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Propaganda und Desinformation: Bitte nicht mehr "Fake News" sagen
DPA

Hat die Debatte über Desinformation etwas genützt? Ist die Öffentlichkeit heute wachsamer? Abgenommen hat die Propaganda jedenfalls nicht, wie die vergangenen Wochen aufs Scheußlichste zeigen.

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laermgegner 25.02.2018, 09:00
1. Presse ist nur ein Angebot

und keiner muß es annehmen ! Was ich ständig erlebe ist, dass den Machern dieser Seite meine Meinung nicht passt und Beiträge nicht K
Presse ist auch einseitig. Wenn man sich die Berichterstattung über Rußland und Fluglärm u.a. sich anschaut , ist die Zeitung nicht nur voreingenommen , sondern beherrscht die Kunst des Weglassens.
Die Demokratiedebatte hängt einem auch zum Halse raus, denn sie stimmt nicht. Minderheiten und ich nenne sie mal die Landeier, werden gegenüber Städtern immer als Minderheit und als dumme Leute dargestellt und 2., wo ist den die Mehrheitsentscheidung vor Gericht ? Oft ein Einzelrichter, der noch schlecht gelaut ist ....

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jrcom 25.02.2018, 09:00
2.

Das Engagement des Autors in Ehren: Falsche Tatsachen-Behauptungen von Trump und Beatrix von Storch werden genauso kritisch in der Presse behandelt wie der Titanic-Bild-Skandal letzte Woche. Warum diese Unterscheidungen? Es gibt keine "genetische" Differenz zwischen guten und schlechten Manipulatoren. Es kommt drauf an, was wir tun und was wir lassen.

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verbal_akrobat 25.02.2018, 09:03
3. Guter Artikel

wird wahrscheinlich zu wenig beachtet, trotz der Wichtigkeit des Themas!
Der letzte Absatz ist wie in jedem guten Artikel die wichtigste Aussage...
"...wir dürfen uns nicht daran gewöhnen..."

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phrasenmaeher 25.02.2018, 09:04
4. Da fehlt dann letztlich...

... aus breiter Basis ein weiteres Schlagwort, nämlich die "Medienkompetenz". Daran wird sich auch nur schwerlich etwas ändern lassen, vielleicht im Rahmen der Sensibilisierung schon der Jüngsten, sonst sieht es aber mau aus. Denn da gehören immer zwei dazu. Neben solchen Witzfiguren wie derer von Storch, die ihre Verbalflatulenzen ungehemmt nicht nur ins Netz ergießen, auch diejenigen, die solche Desinformation unreflektiert widerkäuen und weiter verbreiten. Und da sei es einmal dahingestellt, ob du es aus Kalkül, aus purem Desinteresse oder aus schierer Dummheit geschieht. Es sind genau die Multiplikatoren, auf die solche Falschmeldungen und die, die sie verbreiten, abzielen. Tatsächlich ist das effizienteste Gegenmittel immer noch das Gegenüberstellen von Tatsachen. Und ja, das ist nicht nur anstrengend, das wird auch noch anstrengender werden. Denn je weniger Menschen ein Interesse daran haben, Informationen zu filtern, schon, weil Algorithmen dies für sie bereits bei Suchmaschinen übernehmen, umso schwerer hat es jede Wahrheit. Es ist ärgerlich, dass es die Urheber von Desinformation mit dem beliebigen Hinausposaunen von Unsinn im Verhältnis zu den Aufklärern so unfassbar viel leichter haben, aber das ist eben nicht zuletzt den zunehmend asozialen Medien und dem überwiegend sinnbefreiten Konsumverhalten seiner Nutzer geschuldet. Daran wird sich auch nichts mehr großartig ändern, fürchte ich. Jedenfalls nicht zum Positiven hin.

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Palmstroem 25.02.2018, 09:06
5. Was ist die Wahrheit?

Es gibt nun mal unterschiedliche Wahrheiten. Da wäre die statistische Wahrheit, von der man annehmen möchte, sie würde doch von allen akzeptiert. Dann gibt es die veröffentlichte und öffentliche Meinung, die viele als Wahrheit nehmen und schließlich gibt es die eigene Wahrnehmung, die oft von den beiden vorherigen abweicht. Es ist also mit der "Wahrheit" nicht so einfach, vor allem auch, weil vermeintliche Wahrheiten auf auffälligen Einzelfällen beruhen und scheinbar statistischer Wahrheit widersprechen.

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Mister Stone 25.02.2018, 09:09
6.

das Narrativ, mit dem die Storchs, Weidels, Jones', Loeschs und Trumps dieser Welt hausieren gehen: Dass nämlich die "alten" Medien nicht besser sind, sondern selbst lügen.

Das ist aber eine Tatsache, mit der sie "hausieren" gehen. Der Unterschied zu früher ist, dass die "alten" etablierten Medien im digitalen Zeitalter das öffentliche Wahrheits- und Lügenmonopol verloren haben. Heute kann quasi jeder Mensch Propaganda (ob mit wahren Behauptungen oder Lügen ist erstmal egal) machen und damit viele Menschen erreichen. Das macht den regierungstreuen etablierten Medien natürlich Sorge.

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MiguelD.Muriana 25.02.2018, 09:10
7. Anstrengend, aber lohnend!

Jeder kann und soll seine Meinung zu Falten haben und äußern. Es ist in Diskussionen nur etwas anstrengender geworden, weil Desinformationen immer breiter gestreut werden. Da werden auch von Rechtskundigen Behauptungen aufgestellt, dass „die“ ja viel mehr bekommen als „unsere“ Leute. Ein kurzer Hinweis auf die Rechtslage nach der jeder für die gleiche Bedürftigkeit die gleiche Menge Unterstützung bekommt und schon kann man wieder normal diskutieren. Die Desinformation als solche zu entlarven ist das einzig anstrengende was neben der Lautstärke und Wortwahl der Desinformationsverbreiter dazu gekommen ist. Was dagegen hilft sind Fakten, Faktencheck und die nötige Gelassenheit das Pöbeln zu ertragen.

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deufin 25.02.2018, 09:10
8. Bildung und Medien sind schuld

Schuld an dieser ganzen Misere mit den sogenannten Fake News und der Propaganda sind zum einen die Medien selbst und zum anderen unser Bildungssystem.

Die Medien berichten schon lange nicht mehr neutral und fair, ziemlich egal welches Thema gerade behandelt wird. Bei den privaten Medien erwarte ich auch gar nichts anderes ehrlich gesagt, weil man eben dafür bezahlt wird die Meinung derjenigen zu berichten und zu vertreten, die einem das Gehalt bezahlen.
Das Problem sind die öffentlich rechtlichen Medien, welche Ihrer Pflicht nicht nachkommen, überparteilich, neutral und fair zu berichten. Ganz zu schweigen vom völligen Versagen bei der Aufklärung und Bildung der Bürger. Stattdessen werden schlechte Shows und Serien produziert und Talkshows mit immer denselben Gesichtern, die ungehindert jedwegen Schwachsinn erzählen dürfen, ohne daß der Talkshow-Host dazwischen geht.

Das Bildungssystem trifft aber die größte Schuld, da wir in den Schulen heute eben keine kritischen Denker mehr ausbilden, sondern lediglich möglichst viel auswändig lernen. Kein Schüler verlässt heute mehr die Schule, der gelernt hat sich eine eigene Meinung zu bilden, oder wie man objektive Fakten erarbeitet.
Das ist aber natürlich so gewollt, denn ein dummes Volk lässt sich leichter manipulieren und regieren. Alles was die Schule produzieren soll sind Arbeitsdrohnen, die keine unangenehmen Fragen stellen.

Das ganze System ist selbst dran Schuld, wenn es jetzt auch von anderen ausgenutzt wird.

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n.strohm 25.02.2018, 09:13
9. Ich hoffe inständig,

dass sich guter Journalismus durchsetzen wird.

Bild und ähnliche Revolverblätter haben mitnichten etwas mit Jounalismus und schon gar nichts mit Recherche zu tun . Diese Blätter sind der Schrittmacher/Treiber/Steilvorlagengeber für Stammtischparolen.

Ich möchte es betonen: Die damalige Bild Aktion "Werde Bildreporter" hat meines Erachtens nach die Steilvorlage und quasi eine Art Rechtfertigung für Gaffertum, für ungeprüften Journalismus gegeben, sowohl als auch die Herabwürdigung des Berufes eingeleitet - nach dem Motto "kann doch jeder". Wahrscheinlich auch mit dem Ziel Stellen bei Bild selbst abzubauen und durch "freie Journalisten" :-) zu ersetzen, die man mit Almosen apseisen kann oder erst gar nicht bezahlen muss. Und sag mir keiner das diente dazu die Meinung des Volks abzuholen.

Wie die Bild mit solchen Informationen umgeht hat Sie durch die Veröffentlichung des Titanic Fakes bewiesen, aber andererseits lässt sie Hunde in die SPD eintreten und prangert das in den üblichen Großbuchstaben an.

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