Forum: Wissenschaft
Psychologie der Zerstörung: Zum Glück sind wir keine Pilze
Elmer Martinez/ AFP

In den vergangenen 200 Jahren ist die Macht des Menschen, seine Lebenswelt zu zerstören, exponentiell gewachsen. Nun aber verstehen wir nicht nur, was wir anrichten, sondern endlich auch uns selbst.

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rst2010 13.05.2019, 13:22
70. man kann getrost

davon ausgehen, dass wir keines der probleme, die wir verursachen, in den griff bekommen werden.
insofern genügt es sich enstspannt zurückzulehnen und unseren untergang in vollen zügen zu genießen. denn wir haben keine zukunft.

@Tom Joad: ja, damals... da hat sich die politik noch getraut, gestaltend zu wirken. aber das hat sich gegeben, es geht nur noch um arbeitsplätze und den reibach der shareholder. das ist keine schwarzmalerei, sondern realismus.

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geri&freki 13.05.2019, 13:32
71. Post scriptum

Zitat von richey_edwards
so gut, noch nie gab es so viel Wohlstand, Kindersterblichkeit sinkt, Zugang zu Bildung steigt - ALLES wird besser. Auch weiterhin. Wenn wir weitermachen wie bisher. Die ganzen Öko-Horrorszenarien treffen sowieso nicht ein.
Was ist übrigens aus den vollmundigen Verheißungen Ihrer Vorläufer aus der Fortschrittsgemeinde geworden, die uns in den 60er Jahren regelmäßige Shuttle-Flüge zum Mond, lunare Kolonien, die Besiedlung des Marses und anderes mehr vorhergesagt hatten? 50 Jahre später sollte all dieses doch längst Realität sein!
Soviel zur Treffsicherheit der Prognosen der Wachstums-Apostel!

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stroll 13.05.2019, 13:47
72. Super Artikel!

Danke für den tollen Artikel. Endlich mal ein Thema das mich interessiert. Überleben ist ja nicht ganz so unwichtig für ein Lebewesen.
Es gab da ja schon immer diese Spinner die uns gewarnt haben. Doch jetzt endlich ist es durch Studien belegt und sogar veröffentlicht:
"Der Mensch hat nach Jahrtausenden erkannt, dass er der Natur irreversiblen Schaden hinzugefügt hat und kurz davor steht das meiste Leben auf diesem Planeten zu vernichten"
... und wem das auch Hoffnung macht, der darf sich getrost einen Superoptimisten nennen. Gratuliere!

Wir haben die Wale in unsere Lampen geträufelt, damit wir abends nicht in einen Pferdeapfel treten.
Wir haben die letzten Naturvölker aus ihrem Wald gerodet und mit ein par Geldscheinen in Slums gesteckt.
Wir tragen tagtäglich mehr und millionenfach giftigere Stoffe als CO2 in die Umwelt aus. Dazu aber mehr im nächsten Jahrtausend!
…
Global gesehen sind wir leider mehr geisteskrankes Tier als Krone der Schöpfung.
Und jeder der glaubt wir könnten davon auch nur einen Bruchteil wiedergutmachen sollte nochmal ein par Jahrtausende nachdenken!
Ich wünsche mir mehr solche Artikel und Diskussionen und bin froh über jeden der sich damit auseinandersetzt!

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Olaf Köhler 13.05.2019, 14:01
73. Der Mensch begreift?

Zu spät zwar, aber er begreift? Ja und? Konsequenzen wird das kaum haben: Zu teuer, zu unbequem, für mein Leben reicht's noch und was gehen mich nachfolgende Generationen an? Kaum jemand ist auf freiwilligem Verzicht bereit - aber alle "anderen" auf der Welt sollen doch bitte nicht so viele Kinder zeugen, nicht den gleichen Fehler mit der Industrialisierung machen wie der ach so aufgeklärte Westen - denn wo sollen wir denn sonst noch Urlaub machen?
Die "Seuche" Menschehit rottet sich selber aus - so wird er enden, der größte Fehler der Natur.
Hoffen wir, dass es nicht klappt, andere Planeten zu besiedeln - gebt uns ein Bisschen Zeit, dann kriegen wir die auch noch platt.

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.M. 13.05.2019, 14:06
74. Optimismus!?

"Menschen sind leider intuitiv risikofreudiger, wenn es um mögliche Verluste geht. Wenn es eine kleinere Summe sicher zu gewinnen gibt, eine größere nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit, wählen die meisten Versuchspersonen den sicheren Gewinn. Das ändert sich, wenn es um eine Wahl zwischen einem sicheren Verlust und einem nicht völlig sicheren, noch größeren Verlust geht: Dann sind die meisten bereit zu zocken."

"das aendert sich" nicht wirklich... Das ist nur ein scheinbarer Widerspruch zwischen Gewinnfreudigkeit und Verlustangst, ausschliesslich darauf zurueckzufuehren, das Gewinn und Verlust nun mal Gegensaetze sind. In jedem Fall laesst sich das Verhalten so beschreiben, dass Menschen im allgemeinen zu optimistisch sind. Hoffnung auf Gewinn, oder wenig Verlust, ist staerker ausgebildet als Angst for Verlust, oder reduziertem Gewinn. Auch die kleinste Chance mehr zu gewinnen (weniger zu verlieren) wird ueberschaetzt. Wir sind Schwaermer, Traeumer, aber keine Angsthasen, und ganz sicher keine rationellen Risikoexperten. Dass wir uns auch von augenscheinlichen Zweifeln (z. B. beim Klimawandel) verfuehren lassen, und Gefahren ignorieren, die in weiter Ferne (Zeit oder Raum) zu liegen scheinen, haengt auch mit unserem Hang zum Optimismus zusammen. Es wird sich alles schon richten! Je weiter entfernt die Gefahr liegt, umso eher (und laenger) kann man sich das vormachen.

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Olaf Köhler 13.05.2019, 14:07
75.

Zitat von j.soergel
baby... am Ende wird abgerechnet und da steht vieleicht eine humanoide Superspezies, die das Universum bevölkert und es einer wie auch immer gearteten Bestimmung zuführt oder aber die Erde ist für ein paar hunderttausend Jahre ein ökologisch ausgelaugter leerer Planet und fängt dann wieder von vorne an, ohne Menschen...
Die Kakerlaken werden triumphieren:-)

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Dr. Kilad 13.05.2019, 14:19
76. Das ist kein psychologisches Problem

Außer vielleicht, dass viele Menschen immer noch die kapitalistische Art des Wirtschaftens verteidigen. Eigentlich wäre jetzt nach den Fakten Zeit für eine wirkliche Revolution, weil "der Mensch" sich nicht umbringen lassen muss. Es ist vor allem die staatliche Gewalt, welche die Menschen hindert diesen Weg der Selbstzerstörung zu beenden. Ein Beispiel ist jemand wie Trump, wo man zumindest alles unter Strafe stellen müsste, was so jemand, der aus dem Klimaschutz ausgestiegen ist, unterstützt.

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Freier.Buerger 13.05.2019, 14:22
77. Alles gut

Zitat von .M.
"Menschen sind leider intuitiv risikofreudiger, wenn es um mögliche Verluste geht. Wenn es eine kleinere Summe sicher zu gewinnen gibt, eine größere nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit, wählen die meisten Versuchspersonen den sicheren Gewinn. Das ändert sich, wenn es um eine Wahl zwischen einem sicheren Verlust und einem nicht völlig sicheren, noch größeren Verlust geht: Dann sind die meisten bereit zu zocken." "das aendert sich" nicht wirklich... Das ist nur ein scheinbarer Widerspruch zwischen Gewinnfreudigkeit und Verlustangst, ausschliesslich darauf zurueckzufuehren, das Gewinn und Verlust nun mal Gegensaetze sind. In jedem Fall laesst sich das Verhalten so beschreiben, dass Menschen im allgemeinen zu optimistisch sind. Hoffnung auf Gewinn, oder wenig Verlust, ist staerker ausgebildet als Angst for Verlust, oder reduziertem Gewinn. Auch die kleinste Chance mehr zu gewinnen (weniger zu verlieren) wird ueberschaetzt. Wir sind Schwaermer, Traeumer, aber keine Angsthasen, und ganz sicher keine rationellen Risikoexperten. Dass wir uns auch von augenscheinlichen Zweifeln (z. B. beim Klimawandel) verfuehren lassen, und Gefahren ignorieren, die in weiter Ferne (Zeit oder Raum) zu liegen scheinen, haengt auch mit unserem Hang zum Optimismus zusammen. Es wird sich alles schon richten! Je weiter entfernt die Gefahr liegt, umso eher (und laenger) kann man sich das vormachen.
Genau diese Eigenschaften und dieser Optimismus haben uns bislang geholfen. Gehören Sie zu denen, die jetzt nach 100.000 Jahren Homo Sapiens meinen, jetzt, wäre alles anders und wir müssten unbedingt auf die Angsthasen hören?

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Peer Pfeffer 13.05.2019, 14:56
78.

Zitat von ruhepuls
Der Hedonismus und Egoismus ist schädlicher als jede Religion. Religionen lehrten nämlich in der Regel auch Demut und Bescheidenheit in der Lebensführung, während der moderne Hedonismus nimmt, was er kriegen kann.
Richtig. Dieses ständige Einhämmern auf die dummen Religionen, die die Massen ruhig halten (mag bei manchen wahr sein, bei anderen eher nicht), aber dieser neoliberale, gierige Gadget-neoliberale Hedonismus, den die meisten frönen, und der wie ein Heuschreckenschwarm unser Ökosystem zerstört, ja, der ist okay. Angeblich gespeist aus Vernunft, gesunder Menschenverstand und so.

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Peer Pfeffer 13.05.2019, 15:01
79. Heuschreckschwarm

Es ist doch offensichtlich, dass sich die Menschen wie ein riesiger, langsamer Heuschreckenschwarm verhalten. Einige Exemplare mögen klug und weise sein, in der Masse leider nicht. Ohne Paradigmenwechsel durch von oben verordnete Abkehr vom Ressourcen-Abusus (ohne Zwang (Gesetze) wird der Heuschreckenschwarm nicht aufhören) sehe ich kein Idyll auf uns zu kommen.

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