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Palmöl-Produktion: Erbgut-Entschlüsselung soll Erträge steigern
MPOB

Palmöl ist ein extrem wichtiger Rohstoff. Und gleichzeitig problematisch, falls für die Plantagen Regenwald gerodet wird. Forscher haben jetzt das Erbgut der Ölpalme entschlüsselt. Sie erhoffen sich davon künftig bessere Ausbeuten - zum Wohle der Natur.

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derjansel 25.07.2013, 12:08
1. Sehr gut

Endlich ist die Angst vor der Gentechnik zumindest etwas gesunken.
Dann kann man ja endlich mal anfangen die Vorteile zu nutzen.

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johnnybongounddie5goblins 25.07.2013, 12:29
2. Urwald

Zitat von derjansel
Endlich ist die Angst vor der Gentechnik zumindest etwas gesunken. Dann kann man ja endlich mal anfangen die Vorteile zu nutzen.
Ganz sicher nicht. Bald wird die Entscheidung gefällt werden müssen:

Urwald, dafür Gentech-Palmöl
ODER
Kein Urwald, dafür "Bio"-Palmöl

Garantiert wird Variante 2 gewählt, die Gehirnwäsche der Medien, gesteuert von Greenpeace und Konsorten ist komplett und nicht mehr wegzukriegen.

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strixaluco 25.07.2013, 12:36
3. Große Versprechungen...

... immer, wenn irgendwo ein Erbgut entschlüsselt wurde - als ob es dadurch einfacher würde, irgendwo die "magische Kugel" zu finden, die eine Monokultur plötzlich umweltfreundlich macht. Selbst mit supereffizienten Ölpalmen würde die Gier der großen Handelsfirmen bei diesen Methoden immer noch ind die Umweltzerstörung führen! Das Problem sind nicht die Kulturpflanzen, das Problem ist Gier, Verschwendung, schlecht geplanter Anbau und mangelnde politische Kontrolle in den Anbauländern. Man kann Energierohstoffe und Fette auch in umweltschonenden Mischkulturen, aus ungenießbaren Pflanzen und teils aus Abfällen herstellen. Wenn das immer noch nicht reichte, könnte man über Gentechnik nachdenken... So, wie es bisher oft gelaufen ist, ist die Gentechnik ausschließlich eine Zementierung von Strukturen (Monokultur, Anhängigkeit von Pestiziden, Düngern, Saatgutherstellern und Großgrundbesitzern), die für kleinere, Einheimische Bauern und ihre Ernährung sowie für die Umwelt absolut zerstörerisch sind.

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abcd2009 25.07.2013, 12:51
4. Gentechnik?

Zitat von strixaluco
.So, wie es bisher oft gelaufen ist, ist die Gentechnik ausschließlich eine Zementierung von Strukturen (Monokultur, Anhängigkeit von Pestiziden, Düngern, Saatgutherstellern und Großgrundbesitzern), die für kleinere, Einheimische Bauern und ihre Ernährung sowie für die Umwelt absolut zerstörerisch sind.
In dem Artikel geht es gar nicht um Gentechnik. Es geht lediglich darum mit Hilfe molekularbiologischer Methoden verschiedene natürliche Varianten zu unterscheiden. Die Pflanzen werden aber nicht gentechnisch verändert.
Bitte erst informieren und dann diskutieren!

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noalk 25.07.2013, 12:59
5. @ #1 und #2

Von Gentechnik war in dem Artikel keine Rede. Es handelt sich um Genanalyse, die zur Selektion zwischen drei verschiedenen Formen eingesetzt werden soll. Eine Veränderung des Erbguts (Gentechnik) ist nicht erwähnt. Gleichwohl führt diese Selektion zu einer Verringerung der "Vielfalt", wenn die beiden anderen Fruchtformen zurückgedrängt werden. Dass sich Fette auch auf andere Weise gewinnen lassen, ist in diesem Falle uninteressant. Palmöl wird für standardisierte chemische Prozesse gebraucht, die sich nicht mit jedem beliebigen anderen Fett durchführen lassen. Letztendlich steht am Ende aber der Verbraucher, und der will (leider) ein standardisiertes Produkt.

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thawn 25.07.2013, 13:03
6. pöse gene

Zitat von strixaluco
So, wie es bisher oft gelaufen ist, ist die Gentechnik ausschließlich eine Zementierung von Strukturen (Monokultur, Anhängigkeit von Pestiziden, Düngern, Saatgutherstellern und Großgrundbesitzern), die für kleinere, Einheimische Bauern und ihre Ernährung sowie für die Umwelt absolut zerstörerisch sind.
Was die bisherige Gentechnik von großen Herstellern wie Monsanto angeht mögen sie Recht haben, aber in dieser Forschungsarbeit geht es gar nicht um gentechnisch veränderte Pflanzen sondern um eine effizientere Selektion bei der Züchtung. Diese undifferenzierte, reflexhafte Ablehnung von Gentechnik ist der Grund, warum die Vorteile von Gentechnik (nahrhaftere Pflanzen, höhere Erträge bei weniger Pestizideinsatz etc.) nicht zum Tragen kommen.

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Sunyata 25.07.2013, 13:28
7. organisiertes Verbrechen

wird hier schönfärberisch industrienah genannt. Monsantonah. Monsanto will den philipinischen Reisbauern (excellente Sortenzüchter übrigens) "GoldenRice" andrehen, um sie abhängig zu machen. Begründung: Um Vitamin A-Mangel abzuhelfen, an dem die Peoples sonst erblindeten. In Wirklichkeit wollen sie im durch fiktiven höheren Ertrag freiwerdenden Land Ölpalmen anbauen. Und auf dem Land der durch Genreis in die Pleite getrieben Bauern. Schlimm, dass es auch in Schleswig-Holstein, MVP und Bayern (wo sonst) Lohnmäuler Monsantos gibt. Ach Ilse, reg dich doch nicht auf...

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strixaluco 25.07.2013, 14:19
8. Nicht ganz richtig verstanden!

Zitat von thawn
[...] aber in dieser Forschungsarbeit geht es gar nicht um gentechnisch veränderte Pflanzen sondern um eine effizientere Selektion bei der Züchtung. Diese undifferenzierte, reflexhafte Ablehnung von Gentechnik ist der Grund, warum die Vorteile von Gentechnik (nahrhaftere Pflanzen, höhere Erträge bei weniger Pestizideinsatz etc.) nicht zum Tragen kommen.[...]
Was ich sagen wollte ist, dass die Pflanzen nicht (oder fast nicht) das Problem sind, egal, wie viel man über ihre Genetik weiß und ob man - gegebenenfalls! - etwas daran verändert: Das Versprechen, dass mit dem Wissen über die Gene der Ölpalme irgendetwas an den ökologischen Folgen des Anbaus wesentlich besser wird, ob durch konventionelle Züchtung oder Gentechnik, halte ich einfach für völlig illusorisch.
Es ist das Versprechen von Forschern, die gezwungen sind, sich über die Maßen aus dem Fenster zu lehnen, weil sie sonst niemand bezahlt. Etwas Bescheidenheit täte der Sache gut, da kann man das Genom einfach nur wissenschaftlich interessant finden, was daraus wird, sieht man später, viel später. Die Interpretation genetischer Information ist viel schwieriger und langwieriger, als etwas durch einen Sequenzierer zu jagen.
Der Reflex, Kritik an Gentechnik als "ahnungslos" zu beschimpfen, kommt genauso schnell wie der "igitt Gene" Reflex von Greenpeace-Anhängern und die Dollarzeichen in der Augen mancher Firma, die sich Saatgut patentieren lassen will. Das ist alles überhaupt nicht hilfreich.
Man kann das Pferd eben auch vom falschen Ende aufzäumen, wenn man sich nach der Mode richtet.
Gut geplante Anbauexperimente mit Beobachtungen des Gesamtökosystems können lange dauern - fünf, zehn, fünfzehn Jahre - weil man jedes Jahr unberechenbar verschiedene Wetterbedingungen hat und für Vergleiche eine breite Basis braucht (Wunder, was...?).
Zu behaupten, man wüsste mit der schnellen Entschlüsselung von Genen sofort wie's geht, ist natürlich bequemer, und Politiker und Unternehmer hören das gern - aber letztlich verhindert es nur, sich mit den wahren Problemen auseinanderzusetzen, wenn man sich ausschließlich auf solche scheinbar einfache Lösungen konzentriert!

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derjansel 25.07.2013, 14:23
9. Jep

Zitat von Sunyata
wird hier schönfärberisch industrienah genannt. Monsantonah. Monsanto will den philipinischen Reisbauern (excellente Sortenzüchter übrigens) "GoldenRice" andrehen, um sie abhängig zu machen. Begründung: Um Vitamin A-Mangel abzuhelfen, an dem die Peoples sonst erblindeten. In Wirklichkeit wollen sie im durch fiktiven höheren Ertrag freiwerdenden Land Ölpalmen anbauen. Und auf dem Land der durch Genreis in die Pleite getrieben Bauern. Schlimm, dass es auch in Schleswig-Holstein, MVP und Bayern (wo sonst) Lohnmäuler Monsantos gibt. Ach Ilse, reg dich doch nicht auf...
Hat aber nichts mit der Gentechnik oder überhaupt der Lebensmittelproduktion zu tun, nennt sich Knebelverträge und ist bei allen Marktführern üblich(z.B. Apple, MS, Aldi).

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