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Partielle Finsternis: Deutschlands Süden kann auf Mondspektakel hoffen
Jens Hackmann / kopfgeist-arts.de / dpa

Der Mond wird sich am Dienstagabend wieder in den Erdschatten schieben. Rostrot wird er dann am Himmel stehen. In Deutschland dürfte das Spektakel eher im Süden zu bewundern sein.

Friise 16.07.2019, 08:58
1. partielle Mondfinsternis

Rostrot wir der Mond sicher nicht am Himmel stehen, denn das gibt es nur bei einer totalen Mondfinsternis.

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permissiveactionlink 16.07.2019, 09:03
2. Hinweis

"Über dem Norden gebe es eine dichte Bewölkung. Mit Glück könne aber in Richtung Nordosten die Wolkendecke auch mal aufbrechen und den Blick auf den Mond freigeben." Damit ist offenbar der Nordosten der Bundesrepublik gemeint, über dem es heute nacht wohl auch teilweise aufklart. Beim Blick Richtung Nordosten findet man den Mond aber nicht : Er geht an meiner Position (Westdeutschland) um 21:32 MESZ im Südosten bei 126,7° auf, steht um 01:41 MESZ genau über dem Südhorizont (bei 179,8°) in einer Höhe von nur 16,7°, und geht um 05:54 MESZ im Südwesten bei 234,0° unter. Um 23:31 MESZ ist die Finsternis mit 66% der Mondfläche maximal. Der Mond steht dann in einer Höhe von 11,5° über dem Horizont im Süd-Süd-Osten bei 150,5°.

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Senf-o-Mat 16.07.2019, 10:42
3. Spektakel

Ein großes Spektakel wird es wohl eher nicht, selbst ich als Astronomie-Fan finde partielle Finsternisse relativ langweilig. Bei einer partiellen Mondfinsternis fehlt vorübergehend ein Stück, etwa wie bei einem Halbmond - rostrot leuchtet da gar nichts. Bei einer partiellen Sonnenfinsternis lohnt nicht einmal ein Blick aus dem Fenster, denn es gibt absolut nichts zu sehen.

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ColynCF 16.07.2019, 11:36
4. 50 Jahre Mondlandung am Wochenende!

Was ist denn das für eine Planung? Hätte man mit der Mondfinsternis nicht noch bis Samstag warten können? Muss ja mal wieder alles Hoppla hopp gehen.

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aliof 16.07.2019, 11:42
5. Vielleicht gibt es ja auch heute noch

.. bereits an der Natur interessierte junge Schüler, die gern über solch herausragenden, die Menschheit seit Jahr(hundert)tausenden faszinierenden Phänomene nachdenken, .. und nicht nur einen etwas anders gefärbten Mond betrachten wollen. .. Grundlagen rationalen „physikalischen“ Denkens.

Insofern (m)eine deutliche Kritik an der im vorletzten Absatz dem DLR zugeschriebene Begründung für die zeitweise Färbung des Mondes ::

Zutreffender sollte an der Stelle über Brechungseigenschaften von Licht (.. und die von allen anderen elektromagnetischen Wellen) viel umfassender berichtet werden, am besten publikumsgerecht am Beispiel des Regenbogens. - Der Regenbogen, mit ebenfalls großer symbolischer Bedeutung für uns Menschen.

Mit anderen Worten ::: das von unserer Sonne kommende Licht besteht aus einem ganz eigenen Spektrum elektromagnetischer Strahlung von ultra-kurzen bis infra-langen Wellen. Der uns treffende Anteil kommt nach einer kurzen Reise von ca. 500 Sekunden hier an, und (heute Nacht) 1,3 Sekunden später auf unserem Mond.

Dieses Spektrum wird durch unterschiedliche Ablenkung der unterschiedlichen Wellenlängen beim Zusammentreffen mit unserer Erdatmosphäre heute Nacht mal wieder für Viele auf besondere Weise sichtbar aufgespalten.
Dem Prinzip nach genauso wie es uns auch bei jedem Regenbogen sichtbar wird.

Ach ja, der „rote“ Anteil wird nur etwas stärker abgelenkt als der „gelbe“, „grüne“ und gar als der „blaue“, usw.

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migampe 16.07.2019, 12:06
6. astronomisches Gefasel!

Wollen die Wissenschaftler vom wahren Grund ablenken?

Der Mond schämt sich ob der Vorgänge in Brüssel und will davon Nichts sehen..... ;-))

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permissiveactionlink 16.07.2019, 13:26
7. #5, aliof

Da irren Sie sich. Die Lichtablenkung, in Wirklichkeit eine differentielle Lichtbrechung (Refraktion), die am Erdboden stärker ist als in größeren Höhen der Erdatmosphäre, sorgt tatsächlich dafür, dass tiefrotes Licht zum Mond hin gebrochen wird. Die Atmosphäre bricht verschiedenartige Lichtwellenlängen aber nur kaum messbar unterschiedlich. Die Dispersion ist in Luft deutlich schwächer als in Wassertropfen (Regenbogen !). Das gelbe, grüne und blaue Licht wird also nicht am Mond vorbei gebrochen (dann wäre er irgendwann vor und nach der Finsternis auch gelb, grün oder blau), sondern gelangt gar nicht mehr in nennenswertem Umfang aus der Erdatmosphäre heraus : Vom Mond aus sieht man bei einer totalen Mondfinsternis nur einen tiefroten Lichtring in der ringförmig sichtbaren Erdatmosphäre. Kurzwelliges Licht wird in der Erdatmosphäre gestreut und quasi eingefangen, zumindest zum Horizont hin, also besonders dann, wenn das Licht lange durch die Atmosphäre läuft. Deshalb ist unser Taghimmel blau, und die Sonne am Horizont tiefrot. Die entsprechende Ursache nennt man physikalisch auch "Rayleigh-Streuung".

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