Forum: Wissenschaft
Partnerschaft: Über Eheglück entscheidet vor allem die Frau
DPA

Sie sind lange verheiratet und beide Partner zufrieden mit der Ehe? Das klappt am besten, wenn die Ehefrau glücklich mit der Beziehung ist, wie Forscher beobachtet haben. Was der Mann denkt, ist weniger wichtig.

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Poco Loco 14.09.2014, 12:41
50. Mein Eindruck ist,

dass eine "glückliche" Ehe, vor allem dann zustande kommt, wenn der Mann der Frau alles auf dem Silbertablett serviert, wenn er diplomatisch zu allem ja sagt, wenn sich beide in die Tasche Lügen und Probleme oder Kritik nicht ausgesprochen werden. Fazit: wenn der Ehemann die Klappe hält und die Frau machen lässt, dann kann es lange halten, ob die Ehe dann glücklich ist, bleibt fraglich.

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prefec2 14.09.2014, 12:50
51. Aha

Lieber Spiegel,

erst einmal gibt es ein dickes Plus dafür über derartige Fragestellungen der Forschung zu berichten. Aber leider gibt es auch Schattenseiten. Erstens, die Studie wurde in den USA gemacht und wahrscheinlich (steht leider nicht im Artikel) wurde nur US-Bürger befragt. Hier fehlen also wichtige Informationen. Zudem ist es relevant aus welchen Bevölkerungsschichten die Paare stammen. Zweitens, vermischen sie belegte Erkenntnisse (zumindest nehme ich mal an, dass die Studie empirische Methoden genutzt hat) mit Mutmaßungen. Danach wird dann weiter fleißig über Mutmaßungen berichtet und der eigentliche Inhalt der Arbeit wird ignoriert.

Und das nenne ich schlechten Wissenschaftsjournalismus. Ergo zwei Minuspunkte und somit durchgefallen.

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wrdlmpfd 14.09.2014, 12:51
52.

Zitat von aquarelle
Ich weiß nicht, ich finde mich bei den Kommentaren der werten Herren hier irgendwie nicht wieder. Ich würde gar nicht von einem Mann abhängig sein wollen. Warum suchen sich Männer denn solche Frauen, die sich bloß ins gemachte Nest setzen möchten? Erkennt man die vorher nicht?
Das könnte auch daran liegen, dass es einen eklatanten Frauenmangel (bzw. Männerüberschuß) gibt.
Früher wurden ca. 1,2 männliche Kinder auf 1,0 weibliche geboren. Da die Säuglingssterblichkeit bei männlichen Kindern wesentlich höher war, hat sich das Verhältnis -mehr oder weniger- angeglichen.
Heute stirbt dank moderner Medizin und weiteren Aspekten glücklicherweise kaum noch ein Kind.
Nur, das konnte die Natur seinerzeit nicht voraussehen.
Nun kommen auf 100 Frauen 120 Männer, d.h. 20 gehen leer aus.
Da kann Frau (als "Mangelware") ganz schöne Preise aufrufen- und- Überraschung: tut dies auch.
Dazu kommt, dass Mann, wenn Kinder im Spiel sind, und man diese liebt und gerne um sich hat (soll selbst unter Männern vorkommen), sich wohl überlegt, ob man einen Schlußstrich zieht. Denn sonst könnte es sein, dass man sein Kind nur noch selten oder gar nicht mehr sieht.
Ein Gedanke, der viele Männer vieles -auch eigentlich Unerträgliches- ertragen lässt.

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DerUnvorstellbare 14.09.2014, 12:52
53.

Zitat von aquarelle
Ich weiß nicht, ich finde mich bei den Kommentaren der werten Herren hier irgendwie nicht wieder. Ich würde gar nicht von einem Mann abhängig sein wollen. Warum suchen sich Männer denn solche Frauen, die sich bloß ins gemachte Nest setzen möchten? Erkennt man die vorher nicht? Kann es nicht auch sein, dass Männer selbstbestimmte, unabhängige Frauen fürchten? Wenn man (reine) Hausfrau ist, bin ich der Meinung dass sie dann auch dafür sorgen sollte, dass die Bude sauber ist. Mann geht ja schließlich arbeiten und sollte nicht dann abends auch noch den Haushalt machen müssen. Anders sieht es jedoch aus, wenn beide arbeiten, dann sollte Hausarbeit nicht bloß an Frau hängen bleiben, sondern dann sollten BEIDE ihren Teil dazu beitrgen. Was zu Unmut in einer Ehe führen kann, ist, wenn dies eben nicht der Fall ist, und der eine dem anderen alles hinterher tragen/ putzen kann. Sagen wir mal, Mann schafft es nicht sich Zuhause beim Pinkeln hinzusetzen. Frau regt sich auf (denn sie muss es putzen) und ist dann zugleich die tyrannisierende Ziege? Es gehören überall zwei zu. Und in einer Ehe sowieso. Und ich denke, die Partner sollten schon auf Augenhöhe stehen damit das überhaupt funktioniert. Heute geschlossene Ehen werden kaum mehr als 5-10 Jahre halten. Das 'bis dass der Tod uns scheidet' gibt es nicht mehr, weil Menschen nicht monogam leben wollen und denken, es kommt immer noch mal etwas besseres daher. Kinder machen die Sache natürlich noch komplizierter. Was Leute scheinbar immer wieder vergessen ist, dass sie mit der Kindsmutter/ dem Kindsvater ein Kinderleben lang verbunden bleiben. Ob sie wollen oder nicht. Ich denke, es sind leider viele falsch erzogen worden: Mädchen werden mit Puppen auf die Mutterrolle vorbereitet, Jungs mit einem Ball auf die 'Fußballerkarriere'. Mädchen sollen sich nach Möglichkeit einen solventen Knilch angeln (siehe Pro Sieben) und Jungs kommen vom Hotel Mama in die nächste Pension namens Ehe! Erzieht eure Kinder anders, dann hat sich das Problem in den nächsten Jahrzehnten erübrigt.
Ich würde behaupten, wenn Sie es schaffen dass sich ein Mann zum pinkeln hinsetzt, dann ist er kein Mann mehr.

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volkerbrosch 14.09.2014, 12:56
54.

Zitat von Linda14
Männer sind komisch. Kaum ist die Ehefrau gestorben oder als Ex aus dem Haus, haben sie schon die nächste Dauerbeziehung.
Frauen sind ebenso komisch. Meine Ex habe ich nach mehr als 15 Jahren Beziehung an die Sonne gelegt, da sie mich ausgesaugt hat.

Ich habe die Faxen dicke und lasse seit der Trennung (mehr als 2 Jahre) niemanden an mich ran. Wenige Wochen nach der Trennung saugt sie nun einen anderen aus. Noch Fragen?

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quark@mailinator.com 14.09.2014, 12:58
55. Absurd

Das ist wie wenn ein Blinder einem Tauben den Weg erklärt. Wir haben eine Gesellschaft, die keine Kinder mehr bekommt, wo kaum noch eine Ehe hält ... was wollen da solche Berichte sagen ? Es funktioniert eben NICHT. Als Mann sieht man sich das überfemininisierte Treiben an, zuckt die Schultern und läßt es einfach. Ich sehe rund um mich rum nur frustrierte Frauen, frustriert an dem Irrsinn, den sie selber losgetreten haben. Wenn ich schon lese, daß es für das Glück eines Paares unwichtig ist, was der Mann denkt ... macht nur so weiter. Was denkt ihr denn, was heranwachsende Männer in so einer Umgebung machen ? Früher habe sie sich auf die Arbeit gestürzt. Aber das macht nun auch keinen Sinn mehr, weil der Ertrag über die Steuern auf die weibliche Seite umverteilt wird. Also was werden junge Männer machen ? Logisch oder ? Weggehen oder Amok laufen ... eine solch männerfeindliche Gesellschaft wie die heutige löst sich per Knall in Luft auf. Dann haben wir aber echt was gekonnt.

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prefec2 14.09.2014, 13:00
56. US kein Matriarchat

Zitat von WolfHai
Ich würde gern wissen, in welchem Ausmaß die Tatsache, dass es sich um eine US-Studie handelt, die Ergebnisse beeinflusst. Nach meinen subjektiven Beobachtungen haben die Frauen in US-amerikanischen Ehen eine stärkere Stellung als in deutschen; man kann (leicht scherzhaft) von einem Matriarchat sprechen. In Deutschland ist das, jedenfalls was ich sehen kann, (noch?) nicht so ausgeprägt. Eine vergleichende deutsche oder europäische Studie wäre interessant.
In der Tat sind solche Studien schwer übertragbar wenn dies auch kulturelle Strukturen betrifft. Ich halte den Artikel auch für unglaublich schlecht geschrieben, weil er sich nicht wirklich mit den Erkenntnissen der Studie beschäftigt sondern lieber die Mutmaßungen aus dem Kapitel zukünftige Arbeiten beleuchtet. Sprich es wird über unbelegtes fantasiert. Zudem wurden die wichtigen Punkte vergessen. Wer wurde denn da befragt. Zu welchen sozialen Gruppen gehören die Paare. Wurde hier quantitativ oder eher qualitativ gearbeitet uvm.

Was das Matriarchat betrifft. Die USA sind ein Patriarchat. Das ändert sich auch dann nicht wenn eine Frau Patriarch ist. Ein Matriarchat würde weniger Wert auf Hierarchie legen. Allerdings gibt es keine einheitliche Definition des Begriffs die allgemein akzeptiert ist.

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georgia.k 14.09.2014, 13:00
57. Ehen verlaufen glücklich, wenn der Mann klug genug war,

eine einigermaßen kluge und liebevolle Frau zu heiraten - und wenn er das zu schätzen weiß.

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onlinematter 14.09.2014, 13:03
58. Drei wichtige Regeln

Zitat von christinahh
man sollte das Haltbarkeitsdatum jeder Beziehung beachten. Ohne Trauschein ist das wesentlich unkomplizierter.
1) nicht heiraten.
2) zwei Wohnungen halten. Es spielt dabei keine Rolle, ob die eine davon meist ungenutzt leer steht. Das fällt allerdings flach, wenn Kinder dabei oder geplant sind.
3) gelegentliche Kurzurlaube pro Jahr (ohne Elektronik). Very wichtig!

Ein Franzose hat mal formuliert, dass Monogamie nur funktioniert, wenn sich keiner dran hält. Da ist was dran.

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ratstack 14.09.2014, 13:07
59.

Zitat von carlitom
Süß, Ihre Vorstellungen. In Ihrer Welt (von anno dunnemals) existiert also wirklich noch die Versorgerehe, in der der Mann für alles aufkommt und ausgenommen wird, während die Frau nur nimmt? Aufwachen, Mann! Die Zeiten sind lange vorbei. Die meisten Familien kämen heute gar nicht mehr ohne Mitarbeit der Frauen durch, weil der Mann es nämlich alleine "nicht mehr bringt" (ich passe mich Ihrer Art an). Und dass Männer im allgemeinen die Besitzenden sind, die durch Ehevertrag geschützt werden müssen, halte ich auch für ein Gerücht.
Ihr Amusement in Ehren, aber Sie halten die Theorie für Praxis.
Gerade in emanzipierten Verhältnissen müssen Scheidungsfolgen (Unterhalt für Partner und Kinder, Versorgungsausgleich, Zugewinnausgleich) immer differenzierter geregelt werden, sonst machen die erzürnten Scheidungswilligen bei der Trennung alles kaputt, was sie sich vorher aufgebaut haben.
Ihre Naivität mag ich Ihnen nicht nehmen, aber ich habe Firmen erlebt, die zerschlagen wurden,weil sich die scheidenden Eheleute nicht einigen konnten ohne Ehevertrag.

Aber zurück zum Artikel: was sie nicht sehen wollen und nicht diskutieren, ist die Frage, inwieweit die gemachten Untersuchungen Auswirkungen auf traditionelle Überlegungen haben - da kommt, bis auf ein wenig populistische Meckerei, gar nichts.

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