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Patientenrechte: Experten fordern gläsernes Gesundheitssystem
dapd

Unnötig behandelt und dann noch draufgezahlt - Patienten haben im deutschen Gesundheitswesen oft das Nachsehen. Experten haben jetzt einen Masterplan für mehr Transparenz vorgelegt. Die nötigen Daten sind vorhanden, doch Kassen und Mediziner scheuen die Veröffentlichung.

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emma 12.02.2013, 18:49
10. Kleine Korrektur

"Das Aqua-Institut in Göttingen überwacht im Auftrag des Gesundheitsministeriums heute bereits bundesweit die Qualität von über 30 verschiedenen Behandlungsgruppen von der Lebertransplantation bis zum Herzschrittmacher - das Verfahren gilt aber als viel zu kompliziert. Der Versuch im vergangenen Jahr, im Kampf gegen die Killerkeime in Krankenhäusern die Hygienemängel zu überwachen, scheiterte kläglich."

Auftraggeber von Aqua ist der G-BA (Gemeinsamer Bundesausschuss) und nicht das Gesundheitsministerium, das Verfahren ist überhaupt nicht kompliziert und liefert bereits seit Jahren genaue Daten über korrekte Indikation, Verlauf der Behandlung, Komplikationen und Ergebnis für tausende von Behandlungsfällen. Zum Beispiel auch für Hüft- und KnieOPs. Die Daten werden nicht nur gesammelt, schlechte Qualität wird auch identifiziert. Die behandelnden Ärzte müssen ihre Fehler analysieren und ein entsprechendes Statement abgeben, sie müssen Maßnahmen vorstellen, wie eventuelle Fehler künftig vermieden werden können.

Das Verfahren für nosokomiale Infektionen ist keinesfalls gescheitert, es befindet sich in der Entwicklungsphase, nachzulesen hier: SQG / Entwicklung - Neue Verfahren - Neue Verfahren

Am gläsernen Patienten haben die Kassen natürlich großes Interesse - um Kosten zu sparen, was sonst.

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karlsiegfried 12.02.2013, 18:51
11. Möge doch niemand glauben, ...

... er könne die Qualität (moralisch, medizinisch, sonstig) seines oder eines Arztes beurteilen. Jedes Gesundheitssystem ist so gesund oder krank, wie es seine Verantwortlichen zulassen oder gestalten. Zu diesen zählen 1. die Politiker, 2. die Ärzte, 3. die Pharmaindustrie, 4. der liebe Gott. Nur nicht der Patient. Es fällt doch schon schwer dem Ehepartner, der Autowerkstatt, dem Rechtsanwalt oder der Kirche zu trauen. Fazit: Alles Nonsens.

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badpritt 12.02.2013, 18:54
12.

welche Praktiker? In der Kommission war kein einziger klinisch tätiger Arzt, keine pflegende Krankenschwester und leider keiner, der die Probleme tatsächlich kennt.
Es fragt an keiner Stelle "warum" der Zustand in D so ist, wie er ist und fordert lediglich von anderen, aktiv zu werden. Danke für die Darstellung eines Problems. Ein Vorschlag zur Lösung wäre besser gewesen.

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eulecicero 12.02.2013, 19:04
13. Das ist wirklich prima Vorschlag, wenn

beide Seiten sich daran halten. Bin dann wohl selbst so ein Böser, der nicht transparent ist. Es gibt zahlreiche deutschsprachige Studien, die beweisen, was Rauchen, Übergewicht, Alkohol, Bewegungsmangel, und schlichtweg Disziplinlosigkeit an vernünftigen Lebensweisen machen. Ich sage das jedem. Ergebnis: Doch die Hälfte versucht es ehrlich. Die anderen brauchen Reha, Nikotinpflaster, Hilfen, vielleicht eine andere Medikation ("es muss doch was geben...") 1) Solange die Krankheitspolitik belohnt wird, und auch eine jede Krankheit belohnt wird durch Maßnahmen mit Freistellung von der solidarischen Arbeitsleistung, wird sich nichts ändern. Warum gibt es keine Datei medizinischer Patientendaten , die berechtigte dann abrufen dürfen. ( Zeitersparnis, Risiken, relevante Vorerkrankungen, alleine die Medikation, und das Ärztehopping, bis man endlich erhält, was doch zusteht) 2) Ich bin tief überzeugt, dass mit unserem Gesundheitssystem gut Geld verdient wird. Aber nicht von den akademischen und nichtakademischen Leistungserbringern, die vor den Patienten stehen, sondern die, die uns Vorgaben, Angebote und administrative Dienstleistunge machen. (die von den Medizinermenschen kaum noch einer versteht oder spät abends noch dafür Zeit und notwendige Muße hat.)

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52er 12.02.2013, 19:06
14. Bill Clinton wird´s verzeihen:

It´s the stupid economics, stupid !

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urdemokrat 12.02.2013, 19:09
15. Drittteuerstes Gesundheitssystem

Die Worte höre ich, doch der Glaube wurde zu oft enttäuscht. Wetten ?

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Luna-lucia 12.02.2013, 19:10
16. es ist ja eine

Zitat von ctwalt
Zugriff haben Ärzte, Krankenhäuser und die Krankenkasse. Aufzeichnung über Arztbesuche, Diagnosen, Behandlungen, verschriebene Medikamente, etc. Nur so lassen sich erstens Doppel- und Dreifachdiagnosen, wie auch die teils verheerenden Wechselwirkungen von verschiedensten, verschriebenen Medikamenten verhindern.
Gesundheitskarte geplant. Aber ob das jemals was werden wird?
[url]http://www.bmg.bund.de/krankenversicherung/elektronische-gesundheitskarte.html[url]

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doc 123 12.02.2013, 19:16
17. Unfassbarer Fake....

Zitat von sysop
Unnötig behandelt und dann noch draufgezahlt - Patienten haben im deutschen Gesundheitswesen oft das Nachsehen. Experten haben jetzt einen Masterplan für mehr Transparenz vorgelegt. Die nötigen Daten sind vorhanden, doch Kassen und Mediziner scheuen die Veröffentlichung.
.. kein Mensch will eine ernsthafte Aufklärung über diese Fake-Gesundheitswesen, das mittlerweile jeder Beschreibung spottet. Heute wurde ich mal wieder von einem Arbeitgeber aufgefordert die Verdünner, ein menschenverachtender Ausdruck würe ein absurde "Ware" Mensch/Patient einzubestellen "ohne die so keine Praxis funktionieren würde". Ich hab das kathegorisch abgehnt und um meine Entlassung gebeten; die Arbeitslosigkeit in diesem Fake-Gesundheitssystem ist sowas von einer "echten" Wohltat, jeden Tag zu wissen, keinen vollständig absurden Schwachsinn tuen zu müssen, keinen Menschen schaden zu müssen etc. etc.

Aber die Patienten sind auch nicht besser.... wieviel Aufwand es tatsächlich bedarf einem Menschen erklären zu müssen er sei gesund und müsse nicht quartalsmäßig weiter einbestellt zuwerden, teils komplett unfähigen und ignoranten Kollegen, die entweder ganz offensichtlich vollständig unfähig und ignorant sind und dies einfach nicht besser wisse, oder ihre Leben tatsächlich damit fristen wollen, immer wieder vollständig gesunden Menschen zu erklären, sie seien doch wohl krank; denn mir kann kein "normaler" Mensch erklären, wie man sich ohne ernsthafte Erkrankung tatsächlich in ärztliche Behandlung geben sollte oder gar freiwillig wollte.

Ich bin jedenfalls mit mehreren "ernsthaften" Kollegen übereinstimmend der Meinung, dass man im ambulanten und stationären Bereich lockerst 50 Milliarden pro Jahr einsparen könnte, ohne auch nur irgendwie die Patientenversorgung zu gefährden, leider leider würde dies die Arbeitslosigkeit von ca. 4 von 5 Ärzten in einzelnen Fachbereichen bedeuten, Vorteil wäre jedoch man müssten kein derartig unfähiges und ignorantes ausländisches Ärztegesockse aus irgendwelchen ehemaligen GUS-Ländern holen, um die derzeitige Versorgung überhaupt noch einigermaßen gewährleisten zu können :-).

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fatherted98 12.02.2013, 19:19
18. So lange....

...der Kassenpatient keine Patientenquittung von seinem Arzt bekommt, auf der in verstaendlichen Worten aufgefuehrt ist was behandelt wurde bzw. was abgerechnet wurde, ist dem Betrug Tuer und Tor geoeffnet...oder will hier wirklich jemand behaupten auch nur ein Arzt wuerde der Versuchung wiederstehen mehr aufzuschreiben bzw. abzurechnen als er tatsaechlich behandelt?

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Spiegelleserin57 12.02.2013, 19:21
19. der gläserne Patient

Zitat von ctwalt
Zugriff haben Ärzte, Krankenhäuser und die Krankenkasse. Aufzeichnung über Arztbesuche, Diagnosen, Behandlungen, verschriebene Medikamente, etc. Nur so lassen sich erstens Doppel- und Dreifachdiagnosen, wie auch die teils verheerenden Wechselwirkungen von verschiedensten, verschriebenen Medikamenten verhindern.
die Nebenwirkungen können schon jetzt nach Berlin gemeldet werden. Die Versicherungen werden sich freuen. Für sie erleichtert sich die Arbeit und sie können nun auf allen Daten der Versicherten zugreifen. Viele Versicherungen arbeiten nämlich mit den Kassen zusammen. Mit der AGB stimmt der Versicherungsanwärter zu dass die Versicherung sich Daten von den Kassen holen darf. Dann fallen auch die Gesundheitsfragen weg. Vielleicht machen diese Recherche dann auch Arbeitgeber und sortieren so ihr Personal aus. wer oft krank ist ...raus!

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