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Quantenexperiment: Physiker klonen Schrödingers Katze
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Sie ist eine Physiklegende: die zugleich tote und lebendige Katze aus dem Gedankenexperiment von Erwin Schrödinger. Nun haben Forscher ein solch fiktives Tier perfekt geklont.

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Willi Wacker 27.05.2016, 13:36
30.

Zitat von syracusa
Die wenigsten Physiker neigen noch zur Kopenhagener Interpretation, sondern meist zu einer der vielen Vielen-Welten-Theorien. Im Prinzip ist eines bei allen Vielen-Welten-Theorien gleich: es gibt fast unendlich viele Paralleluniversen. Entweder verzweigt unser Universum bei jeder Dekohärenz eines Quantenzustands in zwei parallele Universen, oder es existieren schon von vornherein alle möglichen Quantenzustände parallel nebeneinander, und unser Bewusstsein konstruiert die Zeit als das aufeinanderfolgende Betrachten eines durch eine einzige Dekohärenz von den anderen Bildern unterscheidenden Bilds.
Wirklich? (ich bin schon lange raus aus dem Thema, sorry)
Aber müsste nicht jede Furkation unendlich viel Energie kosten?

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schwerpunkt 27.05.2016, 13:36
31.

Zitat von Öhrny
... Gespräch: Albert Einstein sagte mal auf die Quantenphysik angesprochen zu Max Planck "der liebe Gott würfelt nicht". Planck antwortete mit Hinweis auf Schrödingers Katze "Gott würfelt nicht nur, Er mogelt auch noch". ;)
Mir war so, als wäre das Zitat so gewesen: "Gott würfelt nicht nur, Er wirft die Würfeln auch noch dahin, wo wir sie nicht sehen können".

Das Bild von Schrödingers Katze ist selbstverständlich nur ein Vergleich, dass die scheinbare Paradoxie der Quantenwelt in unserer makroskopischen welt darstellt. tatsächlich wäre eine reale Katze im Moment des zerfalls tot ODER Lebendig. Der prozess des "Beobachtens" benötigt nämlich keinen bewussten Beobachter. Jedes zufällige Photon oder sonstige Wechselwirkungen der superpositionierten Katze mit der Umwelt, ist sogesehen eine "Beobachtung", welche die Superposition kollabieren lässt und aus dem "sowohl ... als auch" ein "entweder ... oder " macht.
In der Quantenwelt bleibt dieses "unbeobachtet sein" mitunter lange besetehen. Den Doppelspaltversuch halte ich für das wesentlich anschaulichere Experiment zur Darstellung der Superposition von Teilchen (Photonen oder Elektronen), welche durch beide Spalten gleichzeitig fliegen ... solange niemand misst.
Da behilft man sich dann mit der "Erklärungs-Krücke" Welle-Teilchen-Dualismus.

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darmspiegelgabsschon 27.05.2016, 13:45
32.

Ich hab mal kurz durch unsere Parallelwelten gezappt. Was soll ich euch sagen...wir sind in der Falschen unterwegs.

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querulant_99 27.05.2016, 14:12
33.

Zitat von Jor_El
"Schrödingers Katze schaute auf sich selbst und starb."
Das wäre nur dann der Fall, wenn Schrödinger die im Artikel erwähnte Grumpy Cat in eine Kiste mit Spiegel gesperrt hätte. :-)

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carinanavis 27.05.2016, 14:18
34. zepto

Zitat von carinanavis
Wenn ein Atom einige Stunden in einer Superposition bleiben kann, so wird es die Katze nur im Zeptosekunden-Bereich aushalten, das sind 10 Sekunden. Natürlich könnte sich da auch eine weitere Parallelweltlinie verzweigt haben.
Zepto steht natürlich für 10 hoch minus 21, sodass es eben heißen sollte 10 hoch -21 Sekunden, das ging in der Post beim Moderator (?) oder automatisch verloren.

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roland51 27.05.2016, 15:06
35.

Zitat von Öhrny
... Gespräch: Albert Einstein sagte mal auf die Quantenphysik angesprochen zu Max Planck "der liebe Gott würfelt nicht". Planck antwortete mit Hinweis auf Schrödingers Katze "Gott würfelt nicht nur, Er mogelt auch noch". ;)
Ich kenne nur die Antwort von Werner Heisenberg auf Einsteins Würfelspruch:

Gott würfelt schon, aber er lässt sich nicht dabei zusehen.

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Willi Wacker 27.05.2016, 15:26
36.

Zitat von carinanavis
Zepto steht natürlich für 10 hoch minus 21, sodass es eben heißen sollte 10 hoch -21 Sekunden, das ging in der Post beim Moderator (?) oder automatisch verloren.
Was dann die interessante Frage aufwirft, was eine kleinstmögliche Zeiteinheit ist? Ist auch die Zeit quantisierbar?

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tqd 27.05.2016, 16:07
37. Logisch erklärte darstellung seiner eigenen Unwissenheit.

Diese Experimente sind zu "selbstverliebt"(auf den Menschen bezogen) dargestellt. Wenn Paralleluniversen existieren, dann würden wir sie durch das, wie hier beschrieben, Nachschauen ein Paralleluniversum erschaffen. Die superposition gilt für die "Position" davor, aber nicht für den Zeitpunkt des Eintreffens eines Ereignisses. Wir haben das Ergebnis also schon, nur wissen es nicht. Das experiment beschreibt also keinen Quantenmechanischen Vorgang oder dessen komplexität, sondern nur dass wir den "Zufall" noch nicht vorraussehen können. Es beschreibt also die Unwissenheit des Menschens. Fazit: es ist schon vorher festgelegt, was passiert (Und wenn man so will..., in welchem Universum wir leben.). Wir können nur nicht weit genug denken, warum Dinge passieren und beschräken uns zu sehr auf das Wie.

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roland51 27.05.2016, 16:28
38.

Zitat von Willi Wacker
Was dann die interessante Frage aufwirft, was eine kleinstmögliche Zeiteinheit ist? Ist auch die Zeit quantisierbar?
Ja, aber mit Unschärfe. Es gilt die Heisenberg´sche Unschärferelation: dE * dt >= h. Das heisst, Energiefluktuation mal zeitlicher Fluktuation ist größer gleich dem Planck´schen Wirkungsqantum.

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gerd0210 27.05.2016, 17:03
39. gleichzeitiger Zufall

Zitat von betaknight
Man mag mich gerne korrigieren, wenn ich hier falsch liege, aber ich meine wo gelesen zu haben dass Schrödinger mit dem Experiment eigentlich auf die Unsinnigkeit der Quantentheorie mit genau diesem Experiment hinweisen wollte, was dann anschließend völlig falsch aufgefasst und verwendet wurde.
Es ging damals um eine Diskussion zwischen Erwin Schrödinger und Albert Einstein.

Für Einstein galt das Prinzip von Ursache und Wirkung, auch für Quanten. Andere führten gerne den absoluten oder echten Zufall ein. Echter Zufall heißt: Alle Möglichkeiten existieren gleichzeitig und eben dieser echte Zufall greift sich eins aus x-Möglichkeiten heraus, ohne dass es dafür eine Ursache gibt.

Einstein meinte, wenn ich in einer geschlossenen Kiste Sprengstoff zünde, dann ist die Explosion doch kein Zufall? Schrödinger schrieb ihm: Dann pack noch eine Katze hinzu, die ist dann ebenfalls gleichzeitig sowohl tot, als auch lebendig.

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