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Problem Plastikmüll: Papiertüten sind auch nicht besser
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Plastikmüll verschmutzt die Umwelt, bedroht Lebewesen. Doch die Alternativen Bioplastik und Papier erweisen sich ebenfalls als problematisch.

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effing 12.01.2018, 18:23
40. Immer das gleiche Problem

... mit unseren Ökos:
Wollen keine Plastiktüten, Papiertüten aber auch nicht. Wollen keine Verpackungen, deshalb kaputt gegangene Lebensmittel wegwerfen aber auch nicht. Wollen Ökostrom, Windräder aber nicht. nicht. Staudämme auch nicht. Laufwasserkraftwerke auch nicht. Geothermie auch nicht. Biomasse auch nicht. Solarthermie auch nicht. Wollen Energiespeicher, Pumpspeicherkraftwerke aber nicht. Wollen Elektroautos, aber bitte ohne Rohstoffe zu verwenden (bitte nur aus Luft und Liebe). Verdammen Flugreisen, sind aber im hinterletzten Winkel wirklich jeden Landes auf dieser Welt zu finden um selbige zu retten. Wollen keine Alukaffeekapseln, Papierkapseln aber auch nicht (Ich nutze auch keine Kapselmaschine aber was ist denn mit meinem Kaffefilter? Ist doch auch Papier und wird so seit 100 Jahren verwendet? Auch plötzlich schlecht?)
Verlogene, besserwisserische Bande....

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apfelmännchen 12.01.2018, 18:23
41.

Zitat von KlausMeucht
Ich bin mir nicht sicher ob ihre These stimmt. Es ist schon mehrere Jahrzehnte her, da haben wir im Studium Energietechnik die Energiebilanz von Einwegbechern und Tassen verglichen. Das Ergebnis war dass man extrem häufig Tassen benutzen muss, bis sie den Einwegbecher in Umweltfreundlichkeit überholen. Ob das Ergebnis noch heute gilt weiß ich nicht, da Spülmaschinen heute hoffentlich effizienter arbeiten. Auf der anderen Seite können wir die Wärme der Verbrennung von Müll besser nutzen. Ich benutze mit guten Gewissen in der Kantine inzwischen Einwegkaffeebecher, lasse allerdings den Deckel weg. Für den Ottonormal Konsumenten erscheint mir es unmöglich eine Ökobilanz korrekt einzuschätzen. Und laut Reklame ist alles umweltfreundlich. Kaufe ich Eier sind auf der Verpackung immer nur glückliche Kühe gezeichnet. Ähnliches gilt für Elektroautos. Die Herstellung der Akkus verbraucht sehr viel Energie. In einer Fernsehsendung wurde die Marke 60.000 km gesagt, bis ein Elektroauto umweltfreundlicher ist als ein Normalwagen. Bis dahin braucht man wahrscheinlich einen neuen Akku. Ich als Konsument kann solche Zahlen aber schwer überprüfen. Was mich nervt ist die Verantwortung auf den Konsumenten zu schieben. Wir können das nur schwer einschätzen und sind von der Werbung geblendet.
Es gelten immer die Ökothesen, die am lautesten ausgerufen werden - und wovon eine bestimmte Klientel am meisten profitert.

Siehe "Energiewende", die zwar gigantische Kosten beschert hat - die CO2-Bilanz aber nur marginal tangiert - Klimaziele, Ade.

Siehe Elektoautos, die bei vegleichbaren Fahrleistungen zu wesentlich höheren Kosten führen - aber den Schadstoffausstoß nur ans nächste Kraftwerk verlagern.

Siehe Wärmedämmung bei Gebäuden, die zu hohen Kosten aber nur wenig Reduzierung der Heizung führen - und die oft zu Brandschutzproblemen - und nach wenigen Jahren zu Schimmelbildung führen.

Siehe Mehrwegflaschen, die durch die ganze Republik hin- und her gekarrt werden, weil eis keinen einheitlichen Standard bei Flaschen und Getränkekisten gibt.

Und: siehe die Papiertüte und das ökologische Weidenkörbchen, welches im Kofferraum des SUV landet - und damit super-ökologisch eingekauft wird - um danach extra eine Mülltüte für den entstandenen Abfall kaufen zu müssen.

Mich nervt die Gängelung der Konsumenten - und die stimmen mit den Füßen ab, wenn diese Gängelung überhand nimmt.

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sw35 12.01.2018, 18:24
42. In verpackungsfreien Geschäften einkaufen löst Problem

In immer mehr verpackungsfreien Geschäften in immer mehr Städten kann man mittlerweile verpackungsfrei einkaufen, auch an der Frischetheke. Überall kann man eigene Gefäße mitbringen und die Lebensmittel individuell nach Menge abfüllen und nach Gewicht (minus Gefäßgewicht) bezahlen. Nach Auskunft der Ladenbesitzer ist die Nachfrage sehr gut. In München z.B. in Schwabing im Laden "Ohne", Schellingstraße 42, in Haidhausen im Laden "Plastikfreie Zone", Schloßstraße 7, in allen Basic-Biomärkten und allen Vollkorner-Biomärkten. Unter folgendem Link findet man ein Liste mit Unverpackt-Läden in ganz Deutschland: https://11ie.de/uebersicht-der-unverpacktlaeden/ ------ Und hier ist ein Video (4 Min.), wie verpackungsfreies Einkaufen funktioniert: https://www.youtube.com/watch?v=GXR_MwPsuro

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Megasalex1402 12.01.2018, 18:29
43. Papiertüten vs. Plastiktüten

Hören und lesen kann ich es bald nicht mehr. Es geht doch primär um die Entsorgung und das Verhalten der Produkte nach Gebrauch in der Umwelt. Gerät eine Papiertüte (versehentlich) ausserhalb der Müllsammelbehältnisse in Landschaft oder Gewässer, wird diese ungleich schneller abgebaut als eine Kunststofffolie. Dabei spielt es dann keine Rolle mehr, ob die Produktion energieintensiver war. #9 Bert_Panik hat die wichtigsten Punkte gut zusammengefasst. Bei unverhergesehenen Einkäufen ohne die Mehrfachtragetasche dabei zu haben, ist es doch gut, wenn die Geschäfte Papiertüten ausgeben oder zur Auswahl haben. Für den Weg zum Auto eignen sich übrigens auch prima Pappkartons aus den Geschäften. Die sind froh, sie los zu sein, und nach Gebrauch kommen die flachgelegten Kartons in das Altpapier.

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philosophus 12.01.2018, 18:44
44. Umweltpolizei ...

Mirttelmeer... 30m Tiefe... prächtige Unterwasserlandschaft wie im Bilderbuch...es kõnnte das Paradies selbst sein aber doch nicht... hinter der nächsten Felsformation wartet die böse Enttäuschung: ein alter Reifen inmitten schwebender Plastiktüten. Es ist schon kriminell wie der Mensch mit der Natur umgeht. Apropos kriminell, jawohl, es muss eine paneuropäische Umweltpolizei her, welche all diese Umweltschänder verhaftet und bestraft. Wenn sich nicht die Gewissheit breit macht dass die Umwelt unser verlängertes Wohnzimmer ist, werden wir im Müll ersticken mitten im Wohlstand...

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oidahund 12.01.2018, 18:45
45.

Nach dem mittlerweile bekannt ist, dass der überwiegende Teil an Paltik in den Meeren von nur 10 Flüssen ins Meer gespült wird und kein einziger dieser Flüsse in Europa und erst recht nicht in Deutschland liegt fühle ich mich von der Umweltlobby etwas verschaukelt. Es wurde im Zuge der Einführung der bezahlten Plastiktüte immer auch auf das Plastik in den Meeren verwiesen. Eine Plastiktüte, die das Ende ihrer Verwendbarkeit erreicht hatte wurde früher in den Hausmüll geworfen und dann in der Müllverbrennungsanlage verbrannt. Die Papiertüten wandern gleich in dei Papiertonne und werden recycelt. Wenn ich Kleidung kaufe, stopfe ich die nicht in einen Nylon-/Jute-/Leinenbeutel - das bekäme keinem Anzug, Sakko und ähnlichem. Hier gibt es eine Papiertüte dazu. Und sonst - entweder ich gehe geplant einkaufen, dann habe ich eine Klappbox im Auto (mit Leinenbeuteln kommen sie beim Wocheneinkauf für eine 4-köpfige Familie nicht weit) oder ich nehme bei Spontankäufen eine Papiertüte. - Was soll das Rumgetue immer? - Wir hinterlassen erst dann keinen ökologischen Fußabdruck mehr, wenn wir tot sind.

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whocaresbutyou 12.01.2018, 18:51
46. Bube, Dame, König, ... Kind!

Zitat von Bert_Panik
... Kinder ersticken selten an Papiertüten.
Wie viel Kinder ersticken denn nun eigentlich jährlich an Plastiktüten?

Ich habe gerade mal versucht, dazu schnell mal tragfähige Zahlen aufzutreiben. Leider vergebens.

Aber ich kenne natürlich die Antwort:
Jedes Kind, das erstickt, ist eins zu viel.
Womit sie natürlich recht haben...

... und absolut garnichts aussagen...
eine reine Killerphrase...
ein Totschlagargument...

Mit gefährdeten Kindern können sie ohne den geringsten Einsatz von Eigenintelligenz jegliche Diskussion im Keim ersticken.
Ein Bollwerk gegen jegliches Faktum... Diskussion unmöglich...

Btw... eine andere Zahl war recht einfach aufzutreiben:
Jährlich verunglücken in Deutschland etwa 35.000 Kinder im Straßenverkehr. Mehrere Tausend schwer. Über 100 tödlich.

Haben sie darüber in letzter Zeit mal was gelesen? Ich nicht...

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michlmeik 12.01.2018, 18:57
47. Hysterie in Deutschland

Weil die Mafia in Italien den Plastikmüll im Meer versenkt flippen in Deutschland alle aus und verbieten Plastik-Taschen und evtl. auch Papiertaschen.
Wie haben unsere Müllprobleme doch gelöst

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steffen.ganzmann 12.01.2018, 19:00
48. Bitte?

Zitat von Onkel Drops
[...] energydrinks mit 51% Molkerei Erzeugnissen (Kondenswasser oder anderes, halt unbenötigte Nebenprodukte!!!) [...]
Welches "Energie"-Getränk besteht denn aus "51% Molkerei Erzeugnissen"? Denn der einzige Softdrink auf Molkebasis, den ich kenne, ist das schweizerische Nationalgetränk "Rivella" mit 35 % Molke und dessen Rest besteht auch nur aus natürlichen Inhaltsstoffen - zumindest bei "Rivella Rot" ...

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Hamberliner 12.01.2018, 19:02
49. gute Frage

Zitat von silbenschleif
Ich verstehe nicht, warum immer noch Menschen in Geschäfte rennen und sich Dinge kaufen, die man selbst produzieren könnte. Das gilt vor allem für Nahrungsmittel und Konsumgüter.
Da kann ich Dir gerne behilflich sein:

Nahrungsmittel und Konsumgüter kann man genau dann nicht selbst produzieren, wenn man in Vollzeit berufstätig ist um Steuern zu erwirtschaften und den Lebensunterhalt derjenigen zu subventionieren, die Nahrungsmittel und Konsumgüter für sich selbst produzieren anstatt arbeiten zu gehen.

Im Laufschritt begibt man sich ins Geschäft wenn es dank VERDI gleich zu schließen droht.

HTH. Servidor.

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