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Oumuamua: Forscher liefern Erklärung für mysteriösen Himmelskörper
AFP/ ESO

Als der zigarrenförmige Himmelskörper Oumuamua im September 2017 entdeckt wurde, war von einem Alienraumschiff die Rede. Viele Spekulationen später haben Forscher nun Antworten.

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escherischiacoli 01.07.2019, 23:54
20. zigarrenförmig

ist die Annahme, dann aber kann er bei der Grösse nicht aus losem Gestein, verbacken mit Eis, bestehen, sonst wäre er doch sicher in der Nähe der Sonne durch die Beschleunigung zerbrochen, vermute ich. Die Grösse reicht aber nicht aus, um durch Schmelzvorgänge einen festen Kern zu erzeugen, bei einem zigarrenförmigen Objekt ist das eh nicht möglich. Am ehesten war der Körper mal Teil einer Planetenkruste oder eines Planetenkerns, wegen der Stabilität, denke ich. Das bei der Jupiterhypothese die Zigarrenform nach immerhin mindestens 2 Vorbeiflügen an grossen Schwerkraftsenken erhalten bleibt, ist aber schon sehr spekulativ

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spon_7302413 01.07.2019, 23:59
21. Statistik...

Zitat von burlei
... existieren ca 250 bis 350 Milliarden Sonnen. Genau so werden mehrere 100 Millionen Planetensysteme existieren, von denen einige Millionen Leben hervorgebracht haben können. Ist es da nicht einem gewissen Größenwahnsinn geschuldet, dass ausgerechnet unsere Erde von Außerirdischen besucht werden könnte?
... kennt keinen "Größenwahnsinn" - sondern Wahrscheinlichkeiten.
Und "ausgerechnet" hier nach "uns" zu suchen ist wiederum eher wahrscheinlich, da Fernerkundungen einer entsprechend fortschrittlichen Intelligenz den Nachweis des Vorhandenseins bestimmter chemischer Komponenten, die unserer Form des Lebens ermöglichen, möglich machen, so wie auch wir ferne Planeten nach den Absorptionslinien der davon ausgehenden Lichtstärke untersuchen, um genau diese Hinweise zu finden. Physik und Methodik diese zu ergründen dürfte überall im Wesentlichen der gleichen grundlegenden Logik folgen.

Es ist beispielsweise von geringer Wahrscheinlichkeit, dass eine der Voyager-Sonden in einigen Milliarden Jahren durch ein bewohntes Gebiet des Universums unserer relativen Nachbarschaft fliegen wird, aber unmöglich ist es nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Voyager-Sonden in einigen Milliarden Jahren noch fliegen werden, ist vermutlich höher, als dass es dann noch zivilisatorische Reste der menschlichen Existenz auf dem Planeten Erde zu finden gibt. Im Umkehrschluss ist es methodisch falsch, ein Ereignis kategorisch auszuschließen, nur weil es statistisch unwahrscheinlich ist...;-).
Eigentlich ist es logisch davon auszugehen, dass andere, offensichtlich wesentlich ältere Zivilisationen das Universum seit langem bereits erkunden. Unser Unverständnis und unsere Unfähigkeit, damit - mit dieser Information und/oder anlässlich einer flüchtigen Begegnung - etwas anfangen zu können, solche Versuche vermutlich eher fehl zu deuten, wenn wir sie das erste Mal 'bemerken', aufgrund fehlender Kenntnisse und Informationen, ist erheblich wahrscheinlicher, als die Möglichkeit/Annahme einer folgerichtigen Schlussfolgerung und zielführender Erkenntnis...

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andi5lebt 02.07.2019, 01:39
22. Die sinnlosesete Zeitverschwendung für "Aliens"

Wenn man sich nur die Frage stellt, warum würde "jemand" etwas wie das in dieser Art und Weise machen, fälltdie Idee komplett in sich zusammen.
Ein"Raumschiff" bauen, das tausende von Jahren unterwegs ist, dann in ein paar Monaten mit 90km/s durchs "Zielsystem" rauscht und wieder rausfliegt? Jemand der dazu in der Lage ist hat vermutlich etwas Hirn-artiges daß ihm/ihr sagt was für ein Unfug die Idee ist.
Oder diese Aliens brauchen wirklich mal ein Hobby. Das ist das (ein) Problem mit Ufos. die Frage aus "Aliensicht": Was soll das?

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larsmach 02.07.2019, 03:34
23. Wolken in Elefantenform

Ja... als Kinder haben unsere Großmütter uns den Himmel gezeigt, über den Wolken zogen - in Form von Elefanten, Blumen oder Gummibärchen. Der Mensch und seine Phantasie...

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zweifelturm 02.07.2019, 04:54
24. Das war Newton

Zitat von Emderfriese
Geht man nach dem Holmes'schen Ausschlussverfahren, bleiben allerdings noch viele Fragen offen. Das "Wie" der Beschleunigung dieses Himmelskörpers, um in unser Sonnensystem zu kommen, ist noch das Einfachste. Beeindruckend ist doch auch die Form und - denkbare - die Zielgerichtetheit auf unsere Sonne... da bleibt noch viel zum Spekulieren...
Dass das Objekt so zielgerichtet gen Sonne flog, lag nicht an Aliens, sondern an Newton. Nachzulesen in seinem Werk "Philosophiae Naturalis Principia Mathematica".

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zweifelturm 02.07.2019, 05:21
25. Sie irren.

Zitat von teijin
Es gibt eine Differenz zwischen der erwarteten und der beobachten aus unserem Sonnensystem hinaus. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man irgendwie feststellen kann, ob Oumuamua vor vielleicht Milliarden von Jahren in einem fernen Sonnensystem eine irgendwie geartete Beschleunigung erfahren hat. Genau sowenig, wie man feststellen kann, ob ein vorbeifahrendes Auto 35,6 Minuten zuvor beschleunigt oder abgebremst wurde. Aussagen von Wissenschaftlern werden offenbar so aus dem Zusammenhang gerissen, dass sie völlig sinnentstellt erscheinen.
Doch, das kann man feststellen. Bei dem Objekt handelt es sich um einen Kometen oder Asteroiden. Ein solches Objekt kann sich nur in einer Akkretionsscheibe eines Sonnensystems gebildet haben. Das Objekt befand sich also zwangsläufig in einer Bahn (elliptisch) um eine Sonne. Damit das Objekt dieses Sonnensystem verlassen konnte, was es ja hat, um bis zu unser Sonne zu kommen, musste es zwangsläufig auf hyperbolische Geschwindigkeit beschleunigt werden. Die liegt z.B. bei unserer Sonne bei 617,3 km/s. Bei anderen Sonnen entsprechend anders. Eine derartige Beschleunigung von elliptischer auf hyperbolische Geschwindigkeit bedarf es schon eines ordentlichen gravitativen Einflusses, wie etwa ein Gasriesens, oder mehrerer Planeten. Man kann mit Modellrechnungen zeigen, dass durch entsprechende gravitative Einflüsse von anderen Planeten Objekte bis hin zur Größe von Planeten aus einem Sonnensystem hinausgeschleudert werden können. Ein solches Schicksal hat Oumuamua zwangsläufig erfahren. Und die Differenz von erwarteter zur beobachteten Bahn beim verlassen unseres Sonnensystems lag nach den neuesten Erkenntnissen der NASA, insbesondere durch die Spitzer-Daten daran, dass es sich nicht um einen Asteroiden, sondern wohl um einen Kometen, der aus Gestein und Eis besteht, handelt, der beim Vorbeiflug in Sonnennähe entsprechend erhitzt wurde und ausgaste, was die Bahnänderung verursachte.

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lotharbongartz 02.07.2019, 07:05
26. Blaupause

Wenn wir entfernte Welten erforschen würden, können wir von diesem Himmelskörper eine Menge lernen. Zum Beispiel sollte man nicht Daten übermitteln, wenn man noch in der Nähe ist und nicht entdeckt werden möchte.

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schwerpunkt 02.07.2019, 08:28
27.

Zitat von zweifelturm
Doch, das kann man feststellen. Bei dem Objekt handelt es sich um einen Kometen oder Asteroiden. Ein solches Objekt kann sich nur in einer Akkretionsscheibe eines Sonnensystems gebildet haben. Das Objekt befand sich also zwangsläufig in einer Bahn (elliptisch) um eine Sonne. Damit das Objekt dieses Sonnensystem verlassen konnte, was es ja hat, um bis zu unser Sonne zu kommen, musste es zwangsläufig auf hyperbolische Geschwindigkeit beschleunigt werden. Die liegt z.B. bei unserer Sonne bei 617,3 km/s. Bei anderen Sonnen entsprechend anders. Eine derartige Beschleunigung von elliptischer auf hyperbolische Geschwindigkeit bedarf es schon eines ordentlichen gravitativen Einflusses, wie etwa ein Gasriesens, oder mehrerer Planeten. Man kann mit Modellrechnungen zeigen, dass durch entsprechende gravitative Einflüsse von anderen Planeten Objekte bis hin zur Größe von Planeten aus einem Sonnensystem hinausgeschleudert werden können. Ein solches Schicksal hat Oumuamua zwangsläufig erfahren. Und die Differenz von erwarteter zur beobachteten Bahn beim verlassen unseres Sonnensystems lag nach den neuesten Erkenntnissen der NASA, insbesondere durch die Spitzer-Daten daran, dass es sich nicht um einen Asteroiden, sondern wohl um einen Kometen, der aus Gestein und Eis besteht, handelt, der beim Vorbeiflug in Sonnennähe entsprechend erhitzt wurde und ausgaste, was die Bahnänderung verursachte.
Nur das man bei Oumuamua keinerlei Ausgasung gefunden hat.
Sicher ist das Objekt natürlichen Ursprungs, auch wenn man aufgrund der geringen Informationslage über dieses Objekt nicht zweifelsfrei ausschließen kann, dass es künstlichen Ursprung ist.

Eigentlich weis man über dieses Objekt schrecklich wenig. genau dieses Wenig-Wissen lädt natürlich zu den wildesten Spekulationen in populärwissenschaftlichen Kreisen ein. Und der Jammer ist, man wird auch niemals mehr über dieses Objekt erfahren als das was derzeit weiß. Auch wenn sich Oumuamua noch innerhalb des Sonnensystems befindet, aufgrund seiner Geschwindigkeit ist es für uns unerreichbar. Und aufgrund seiner geringen Größe auch nicht mehr beobachtbar.

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schwerpunkt 02.07.2019, 08:36
28.

Zitat von Barfüsser
ein außerirdisches Objekt habe ich keine Sekunde gedacht. Werden wir wohl auch auf der Erde alleine durch die Größe des Universums und den dadurch vorhandenen Entfernungen wohl nicht zu Gesicht bekommen. Denn die Gesetze der Physik gelten im ganzen Universum und von daher kann man solche Entfernungen auch nie überbrücken, weder wir noch, falls es diese irgendwo gibt, die Außerirdischen.
Außerirdisch war es ganz sicher. Mehr noch, es war sogar extrasolar, also kein Teil des Sonnensystems (nicht nur nicht irdisch).
Was Sie meinen, ist sicher: nicht künstlichen Ursprungs. Also kein Artefakt einer außerirdischen Zivilisation.

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schwerpunkt 02.07.2019, 08:41
29.

Zitat von burlei
... existieren ca 250 bis 350 Milliarden Sonnen. Genau so werden mehrere 100 Millionen Planetensysteme existieren, von denen einige Millionen Leben hervorgebracht haben können. Ist es da nicht einem gewissen Größenwahnsinn geschuldet, dass ausgerechnet unsere Erde von Außerirdischen besucht werden könnte?
Ich verstehe ihre Argumentation nicht. Wenn Sie annehmen, dass es derart viele belebte Planeten innerhalb unserer Galaxie gibt (und damit wohl entsprechend viele Zivilisationen), dann steigt doch mit deren eher die Anzahl die Wahrscheinlichkeit, dass wir mal ein Artefakt einer solchen Zivilisation finden würden?

Immerhin gibt es ja sogar ein als "Fermi-Paradoxon" bezeichneten Umstand, dass es eher verwunderlich ist, dass wir bisher noch nichts von solchen Zivilisationen mitbekommen haben, wenn es auch nur eine moderate Anzahl an langlebigen Zivilisationen in der Galaxis geben würde.

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