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Photovoltaik: Zweite Chance für Solarzellen "made in Germany"
Jan Woitas/ DPA

Nach schwachen Jahren rechnet die Solarbranche in Deutschland wieder mit Zuwachs. Die Stromerzeugung ist dank vieler Sonnenstunden hoch. Selbst eine Rückkehr der Fertigung von Solarzellen hält ein Experte für möglich.

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thorsten.brandt.et 13.08.2019, 14:49
1. solarzellenhersteller

Es gibt derzeit keinen Hersteller von Solarzellen in Deutschland.

Da muss man ggf. schon weiter schauen - nach Iralien, um zumindest noch eine kleine Produktion von HJT Zellen zu finden.

In D wird derzeit eine Produktion von Tandem-Zellen (HJT von Meyer Burger mit Perrovskit-Layer von Oxford PV) aufgebaut im ehemaligen Bosch CISTech-Standorf in Brandenburg - diese Zellen können wohl 27% Wirkungsgrad derzeit erreichen und zielen auf 30+% ab ...

Damit sollten dann imho auch in D Gestehungskosten von 2-3 cent/kwh möglich sein.

Man sollte sich fragen, ob man nicht interessiert ist, dass Anlagenhersteller wie Meyer BUrger / Oxford PV mit interessierten Herstellern ud private equity hier Produktion aufbauen - indem man ggf. entsprechend Förderung 30-50% für den wegweisenden Ansatz HJT + Perovskit zur Verfügung stellt.

Für eine 5GW-Produktion wären ca. 200mio € pro GW an Capex notwendig - also insgesamt nur 1mrd - also 300-500mio an Fördernung für eine Produktion, die im Endeffekt den notwendigen Ausbau an PV in D zu 50-100% abdeckt - wie mir scheint ein geringer Preis verglichen mit anderen Förderrpojekten (bspw. im Batteriebereich)

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peterpeterweise 13.08.2019, 15:32
2. Produktion ohne Abnehmer ist kein Erfolg

Schon jetzt sind in Spitzenzeiten keine Abnehmer für die zufällig anfallenden Stromspitzen vorhanden. Der Strom muss dann mit Subventionen teuer entsorgt werden. Erst sollte eine wirtschaftlich sinnvolle Speichertechnologie entwickelt und bereitgestellt werden, bevor wir wieder Milliardenkosten an windige Solarbarone zahlen müssen, ohne dass nachhaltiger Nutzen für Umwelt und Zukunftstechnologie dabei entstehen.

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karl-felix 13.08.2019, 15:50
3. Ich

denke, solange die Politik mit solch törichten , kontraproduktiven Einfällen wie der PV Deckelung aus dem Jahre 2012 glänzt, wird das nichts . Die EE-Gegner sitzen in der Regierung und verkaufen den Bürger für dumm.
Gut 80% der Bürger wollen mehr Strom aus PV , die Regierung aber deckelt bei 52 GW . Wählt sie ab .

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penie 13.08.2019, 16:03
4. Der Maximalbedarf Deutschlands beträgt ca. 80 Gigawatt ...

... und wird derzeit schon von Photovoltaik und Windkraft zusammen überschritten. Was soll also ein "Zubau" von 5 bis 15 GW, außer die Taschen der Betreiber zu füllen. Mit Ausgleichszahlungen für wg. Überkapazität nicht ins Netz einspeisbaren Strom.

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karl-felix 13.08.2019, 16:20
5. Das

Zitat von peterpeterweise
1)Schon jetzt sind in Spitzenzeiten keine Abnehmer für die zufällig anfallenden Stromspitzen vorhanden. 2) Der Strom muss dann mit Subventionen teuer entsorgt werden. 3) Erst sollte eine wirtschaftlich sinnvolle Speichertechnologie entwickelt und bereitgestellt werden, 4) bevor wir wieder Milliardenkosten an windige Solarbarone zahlen müssen, ohne dass nachhaltiger Nutzen für Umwelt und Zukunftstechnologie dabei entstehen.
1)ist unsinnig. Der Anteil des Solarstromes beträgt gut 7% .Da muss gar nichts entsorgt werden denn die Höchstleistung liegt nur in den Mittagsstunden an . Gerade dann aber wird der Spitzenlaststrom auch gebraucht.

2) Das ist noch unsinniger. Ein einziges mal, am 6.5.2018 mittags um 13 Uhr erreichte die PV-Leistung in der Spitze 50% des Bedarfes. Die restlichen 50% mussten von anderen Kraftwerke erzeugt und zum Verbraucher transportiert werden . Fotovoltaik macht also in der Spitze nur den Speicherkraftwerken Konkurrenz und senkt so massiv die Strompreise.

3) Das ist am unsinnigsten . Unsere vorhandenen Speicher sind nicht ausgelastet, zu teuer . Speichern kostet immer Energie und Geld. Wer Solarstrom zum Eigenverbrauch speichern will, kann das bereits jetzt machen . Zehntausende Akku-Speicher stehen in den Kellern .

4)Fotovoltaik ist momentan in Deutschland die preiswerteste Art der Stromerzeugung . Ihre polemische Wortwahl dekouvriert .

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Beat Adler 13.08.2019, 16:31
6. Licht zu elektrischer Energie ist nur ein Teil des Puzzles.

Licht zu elektrischer Energie ist nur ein Teil des Puzzles. Dazu gehoert die Hausspeicherbatterie, die billig sein muss, dafuer schwer und voluminoes sein darf, die intelligent gesteuerte Vernetzung, Intrahaus mit allen Geraetschaften innerhalb des Hauses und Interhaus mit allen anderen Gebaeuden, die Speicherung von Waerme im Sommer im Boden unter dem Haus zum Heizen im Winter.

Ein solches Gebaeude hat einen viel hoeheren Wiederverkaufswert. Eine Finanzierung dieses Ausbaus sollte deswegen mit aktuell niedrigzinsigen Hypothekarkrediten moeglich sein.

Aermel hoch und los gehts zum CO2 neutralen Gebaeude, zu allen Gebaeuden, die CO2 neutral werden, zwischen 70 Grad Nord und 70 Grad Sued!

Dieser Trend wird alle Tueftler, Erfinder, Forscher und Wissenschafter zu Hoechstleistungen antreiben, den schwaebischen Haeuslebauern ein Lachen ins Gesicht zaubern..........
mfG Beat

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karl-felix 13.08.2019, 16:44
7. Nach

Zitat von penie
1)... und wird derzeit schon von Photovoltaik und Windkraft zusammen überschritten. 2) Was soll also ein "Zubau" von 5 bis 15 GW, außer die Taschen der Betreiber zu füllen.
1)meiner Kenntnis in den letzten zwanzig Jahren in 1 einzigen Stunde von 175.800 Stunden .


2) Fotovoltaik kommt im Jahr auf 7,1% Anteil, wir müssen in den nächsten 10- 20 Jahren ca. 48% unserer Bruttostromproduktion(AKW+KKW) ersetzen , allein in den nächsten 2 Jahren geht mehr an konventioneller Stromerzeugung vom Netz als die gesamte PV bisher einspeist.
Entweder wir überwintern im Dunkeln mit kaltem Hintern - oder wir bauen Wind- und Fotovoltaik, die preiswertesten Arten in Deutschland Strom zu erzeugen massiv aus.
Es gehen 54.431 MW( Stand März 2019 ) konventioneller Kraftwerke vom Netz, da sind Ihre 5-15 GW Sonne und Wind Peanuts.
Das sind Grössenordnungen für Ihren Sandkasten .

Beantwortet das Ihre Frage?
Ihre 5-15 GW würden noch nicht einmal reichen die zukünftigen E-Autos aufzuladen .

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Beat Adler 13.08.2019, 16:45
8. Ein Weiterdenken ist immer erlaubt: Aenderungen des Alpenraumes

Zitat von peterpeterweise
Schon jetzt sind in Spitzenzeiten keine Abnehmer für die zufällig anfallenden Stromspitzen vorhanden. Der Strom muss dann mit Subventionen teuer entsorgt werden. Erst sollte eine wirtschaftlich sinnvolle Speichertechnologie entwickelt und bereitgestellt werden, bevor wir wieder Milliardenkosten an windige Solarbarone zahlen müssen, ohne dass nachhaltiger Nutzen für Umwelt und Zukunftstechnologie dabei entstehen.
Ein Weiterdenken ist immer erlaubt: Aenderungen des Alpenraumes

Wir wissen heute mit Bestimmtheit, dass in wenigen Jahrzehnten alle Alpengletscher abgeschmolzen sind. Auch dann, wenn wir jedem Gletscher einen Pullover stricken. Die Trinkwasserreserve von Millionen Menschen ist dadurch betroffen. Wenn keine Anpassungsmassnahmen ergrifffen werden, wie der Bau von Rueckhaltebecken fuer Schneeschmelzwasser und Regen, trocknet in einer Duerreperiode der Bodensee aus. Nach einem Starkregenereignis wird Alles und Jedes ins Tal runter geschwemmt, wie schon vor wenigen Jahren eine Kirche, die 300 Jahre lang an Ort stand.

Diese Wasserrueckhaltebecken eignen sich hervorragend als ZUSAETZLICHE Speicherseen gekoppelt mit Wasserkraftturbinen.

Schickt die Ueberproduktion an elektrischer Enegrie in die Alpen, um sie in Form von hochgepumpten Wasser zu speichern, wie es heute schon in den Anfaengen getan wird. Der Alpenraum wird zur Speicher"batterie" Zentraleuropas.
mfG Beat

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didel-m 13.08.2019, 16:48
9. Installierte Leistung ist irrelevant.

Zitat von penie
... und wird derzeit schon von Photovoltaik und Windkraft zusammen überschritten. Was soll also ein "Zubau" von 5 bis 15 GW, außer die Taschen der Betreiber zu füllen. Mit Ausgleichszahlungen für wg. Überkapazität nicht ins Netz einspeisbaren Strom.
Die tatsächlich erbrachte Leistung der Erneuerbaren Wind und Solar sind um Größenordnungen kleiner und erreichen um die 5%.
Ist auch logisch, denn der Wind weht selten optimal und die Sonne scheint am Tage höchst unterschiedlich (Wolken, Tageszeit). Nachts gar nicht.
Würde man also nicht Deckeln, würde man das Ganze System zu Einsturz bringen. Zu Stabilisierung muß schon jetzt muß 3x stündlich eingegriffen werden , 2003 noch 3x jährlich!

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