Forum: Wissenschaft
Pandemie im Mittelalter : Die Pest kam aus dem Osten nach Europa
Fabian Strauch/dpa

Im Mittelalter löschte die Pest die Bevölkerung ganzer Landstriche aus, Millionen Menschen starben am Schwarzen Tod. Woher kam die Seuche? Genforscher sind Patient Nummer eins jetzt ganz nahe gekommen.

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siegfried_richard_albert 07.10.2019, 11:48
1. Nichts Neues; also Geld rausgeschmissen

Wenn ich den Beitrag richtig verstehe, gibt es 2 Vermutungen, wie die Pest nach Europa kam. Da haben diese Analysen auch nichts geändert. Aber es ist natürlich außerordentlich wichtig, auf welchem Wege die ausgerottete Pest vielleicht (!) nach Europa kam. Und Sie schreiben, die Pest plagt (!) seit Tausenden von Jahren die Menschheit. Wer hat da heute wohl noch die Pest?

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patecore 07.10.2019, 12:04
2.

@Nr. 1: Die Pest ist nicht ausgerottet. in Madagaskar gibt es auch heute noch jedes Jahr Pest-Fälle. Nur lässt sich das heute, wie im Artikel erwähnt, viel besser behandeln.

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lektra 07.10.2019, 12:54
3. @siegfried_richard_albert

Zitat von siegfried_richard_albert
Wenn ich den Beitrag richtig verstehe, gibt es 2 Vermutungen, wie die Pest nach Europa kam. Da haben diese Analysen auch nichts geändert. Aber es ist natürlich außerordentlich wichtig, auf welchem Wege die ausgerottete Pest vielleicht (!) nach Europa kam. Und Sie schreiben, die Pest plagt (!) seit Tausenden von Jahren die Menschheit. Wer hat da heute wohl noch die Pest?
Sie lesen einen ultrakurzen populärwissenschaftlichen Artikel und wollen einschätzen, dass bei einem Forschungsprojekt "Geld rausgeschmissen" wurde? So ein Projekt soll natürlich nicht nur geschichtliche Kenntnisse erweitern. Es hilft der Wissenschaft zu verstehen, wie Pandemien entstehen. Die Pest ist - entgegen Ihrer Behauptung - keineswegs ausgestorben (siehe Beitrag 2), aber derzeit gut behandelbar, solange sich keine antibiotikaresistenten Stämme bilden. Es gibt gute Gründe, in diesem Bereich zu forschen - auch weil es um Grundlagenwissen geht, das für Prävention und Bekämpfung kommender Pandemien wichtig sein wird.

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Affenhirn 07.10.2019, 13:04
4. 50 Millionen in Relation setzen

Wenn Sie von 50 Mio. Toten im 14. Jahrhundert berichten, sollten Sie dazu erwähnen, dass die gesamte Weltbevölkerung in dem Zeitraum auf nur etwa 360-430 Mio. geschätzt wird (heute über 7 Milliarden). Dadurch wird das Ausmaß der Krankheit und ihrer Konsequenzen deutlicher.

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phermana 07.10.2019, 14:08
5. Dann bestimmt mit Sonnenaufgang

Schon die Athener waren der Meinung, dass die Epidemie, die kriegsbedingt im Jahre 430-429 v. Chr. ausbrach, aus Osten geschleppt worden sei. Vor etwa Jahrzehnt waren auch ägyptische oder spanische Gurken, die in Deutschland eine tödliche Krankheit verursacht hätten. Dann hat man die Quelle des Erregers aber in Niedersachsen lokalisiert. So läuft Das Konkurenz zwischen Glauben und Wissenschaft weiter.

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willibaldus 07.10.2019, 14:16
6.

Zitat von siegfried_richard_albert
Wenn ich den Beitrag richtig verstehe, gibt es 2 Vermutungen, wie die Pest nach Europa kam. Da haben diese Analysen auch nichts geändert. Aber es ist natürlich außerordentlich wichtig, auf welchem Wege die ausgerottete Pest vielleicht (!) nach Europa kam. Und Sie schreiben, die Pest plagt (!) seit Tausenden von Jahren die Menschheit. Wer hat da heute wohl noch die Pest?
Die Pest ist keineswegs ausgerottet. Sie ist in mehreren Gebieten endemisch. In Südasien und dem Westen der USA. Dort kann man sich die Pest an Flöhen von Nagetieren wie Eichhörnchen holen. Aber wie gesagt, sollte der Arzt die Art der Infektion rechtzeitig erkennen und das passende Antibiotikum verordnen ist die Pest heute keine grosse Gefahr mehr.

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Ruhrsteiner 07.10.2019, 14:22
7. Dass der...

mittelalterliche "Schwarze Tod" noch zu mongolischen Zeiten über die Krim nach Europa gelangte, ist in der Tat nichts neues. Dass es nur wenige Individuen waren, die mit Yersinia pestis infiziert waren, hingegen schon. In so fern kein herausgeschmissenes Geld, die Forschungen, die zu diesem erweiterten Ergebnis beigetragen haben.

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Yokohama987 07.10.2019, 15:08
8.

Zitat von siegfried_richard_albert
Wenn ich den Beitrag richtig verstehe, gibt es 2 Vermutungen, wie die Pest nach Europa kam. Da haben diese Analysen auch nichts geändert. Aber es ist natürlich außerordentlich wichtig, auf welchem Wege die ausgerottete Pest vielleicht (!) nach Europa kam. Und Sie schreiben, die Pest plagt (!) seit Tausenden von Jahren die Menschheit. Wer hat da heute wohl noch die Pest?
Pest gibt es heute noch. Nur dank Medikamente gut behandelbar. In den USA erkranken "dank" Tierbisse immer noch Leute an der Pest.

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Yokohama987 07.10.2019, 15:16
9.

Zitat von phermana
Schon die Athener waren der Meinung, dass die Epidemie, die kriegsbedingt im Jahre 430-429 v. Chr. ausbrach, aus Osten geschleppt worden sei. Vor etwa Jahrzehnt waren auch ägyptische der spanische Gurken, die in Deutschland eine tödliche Krankheit verursacht hätten. Dann hat man die Quelle des Erregers aber in Niedersachsen lokalisiert. So läuft Das Konkurenz zwischen Glauben und Wissenschaft weiter.
Das waren Bockshornkleesamen und deren Keimlinge. Die Mutter meiner Nachbarin war Todesopfer Nr. 10.... elendig verreckt, unter Schmerzen gestorben. In Niedersachsen wurden diese Keimlinge wahrscheinlich aus einer Infizierten Charge gezogen...

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