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Österreich: "Das Glyphosat-Verbot wird die Umwelt nicht retten"
Florian Gaertner/ Photothek/ Getty Imges

Das Parlament in Österreich hat entschieden, den Unkrautvernichter Glyphosat zu verbieten. Hier erklärt die Pflanzenschutzexpertin Siegrid Steinkellner, was das für Landwirtschaft und Umwelt bedeutet.

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hardy.stiefel 04.07.2019, 12:26
10. Das ist bekannt

Schreibe mir schon die Finger in diesem Sinne wund. Denn es wurde die Öffentlichkeit gezielt durch recht einseitige Berichterstattung manipuliert. Das sieht man auch im Bericht, welcher sich auf eine rein hypothetische Annahme bezieht und keinen Bezug zur Wirklichkeit hat. Steht so auch im Bericht.
Gestern habe ich noch geschrieben, dass ersatzweise tiefere Pflüge eingesetzt werden, welche dann nicht nur die Errosion des Bodens gefährden, sondern auch viele Lebewesen in diesem Bereich. Diese kommen nach oben, werden Vogelfutter - aber nur in diesem Jahr. Der Bestand geht zurück, die Vögel erhalten in den Folgejahren weniger Futter und der Bestand geht zurück. Dann kommt noch das Ausweichprodukt dazu, welches sich auf den Instektenbestand auswirkt. Schon heute ist die Vogelpolulation dezimiert, weil die kleineren Insekten für die "Vogelbaby's" fehlt. Nein Glyphosat hat seine Berechtigung und wurde jahrzehntelang sinnvoll in der Landwirtschaft eingesetzt. Ich sehe hier eher ein Angriff auf Monsanto. SChon in den 70er habe ich dieses erlebt, dass Monsanto (damals Textilfasern) mit haltlosen Behauptungen von NGOs angegriffen wurden. Heute haben sie Erfolg, welchen wir jedoch noch sehr teuer bezahlen müssen. Aber die Blasengesellschaft ist heute nicht mehr so offen - schade. Die nächste Generation wird uns dafür verdammen.

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geri&freki 04.07.2019, 12:33
11. Glyphosat ungefährlich für Insekten?

Sollte bei den 400 Studien, die Frau Steinkellner mit ausgewertet hat, ausgerechnet die Studie der Universität von Texas aus dem letzten Jahr untergegangen sein? Diese weist nämlich ausdrücklich eine Schädigung der Darmflora von Honigbienen durch Glyphosat und eine damit verbundene deutlich verminderte Widerstandsfähigkeit gegenüber Infektionskrankheiten nach. Warum bleibt das unerwähnt??

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orthanor 04.07.2019, 12:39
12. Warum verbieten?

Kaum Alternativen, kein anderes Mittel ist so effizient und dennoch für viele Insekten nicht gefährlich. Szenarien aus den USA werden auf eine völlig andere Lage in Europa übertragen; sei es die dort laschere Verwendungspraxis oder die hier nicht zugelassenen, Glyphosat-resistenten genveränderten Nutzpflanzen.
Aus Panik, aus einer medial ausgelösten und publizistisch verstärkten Situation heraus wird ein sehr gut erforschtes Mittel verboten.

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Beat Adler 04.07.2019, 12:42
13. Erstes Land, das Glyphosat verbot dann wieder erlaubte, war Sri Lanka

Erstes Land, das Glyphosat verbot dann wieder erlaubte, war Sri Lanka. Das Verbot wurde auf Grund von total falschen, manipulierten Berichten eines einzigen lokalen Arztes ausgesprochen. Danach stellten die Behoerden fest, dass es ohne Glyphosate nicht geht, eine moderne Landwirtschaft im Land zu erhalten.

Wie zuvor schon oefters zum Thema im SPON Kommentar geschrieben, kann die EU als Ganzes Glyphosat verbieten, denn die Bauern in Nord und -Suedamerica, siehe MERCOSUR Abkommen, sind, Dank Glyphosat, jederzeit in der Lage die Europaeer zu fuettern.

Eine totale Umstellung der gesamten Landwirtschaft in der EU auf sogenannt Bio ist auch machbar. Die nordafrikanischen Anrainerstaaten des Mittelmeeres, zusaetzlich zu den Amis koennen jedem Europaeer seine Gaumenkitzler anbieten.

Das Ganze fokussiert auf die Frage: Soll sich die EU selber ernaehren koennen oder nicht?
mfG Beat

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hausfeen 04.07.2019, 12:50
14. Solll heißen, jetzt ist auch alles egal?

Oder doch nur wieder so eine bezahlter "Honorar"wissenschaftlerin im Dienste seiner Majestät, der Bayer-Werke zum Zwecke der Anstiftung von Verwirrung. Hatten wir doch gerade erst mit den Lungenärzten, die selbst in den grünen Lungen in den Vorgärten unserer Metropolen logieren.
Hier eine österreichische Spezialistin, die nicht weiß, dass man bergauf pflügt, und zwar auch dann, wenn man Glyphosat versprüht.
Und sie weiß auch nicht, dass die weniger dummen Bauern sofort eineggen, meist in der selben Fahrt hinter dem Pflug.
DIe Beziehung zwischen Starkregen und Glyphosat ist rein konstruiert. Was gab es dafür? Biogemüse lebenslang oder ein Almstüberl?

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neanderspezi 04.07.2019, 12:56
15. Welch ein Spagat zwischen Landwirtschaft und Umwelt

Nun gibt auch die in Österreich auf die Auswirkung von Unkrautvernichtungsmitteln, speziell von Herbiziden, spezialisierte Wissenschaft zu erkennen, dass sie keinen Zusammenhang zwischen der pflanzlichen Vernichtung von sogenannten Unkräutern und der zunehmenden Vernichtung von Insektenspezies erkennen kann, oder aber man geht Formulierungen, die in diese Richtung weisen könnten, grundsätzlich aus dem Weg und wird von Interviewern sehr rücksichtsvoll nicht zu dieser Problematik angesprochen. Es geht schließlich um die Landwirtschaft und um den ökonomischen Schaden der von Unkräutern ausgeht, was interessiert da der Beitot von Insekten, da sie ja ohnehin nicht direkt am Gift zugrunde gehen, sondern eventuell ja nur am Verlust ihrer Nahrungsquellen und damit auch der Vernichtung ihres Nachwuchses. Die Wissenschaft erkennt gefälliger Weise nicht, dass es zwischen dem Tod der Wildpflanzen und dem Tod der Insekten Zusammenhänge geben könnte, denn sie kann in Ausübung ihres Auftrags nicht das Eine untersuchen und gleichzeitig das Andere mit im Auge behalten.

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uppsala 04.07.2019, 12:58
16. Risikowahrnehmung

Zitat von invinoveritas!
Was sich mir gleichzeitig nicht erschließt: was genau ist an exakt diesem Mittel nun faktisch und nachgewiesen so schlimm, wenn wir 1.) Seit Jahrzehnten eine kontinuierliche Steigerung der allgemeinen Lebenserwartung beobachten (wie kann das sein, wenn doch alles was wir essen so vergiftet ist?) und 2.) mir noch niemand eine Statistik zeigen konnte, wonach die Zehntausenden intensiv Glyphosat nutzenden Bauern ja eigentlich häufiger an Krebs erkranken müssten, als normale Bürger und Nichtnutzer wie ich? Ich bin dann nach einem Totalverbot von Glyphosat schon richtig gespannt auf die nächste Sau, die man durchs Dorf treiben wird. Welches der 500 anderen Mittelchen (nahezu alle ohne 40 Jahre dauernde Langzeitforschung wie Glyphosat) wird wohl dann in den Fokus rücken?
Die Hysterie rund um Glyphosat kann man nur verstehen, wenn man weiß, wie die (irrationale) Risikowahrnehmung in der menschlichen Psyche funktioniert. Die übergroße Mehrheit der Leute ist nicht in der Lage, Gefahren für Leben, Gesundheit usw. adäquat einzuschätzen, sonst würde man sich mit Dingen wie Glyphosat (aber auch Mobilfunkstrahlung etc.) gar nicht beschäftigen. Unbedeutende oder sogar nur imaginäre Risiken werden ins Katastrophische aufgeblasen, wenn sie gewissen Eigenschaften aufweisen (z.B. Unsichtbarkeit, Unbeeinflussbarkeit), wohingegen wirklich substanzielle Risiken des Alltags ignoriert werden. Speziell die Deutschen sind für ihre Hysterie in diesen Dingen ja international bekannt; scheinbar tickt Österreich da nicht wesentlich anders. Befeuert wird dieser Prozess u.a. noch durch die Arbeit von Pressure Groups, die ideologisch oder ökonomisch motiviert sind (oder auch beides, siehe Greenpeace).

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go-west 04.07.2019, 12:59
17. Endlich mal

ein sach- fachkundiger Expertenbeitrag anstelle der so zahlreichen auf Halbwissen beruhenden und ideologisch geprägten Äußerungen zu diesem Thema.

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a.vollmer 04.07.2019, 13:09
18. Nur der kleine Teil des Problems

Glyphosat macht nur weniger als 30% der Mischung im Sack aus. Ein großer Teil sind Tenside, Netzmittel, die eine Wirkung weit über den Herbizid-Effekt der Mischung im Sack hinaus haben.

Im Boden bewirken sie, dass Regenwasser seine Oberflächenspannung verliert und die Luftatmer im Boden (Würmer, Insekten) ertrinken. Es bewirkt, dass Sandstaub au der Oberfläche ebenfalls die Mischung enthäjt und mit der Winderosion verteilt. Es gibt Hypothesen, dass die Tenside so in den Flaum von Bienen und ähnlichen Insekten geraten und dort ermöglichen dass Milben, Pilze und andere Schädlinge die Bienen besiedeln können und so das Bienensterben befördern.

Solange die ökologische Wirkung der Tenside nicht vollständig erforscht und bewertet ist, müssten nicht nur Glyphosat-Konfektionierungen, sondern alle Herbizide und Pestizide mit Tensid-Anteilen aus dem Handel genommen werden.

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Beat Adler 04.07.2019, 13:15
19.

Zitat von neutrum18
So schnell kann es ohne Politik gehen. Gut gemacht Expertenregierung. Ich halte die Daumen, dass das Verbot Bestand hat.
Alle Experten empfehlen Glyphosat als Produktionslmittel zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit.
mfG Beat

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