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Parteienstreit über Verbraucherschutz: Die neue unsichtbare Gentechnik
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FDP und Grüne streiten darüber, ob es für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Deutschland neue Regeln geben soll. Das Problem: Die Organismen lassen sich mitunter kaum mehr von Züchtungen unterscheiden.

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Horst Scharrn 08.11.2019, 01:55
1.

Und wenn man ganz abgebrüht ist, verändert man die Pflanzen Gentechnisch und behauptet dann das wäre durch Bestrahlung zustande gekommen ohne je Bestrahlt zu haben ...

Das angesprochene Hungerproblem ist weltweit übrigens schlagartig zu lösen.
Langfristig dafür sorgen, dass sich die Anzahl Menschen verringert, z.b. durch weltweite Ein- bis Zwei-Kind Politik und kurzfristig mit paar Milliarden Euro mit denen man Nahrung kauft und die Gebiete schickt in denen die Leute verhungern.

Weniger Menschen würde übrigens nebenbei auchnoch diverse andere Probleme lösen.

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alpstein 08.11.2019, 03:25
2.

Der eigentliche Kern des Problems Die Ökobewegung basiert nicht auf Vernunft und Logik sondern auf einer irrationalen Angst vor (bio)Chemie. Daraus resultiert eine chronische Wissenschaftsfeindlichkeit und ein leichtes Spiel für Popuismus, der gar keine weiteren Begründungen mehr braucht.

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realismusueberidealismus 08.11.2019, 06:32
3. Offenbar gab es bei den betroffenen Entscheidern in der Regierung zu viele Punktmutationen im zentralen Nervensystem

Es ist traurig, dass die scheinbar gefährlichere und dem Erbgut vermutlich schädigendere Form der Gentechnik in Deutschland eine Zulassung erhalten hat, obwohl man mit cripr/CAS 9 über eine Methode zur verfügt, die diesen sogenannten Punktmutationen mit etlichen Nebenmutationen ablösen könnte. Hoffentlich ändert sich etwas an der Einstellung.

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MikeB 08.11.2019, 07:47
4. komische Argumentation

Wenn die Ergebnisse zweier Methode nicht unterscheidbar sind, dann sind auch die Risiken und Folgen, die von diesen Ergebnissen ausgehen nicht unterscheidbar. Das wäre in etwa, als würde man von Linkshändern geschnitzte Löffel mit Warnhinweisen versehen, während von Rechtshänder geschnitzte ohne auskommen. Man kann kann vielleicht strenge Sicherheitsauflagen für das Schnitzen mit der linken Hand fordern wenn es gefährlicher ist, aber die Löffel sind gleich. Die Argumentation über das Endprodukt ist unsinnig.

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manni0815 08.11.2019, 08:54
5. weder Gentechnik noch Mutationszüchtung mit radioaktiver Strahlung,

es sind schon recht schräge Seelen, die eine gentechnische Veränderung mit einer erzwungen Mutation des Erbgutes vertuschen wollen. Beides hilft nicht die Weltbevölkerung zu ernähren, sondern verhilft der Agrarindustrie zu Patenten auf Leben. Und zwar nicht nur für den veränderten Teil sondern für das ganze Erbgut, in Verbindung mit dem manipulierten Teil. Die biologische Landwirtschaft macht gute Fortschritte im Pflanzenschutz, auch ohne Kupfer und benötigt keine Dr.Frankensteins von BASF; Bayer und Co. Haben diese Firmen nicht genug zu tun, die Sorten wieder an ein umweltverträgliches Maß an Düngersalzen anzupassen, sonst muss die Allgemeinheit für Ihre große Errungenschaften Strafgelder an die EU zahlen und weiterhin eine Versalzung des Grundwassers hinnehmen.

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AndreasKurtz 08.11.2019, 09:25
6.

"Das Vorsorgeprinzip, dass immer gelte, wenn der Mensch eingreife, egal, ob man sein Eingreifen später nachweisen könne." Das Vorsorgeprinzip ist kein Prinzip, sondern eine Endlosschleife. Im konkreten Fall greift es ja nicht, wenn durch Bestrahlung Mutationen gesetzt werden. Das ist, übrigens weltweit und nicht nur in Deutschland, völlig kontrollfrei. Bei Genome Editierung können im Gegensatz dazu ja hunderte Gene gleichzeitig und gezielt verändert werden. Das hat schon enorme Konsequenzen, die durch Bestrahlung niemals erreicht werden können. Dennoch ist hier eine Prüfung des Produktes sinnvoller, als die Methode zu verdammen. Das wirkliche Problem ist ja, und das wurde auch geschrieben, dass gesellschaftliche Probleme nicht durch Technologien gelöst werden können. Zuerst müssen andere Lösungen gefunden werden, auch in der Landwirtschaft. Technologien können dann vielleicht helfen.

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mostly_harmless 08.11.2019, 09:35
7.

Crispr hat mit konventioneller Gentechnik wenig bis gar nichts zu tun, da keine artfremden Gene eingebracht werden. Jede mit Crispr im Genmaterial erzeugte Veränderung kann man bei genügend Vesuchen mit mutagenen Substanzen erzeugen. Es gibt IMHO einen ganz guten Vergleich: Crispr verhält sich zu der mit radioaktiver Strahlung, mutagenen Reagentien etc. erzeugten Mutation etwa so, wie ein chirurgischer Eingriff zum Schiessen mit einer Schritflinte.

Aber: Aktuell "schneidet" die Methode AFAIK noch sporadisch an Stellen, die nicht gewollt sind, sie ist also nicht ausgereift. Solange das so ist, müssen auch die Kontrollen so bleiben wie sie sind.

Das die FDP da mal wieder im Auftrag der Gentech-Konzerne unterwegs ist. konnte man erwarten

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permissiveactionlink 08.11.2019, 10:00
8. Eine pfiffige Idee !

Zuerst führe ich eine gezielte Punktmutation im pflanzlichen Genom aus (zum Beispiel um ein durch Züchtung deaktiviertes Gen zur Resistenz gegen Mehltau zu reaktivieren), und verschleiere dann meine gezielte Maßnahme, indem ich das Genom zusätzlich radioaktiv bestrahle und möglicherweise hunderte unkontrollierbare Schäden einbringe. Genauso werden es die großen Agrokonzerne in aller Welt machen, und dann ihr Saatgut zu uns verkaufen, wo dann keiner den Beweis führen kann, dass die entscheidenden Mutationen durch Crispr erzeugt wurden. Also keine Gentechnikprodukte. Ich hatte schon damals geschrieben, dass ich mich an das EuGH-Urteil nicht gebunden fühle, und sehe mich nun wieder bestätigt. Die pseudoreligiöse Haltung der Grünen, die lieber den Zufall durch radioaktive Bestrahlung oder mutagene Chemikalien walten lassen (der im Übrigen Mensch und Tier durch Erbkrankheiten unendliches Leid verursacht) als gezielte und geplante Veränderungen zu gestatten, riskiert nicht nur den Forschungsstandort, sondern auch die Konkurrenzfähigkeit kleinerer Saatgutfirmen. Es ist nämlich ein populärer Irrtum zu glauben, eine Pflicht zur "Gentechnik"Deklaration auf den diesbezüglichen Lebensmitteln schränke die Weltmarktführer im Agromarkt ein. Das Gegenteil ist der Fall : Wie immer im Paradies der Bürokraten, werden hauptsächlich mittelständische Firmen dadurch drangsaliert, da sie den gesetzlichen Auflagen gar nicht nachkommen können. Die ganz Großen können das ! Die Grünen sind völlig naiv : Etwas verbieten zu wollen, dessen Einsatz gar nicht a posteriori nachweisbar ist, ist genauso bescheuert, wie das Aufstellen eines Schildes im Walde mit der Warnung "Waldsterben verboten !" (aus Titanic). Die Grünen schaden mit ihrem Dogmatismus, ihrer realitätsfremden Naturromantik und Baumschmuserei der Bundesrepublik ganz enorm. Was bei den anderen Naturschutzbemühungen so nicht der Fall ist, im Gegenteil. Da bin ich auch ein überzeugter, aber eben nicht dogmatisch pseudoreligiöser Grüner.

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taglöhner 08.11.2019, 11:11
9. Abgehängt 2.0

Laien können sich gar nicht vorstellen, wie viele tausend Jobs und Startups dieser religiöse Wahnsinn uns vorenthält.

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