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Psychologie: "Wäre der Klimawandel ein Terrorist, hätten wir ihn schon längst bekämpf
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Warum handelt die Menschheit nicht entschiedener, um die Erderhitzung einzudämmen? Der Kommunikationswissenschaftler George Marshall sagt: Der Klimawandel tut uns noch nicht weh genug.

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bernhard.geisser 17.09.2019, 14:54
1.

In der Demokratie bringt das Volk diejenigen Politiker an die Macht, welche das Volk mit bequemen Lösungen versorgen.

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haresu 17.09.2019, 15:05
2. Viele wollen es nicht wissen

Vom Rest glaubt ein großer Teil entkommen zu können. Und es gibt noch die, die vom Leugnen profitieren. Übrig bleibt eine qualifizierte Minderheit. Wenn die darauf warten zir Mehrheit zu werden, dann ist es zu spät.

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josho 17.09.2019, 15:07
3. Ein sehr kluger Mann....

....der eindrucksvoll beschreibt, wie man mit Zeitgenossen umgehen soll, die "anders ticken": "...Eine Tür öffnen, den Gesprächspartner respektvoll behandeln, den anderen nicht für dumm halten und ihn das spüren lassen. Den Standpunkt klar machen, ohne den anderen vor den Kopf zu stoßen. In das Gespräch gehen und sich die andere Version interessiert anhören." Das ist alles leider verloren gegangen. Auch in den meisten Foren geht es oft nur noch darum, den anderen für dumm zu erklären. Das gilt nicht nur für den Klimawandel, sondern
überall.

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frenchhorn_69 17.09.2019, 15:20
4. Fokus verloren

Ich vertrete eine 3. Meinung.
Ich halte ALLE Daten zum Klimawandel für nachvollziehbar und richtig.
Ich halte allerdings die Politik zu diesem Thema global für falsch.
Auf der einen Seite ist der Wandel mittelfristig ein riesen Problem, weil die Welt und die Menschen schlicht nicht schnell genug reagieren können.
Ich spreche von der Umsiedlung großer Menschenmassen. Ein Großteil der Küstenregionen wird unbewohnbar werden, dafür werden Mittel bis langfristig große Teile der Welt Bewohnbar werden, die bislang nicht Bewohnbar waren. Die Habitabilität wird langfristig bei einem wärmeren Klima deutlich besser.
Allein sehe ich niemand der diesen Aufgaben gewachsen wäre.
Greta hat vollkommen recht, aber die Menschen sind schlicht zu dumm zum Handeln, daher muss ein Plan her WIE die Menschheit damit umgeht

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SummseMann 17.09.2019, 15:51
5. Neuer Versuch...

"Man sollte vermeiden, den anderen für dumm zu halten und ihn das spüren zu lassen. Gehen Sie offen in das Gespräch und hören Sie sich die andere Version interessiert an." Mal sehen ob sich jemand daran hält: Welchen Einfluß hat Deutschland auf das globale Klima, außer einem Vorbild zu sein? Und wenn wir Vorbild sein wollen, warum dann nicht bei der Bevölkerung? Vorbild sein und um 50% oder mehr schrumpfen? Ja, das wird hart, teuer, es kommt zu Einschränkungen und erfordert ein Umdenken bezüglich der Sozialsysteme, aber genau das wird doch von uns gefordert wenn es um das Klima geht.

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Clara77 17.09.2019, 16:12
6.

Das Problem an der Sache ist aus meiner Sicht etwas ganz anderes. Das Thema wird zu sehr pseudo-religiös überfrachtet und geht allzu sehr damit zusammen immer gleich alles zu ändern, eine "neue Gesellschaft" zu schaffen und Alltagstugenden zu erzwingen, wie nicht mehr Grillen und SUV-Fahren.
Und das nervt einerseits einige Leute und dazu kommt, dass es auch deutlich macht, dass selbst innerhalb der eigenen Logik eigentlich inkongruent ist. Glaubt wirklich an die drohende "Klima-Krise" müssten wir thematisieren, ob wir zurück zur Atomkraft wollen und nicht irgendeine "Flugscham" bei Privatpersonen. Der eine Flug nach Mallorca ist in Wirklichkeit fast irrelevant.
Und das ist aus meiner Sicht wirklich das größte Problem - der völlig fehlende Blick der Klima-Liga auf sich selber. Was letztendlich auch die Ernsthaftigkeit des Anliegens immer ein bisschen unglaubwürdig macht.
Das heißt nicht, dass das Anliegen grundsätzlich falsch wäre. Nur es wird einfach falsch aufgezogen.

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mostly_harmless 17.09.2019, 16:15
7.

Zitat von frenchhorn_69
[...]Ein Großteil der Küstenregionen wird unbewohnbar werden, dafür werden Mittel bis langfristig große Teile der Welt Bewohnbar werden, die bislang nicht Bewohnbar waren. Die Habitabilität wird langfristig bei einem wärmeren Klima deutlich besser. [...]
Nö die bewohnbare Zone wird nicht "besser" werden. Die Gebiete, die sich durch das sich ändernde Klima besser für menschliche Besiedlung geeignet sein werden, haben Böden, auf denen man so gut wie nichts anbauen kann. Da kann man ein weig Weidewirtschaft betreiben, und das wars dann auch.
Währenddessen werden die große Kornkammern der Welt (wie der Corn Belt in den USA) als Nahrungslieferant weitestgehend oder komplett ausfallen.

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DEV 17.09.2019, 16:17
8.

Zitat von frenchhorn_69
... Die Habitabilität wird langfristig bei einem wärmeren Klima deutlich besser. ...
durch selbstverstärkende Effekte werden aus +2° plötzlich +6° bei denen sich ein neuer Temperaturgleichgewichtszustand einstellt. Der Mensch hat eine Kerntemperatur von 37° und ab 42° gerinnt das Eiweiß (wir garen dann so langsam). Das bedeutet das große Teile der Welt um den Äquator für Menschen oder Tiere unbewohnbar werden, da dort heute schon am Temperaturlimit gelebt wird. Dazu kommt das das Energieniveau im Wasser steigt, was die Bildung von Stürmen mit Überschwemmungen begünstigt. Die Rate des Artensterbens ist zur Zeit hundertfach erhöht, ganze Ökosysteme kippen von denen wir abhängig sind. Der Klimawandel bedroht den Menschen ähnlich wie ein globaler Atomkrieg.

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andreasmartin 17.09.2019, 16:22
9. Menschliche Arroganz

Wir denken, das wir über der Natur stehen.Falsch: Wir sind ein Teil davon. Wetter findet nur noch auf dem Handy statt. Ich glaube nicht an eine Wende zur Natur. Dazu sind wir viel zu egoistisch. Es geht immer nur darum alle Änderungen ohne negative Veränderungen für einen selbst zu erreichen und das wird nicht funktionieren. Verhaltensänderungen werden schmerzhaft sein. Ich glaube aber nicht daran, das wir uns ändern. " Es wird Zeit einen Baum zu pflanzen"

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