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Photovoltaik: Forscher prognostizieren gigantischen Solar-Boom
REUTERS

2016 wurde weltweit ein Drittel weniger Geld in Photovoltaik investiert als 2015. Ist der Boom vorbei? Im Gegenteil: Die Kosten sinken so stark, dass sich die Leistung mindestens verzehnfachen soll.

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knuty 16.04.2017, 01:52
290.

Zitat von Bernd.Brincken
Das Barrel Öl = 159 Liter kostet aktuell etwa 50 US-Dollar. Deutschand und andere Industrieländer, auch die USA unter dem nächsten Präsidenten ggf., mögen via Gesetze und Förderung den EE-Anteil hoch- und den CO2-Ausstoss aus fossiler Energie erfolgreich herunterschrauben. Ok. Dann sinkt die globale Nachfrage nach Öl - und der Preis fällt. Da es auf der Erde immer Energieverbraucher geben wird, die es sich nicht leisten können, auf die CO2-Bilanz zu achten, werden diese Kunden das nun billigere Öl kaufen und verbrauchen. Die Idee, via Politik den Fossil-Verbrauch umzusteuern, ist genauso schlau wie jene, beim Stromversorger etwas mehr zu zahlen, um dann "sauberen Strom" aus EE-Quellen zu beziehen. Was passiert mit dem nicht-sauberen Strom? Auch er wird - nun billiger - vom Markt gekauft und verbraucht. Sorry, der Markt ist da ganz neutral. Also, wenn wir global denken - was richtig ist - dann auch in alle Richtungen, und nicht nur jene, worin wir für unser Segment eine ethisch-moralische Überlegenheit inszenieren können.
"Nicht sauberer" Strom kann nicht mehr billiger werden. "Nicht sauberer" Strom ist zur Zeit nur deshalb billiger, weil er noch mit alten wirtschaftlich längst abgeschriebenen Kraftwerken erzeugt wird. Die halten aber nicht ewig und wenn sie durch neue "nicht saubere" Kraftwerke ersetzt werden, ist der Strom mindestens genau so teuer oder teurer als EE-Strom.

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substanzlos12 16.04.2017, 08:39
291.

Zitat von Bernd.Brincken
Das Barrel Öl = 159 Liter kostet aktuell etwa 50 US-Dollar. Deutschand und andere Industrieländer, auch die USA unter dem nächsten Präsidenten ggf., mögen via Gesetze und Förderung den EE-Anteil hoch- und den CO2-Ausstoss aus fossiler Energie erfolgreich herunterschrauben. Ok. Dann sinkt die globale Nachfrage nach Öl - und der Preis fällt. Da es auf der Erde immer Energieverbraucher geben wird, die es sich nicht leisten können, auf die CO2-Bilanz zu achten, werden diese Kunden das nun billigere Öl kaufen und verbrauchen. Die Idee, via Politik den Fossil-Verbrauch umzusteuern, ist genauso schlau wie jene, beim Stromversorger etwas mehr zu zahlen, um dann "sauberen Strom" aus EE-Quellen zu beziehen. Was passiert mit dem nicht-sauberen Strom? Auch er wird - nun billiger - vom Markt gekauft und verbraucht. Sorry, der Markt ist da ganz neutral. Also, wenn wir global denken - was richtig ist - dann auch in alle Richtungen, und nicht nur jene, worin wir für unser Segment eine ethisch-moralische Überlegenheit inszenieren können.
Selbstredend wird es immer Menschen geben, die sich das Teure nicht leisten können und sie deshalb auf das billigere ausweichen. Das ganze heißt aber nicht Energiepartionierung oder Energie zum Wohlfühlen - sondern Energiewende. Und die geschieht, ob es Ihnen passt oder nicht, global. Irgendwann werden wir den Zustand erreichen, dass die, die billige Energie wollen, gar nicht so viel verbrauchen können, damit es sich noch lohnt, diese nennenswert zu produzieren.

Auch heute gibt es noch Kutschen - das diese im nennenswerten Umfang auf den Straßen vorhanden wären, ist aber nicht bekannt. So müssen Sie an die Sache rangehen, dann verstehen Sie auch, was hier passiert.

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Klimagas 16.04.2017, 09:34
292. Ber nein,

Zitat von Flari
- SIE betreiben lt. Ihren Aussagen diverse PV-Anlagen und verbrauchen Ihren Strom zum Teil selber.
k-f betreibt eine 750Wp-Altanlage und versorgt damit sich, seine Mieter und die Nachbarschaft.

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knuty 16.04.2017, 09:38
293.

Zitat von Klimagas
500mal einige Hundert kWh. Am Besten Sie rechnen das selbst durch, das hat einen größeren Lerneffekt, als wenn ich versuche gegen Ihre in Stein gemeißelten Ansichten anzukommen. Sie haben ja 2 Semester Atomphysik gehört, da werden Sie W=m*g*h schon noch auf die Reihe bringen.
Ich wollte ja nur Ihre Bezugsgröße wissen. 500mal einige hundert kWh sind ja mindestens schon mal 100 Mwh.

Da Sie gerade Atomphysik erwähnen:
Bei einer spezifischen Dichte von 19,16 g/cm3 (Uran238) haben 1.000 m3 bei einer Strecke von 1.000m in 500 Schächten eine Lageenergie von 26.151 MWh.

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Klimagas 16.04.2017, 09:57
294. Es fragt sich nur,

Zitat von knuty
Ich wollte ja nur Ihre Bezugsgröße wissen. 500mal einige hundert kWh sind ja mindestens schon mal 100 Mwh. Da Sie gerade Atomphysik erwähnen: Bei einer spezifischen Dichte von 19,16 g/cm3 (Uran238) haben 1.000 m3 bei einer Strecke von 1.000m in 500 Schächten eine Lageenergie von 26.151 MWh.
mit welchem Hebezeug Sie die 19160 Tonnen pro Schacht bewegen wollen und wo die 9,6 Millonen Tonnen Uran238 herkommen sollen.

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karl-felix 16.04.2017, 11:00
295. Nun

Zitat von Flari
1)Ich dachte bisher 2)Sie und TF sind es doch immer wieder, die hier den Unsinn verbreiten, Deutschland würde jährlich 2 Mrd. durch den Stromexport verdienen/gewinnen 3)Müsste dafür das Ausland die EEG-Umlage berappen, würden die uns nicht eine einzige kWh abnehmen und EE könnte erden.. - 4)- DANN gibt es noch die priviligierten Endverbraucher, die ggf. eine äusserst stark ermässigte EEG-Umlage zahlen müssen 5)Und das alles haben Sie bisher wirklich nicht kapiert?
1) Das bezweifle ich . Ich kenne Sie als begnadeten Maler nach Zahlen .

2) Nein . Wir informieren Sie nur über die Milliarden Gewinne der deutschen Stromexporteure . Wir sind seit Jahren dank EE Nettostromexporteur. Der Rest entspringt Ihrer Phantasie.

3) Na, ja . In der Spitze zahlten die Franzosen auch schon einmal 1,92 Euro/kWh Strom . Da würden die sich wegen 3 Cent/kWh EEG-Umlage auch nicht in die Hosen machen . Das ist halt so eine Sache mit dem Konjunktiv . Wenn Ihre Katze ein Pferd wäre, könnten Sie auf die Bäume reiten . In der Realität verdienen wir Milliarden in den letzten Jahren durch den Stromexport. Könnte man als Nutzen der EE zurechnen .

Das Problem wären die AKW und KKW , die würden ohne den Stromexport deutlich weniger ausgelastet und die Zahlungsunfähigkeit der Betreiber wohl unumgänglich.

4) Ja, das sind die, für die der kleine Verbraucher über 5 Milliardfen im Jahr zusätzlich über die erhöhte EEG-Umlage berappen muß . Vielen Dank für die Zustimmung . Sie sehen , eine Umlage von 3,5 Cent/kWh wäre weit mehr als benötigt, wenn wirklich auch jedeer diese zahlen müsste. Tempus fugits Rede. Wio der Mann recht hat, hat er eben recht.

5) Genau das schrieb ich. Die 41 Milliarden Umlage werden schlicht weg nicht bezahlt. Man steckt die Milliarden Gewinne aus den gesunkenen Börsenstrompreisen einfach ein und lässt den nicht privilegierten "Kleinverbraucher" per Umlage einfach über 5 Milliarden im Jahr für den privilegierten Großverbraucher mit bezahlen . Und Sie verteidigen das auch noch . Ja,ja so sind die Apologeten und Propagandisten der atomaren und fossilen Energieversorgung ., Im Westen nichts Neues.
Trotzdem vielen Dank für die Bestätigung dass sich da sehr viele die Taschen hinter den Kulissen vollstopfen . Natürlich kassieren die ÜNB satte Boni für die Vermarktung des Stromes. Sie sind ein Träumer, umsonst ist der Tod. .

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karl-felix 16.04.2017, 11:13
296. Sie

Zitat von Klimagas
k-f betreibt eine 750Wp-Altanlage und versorgt damit sich, seine Mieter und die Nachbarschaft.
sollten nicht vergessen : Baujahr 1995 und das Ding läuft und läuft und läuft .
Wirklich erfreulich. Ein gutes Beispiel, dass Fotovoltaik funktioniert, sauber, langlebig und völlig ohne Brennstoffkosten . Der Wechselrichter wurde einmal auf Kulanz ausgetauscht .

Ansonsten kein Defekt, keine Reparatur- nichts. Nichts dreht sich , nichts lärmt oder stinkt. Elegante und komfortable Lösung und auch heute wieder wirtschaftlich interessant für den Eigenverbrauch bei 1 kWp .

Stromgestehungskosten pro Jahr 2 Eimer warmes Wasser, 3 Spritzer Pril und ein Haarbesen alle 10 Jahre. Man darf halt nur nicht zu faul sein .

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litholas 16.04.2017, 11:19
297.

Zitat von Flari
... PV-Strom wird durchschnittlich immer noch mit rund 30 ct/kWh vergütet, lediglich Neuanlagen liegen natürlich tiefer. Aber die Neuanlagenvergütung liegt immer noch bei dem bis zu Vierfachen und mehr der durchschnittlich erziehlten Preise für Steinkohlestrom. ...
Natürlich gehts um Neuanlagen. Da kommt Photovoltaik im life-cycle auf eine reale Vergütung von unter 7 Cent pro kWh, und Strom aus neuen Steinkohlekraftwerken kommt allein schon auf Gestehungskosten von über 6 Cent.

Ok Sie können natürlich gern den Zeiten hinterhertrauern als Kohlekraftwerke so richtig billig herumsauen durften und Photovoltaikanlagen 10mal so teuer waren wie heute, und beklagen dass 20 Jahre lang 0,4% des BIP dafür aufgewändet wurden die Technologie zu entwickeln.

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knuty 16.04.2017, 11:23
298.

Zitat von Klimagas
mit welchem Hebezeug Sie die 19160 Tonnen pro Schacht bewegen wollen und wo die 9,6 Millonen Tonnen Uran238 herkommen sollen.
Sie haben die Atomphysik ins Spiel gebracht, nicht ich. Man kann ja auch andere Materialien verwenden. Schwermetalle bieten sich wegen ihrer hohen Dichte an und U238 gibt es praktisch kostenlos.

Bewährt haben sich Hebezüge nach dem Prinzip des Flaschenzugs. Möglich wäre auch das im Bergbau altbekannte Prinzip über Zahnradschienen oder einer Kombination davon.
Man könnte das Gesamtgewicht auch auf mehrere Ebenen verteilen. Die einzelnen Solen bei Bergwerken bieten sich dafür an.
Jedenfalls kann der zur Zeit größte mobile Kran 3.200 Tonnen bewegen und wird in Zweibrücken gebaut. Bei einem stationären Betrieb ließe sich die Leistung bestimmt noch deutlich steigern.

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litholas 16.04.2017, 11:31
299.

Zitat von Flari
... Die "konstruierte" EEG-Umlage bis einschl. 2009 war NICHT kostendeckend, da aber kein EEG-Umlagekonto existierte, erschien auch kein offizieller Wert dafür, prinzipiell mussten die Endkunden-Stromhändler diese Unterdeckung auf die Endkunden anderweitig weitergeben. ...
Vor 2009 wurde der EE-Strom direkt vor Ort verbraucht und verdrängte, so wie es angedacht war, fossilen und nuklearen Strom. Durch den neuen Mechanismus wurde der EE-Strom auf einen Markt geworfen, auf dem die Stromversorger den Restbedarf decken, nachdem der Strom der Kohle- und Kernkraftwerke bereits verbraucht ist. Auf diesem Überschussmarkt wurde er damit zum billigsten Strom entwertet.

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