Forum: Wissenschaft
Plastikmüll: Ozeanreinigung soll schon 2018 starten
Erwin Zwart/ The Ocean Cleanup

Es ist ein ambitioniertes Projekt: Finanziert durch Crowdfunding und Spenden sollen die Ozeane von Plastikabfällen befreit werden. Dank einer verbesserten Methode wollen die Macher bereits im nächsten Jahr Müll aus dem Pazifik fischen.

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stoffi 12.05.2017, 15:36
30. Gestern habe ich darüber einen Bericht im TV gesehen

und ich fand dies ganz passabel. Ein Anfang ist es auf jeden Fall und vielleicht lässt es sich später noch verbessern.

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Airkraft 12.05.2017, 15:45
31. Der größte Anteil...

Zitat von krautrockfreak
Was wir benötigen ist ein Umdenken in den Köpfen der Besatzungen der Schiffe. Aufklärung, was es bewirkt, wenn man den Müll einfach über Bord kippt. Dann härteste Strafen bis in den Millionenbereich für die Schiffseigner .....
Der größte Anteil des Müll in den Weltmeeren stammt nicht - wie ich früher auch mal dachte - von einfach über Bord gekipptem Müll, sondern wird über die Flüsse und von nicht abgedeckten Mülldeponien mit dem dem Wind eingetragen. Die Verwendung von Plastik an sich ist nicht so schlimm, man muss es nur nach Gebrauch halt nur wieder "einsammeln" ;-)

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doctoronsen 12.05.2017, 15:48
32. Ich ziehe den Hut

Ich ziehe den Hut und verneige mich in aufrichtiger Bewunderung vor dem jungen Erfinder und allen Projektverantwortlichen. Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt, und sie haben ihn getan. Und an alle, die dieses Vorhaben klein zu reden versuchen mit Vorschlägen, wie das Problem sehr viel besser zu lösen sei: Reden ist Blech, Anpacken ist Gold!

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fratzke88 12.05.2017, 16:11
33. Es gibt (immer) zwei Seiten...

... die erste, ein Schüler (16Jahre) hat eine Idee, spinnt diese weiter, sammelt ca. 2 Mio Euro, baut ein Team von 60+ Experten auf, baut einen Prototypen, macht die erste! umfassende Studie zu der "Platikvermüllung" des Pazifiks, sieht seine konzeptionellen "Fehler" passt seine Idee an und setzt diese frühzeitig um (nicht 2020 sondern 2018!!) und das zu einem Bruchteil der Kosten und ...
die zweite Seite: kritisiert die "Idee", und schlägt vor, dass die WELTGEMEINSCHAFT eine "naheliegende" Lösung diskutiert, reglementiert, organisiert und finanzieren muss...viel Spaß bei der Entscheidung welcher Seite schneller ein Problem angeht.
Bitte einfach theoceancleanup googeln und selber entscheiden. Mein kleiner Betrag zur ersten Crowdfunding Kampange gibt mir ein gutes Gefühl. Gruß an die Skeptiker

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xxbigj 12.05.2017, 16:29
34.

Ich bin so sauer auf die Bundesregierung, dass diese nicht solche Projekte fördert. Es gibt hunderte Ideen die nicht viel Kosten. Aber für die Zukunft wird nichts gemacht. CDU das C steht für Zukunft.

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musca 12.05.2017, 16:58
35. Es sind immerhin Ansätze.

Zitat von ge1234
Und gleichzeitig sollte man trotzdem damit beginnen, Plastikmüll weltweit konsequent zu ächten und zu vermeiden. Was die Kosten anbelangt, sollte man sich einfach mal vor Augen halten, wieviel Geld schon investiert wurde und immer noch wird, um sämtliches Leben auf diesem Planeten auszulöschen; insofern ist keine Summe zu hoch, die im Gegensatz endlich mal dazu dient, diesen Planeten zu retten.
Auch meine Meinung.

Man sollte endlich damit beginnen, jetzt beim Thema Plastikmüll.

Auch mit anderen noch mehr gravierenderen Themen wie der endgültigen Entsorgung oder wenigstens sehr sehr langfristige "sichere Lagerung" des atomaren Müll, der immer neu nach produziert wird , auch daran sollte gedacht werden - Es ist noch viel zu tun.

Unsere Generationen spüren das wohl derzeit noch nicht so, oder nicht mehr - aber in ein paar hundert oder auch erst tausenden Jahren werden unsere fernen Nachfahren ( sofern es sie überhaupt noch gibt) unsere Generation und unsere Zeit für immer verfluchen , hinterlassen "wir" ihnen schlimmstenfalls einen völlig vermüllten und ökologisch kaputten Planeten Erde.

Und was anderes als diese "kleine blaue Kugel" , auf der wir leben, hat die Menschheit auf weit absehbare Zeit nicht.

Außer in Science-Fiction Filmen und Serien. ;)

Im Sonnensystem gibt es sonst nichts vergleichbares mehr wie unsere Erde, wo es von der Natur her schon so nahezu "perfekt" für uns selber passt.

Und außerhalb des Sonnensystems ist erstens ohnehin unerreichbar und niemand weiß wo und ob es noch "gemütliche Planeten" außerhalb des Sonnensystems gibt.

Unerreichbar sowieso.

Die Menschheit und alles sonstige Leben der Erde hat nur diesen einen Planeten und dieser muss mit allen Möglichkeiten geschützt werden.

Es sei denn , die Menschheit will sich weiter selber den Ast absägen auf dem sie sitzt.

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olicrom 12.05.2017, 17:04
36. Warum hat man nicht gleich Sie gefragt, jdlaw?

Zitat von jdlaw
...die Tüten etc. sind nicht das Hauptproblem der Verschmutzung unserer Meere mit Plastik. Meiner Kenntnis nach sind kleinste Partikel von Reifenabrieb, der über das Grundwasser und durch Regenabspülung in die Meere gelangt, das viel größerer Problem. Hiergegen hilft die beschriebene Idee wohl nicht. Dennoch sind solche Aktivitäten zu begrüßen, auch wenn sie vielleicht nur ein paar Tropfen auf den berühmten heißen Stein sind.
Ausgangspunkt für den überwiegenden Teil der Plastik - Mikropartikel sind die größeren, bereits im Meer befindlichen Einheiten, die durch UV-Strahlung, Bruch, mechanischen Zerfall oder Zersetzung in immer kleinere Partikel aufsplitten. Also macht es absolut Sinn, jedes einzelne große Plastikstück aus dem Meer zu fischen, auch wenn ich damit natürlich den Meeresgrund und das Plastik in Tieren und Nahrungskette nicht erwische. Im Übrigen erstaunlich, dass sich Regierungen an dem Projekt - das übrigens bereits seit etwa 4 Jahren unter anderem mit Beteiligung hochkarätiger Wissenschaftler läuft - beteiligen, wo sie doch eigentlich nur den Experten jdlaw hätten fragen müssen, um zu erfahren, dass das Projekt komplett sinnlos ist.

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montecristo 12.05.2017, 17:49
37. Ursache bekämpfen

Der Einwand einiger Foristen die Ursache zu bekämpfen ist natürlich richtig. Aber mal Hand aufs Herz: Wie realistisch ist es, dass die Schwellenländer und Dritte Welt Länder das Problem in absehbarer Zeit anpacken?

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musca 12.05.2017, 18:31
38. Da haben sie recht.

Zitat von montecristo
Der Einwand einiger Foristen die Ursache zu bekämpfen ist natürlich richtig. Aber mal Hand aufs Herz: Wie realistisch ist es, dass die Schwellenländer und Dritte Welt Länder das Problem in absehbarer Zeit anpacken?
Leider unrealistisch , das gerade Schwellenländer das in absehbarer Zeit auch anpacken.

Lässt man die sogenannte "westliche Welt" mal erst mal nur außen weg"

Man denke da nur an China oder Indien , die beiden gewaltigen Schwergewichte an Schwellenstaaten, beide sind gewichtige Schwellenstaaten, der eine Staat eine gelenkte straffe strenge Diktatur, welche jedes Jahr so und so viel Prozent an Wirtschaftswachstum braucht um überhaupt noch als dieser Riesenstaat zu funktionieren - der andere Riesenstaat ist zwar immerhin eine Demokratie und gar die größte Demokratie der Welt , aber Chaos und Korruption und teils alte überholte merkwürdige Kastensozialstrukturen prägen die bevölkerungsreichste Demokratie der Welt namens Indien noch immer.

Das schaut es schon etwas düster aus, bei diesen beiden
( Riesen) Staaten Asiens, das da mal ein Umdenken einsetzt.

Die Bevölkerung beider Staaten zusammen , macht ja schon einen erheblichen Anteil der Weltbevölkerung aus und beide Staaten wollen mehr nach "westlichen Standard" endlich mal leben "dürfen" , beide.

Der eine auf chaotisch demokratische Weise, der andere mit einer straffen Diktatur, gleichzeitig Nachhaltigkeit und Schutz der Natur und Umwelt ist da derzeit aber bei beiden asiatischen Großmächten noch eher zweitrangig.

Von Afrika braucht man gar nicht erst zu reden - oder gar Südamerika...


Es schaut halt doch etwas "düster" aus in dem Punkt.

Naja, wie soll man sagen - "positiv denken"....

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Knossos 12.05.2017, 20:14
39. Warten auf Godot?

Zitat von olli118
... Aber das Verständnis bez. Plastikmüll kommt ja langsam aber sicher bei vielen Menschen an. Jede grosse Veränderung fängt mit kleinen Schritten an.
Den Eindruck habe ich ganz und gar nicht.
Im Gegenteil, mir schien, wir seien in Deutschland z.B. schon einmal weiter gewesen, als ich um die Jahrtausendwende herum beobachten mußte, wie eine Gruppe Jugendlicher auf Freizeitgelände ganz unverfroren vor aller Welt ihren Plastikmüll im Lagerfeuer verbrannte. Und inzwischen sieht es seit etlichen Jahren nach Open-air-Veranstaltungen in Deutschland aus, als sei Umweltschutz noch nie Thema gewesen.

Und hier, in einem nahöstlichen Land mit um die 30 kg pro Kopf an Plastikemission ins Meer, gibt es sporadisch einmal halbherzige Ankündigungen ohne Umsetzung, während durchschnittliche Menschen sich mit dem Thema Umwelt erst gar nicht befassen / große Augen machen, wenn man sie darauf hinweist, daß Tüten, die sie mit jedem einzelnen Artikel beanspruchen (selbst für Dinge, die in die Hosentasche passen oder welche Henkel aufweisen) in die Umwelt gelangen. Man sieht ihnen dabei an, wie sie denken: "Ja und; was ist denn dabei?" Denn es gibt ja die traditionelle Empfehlung, Abfall in die Flüsse zu werfen. Schließlich ist er dann ja "weg", nicht wahr.

In Entwicklungs- und Schwellenländern sind Gedanken für Natur und Umwelt oft noch nicht einmal angekommen. Ganz egal, wieviel synchronisierte westliche Dokumentationen darüber im TV gezeigt werden (, worauf typische Zuschauer umschalten, um nach Soaps und Trash zu suchen) . Und es gibt viele Kommunen, welche die Bürger auffordern, ihren Müll im Garten zu vergraben, Teams aussenden, um allseits um sich geworfenen Müll aufzuhäufen und nach Überschüttung mit Benzin (das Erdreich bedankt sich, Verpestung von Wasser & Luft -gern inmitten von Wohnbereichen- durch Dioxin nicht erst zu erwähnen) an Ort und Stelle zu verbrennen, LKW-Ladungen mit Müll wild in Wäldern und an Gewässern entsorgen.

Wenn global unter den Verbrauchern langsam aber sicher etwas ankommen sollte, dann weiß ich nicht, ob und wo sich das auch abzeichnet.

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