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Psychische Krankheiten bei Piloten: Verdrängen, verleugnen, verschweigen
AFP

Der Co-Pilot Andreas Lubitz war offenbar psychisch krank - und damit in der Branche nicht allein. Psychiater und ein Pilot berichten von starkem Leistungsdruck und einer Atmosphäre der Angst.

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Glisch@gmx.de 28.03.2015, 14:57
320. Und

Zitat von rexsayer
Dann begreift man welche Spannung sich bei jedem Start und besonders bei jeder Landung aufbauen kann. So einfach ist dieser Beruf nicht. Und bei aller guten Bezahlung, eigentlich unterbezahlt.
wie lange dauert dieser Stress? Beim Windenstart rund 30 SEKUNDEN, bei einer schwierigen Landung maximal 10 Minuten - also bitte, unterbezahlt? Nicht bei den großen Airlines.

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frankfreifrank 28.03.2015, 15:06
321.

Zitat von jozu2
Psychische Erkrankungen sind Überfall ein Problem und insb. in Deutschland ist der Umgang damit schwer. Während die Leute bei Bandscheibenvorfall, Erkältung und gebrochener Hand das ganz offen mit Chef und Kollegen besprechen, werden psychische Probleme verborgen. Die werden gerne mit "gehört ins Irrenhaus" gleich gesetzt. Richtig wäre es, das wie andere Krankheiten zu behandeln. Und richtig schlimm wird es, wenn Vorgesetzte psychisch krank sind, den Laden terrorisieren und es allen zu kompliziert/anstrengend ist, sich des Problems anzunehmen. Niemals dürfte jemand mit Schwindelanfällen einen Kran oder Bagger bedienen.
Hic et nunc wird "Sachlichkeit" als als Verhüllen von Wahrheiten, nicht nur über den Super-Amokflieger, sondern auch über alle Über-FLIEGER-Wünsche verständlich.

So was Über-Alles-Hinwegsetzen ist ja materiell möglilch. 'Das leiste ich mir.'

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timi_moon 28.03.2015, 15:07
322.

Zitat von agua
Was geschieht eigentlich, wenn sich diese These,die nun seit zwei Tagen veröffentlicht wird und auch öffentlich diskutiert wird,doch noch als falsch herausstellt,weil nähere Untersuchungen des Unfalles ein anderes Ergebnis bringen? Ich hoffe,dass die Medien wissen,was hier gerade losgetreten wird,auch auf die Hinterbliebenen des Copiloten bezogen.
Es ist anständig von Ihnen, dass Sie sich um die Hinterbliebenen des Copiloten offensichtlich mehr sorgen, als es dieser getan hat.

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Dr.Watson 28.03.2015, 15:10
323. Och Joh!

Zitat von rantzau
als Piloten und Flugbegleiter sollten psychisch Kranke total und 100% stigmatisiert werden. Sie gehören da nicht hin. Punkt. Aus. Da noch Verständnis zu haben, da bleibt mir die Spucke weg. Es ist ganz klar Teil aller Voraussetzungen, daß man roboterartig stabil sein muss. Wo bleibt denn Ihr Verständnis wenn z.B. ein Soldat ausrastet? Das gibnt es doch Null Toleranz. Wieso jetzt diese Orchestrierung für einen Amokläufer, der dazu noch im Dienst war?
Jawoll - und ab morgen führen wir den Gesundheits-TÜV für alle an "verantwortlicher" Stelle Tätige ein, mit Psycho-, Drogen-, Alkohol- und sonst welchen Tests.
Das Recht zur fristlosen Entlassung bei "Nichtbestehen" selbstverständlich inklusive.

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Smart people 28.03.2015, 15:26
324. Zu lange im Cocpit?

Vieleicht sollten wir doch noch mal über die Arbeitsbedingungen der Piloten und der Crew sprechen.
Mehr pausen und länger wäre schon ein Anfang . Piloten gibt es genug . Werden aber nicht eingestellt.
Wenn wir eben für 50 € nach Frankreich fliegen wollen sollten wir wissen das das nur geht wenn an allen Ecken gespart wird . Billig billig hat eben doch seinen Preis .
Joe USA

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timi_moon 28.03.2015, 15:28
325.

Zitat von Brera99
Psychiche Errankungen oder Probleme, kann man in Deutschland im Jahre 2015, leider in den meisten Fällen nur dem behandelden Arzt/in, und/oder dem engsten Familien/Freundeskreis "preisgeben. Sonst droht Arbeitsplatzverlust, Führerscheinverlust usw. Auch wenn es sich um weitaus "harmlosere" Probleme handelt, die sich evt., in relativ kurtzer Zeit "beheben" lassen könnten.
Im Grund wird hier einer noch schlimmeren Stigmatisierung der "Depression" Vorschub geleistet. Als wäre eine Depression ein Grund Dutzende Menschen mit in den Freitod zu reißen. Depression war eventuell für den Copiloten ein Auslöser, seinem Leben ein Ende zu machen. 149 Menschen mit zu nehmen, dafür braucht es noch etwas anderes und das trifft auf "normale", an Depression erkrankte Menschen nicht zu.

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mymana1 28.03.2015, 15:33
326. Hauptgrund für die Tat: Die Medien!

"Bald kennt man meinen Namen in der ganzen Welt!" - so wie fast alle Amok-Täter hat sich auch der Möchtegern-Pilot geäußert, dessen Namen nicht würdig ist, genannt zu werden.
Hauptmotiv: Geltungssucht! Es ist endlich an der Zeit, solchen Psychos ihre Motivation zu nehmen, Namen gehören (komplett!) verschwiegen, Tätergesichter (gründlich!) gepixelt. Stattdessen rollen die Medien, leider auch der "Spiegel", gerade dem nächsten Amoktäter den roten Teppich aus. - Mal wieder! Das Presserecht gehört endlich geändert denn höhere Werbeumsätze rechtfertigen ganz bestimmt nicht Hunderte von Toten!!!

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CrocodileDandy 28.03.2015, 15:40
327. Es gibt keine hunderprozentige Sicherheit.

Das Leben hat ein gewisses Restrisiko und es ist auch nicht gerecht. Die ultimative Sicherheit gibt es nirgendwo. Weder laufen Maschinen fehlerfrei, noch ist es der Mensch und auch Naturgewalten lassen sich nicht abschalten. Jede Eventualität doch irgendwie auszuschließen, wird jede Lebensqualität dauerhaft massiv einschränken und dennoch kann immer noch etwas passieren. Etwas mehr "Fatalismus" und etwas weniger Live-Ticker, dann läuft das doch alles trotzdem recht gut.

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quidquidagis1 28.03.2015, 15:47
328. Komisch..

Zitat von PowlPoods
wenns ums Arbeiten geht, dann sind sie immer alle krank. Aber beim Streiken und Fordern nach noch mehr Geld und beim Abheben und Ausgeben desselben, da braucht es keinerlei psychatrische Hilfe. Da kann es gar nicht stressig genug zugehen. Diese verwöhnten Sonntagsflieger sollten einmal eine 8 Stundenschicht am Teerwagen an einer Autobahnbaustelle machen, dann wollen sie aber ganz schnell zurück in ihren kuscheligen Pilotensitz. Trotz aller Psychosen.
..dann fragen Sie doch man den ominösen Teerwagenfahrer,ob er Lust hat ein 1er Abitur abzulegen,eien 40.TSD EURO teuere Ausbildung zum Piloten zu machen,die er dann monatlich in Raten zurückzahlen muss,um dann die Verantwortung für bis zu 400 Menschen und ein 70 Millionen EURO teures Fluggerät übernehmen will.Der krabbelt ganz schnell auf seinen Teerwagen zurück!

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musca 28.03.2015, 15:48
329. Piloten sind auch nur Menschen und Menschen drehen leider immer wieder mal durch...

Sicher, das ist in keinster Weise Trost für die Angehörigen, klingt womöglich gar noch zynisch , was ich damit aber nicht ausdrücken möchte und entschuldigt niemals was dieser Mensch getan hat.

149 Menschen hat er mit in den Tod genommen.

Aber, leider Menschen drehen halt mal hin und wieder durch.

In dem Fall, bei seinem Job extrem da dieser junge Mann 149 weitere Menschen mit in den Tod gerissen hat.

Es ist schwer zu fassen, anfangs waren die Experten schon nahezu überzeugt, das es ein Computerproblem gewesen sein muss, dann die Auswertung des Voice-Recorders und damit seither diese fast unglaubliche Tatsache.

Mit der Maschine war alles in Ordnung , mit dem Flugkapitän ebenfalls aber der CO-Pilot bringt das Flugzeug absichtlich zum Abstürzen als die Gelegenheit da war.

Nicht wegen religiöser Anschauungen oder irgendwelcher sonstigen politischen oder irgendwelcher gesellschaftlicher Ideologien, nein, eine psychische Erkrankung. ( Burn-out) oder ähnliches.

Haben heute schon genug Menschen, ( Burn -Out) z.Bps. leider - nur die meisten nehmen dann nicht 149 andere Menschen mit in den Tod.

Ich meine, beim Thema psychische Erkrankungen sollte das Tabu ohnehin längst gebrochen werden und mit solchen Erkrankungen längst weit offener umgegangen werden.

Ein Mensch, der in der Seele krank ist muss nicht gleich ein Fall für die umgsprachliche "Klapsmühle" sein.

Das künftig die Regelung eingeführt werden soll das, im Cockpit stets immer zwei Leute sind, finde ich vernünftig .

Ist ja doch dann eher sehr unwahrscheinlich, das gleich zwei Leute gleichzeitig in psychisches Burn-Out zum gleichen Zeitpunkt haben um eine Flugzeug gezielt abstürzen zu lassen.

Aber am Thema , psychische Erkrankungen ernster zu nehmen , daran führt kein Weg vorbei - kann unter Umständen jeden Menschen mal treffen - ein seelisches "Blackout".

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