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Passives Radar: Deutsche Techniker sollen US-Kampfjet enttarnt haben
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Das Passivradarsystem eines deutschen Herstellers hat den US-Kampfflieger F-35 mehr als 100 Kilometer lang verfolgt. Dabei sollte der Jet eigentlich für Radarsysteme unsichtbar sein.

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proffessor_hugo 30.09.2019, 17:49
20.

#16 sogar der Spiegel berichtete doch über eine Methode, das Licht um ein Objekt herumzuleiten und es so unsichtbar zu machen....

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Maverick79 30.09.2019, 17:55
21. Dann ist das kein Problem der F35,

sondern aller Fluggeräte mit Tarnvorrichtung.

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DJ Bob 30.09.2019, 17:55
22. Tja und jetzt?

Und jetzt? Können wir unseren "Feind" die USA mit den anderen braven Europäer die nach unsere Pfeife tanzen den Krieg erklären? SPON wird nie müde "hämische" Bemerkungen über die USA zu machen. Die USA haben im Gegensatz zu D ein riesen Vorteil sie haben KEIN direkte Landweg zu China oder Russland

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weltgedanke 30.09.2019, 18:01
23.

Zitat von curiosus_
..kann man das Ziel maximal anpeilen, aber nicht orten, da man seine Entfernung nicht kennt. Das ginge nur mittels Triangulation, also mindestens zwei räumlich getrennten Empfängern. Aber selbst das dürfte bei mehreren Objekten Probleme bekommen.
Ich habe kein Hintergrundwissen zu dem System, aber ich gehe davon aus, dass das räumlich exakte Orten von Objekten möglich ist, auch ohne räumlich getrennte Empfänger.
Sie messen ja bereits mit einem einzigen Empfänger die Originalsignale (die quasi Luftlinie zu Ihnen gelangen, also auf schnellstem Wege) und vermutlich zigtausende Reflexionen. Mit viel Rechenpower können Sie Autokorrelationen des Frequenzgemischs berechnen (zeitlich versetzt auf je einer Frequenz). Wo immer Sie eine herausstechende Korrelation haben, haben Sie offenbar einen Laufzeitunterschied aus Originalsignal und einem reflektierten Signal (ohne dass Sie schon wissen, von welchem Objekt). Sie wissen also, um wie viel weiter der Weg zu Ihnen über das Objekt ist statt auf direktem Wege. Das ist der Kern der späteren Berchnungen. Ein zu ortendes Objekt reflektiert größere Frequenzbänder, aber die Quellen der betreffenden Signale stehen häufig an unterschiedlichen Stellen (z.B. mehrere Radiotürme). Wenn sie also die unterschiedlichen Laufzeitunterschiede unterschiedlicher Frequenzen kombinieren, bekommen Sie ein immer strikteres geometrisches Modell, je mehr Frequenzen und damit Strahlungsquellen Sie im Spiel haben. Ab von mir aus dem Bauch geschätzten 4-5 Strahlungsquellen, die am Objekt reflektiert werden, können Sie dessen Position im Raum berechnen. Mit jeder weiteren Strahlungsquelle wird es genauer.

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ksail 30.09.2019, 18:02
24. Nicht orten??

Zitat von curiosus_
..kann man das Ziel maximal anpeilen, aber nicht orten, da man seine Entfernung nicht kennt. Das ginge nur mittels Triangulation, also mindestens zwei räumlich getrennten Empfängern. Aber selbst das dürfte bei mehreren Objekten Probleme bekommen.
Steile These. Natürlich geht das, und zwar über die Laufzeitunterschiede zwischen direktem und reflektiertem Signal. Im Übrigen ist jedes moderne Phased-Array-Radar ja eigentlich kein einzelner Empfänger mehr, sondern ein ausgedehntes Empfängerfeld.

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Normaler Wutbürger 30.09.2019, 18:04
25. Geschönt

Diese "Erfolgsstory" ist dann doch etwas geschönt worden. Mal abgesehen von den Radarrefloktoren, ist es vor allem dem Umstand zu verdanken, dass sie die F-35 direkt am start haben "abfangen" können, um so die Berechnung direkt zuordnen zu können. Sie wussten also wann die Maschinen auf welchem Kurs abheben.

Das ganze wird natülich um einen vielfachen Faktor schwerer, wenn man eben nicht weiss wo oder ob überhaupt Machinen unterwegs sind.

Dazu kommt dann natürlich noch, dass im Kriegsfall, ob man das beste tarnflugzeug hat oder nicht, Funk, Radar und Sendemasten als erstes zerstört werden.

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tomasl 30.09.2019, 18:10
26. Nur Donald glaubt an die totale Unsichtbarkeit

die Profis sprechen von reduzierter Sichtbarkeit. Solche Berichte gab es schon über die F117. Die serbische Luftabwehr hat ein Flugzeug abgeschossen und mitgeteilt, es sei normal sichtbar gewesen.

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spon-facebook-10000012354 30.09.2019, 18:11
27. Passives Radar

Passives Radar gibt es schon sehr lange. Die Frage bleibt offen, ob dies für eine Ansteuerung mit einer Abwehrrakete ausreichend ist. Bereits 2012 schrieb der SPIEGEL: "Stealth-Kampfjets sind für die Luftraumüberwachung praktisch unsichtbar - doch damit dürfte es bald vorbei sein. Passivradar ist nach vielen Jahren der Entwicklung offenbar so ausgereift, dass es Tarnkappenflugzeuge entdecken kann. Damit steht eine 20 Jahre dauernde Ära vor dem Ende. (...) Auf diese Weise könne man selbst ein so kleines Objekt wie ein Ultraleichtflugzeug bis auf zehn Meter genau orten". Dies reicht jedoch nicht aus
https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/passivradar-nimmt-stealth-jets-die-tarnkappe-a-855711.html

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touri 30.09.2019, 18:12
28.

Zitat von bibabuzelmann
Cassidian meldete das gleiche schon 2012: Cassidian, part of the massive Europe-wide European Aeronautic Defence and Space Company (EADS), has developed a kind of "passive radar" which it claims can detect stealth aircraft. Aber schön, dass wir das jetzt 7 Jahre später auch können.
Haben die vor 7 Jahren auch schon einen Beweis für ihre Behauptung geliefert? Weil behaupten kann ich viel.

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touri 30.09.2019, 18:13
29.

Zitat von TanjaFladra
wenn das Militär das nutzt braucht es zwar kein aktives Radar, aber zivile Sender werden für militärische Zwecke benutzt. Damit werden diese zu legitimen militärischen Angriffszielen, oder?
Im prinzip ja, allerdings sind Kraftwerke häufig eines der ersten Kriegsziele in einem Konflikt und damit schaltet man auch Leistungsstarke Sender so ziemlich aus.

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