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Psychologie: Warum die Putzhilfe glücklich macht
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Spülmaschine ausräumen, Wäsche waschen, staubsaugen - Hausarbeit kostet Zeit und Nerven. Trotzdem sind viele Menschen nicht bereit, eine Putzhilfe zu bezahlen. Ein Fehler.

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darkk 25.07.2017, 09:55
10. @dione_gutzmer

Backen sie auch ihre Brötchen selbst, oder schrauben sie ihr Auto selbst zusammen, weil ihnen die Freizeit ihres Bäckers oder Mechanikers zu heilig ist? Ich kann ihre Aussage nur so deuten, als dass sie die Arbeit des Putzens als minderwertig ansehen? Ich finde es ja gut, dass sie sich gegen ausbeuterische Arbeit stellen, aber ein wenig arrogant ist ihre Einstellung schon, oder? Eine meiner Schwestern ist selbständige Putzfrau (sie putzt selbst, hat keine Angestellte) und verdient erheblich mehr als jede einfache Bürokraft. Man könnte ihnen ausserdem entgegenhalten, dass ansonsten meistens die Frau in einer Familie unbezahlt diese Arbeit verrichten muss. Oder das eine Putzfrau nur in traditionellen Familien (arbeitender Mann Plus Hausfrau) nicht benötigt wird.

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captain twang 25.07.2017, 10:02
11. kenkompetenzen abgeben?

bloss nicht! putzen inspiriert. und nachher hat man ein gutes gefühl und seine unmittelbare umgebung unter kontrolle. ich kann dem artikel nicht vehement genug widersprechen. muss loslegen, es regnet, guter putztag.....

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jakam 25.07.2017, 10:05
12.

Manche möchten einfach keine fremden Menschen in der Wohnung haben. So einfach kann das sein. Ohne Vorurteile. Wow.

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peterbruells 25.07.2017, 10:08
13.

Zitat von MartinS.
Bezahlen wir nicht alle (!!!!) beständig andere für ihre Arbeit - also auch sie? Wie weit geht ihr Ekel denn? Ekeln sie sich vor sich selbst, wenn sie Brötchen beim Bäcker kaufen, der deutlich weniger verdient, als sie?
Sie vergleichen gerade Äpfel und Birne. Ein Bäcker mag schlechter bezahlt werden als Sie oder ich, aber auch für ihn ist es günstiger, solche Backwaren von seinem Lohn zu kaufen als sie selbst zu backen. In der Zeit, in der er fünf Frühstücksbrötchen in seiner privaten Küche für seinen Bedarf produziert, hat er locker das Geld für fünfzig Brötchen verdient. Material- und Energiekosten nicht einmal eingerechnet.

Beim Putzen, aber auch beim Wachestehen und ähnlichen Leistungen funktioniert das aber nicht und können einfach nicht so viel einbringen, um diese Leistung wiederum einkaufen zu können.

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giftzwerg 25.07.2017, 10:18
14.

Zitat von dione_gutzmer
Das interessiert anscheinend weniger. Die Putzhilfe macht diese "lästigen" Tätigkeiten beruflich, kann sich wiederum selber keine Freizeit "kaufen", putzt also auch noch zu Hause, und hetzt oft von Job zu Job, um über die Runden zu kommen. Wenn schon Putzhilfe, dann sollte sich bitte der hohe Wert der Freizeit im Lohn widerspiegeln. Das ist aber für gewöhnlich nicht der Fall, da wollen Bürohocker sich Freizeit für 20 Euro in der Woche kaufen und halten diesen Lohn für o. k., da sie sowohl ihre eigene Arbeit als auch ihre eigene Freizeit für wertvoller halten als die der Putzhilfe. Eklig.
1. Putzfrauen verdienen häufig gar nicht mal so übel.
2. Wenn ich eine Dienstleistung anbiete, die theoretisch jeder andere auch ausüben kann und für ich keine besondere Ausbildung oder Talent brauche, dann ist sie eben schlechter bezahlt als eine Arbeit, die nicht einfach so ersetzt werden oder ich auch selbst machen kann. Soviel ökonomischen Grundverstand sollte jeder schon haben, dass er das Prinzip von Angebot und Nachfrage und Knappheit versteht.

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giftzwerg 25.07.2017, 10:18
15.

Zitat von dione_gutzmer
Das interessiert anscheinend weniger. Die Putzhilfe macht diese "lästigen" Tätigkeiten beruflich, kann sich wiederum selber keine Freizeit "kaufen", putzt also auch noch zu Hause, und hetzt oft von Job zu Job, um über die Runden zu kommen. Wenn schon Putzhilfe, dann sollte sich bitte der hohe Wert der Freizeit im Lohn widerspiegeln. Das ist aber für gewöhnlich nicht der Fall, da wollen Bürohocker sich Freizeit für 20 Euro in der Woche kaufen und halten diesen Lohn für o. k., da sie sowohl ihre eigene Arbeit als auch ihre eigene Freizeit für wertvoller halten als die der Putzhilfe. Eklig.
1. Putzfrauen verdienen häufig gar nicht mal so übel.
2. Wenn ich eine Dienstleistung anbiete, die theoretisch jeder andere auch ausüben kann und für ich keine besondere Ausbildung oder Talent brauche, dann ist sie eben schlechter bezahlt als eine Arbeit, die nicht einfach so ersetzt werden oder ich auch selbst machen kann. Soviel ökonomischen Grundverstand sollte jeder schon haben, dass er das Prinzip von Angebot und Nachfrage und Knappheit versteht.

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Carl Lowr 25.07.2017, 10:25
16.

Zitat von peterbruells
Beim Putzen, aber auch beim Wachestehen und ähnlichen Leistungen funktioniert das aber nicht und können einfach nicht so viel einbringen, um diese Leistung wiederum einkaufen zu können.
Nee, das stimmt einfach nicht uneingeschränkt. Wir hatten schon zwei (selbstständige) Putzfrauen und die putzen beide Zuhause nicht selbst.

Mir ist klar, dass es diverse Billigheimer in dem Bereich gibt.

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bttfuture 25.07.2017, 10:25
17.

Ich finde es nicht sehr verwunderlich, dass es glücklicher macht, Geld in eine Haushaltshilfe zu investieren, als in etwas MATERIELLES. Aber was macht man dann mit der gewonnenen Freizeit? Die meisten Freizeit-Aktivitäten kosten widerum Geld, welches man nicht mehr hat, da man es ja einer Putzhilfe gegeben hat...übrigens wer Kochen als Belastung ansieht, hat mMn ganz andere Probleme als zu wenig Freizeit

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max.fi 25.07.2017, 10:26
18. Völlig richtig

Ich habe seit mehr als 20 Jahren eine Putzhilfe und wüßte nicht mehr was ohne sie täte.
Da ich beruflich viel auf Reisen bin, hält sich ihr Arbeitsaufwand in Grenzen, dennoch ist sie mir Hilfe, Vertraute ( Briefkasten leeren!) und willkommene Besucherin wenn ich abwesend bin.
Kurz gesagt: Ein Geschenk!

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Carl Lowr 25.07.2017, 10:28
19.

Zitat von jafabo
.....und was macht dann die Putzhilfe, um glücklicher zu sein? Ich glaube eher es hat etwas mit Herrschaftsdenken zu tun. Manche macht es eben glücklich, wenn sie bedient werden. Ich fände das bei mir selbst bedenklich. Meinen Kindern bringe ich jedenfalls bei ihren Dreck selbst wegzumachen und sich den Hintern auch selbst abzuwischen - vorausgesetzt natürlich, dass sie es können.
Was für ein pauschaler Quatsch. Weil man nicht jeden zweiten Samstag komplett mit dem Hausputz verbringen will, ist man ein Tyrann?

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