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Ostdeutschland: Diese Kolumne ist eine Unverschämtheit
DPA

Woher kommt die Ablehnung gegenüber Zuwanderern, die Aggression, die Begeisterung für autoritäre und völkische Gedanken in Teilen Ostdeutschlands? Die Antwort dürfte gerade linken Theoretikern nicht gefallen.

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jamguy 16.09.2018, 16:50
1. Ost- west Angleich

Den Westdeutschen is durch die Wiedervereinigung einiges an Wohlstand genommen worden aus Solidarität damit überhaupt ein Ostanstieg machbar wurde ,is also nicht so das Sie benachteiligt werden den Sie haben mehr bekommen und Wessis dafür weniger.

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MatthiasPetersbach 16.09.2018, 16:52
2.

"Eins aber steht fest: Weder den Gekränkten noch dem Land als Ganzem hilft es, statt nach den Ursachen des Kränkungsempfindens zu suchen und sie anzugehen, die Aggression gegen in Wahrheit nun wirklich unbeteiligte Sündenböcke zu legitimieren."

Wie wahr.

Und wieviel Dummheit und Vollpfostentum gehört dazu, das nicht zu erkennen?
Wer schuld an was ist, ist doch ziemlich deutlich zu sehen. Weder an der Tatsache, daß ich keine Zinsen kriege noch z.B. an der Renten- und Gesundheitsmisere noch an sonstigen Fehlfunktionen sind "Flüchtlinge" schuld.

Ich frage mich, wie man auf so nen dürren Ast kommt. Oder ist das einfach der Sieg des Reflexes "ich werde gehauen, also haue ich auch wen (egal, wen) ".

Ich fürchte, ja. Dann ist aber "wir sind das Volk" völlig falsch. Mit solchen Leuten will wohl niemand ein Volk haben.

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horst1109 16.09.2018, 16:53
3. Sehr richtig!

Die Menschen, die mit ihrer Fremdenfeindlichkeit demonstrieren gehen, scheinen gar nicht zu ahnen, dass sie alles nur noch schlimmer machen. Welcher weltoffene Betrieb, der von Produkten für den Weltmarkt profitiert, wird sich künftig in Ostdeutschland niederlassen? Firmen, die Autoteile zuliefern, Handel mit anderen Ländern treiben oder irgendwie einen Namen auf dem Weltmarkt haben, müssen Angst haben, mit diesen Menschen in Zusammenhang gebracht zu werden. Die Linke und der rechte Mob befeuern dieses Minderwertigkeitsgefühl, indem sie den Menschen einreden, sie seien abgehangen.

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bermany 16.09.2018, 16:57
4. Schuldfrage

Die meisten Deutschen suchen einen Schuldigen an der Misere der eigenen Lage. Nur ein Bruchteil beleuchtet sich selbst kritisch. Das selbe Verhalten hat vor rund 80 Jahren zu einem selbstzerfleischenden Krieg geführt. Man brauchte dazu lediglich eine beliebige Minderheit die angeblich die Ursache war. Aus der Geschichte haben wir offenbar wenig gelernt. Wird Zeit, dass man auch in Ostdeutschland den Verstand einschaltet.

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Rooo 16.09.2018, 16:57
5. Falsch

Zitat von jamguy
Den Westdeutschen is durch die Wiedervereinigung einiges an Wohlstand genommen worden aus Solidarität damit überhaupt ein Ostanstieg machbar wurde ,is also nicht so das Sie benachteiligt werden den Sie haben mehr bekommen und Wessis dafür weniger.
Dem Westen wurde von den USA gegeben ohne Ende, Ostdeutschland wurde von der UdSSR genommen ohne Ende. So wird ein Schuh draus. Ohne den zweiten Weltkrieg sähe die wirtschaftliche Landkarte Deutschlands ganz anders aus. Wer das nicht berücksichtigt, kann jegliche Gerechtigkeitsargumente in den Mülleimer werfen.

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111ich111 16.09.2018, 16:58
6. Die Flüchtlinge sind nicht schuld daran, wie ihr Euch fühlt

Nö, das sind die Menschen schon selbst. Aber es ist bequemer in der Opferrolle zu verharren, als produktiv aktiv zu werden. Gilt gleichermaßen für "Opfer" jedwelcher politischer Couleur. Der "Opfer-Mist" ist auf allen Seiten der gleiche.

Und jetzt geht es garantiert gleich wieder los mit "Gerechtigkeit" uns sonstigen höchst subjektiven Gefühlen und Geschichten.

Leute, Gerechtigkeit ist ein philosophischer Begriff. das gibt es auf Erden nicht. Wer euch das verspricht, ist ein Scharlatan. Es gibt nur Solidarität, Weitsicht und Mitgefühl. Und an dem kann man arbeiten.

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kuehn2009 16.09.2018, 16:58
7. Appia ist Engländer

Appia ist Engländer (und später US-Amerikaner). Warum ist es überhaupt von Bedeutung darauf hinzuweisen, daß er aus Ghana kommt?

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ekel-alfred 16.09.2018, 17:01
8. Zustimmung

Wenn ich mir so die Kommentare hier in den Spon Foren der letzten Wochen so angeschaut habe, muss ich dem Autor mit seiner Analyse Recht geben. Die Einträge waren schon sehr gehässig und unfair. Von 17 Millionen Migranten, die wir auch durchfüttern, war die Rede Ich bin "Wessi", aber so würde ich nie über die Wiedervereinigung sprechen. Stellt man sich die schwierige Situation in der DDR vor, haben die "Ossis" mehr geleistet, als mancher im Westen.
Insofern kann ich verstehen, dass sich die Ostdeutschen wie Bürger 2. Klasse vorkommen.

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MZCG 16.09.2018, 17:01
9. Nur die halbe Analyse

Ja, Sie haben Recht. Nur fehlt mir noch die Benennung von Ursachen.
Private Equity und Shareholder Value saugen die Gesellschaften aus und schicken die Reste zum Arbeitsamt/ Jobcenter.
Hier sind die Ursachen für das Gefühl von Missachtung und eigener Wertlosigkeit vieler AfD-Sympatisanten klar benannt https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-09/finanzkrise-lehman-shareholder-value-doktrin
Ohne gegenseitige Wertschätzung stirbt die Gesellschaft Und dabei geht es um Arm und Reich, nicht um Fremde und Einheimische

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