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Ostdeutschland: Diese Kolumne ist eine Unverschämtheit
DPA

Woher kommt die Ablehnung gegenüber Zuwanderern, die Aggression, die Begeisterung für autoritäre und völkische Gedanken in Teilen Ostdeutschlands? Die Antwort dürfte gerade linken Theoretikern nicht gefallen.

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timwev 17.09.2018, 11:08
350. Die Intragration der Ostdeutschen in das westdeutsche System...

...bestand in der Enteignung der Ostdeutschen durch die Treuhand in der ersten Hälfte der Neunziger und der bis heute andauernden Ausbeutung Ostdeutschlands durch Westdeutschland. - Die Transfermilliarden? Pardon, die habe ich vergessen. Allerdings sind die sofort in den Westen zurückgeflossen, zusätzlich zu Mieten (die Immobilien Ostdeutschlands werden im Westen oder von Fonds anglo-amerikanischer Herkunft besessen), zu Gewinnen aus wirtschaftlicher Tätitkeit, zu Subventionen und zum demografischen Benefit der Vereinigung- viele gut auf Kosten des (ostdeutschen) Volkes ausgebildete Menschen sind ja nach 1990 in den Westen gegangen und haben die sich dort damals schon auftuende demografische Lücke geschlossen. Gleichzeitig aber die Migration gen Osten, wo die Westdeutschen bis heute alle Schaltstellen besetzt halten. So wird der Ostdeutsche bis heute fern von Eigentumsbildung, fern von Entscheidungen und fern von den lukrativen Stellen gehalten - und soll jetzt Flüchtlinge integrieren. Fast dreißig Jahre nach der Wende gibt es keinen ostdeutschen Verfassungsrichter, keinen ostdeutschen General, keinen DAX-Konzern im Osten. Ach so, nicht mal in der AfD haben die Ostdeutschen das Sagen. Gauland und Petry (exAfD) sind zwar in Sachsen geboren, allerdings im Westen sozialisiert, Gauland, gebürtig in Chemnitz, ist nach dem Abitur noch vor dem Mauerbau "rüber", Storch, Höcke, der berüchtigte Richter Maier aus Dresden sind waschechte Westdeutsche. Zwar erfreut sich die AfD im Osten größerer Resonanz als im Westen, allerdings liegt dies am Ende doch an der unterschiedlichen Beteiligung an Besitz und Einkommen, an der unterschiedlichen sozialen Sicherheit und nicht zuletzt am hohlen nationalen Pathos, mit dem die Einheit 1990 eingestielt worden ist.

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zeisig 17.09.2018, 11:09
351. Ist es nur ein Gefühl?

Das Gefühl, daß unser Sozialstaat falsche Prioritäten setzt in dem Sinne, daß das Geld nicht für das ausgegeben wird, was meiner Ansicht nach notwendig ist, dieses Gefühl werde ich nicht los. Beim besten Willen nicht. Und ich habe den Willen, Verständnis aufzubringen für die Situation von Flüchtlingen. Aber ich bin nicht bereit, Solidarität für Menschen aufzubringen, die ihren Lebensunterhalt nicht aus eigener Kraft bestreiten können. Ich sehe den sozialen Frieden in unserem Lande in höchstem Maße gefährdet.

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Patrik74 17.09.2018, 11:09
352. Richtige Fragen

Zitat von HH-Hamburger-HH
Warum werden dann Schulen nicht renoviert, Fahrradwege nicht gebaut und Straßen nicht saniert. Warum versinkt die Deutscha Bahn immer weiter im Chaos, Warum fehlt Personal in öffentlichen Einrichtungen an allen Enden und Ecken. Warum steigen die Kosten für Wohnen und Energie immer stärker ? Fragen über Fragen ....
Da stellen sie die richtigen Fragen. In diesen Zusammenhang noch ergänzen:
Wie kommt es, dass für all das genannte kein Geld da ist, aber wenn Banken oder Unternehmen "gerettet" werden müssen, schwupps, stehen ein paar hundert Milliarden zur Verfügung (dagegen sind die Aufwendungen für die Flüchtlinge Peanuts).

Wie kommt es, dass vorgeblich kein Geld für die Allgemeine Daseinsvorsorge zur Verfügung steht, aber die Einkommensteuer auf Kapitaleinkünfte auf 25% gesenkt und begrenzt werden kann?
Wie kommt es, dass man zwar keine auskömmlichen Renten zahlen kann, aber diejenigen, die als einzige noch nennenswerte Einkommenszuwächse haben, sich aus der Sozialversicherung verabschieden können?

Wie kommt es, dass für den "normalo" die Energie immer teurer wird, die größten Verbraucher aber von der Finanzierung der Erneuerbaren Energien systematisch freigestellt werden?
Da volkswirtschaftlich, die Kosten des einen das Einkommen des anderen anderen sind, wer profitiert von den steigenden Wohnkosten?
Und die entscheidenden Fragen:
a) Wer profitiert im Ergebnis von allen o.g. Maßnahmen (und sind es immer wieder die selben)?
b) Ist es wirklich unvermeindlich, dass die Einkommens- und Vermögenskonzentration immer weiter zunimmt?
c) Ist es wirklich gottgegeben, dass der Anteil der Kapitaleinkünfte am BIP immer weiter steigt?
d) Und wenn es so ist, wieso werden dann die Sozialsysteme immer noch ausschließlich über Arbeitseinkommen finanziert?
e) Ist das vielleicht alles nur eine Frage der politischen Präferenz und Entscheidung?
f) Wer "berät" die Politik?

Gehen sie diesen Fragen nach, das ist wesentlich aufschlussreicher als sich seinem Bauchgefühl hinzugeben.

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pittiken 17.09.2018, 11:10
353.

Zitat von spmc-12355639674612
Haben Sie mal 6.000.000.000 Euro durch 83.000.000 Einwohner geteilt? Das sind 72,29 Euro pro Nase! Was bitte wollen Sie davon bezahlen? Ihre nächste Rechnung beim Italiener um die Ecke? Die Einwanderung mag uns auch fünfmal so viel pro Jahr kosten. Da sollten Sie den Taschenrechner zücken und überschlagen, wie viel das für Sie persönlich ausmacht. Ihre Rente würde .....
Ziehen Sich doch bitte von Ihren 83 Mio. Einwohner doch bitte alle Kinder ab. Und dann sollten Sie bitte zur Kenntnis nehmen, das aus dem Steuerhaushalt pro Flüchtling nur 90 Euro an die gesetzlichen Krankenversicherungen überwiesen werden, der Rest zahlt der Beitragszahler.

Also verharmlosen Sie bitte nicht die tatsächlichen Kosten.

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postmaterialist2011 17.09.2018, 11:13
354. Wenn man so gar keine Ahnung hat !

Zitat von KarstenSchramm
Korrektur: Die meisten Menschen. Nicht nur die meisten Deutschen. Frauen, die vier Jahre lang Sozialwissenschaften studiert haben, schreiben dann Aufsätze darüber, wie das Patriarchat verhindert, dass mehr Frauen MINT studieren würden. Fragt man sie dann, warum sie nicht MINT studiert haben, kommt die Aussage, dass sie auf Technik ......
Klar, auch die qualifiziertesten Schwarzen in den USA haben nach dem "Ende" der Rassentrennung ( gabs das wirklich mal ?) die besten Jobs und höchsten Positionen bekommen. Es sitzen knapp 2 Millionen schwarze Männer im Gefängnis, Schwarze werden noch immer massiv benachteiligt bei der Job- und Apartmentsuche. Obwohl prozentual genauso viel Weisse wie Schwarze Drogen nehmen, werden 5mal soviel Schwarze dafür bestraft. Dass dies Auswirkungen auf die Sozialstrukturen hat, liegt auf der Hand. Aber schön wenn ein Deutscher diesen komplexen Sachverhalt so schön durchblickt ( Ironie off)

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MannAusmNorden 17.09.2018, 11:18
355. Achtung Salz!

Oha, die Kommentarspalte (über 350 Kommentare!) ist ja schon wieder "salty"... Aber ich gebe dem Kollumnisten Recht: Die Flüchtlinge sind per se nicht das Problem an niedrigen Renten, verlustreichen Sparbüchern und so, die eigentlich der Grund für das Ungerechtigkeitsgefühl sind. Es sind andere Gründe, und die liegen auch in der Regierung (Bundes- und Landesregierung) begründet. Das Problem ist, dass es derzeit eine SPD gibt, die nicht wirklich sozial agiert. Eine CDU, die irgendwie nach links gerutscht ist, sich aber um wirklich soziale Themen leider nicht sehr kümmert. Eine FDP und Grüne, die ihre Nischenthemen haben, die aber mehr Geld kosten als sie dem "kleinen Mann" einbringen. Und eine "Alternative", die sich leider auf das falsche Thema eingeschossen hat: nämlich Deutschland abzuschotten, anstatt sich (finanziell?) um die Menschen zu kümmern. Warum kann die AfD nicht mal ein Alternativkonzept zur Rente erbringen? Ach ja... sie haben ja nur ein Thema...

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dochirdes 17.09.2018, 11:25
356. Kluger Artikel, aber etwas übersehen

"Der Mann in der grauen Jacke" - stellvertretend für viele Ostdeutsche - fühlt sich im Hinblick auf Migranten (die die bundesdeutschen Mainstream-Medien so gerne undifferenziert als Flüchtlinge bezeichnen) benachteiligt, weil er vierzig Jahre für denselben finanziellen und sozialen Status arbeiten musste, den ein Migrant aus Afrika, finanziert von seiner zumindest mittelständischen Großfamilie im Herkunftsland, nach seiner - gelegentlich illegalen - Einreise in Deutschland und Vernichtung seines Passes quasi-automatisch erhält. Weiterhin erregt es seinen Zorn, dass Polizei, Behörden und Justiz bei Ordnungswidirgkeiten und Straftaten von Migranten laxe Maßstäbe anlegen (zB massenhafte Nichtausweisung/-abschiebung bei ablehnenden Bescheiden), während er durch entfesselte und pervertierte Staatsbürokratie tagtäglich auch bei den geringsten Anlässen terrorisiert wird.....

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