommentieren der EU Zulassung und nicht über Glyphosat in Seen und Gewässern, obwohl so ganz frei werden viele vielleicht auch nicht sein, und über die Überdüngung unserer gepflegten Monokulturen.
Und da die Untersuchungsberichte über Glyphosat unter Verschluss sind, ist ihre Frage an mich eigentlich ziemlich, na ja, entweder optimistisch oder , …...das schreibe ich besser nicht.

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schlaueralsschlau 14.06.2017, 18:36
72. @ goldwin #54

Das Bayern mit die besten Gewässer hat ist kein Argument sondern Fakt. Mein Argument war, dass die Alpen eine Wasserscheide bilden und das Wasser meist aus Bayern kommt und anders als bei Nord und Ostseeanrainer das Wasser noch frisch ist.

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Rosmarinus 14.06.2017, 19:32
73.

Zitat von charlybird
meinen Kommentar nicht gelesen ? Ich schrieb übers geblockte Kommentieren der EU Zulassung und nicht über Glyphosat in Seen und Gewässern, obwohl so ganz frei werden viele vielleicht auch nicht sein, und über die Überdüngung unserer gepflegten Monokulturen. Und da die Untersuchungsberichte über Glyphosat unter Verschluss sind, ist ihre Frage an mich eigentlich ziemlich, na ja, entweder optimistisch oder , …...das schreibe ich besser nicht.
Tschuldigung, mir war nicht klar, dass Sie eigentlich zu einem ganz anderen Thema was sagen wollten. Was Ihren ersten Verdacht betrifft: "In Deutschland lagen die höchsten gemessenen Konzentrationen deutlich niedriger (4,7µg/l für den Wirkstoff und unter 4 µg/l für seinen Metaboliten). Beide Konzentrationen liegen damit unterhalb der in den Zulassungsverfahren ermittelten regulatorisch akzeptablen Konzentrationen von 100µg/l für Glyphosat und 1200 µg/l für den Metaboliten AMPA." (https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/pflanzenschutzmittel/glyphosat) So ganz unter Vescgluss scheint das also nicht zu sein. Gerne!

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charlybird 14.06.2017, 20:09
74. Schön, dass Sie so vertrauensvoll

Zitat von Rosmarinus
Tschuldigung, mir war nicht klar, dass Sie eigentlich zu einem ganz anderen Thema was sagen wollten. Was Ihren ersten Verdacht betrifft: "In Deutschland lagen die höchsten gemessenen Konzentrationen deutlich niedriger (4,7µg/l für den Wirkstoff und unter 4 µg/l für seinen Metaboliten). Beide Konzentrationen liegen damit unterhalb der in den Zulassungsverfahren ermittelten regulatorisch akzeptablen Konzentrationen von 100µg/l für Glyphosat und 1200 µg/l für den Metaboliten AMPA." (https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/pflanzenschutzmittel/glyphosat) So ganz unter Vescgluss scheint das also nicht zu sein. Gerne!
den Verlautbarungen des Umweltbundesamtes folgen. Es macht ja auch nur seinen Job.
Was ist aber zB. mit den ziemlich bedrohlicher werdenden Nitraten, die unsere verantwortungsbewussten Massentierhalter in Form von Scheiße ja irgendwo unterbringen müssen und leider auch tun ?
ES stinkt nicht nur zum Erbarmen, es vergiftet langsam unser Trinkwasser und sogar die Nordsee, wie kürzlich zu lesen war.
Ach so, und regulatorisch akzeptabel meint was ? Gibt es da ne Testreihe wann sich der Hintern verformt oder der Krebs krabbelt ? Oder hat das Bundesamt die Grenzwerte mal so nach Gefühl und Wellenschlag festgelegt ?

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Rosmarinus 14.06.2017, 21:34
75.

Zitat von charlybird
den Verlautbarungen des Umweltbundesamtes folgen. Es macht ja auch nur seinen Job. Was ist aber zB. mit den ziemlich bedrohlicher werdenden Nitraten, die unsere verantwortungsbewussten Massentierhalter in Form von Scheiße ja irgendwo unterbringen müssen und leider auch tun ? ES stinkt nicht nur zum Erbarmen, es vergiftet langsam unser Trinkwasser und sogar die Nordsee, wie kürzlich zu lesen war. Ach so, und regulatorisch akzeptabel meint was ? Gibt es da ne Testreihe wann sich der Hintern verformt oder der Krebs krabbelt ? Oder hat das Bundesamt die Grenzwerte mal so nach Gefühl und Wellenschlag festgelegt ?
Interessant, dass Sie schon wieder das Thema wechseln. Nun gut:

" Die europäische Nitratrichtlinie verpflichtet Deutschland, Überschreitungen des Grenzwertes von 50 Milligramm pro Liter zu verhindern. Seit 2008 wird der Grenzwert an rund 18 Prozent der Messstellen überschritten. Die EU-Kommission hat ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet. Die Landwirtschaft ist der wichtigste Verursacher hoher Nitratkonzentrationen im Grundwasser."

https://www.umweltbundesamt.de/indikator-nitrat-im-grundwasser#textpart-1

Das dürfen Sie jetzt glauben, es entspricht ja Ihrer Meinung.

Und Grenzwerte werden tatsächlich so festgelegt, dass man in Versuchsreihen testet, welchen Einfluss verschiedene Verdünnungen auf Versuchstiere (auch das reproduzierbare Verformen von Hintern oder verhaktensauffälliges Krabbeln würde da wohl auffallen), aber auch auf Versuchspflanzen, Mikroorganismen und Zellkulturen haben, Dann wird ein Sicherheitsfaktor eingerechnet. Nach Gefühl und Wellenschlag passiert da wenig.

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charlybird 14.06.2017, 22:07
76. Ich sehe, Sie scheinen vom Fach.

Zitat von Rosmarinus
Interessant, dass Sie schon wieder das Thema wechseln. Nun gut: " Die europäische Nitratrichtlinie verpflichtet Deutschland, Überschreitungen des Grenzwertes von 50 Milligramm pro Liter zu verhindern. Seit 2008 wird der Grenzwert an rund 18 Prozent der Messstellen überschritten. Die EU-Kommission hat ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet. Die Landwirtschaft ist der wichtigste Verursacher hoher Nitratkonzentrationen im Grundwasser." https://www.umweltbundesamt.de/indikator-nitrat-im-grundwasser#textpart-1 Das dürfen Sie jetzt glauben, es entspricht ja Ihrer Meinung. Und Grenzwerte werden tatsächlich so festgelegt, dass man in Versuchsreihen testet, welchen Einfluss verschiedene Verdünnungen auf Versuchstiere (auch das reproduzierbare Verformen von Hintern oder verhaktensauffälliges Krabbeln würde da wohl auffallen), aber auch auf Versuchspflanzen, Mikroorganismen und Zellkulturen haben, Dann wird ein Sicherheitsfaktor eingerechnet. Nach Gefühl und Wellenschlag passiert da wenig.
Aber Sie werden zugeben, dass die Themen so gegenläufig ja nicht sind und es eigentlich egal ist, wir wir uns langsam vergiften.
Seit 2008 an 18 Prozent der Messstellen Überschreitungen. Puh.
Müssen massiv sein, wenn das Trinkwasser bereits in Gefahr ist.
Aber nun wieder ein Themenwechsel, warum werden die Untersuchungsberichte über Glyphosat von der EFSA oder wie die heißen nicht freigegeben.
Irgendwie nicht gerade das was man Transparenz in diesem so heiklen Segment nennen kann. Es ist ja auch nicht nur so, dass es nur den Menschen eventuell schaden kann, es sind sicherlich auch Beeinflussungen der noch vorhandenen Natur in Form von Abdriften und ähnlichem nicht nur möglich, sondern bereits Tatsache, wie ich las. Ich kann mir nicht helfen, das riecht irgendwie nach Wirtschaft vor Gesundheit.

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Worldwatch 16.06.2017, 10:06
77. Böden, Wasser, Luft ...

Es gäbe viel zu verbessern im Umweltschutz in Deutschland.
Hört man aber der Klimaschutz-Dampfplauderin A.Merkel, Ihren Umweltschutz-Hohlschwaetzern im Kabinett, den Damen und Herren im BT und LT'en so zu, könnte man dem verrückten Glauben erliegen, Deutschland sei so etwas wie führend im Tun dazu. Stattdessen sind viele Umweltschutz-, von mir aus auch ?Klimaschutz?-Zielblabla nur wert- wie inhaltslose Grossmaeuligkeit wie Angebereien gegenüber den anderen Staaten sowie einer sich leicht zu veräppelnden Medienlandschaft.

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Zuversicht7 20.06.2017, 16:49
78. Wie

Zitat von Goldwin
Aus diesem Grund sind ja auch die Gewässer in den Stadtstaaten am schlechtesten... Es ist natürlich viel einfacher die Landwirte als Übeltäter hin zu stellen statt ein großteil der Wähler.
Wie kann ein See ohne Zuflüsse dann kippen, wenn der See nur von landwirtschaftlichen Fläche um schlossen ist?
Nur durch aufwendige Belüftungsmaßnahmen wurde der See "gerettet".
Siehe Behlendorfer See, SH, Herzogtum Lauenburg.
Siehe:

http://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/G/grundwasser/Downloads/Bauernblatt_Artikelserie_2014_Nr_7.pdf?__blob=publ icationFile&v=1

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georgkeckl 23.06.2017, 23:39
79. Haltungsjournalismus vs. Recherchejournalismus

Die Reihenfolge der häufigsten Ursachen dafür, dass ein "guter ökologischer Zustand" verfehlt werde, sind sogar den Original-UBA Dokumentnen (denen man beim UBA auch nicht trauen kann) zufolge für Oberflächengewässer: 1. Veränderungen von Flussläufen, beispielsweise durch Begradigung, Wehre oder Schleusen. 2: Nährstoffe - woimmer die herstammen. Siehe Abb 4 in http://www.efaep.org/sites/enep/files/umweltbelastende_stoffeintraege_aus_der_landwirtsc haft.pdf
Ihre ganze Vermutung, was denn ein guter biologisch Zustand ist, sind Fehlschlüsse aufgrund der raffinierten Desinformationspolitk des UBA und Umfeld. Ein schlechter ökologischer Zustand bedeutet nicht verdreckt oder tot oder "weniger Leben" oder "erhöhter Giftgehalt", das bedeutet nur, dass das Gewässer recht ANDERS als der Referenzzustand ist. Trotz schlechtem ökologischem Zustand kann das ein hervorragendes Badegewässer sind mit reichem Fischbestand sein, nur der Fischbestand ist anders als in einem völlig menschlich unberührten Wildfluss, siehe die Definitionen nach § 5 und Anlagen 3 und 4 in https://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/ogewv_2016/gesamt.pdf . Wenn der Fischbestand anders als in der "Wildform" des Gewässer ist, dann der ökologische Zustand in Abstufungen schlecht, aber Fischer, Vögel und Menschen freuen sich ungemein daran, weil viel mehr Leben in dem Wasser als bei "ökologisch gut". Das wissen die Leute nicht und auf diesem Missverständnis beruht die Kampagne zur Täuschung der Öffentlichkeit über die Gewässerzustände, die das Vorteil bedient: schlechter ökologischer Zustand = da ist was nicht in Ordnung mit. Alle deutschen Gewässer sind heute wieder in Badegewässerqualität, seltene Fischarten kehren langsam zurück. Wie bekoppt mauß man denn sein, wenn man da keinen Widerspruch zu "ökologisch schlecht" entdeckt? Wer einen guten „ökologischen Zustand“ für die Gewässer fordert, unterstützt die Fanatiker, die alle Menschen von den Flüssen und Seen vertreiben wollen, die Flüsse müssen rückgebaut werden wie sie einmal waren, incl. der emissionslosen Flusskraftwerke. Also Abriss aller Städte in den Bereichen, die einmal in den natürlichen Fluss- oder Uferverläufe waren ("Referenzbedingungen"). Die Menschen vertreiben für „anthropogen unverändert“. Das schlechteste Einzelkriterium (z.B. Fischfauna) bestimmt die Gesamtnote "ökologischer Zustand", so kommt zu dem völligen Quatschkritierium "ökologisch schlechter Zustand". Das ist keine Biologie oder Physik oder Statistik, das ist Ideologie.
Mit freundlichen Grüßen: Georg Keckl

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