Forum: Wissenschaft
Plastikmüll: Ozeanreinigung soll schon 2018 starten
Erwin Zwart/ The Ocean Cleanup

Es ist ein ambitioniertes Projekt: Finanziert durch Crowdfunding und Spenden sollen die Ozeane von Plastikabfällen befreit werden. Dank einer verbesserten Methode wollen die Macher bereits im nächsten Jahr Müll aus dem Pazifik fischen.

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iffelsine 12.05.2017, 12:22
1. Ambitioniert aber sinnlos !

Das System ist von Schiffen aus nicht zu erkennen, es sitzt ja keiner mehr im Mastkorb. Zudem sind die Wellengänge im Pazifik unberechenbar und viel zu hoch. Was Schiffe und Wellengang vom System übrig lassen, ist übrigens wieder Plastik ! Also eine schlechte Idee !

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olli118 12.05.2017, 12:33
2. Abwarten....

...vielleicht klappt es ja doch. Würde man sich immer vom "Unmöglichen" und "Sinnlosen" abschrecken lassen, gäbe es keinerlei technischen Fortschritt. Besser als nichts zu tun ist es allemal. Und von dem, was schiefläuft, kann mal lernen, wie man es besser machen kann. Natürlich macht das nur Sinn, wenn nicht gleichzeitig mehr Müll in die Meere gekippt wird. Aber das Verständnis bez. Plastikmüll kommt ja langsam aber sicher bei vielen Menschen an. Jede grosse Veränderung fängt mit kleinen Schritten an.

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jdlaw 12.05.2017, 12:36
3. Schöne Idee, aber...

...die Tüten etc. sind nicht das Hauptproblem der Verschmutzung unserer Meere mit Plastik. Meiner Kenntnis nach sind kleinste Partikel von Reifenabrieb, der über das Grundwasser und durch Regenabspülung in die Meere gelangt, das viel größerer Problem. Hiergegen hilft die beschriebene Idee wohl nicht. Dennoch sind solche Aktivitäten zu begrüßen, auch wenn sie vielleicht nur ein paar Tropfen auf den berühmten heißen Stein sind.

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ge1234 12.05.2017, 12:45
4. Tolles Projekt!

Und gleichzeitig sollte man trotzdem damit beginnen, Plastikmüll weltweit konsequent zu ächten und zu vermeiden. Was die Kosten anbelangt, sollte man sich einfach mal vor Augen halten, wieviel Geld schon investiert wurde und immer noch wird, um sämtliches Leben auf diesem Planeten auszulöschen; insofern ist keine Summe zu hoch, die im Gegensatz endlich mal dazu dient, diesen Planeten zu retten.

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Bueckstueck 12.05.2017, 12:47
5. @iffelsine

Falsch. Schon mal was von Radarreflektoren gehört? Eine solch grosse Struktur ausgestattet mit Reflektoren erscheint wie eine Insel im Wasser...

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toledo 12.05.2017, 12:47
6. Wirklich gute Idee...

aber bitte wieso finanziert durch Crowdfunding oder spenden??
Was passiert eigentlich mit den Geldern für den grünen Punkt beispielsweise hier in Deutschland den jeder Plastiktütenhersteller zwangsweise abführen muss?

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Morpheus Nudge 12.05.2017, 12:49
7.

Da alles besser ist als die Verschmutzung durch Nichtstun zu ignorieren, stelle ich Argumentationen zur Größe der Ozeane und zum deshalb erforderlichen finanziellen und zeitlichen Aufwand hintenan.
Eine Frage wäre noch, ob Politik eine Chance hätte, Technologien oder Verfahren zu verbieten oder zu beschränken.

Wilde Entsorgung von Plastikmüll ist ja nur eine Baustelle der Gesamtproblematik. Schlagen nicht mittlerweile Kleinstpartikel aus industrieller Produktion mindestens genauso stark zu Buche? Rückstände aus Reinigungsmitteln, Kosmetika, Kleidung, und und und?

Vielleicht würden die Schwellenländern den Industrienationen folgen, wenn diese es vormachen.
Es ist praktisch, was mit "Mikroplastik" alles industriell gefertigt werden kann. Aber nur für die Industrie, die den Produkten so Eigenschaften verpasst, die die Produkte normalerweise nicht haben. Lieber einen Schritt zurück. Nicht alles, was chemisch oder physikalisch möglich ist und Produkte beliebter macht, sollte auch getan werden.

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Poco Loco 12.05.2017, 12:50
8. Tropfen auf dem heissen Stein

Der Versuch ist ja lobenswert nur wird es die tagtäglich anfallenden Müllberge die in die Ozeane fließen nicht reduzieren. Auch der Müll der sich auch auf dem Boden der Meere ansammelt, kann so nicht reduziert werden.
Die Müllvermeidung ist der einzige Weg das Problem zu reduzieren, da nützt es aber nichts wenn nur ein paar Länder Maßnahmen treffen. Einer der Hauptverursacher ist meiner Meinung nach der asiatische Kontinent, dort gibt es überhaupt kein Umweltbewußtsein, alles wird in Kunststoffen verpackt und auf den Strassen und Stränden entsorgt. Nach einem Wochenende am Strand von Sri Lanka sieht es dort aus wie nach einem Tag auf dem Oktoberfest, genauso in Thailand, Indien u. Vietnam. Fischer lassen ihre zerissenen Nylonnetze und zerbrochenen Styroporkisten am Strand liegen, von Kreuzfahrtschiffen und Fähren weht es den Müll ins Meer. Die Flüße sind genauso betroffen, denn von dort wird der Müll aus dem Hinterland in die Meere gespült. Soviel Müll kann mit der Methode gar nicht rausgeholt werden, wie täglich nachwächst. Diese Länder müssten zum Müllsammeln gezwungen u. Verursacher mit harten Strafen belegt werden. Es fehlen Mülltonnen und ein System zum sammeln bzw. verbrennen und recyceln. Sri Lanka erstickt in seinem Müll aber der vorherige President baut lieber eine Rennstrecke für die Ferraris seiner Söhne, so schaut leider die Realität aus.

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Binschonklug 12.05.2017, 12:50
9. Eine wunderbare Idee

und eines Nobelpreises würdig. Da redet einer nicht nur und schreibt halbkluge Beiträge, sondern er tut etwas Wichtiges und sehr Konkretes, auch wenn vielleicht noch ein paar Hürden zu nehmen sind. Danke erst einmal dafür! Schön wäre es nun noch, wenn man den Müll vor der Vernichtung in Tonnen pro Hersteller unterteilen könnte, um eine entsprechende Rechnung an die Getränkeindustrie, etc. zu stellen. Als es noch nur Glasflaschen gab, wurde ein solcher Müll nicht produziert. Hier haben die Konzerne sehr konkret auf Kosten der Umwelt, wissend was sie tun, den Profit erhöht. Es wird Zeit, die Rechnung zu schreiben. Da sind doch zum Beispiel die Amerikaner immer ganz groß drin (VW, BP).

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