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Personalisierte Medizin: Meine Gene, mein Krebs, meine Therapie

Wer das Erbgut seines Tumors kennt, kann ihn gezielter behandeln. Forscher sind der Vision einer personalisierten Krebstherapie jetzt ein Stück näher: Sie haben einen Bluttest entwickelt, der winzige Rückstände von bösartigen Zellen aufspürt. Doch noch gibt es Kritik an der Methode.

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Jay's 19.02.2010, 18:18
1. Heterogen

Ein Hauptproblem sehe ich, dass Tumorzellen genetisch nicht homogen sind und deshalb verschiedene Populationen von Tumorzellen existieren koennen.

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BeitragszahlerwiderWillen 19.02.2010, 19:23
2. oh mein Gott

Endlich können wir Krankheiten behandeln, die es noch gar nicht gibt. Die Welt wird immer perverser. Aber die Gewinne der Medizinmafia müssen ja stimmen. Dann werden sicherlich bald 20% oder mehr unseres Einkommens an die Krankenkasse zwangsabgeführt...

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frau trallala 19.02.2010, 19:56
3. ...

Zitat von BeitragszahlerwiderWillen
Endlich können wir Krankheiten behandeln, die es noch gar nicht gibt. Die Welt wird immer perverser. Aber die Gewinne der Medizinmafia müssen ja stimmen. Dann werden sicherlich bald 20% oder mehr unseres Einkommens an die Krankenkasse zwangsabgeführt...
Es gibt Menschen, die sehen in jeder noch so guten Nachricht eine Einladung dazu, ihren Frust abzuladen anstatt an die schwer kranken Menschen zu denken, denen neue wirksamere Therapien vielleicht helfen könnten.
Ich finde das nicht weniger egoistisch als die "Medizinmafia" oder über wen auch immer Sie sich gerade aufregen. Unmöglich.

Und offensichtlich haben Sie den Artikel nicht einmal begriffen.
Es geht nicht darum, Krankheiten zu behandeln die es gar nicht gibt, sondern darum Krankheiten in einem so frühen Stadium zu behandeln, wie sie mit den heutigen Methoden noch nicht nachgewiesen werden können.
Und je früher man einen Krebs erkennt und behandelt, desto besser stehen die Chancen. Das müsste selbst Ihnen klar sein.
Pervers ist es eher, solche Nachrichten, die unzähligen Krebskranken Hoffnung machen, nur dazu zu benutzen, seine eigene Frustration Kund zu tun.

Übrigens ist auch Ihr Argument mit den steigenden Kosten Blödsinn.
Gezieltere Diagnosen und Therapien mit höherer Wirksamkeit und besserer Verträglichkeit reduzieren die Therapieversager, die Dauer der Erkrankung und die Rückfallrate, und damit auch die Kosten.

Aber meckern Sie ruhig weiter. Offensichtlich waren Sie nie in solch einer Situation, weder als Patient noch als Angehöriger, haben auch nicht das Mitgefühl um sich in sie hineinzuversetzen und offensichtlich auch nicht die geringste Ahnung vom Thema.

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team_frusciante 19.02.2010, 20:27
4. ...

Zitat von frau trallala
Offensichtlich waren Sie nie in solch einer Situation, weder als Patient noch als Angehöriger, haben auch nicht das Mitgefühl um sich in sie hineinzuversetzen und offensichtlich auch nicht die geringste Ahnung vom Thema.
Sehr offensichtlich sogar. Wer sich "BeitragszahlerwiderWillen" nennt, hat keine anderen Sorgen auf der Welt, als Gebührenerhöhungen im Zehntelprozentbereich. Irgendwelche Sorgen braucht man halt.

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BeitragszahlerwiderWillen 19.02.2010, 20:45
5. Augen öffnen und selbst Denken!

es gibt Menschen, die erkennen nicht, was sich hinter einer angebliche guten Nachricht tatsächlich verbirgt. Die fallen immer wieder auf die alte Mitliedsmasche herein und glauben tatsächlich noch an den Weihnachtsmann - oder auch daran, daß man durch das "Gesundheitswesen" Gesundheit erlangen kann oder das neue Therapien wirksamer wären als die alten. ok, kostenmäßig sind sie das sicherlich.
Was unsere "Gesundheitswesen wirklich auszurichten vermag, habe ich an meiner Mutter gesehen, die mit 61 sechs Monate nach einer "erfolgreich" verlaufenen OP an Krebs verstarb oderan meiner Schwiegermutter, die mit 58 das gleiche Schicksal ereilte. Hier trat der Tod 9 Monate nach der "erfolgreich" verlaufenen OP ein, bei der alle Tumorzellen "restlos" entfernt werden können. Meinen Hinweise, daß man gar nicht alle Krebszellen restlos entfernen könne, tat der Arzt übrigens genauso arrogant ab wie Sie, nämlich damit, daß ich angeblich keine Ahnung hätte. Komisch nur, daß nach 3 Monaten am ganzen Körper Metastasen waren und ihn langsam zerfrassen. Genau wie bei meinem Großonkel. Aber auch an drei inzwischen verstorbenen Arbeitskollegen, die kurz nach der "erfolgreichen" Therapie "plötzlich und unerwartet" verstarben, konnte man die Errungenschaften der "modernen" Therapien zweifelsfrei nachvollziehen. Sehen Sie sich einfach mal die Anzahl der Menschen an, die seit 1945 jährlich an Krebs verstarben - dann wissen sie genau, was "neue Therapien" bringen.
Vermutlich sind aber eher Sie es, die meinen Beitrag nicht begriffen haben. In aller Regel verlängert nämlich eine Früherkennung nicht die Lebenszeit, nur die Sterbens- bzw. Behandlungszeit. Jemand, der glücklich und scheinbar gesund bis 59 lebt und dann unerwartet an Krebs verstirbt, würde nämlich, wenn man die Zellen schon mit 55 entdecken und behandeln würde würde, höchstwahrscheinlich
genauso mit 60 versterben, müßte nur die letzten 5 Jahre unglaubliche Toutouren über sich ergehen lassen. Natürlich ist jeder Fall anders und nichtvergleichbar, aber es ist eben auch erwiesen, daß eine Früherkennung rein gar nichts bringt, in Bezug auf gewonnene Lebenszeit. Vielmehr wird hier nur die Zeit des Sterbens verlängert. Dazu gab es selbst hier im Spiegel schon genügend veröffentlichte Studien. Aber wenn man lieber die Augen verschließt, kann man das natürlich alles ignorieren.
Seit zig jahren macht man immer wieder den Krebskranken Hoffnung, daß sie mit einer neuen Therapie behandelt werden könnten, davon waren die Zeitungen schon in den 60er Jahren voll und keine einzige davon hat sich bis heute als erfolgreich bewiesen! Das ist wirkliche Heuchelei, den Menschen mit angeblich, ihnen teuer verkauften Therpien Hoffnung zu machen und sie in der Zeit davon abzuhalten, daß einzig Richtige zu tun, selbst die Verantwortung für ihr Leben und ihre Gesundheit zu übernehmen, soweit das in unserer verschmutzen und zerstörten Welt überhaupt noch möglich ist.

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BeitragszahlerwiderWillen 19.02.2010, 20:46
6. Teil2

Wenn mein Argument mit den ständig steigenden Kosten Blödsinn ist, dann schauen Sie sich doch einfach mal die Entwicklung der Beitragsätze der Krankenkassen in den letzten Jahren an! Die steigen von Jahr zu Jahr immer weiter und warum? Etwa, weil man mit den bisherigen ach so tollen Therapien Kosten gespart hat? Verschließen Sie immer die Augen vor der Realität?

Ich glaube, Sie brauchen mir keine Vorhaltungen zu machen, ich war vermutlich schon wesentlich öfter als Sie in der Situation, wertvolle Angehörige zu verlieren, als Sie denken! Aber ich bin froh, daß mir das jetzt alles ein Spezialist wie Sie erklären kann.

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BeitragszahlerwiderWillen 19.02.2010, 20:50
7. erst rechnen, dann schreiben...

Zitat von team_frusciante
Sehr offensichtlich sogar. Wer sich "BeitragszahlerwiderWillen" nennt, hat keine anderen Sorgen auf der Welt, als Gebührenerhöhungen im Zehntelprozentbereich. Irgendwelche Sorgen braucht man halt.
nein, nicht im Zehntelprozentbereich. Von 2008 zu 2009 Beitragerhöhung um genau 31,3% (von 11,8 auf 15.5% Zwangs-Beitragsatz). Und das alles ohne den geringsten Nutzen für den Patienten - im Gegenteil, die wichtigsten Leistungen muß man inzwischen fast vollständig selbst bezahlen...

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team_frusciante 19.02.2010, 21:05
8. ...

Zitat von BeitragszahlerwiderWillen
Ich glaube, Sie brauchen mir keine Vorhaltungen zu machen, ich war vermutlich schon wesentlich öfter als Sie in der Situation, wertvolle Angehörige zu verlieren, als Sie denken! Aber ich bin froh, daß mir das jetzt alles ein Spezialist wie Sie erklären kann.
Vielen Dank erstmal für Ihre Ausführungen. Ich kann dazu nicht viel sagen, dafür habe ich zu wenig Ahnung von der Sache.

Aber wenn Sie Ihren ersten Beitrag nochmal durchlesen - wie hätten Sie darauf reagiert? Er klingt einfach wie ein desinteressierter Kommentar eines Menschen, der in jeder medizinischen Nachricht nur neue KK-Beitragserhöhungen heraushört. Sie wissen schon, der Typ Mensch, der mit dem Tanken wartet, bis der Benzinpreis wieder um 0,3 ct gesunken ist.

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frau trallala 19.02.2010, 21:28
9. ...

Zitat von BeitragszahlerwiderWillen
Was unsere "Gesundheitswesen wirklich auszurichten vermag, habe ich an meiner Mutter gesehen, die mit 61 sechs Monate nach einer "erfolgreich" verlaufenen OP an Krebs verstarb oderan meiner Schwiegermutter, die mit 58 das gleiche Schicksal ereilte. Hier trat der Tod 9 Monate nach der "erfolgreich" verlaufenen OP ein, bei der alle Tumorzellen "restlos" entfernt werden können.
Und genau darauf zielt der Bericht ja ab, nämlich dass man künfitg den Krebs erstens gezielter behandeln kann (also höhere Heilungschancen) und ihn zweitens auch diagnostiziert lange bevor mit den heutigen Vorsorgeuntersuchungen etwas erkannt werden kann, vorzugsweise bevor er metastasiert.


Zitat von
Sehen Sie sich einfach mal die Anzahl der Menschen an, die seit 1945 jährlich an Krebs verstarben - dann wissen sie genau, was "neue Therapien" bringen.
Sehen Sie, wieviele Krebsarten heute erfolgreich behandelt werden können, die früher ein sicheres Todesurteil waren, z.B. bestimmte Leukämiearten, Lymphome etc., bei denen die Sterblichkeit auf unter 10% gesenkt werden konnte.
Wenn mehr Menschen an Krebs sterben als 1945, liegt das einfach an der Tatsache, dass die Menschen immer älter werden. Alter ist einer der größten Risikofaktoren. Von der Krebsrate eines Landes kann man aufgrund der starken Korrelation auf die Lebenserwartung schließen.
Betrachtet man hingegen den Anteil der Überlebenden unter den Krebspatienten, hat sich enorm viel getan.

Zitat von
In aller Regel verlängert nämlich eine Früherkennung nicht die Lebenszeit, nur die Sterbens- bzw. Behandlungszeit.
Je früher ein Krebs erkannt wird, desto besser sind die Überlebenschancen wobei es natürlich auch immer auf die jeweilige Krebsart ankommt.
Was die "unglaublichen Tortouren" betrifft: Eine bessere Verträglichkeit ist doch ebenfalls eines der Hauptziele der Forschung. Viele der heutigen Medikamente greifen generell in die Zellteilung ein (weil sie sich zu nutze machen, dass sich bestimmte Krebszellen schneller teilen) und schädigen damit auch die normalen Zellen stark. Aber genau das ist ja einer der wichtigsten Ansatzpunkte für neue Therapien, nämlich dass Tumorzellen gezielt dort angegriffen werden, wo sie sich von gesunden Zellen unterscheiden um die Nebenwirkungen zu minimieren.

Zitat von
Seit zig jahren macht man immer wieder den Krebskranken Hoffnung, daß sie mit einer neuen Therapie behandelt werden könnten, davon waren die Zeitungen schon in den 60er Jahren voll und keine einzige davon hat sich bis heute als erfolgreich bewiesen!
Da werden ihnen alle erfolgreich geheilten widersprechen.
Ich kenne die verdrehten Statistiken irgendwelcher alternativer Heilmethoden, aber dass mehr Menschen an Krebs sterben hat wie gesagt v.a. damit zu tun, dass die Lebenserwartung stark gestiegen ist. Vergleichen Sie Statistiken über Überlebensraten von Erkrankten, sehen Sie wieviel sich getan hat.

Zitat von
Das ist wirkliche Heuchelei, den Menschen mit angeblich, ihnen teuer verkauften Therpien Hoffnung zu machen und sie in der Zeit davon abzuhalten, daß einzig Richtige zu tun, selbst die Verantwortung für ihr Leben und ihre Gesundheit zu übernehmen, soweit das in unserer verschmutzen und zerstörten Welt überhaupt noch möglich ist.
Wie soll das aussehen? Soll sich ein Erkrankter nicht in Behandlung begeben und auf den Tod warten? Oder präferieren Sie irgendeine Wundermedizin? Ich bin gespannt.

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