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Radar-Analysen: Forscher finden gigantischen Hohlraum in Antarktis-Gletscher
NASA / OIB / Jeremy Harbeck

Das Tauen des Thwaites-Gletschers in der Antarktis ist bereits jetzt für etwa vier Prozent des globalen Meeresspiegelanstiegs verantwortlich. Was hat es mit dem gewaltigen Hohlraum auf sich, den Forscher unterm Eis entdeckten?

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blödbacke 31.01.2019, 21:53
1. Kein linearer Anstieg

Ich habe den Eindruck, dass die Eisschmelze nicht linear ansteigt, sondern eher exponentiell oder logarithmisch?

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Oliver Sprenger de Montes 31.01.2019, 22:50
2.

Klar, das ist ein sich selbst verstärkender Prozeß, weil durch das Verschwinden des Eises auch die Albedo der Antarkis geringer wird. Wir werden noch unser blaues Wunder erleben …

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dunnhaupt 01.02.2019, 23:07
3. Wenig überraschend für erfahrene Geophysiker

Die Antarktis hat ebenso wie Island diverse aktive Vulkane und heiße Quellen unter dem Eis. Was diese Klimaforscher zu verwirren scheint, ist der Geophysik längst bekannt: Das Eis wird von unten abgeschmolzen.

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willibaldus 01.02.2019, 23:25
4.

Zitat von blödbacke
Ich habe den Eindruck, dass die Eisschmelze nicht linear ansteigt, sondern eher exponentiell oder logarithmisch?
Es scheint sich zu beschleunigen. Zu mehr reicht die Beobachtungszeit und Qualität nicht. Auch scheinen Annahmen, die in der Vergangenheit beruhigten, nicht zu stimmen. Etwa die Stabilität der Ostantarktis, die ist nicht so groß, wie gedacht.

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shadock 01.02.2019, 05:43
5.

Ich bin wirklich gespannt, wie lange es noch dauert, bis sich derartige Meldungen im politischen Tagesgeschäft Deutschlands niederschlagen und Konsequenzen in Sachen CO²-Reduktion tatsächlich umgesetzt werden. Ich fürchte es wird erst ernsthaft reagiert, wenn die Niedersachen, Niederländer und Dänen in die höher gelegenen Regionen Deutschlands emigrieren und dort um Wohncontainer mit den aus dem Süden kommenden Mittelmeeranrainern konkurrieren, die es dort wegen der Hitze und ebenso nasser Füße nicht mehr aushalten. Dann ist es allerdings wohl zu spät.

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meinerseits 01.02.2019, 06:00
6. Zu hoch für mich

Gibt es denn um Gotteswillen keine gegenteiligen Aussagen von Wissenschaftlern? Keine Infragestellung durch Studien und Modelle anderer Forscher? Letztlich muss es doch dazu Gegenstimmen geben, damit die Streitshow bis in die hohe Politik hinein anhält, und damit wir wenigstens ein BISSCHEN davon abgehalten werden, uns mit den wirklichen heutigen Problemen unserer heutigen Zeit abzugeben.
Andere Frage zur Gletscherschmelze und zum Anstieg des Meeresspiegels: Übersteigt das Ganze nicht ohnehin unsere Möglichkeiten, uns vorzustellen, was da wie, wann und warum passiert?
Ich habe da einen Teller lauwarme Suppe auf meinem Tisch stehen. Mitten in der Suppe liegen 2 Klöpse, ein flacher und ein hoher.
Auf dem hohen Klops liegt ein Eiswürfel, auf dem flachen Klops wohnt die Menschheit.
Der Eiswürfel schmilzt. Der Suppenspiegel steigt, der flache Klops ist weg (autsch für humanitas), die Suppenoberfläche hat sich vergrössert.
Was ist jetzt aus der Suppentemperatur geworden, und wie wirkt sich das weiter aus?
Und die Suppenoberfläche: wie wirkt sich das mit der intensiveren Verdunstungsrate weiter aus? Schliesslich wurde aus der grossen Oberfläche des kleinen Klopses Suppenoberfläche.
Oder sollte ich vielleicht jetzt endlich meine Suppe aufessen und einfach aufhören, solchen Blödsinn zu denken, und zu glauben, ich verstehe etwas?

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Schämer 01.02.2019, 06:46
7.

oh.... haben sie endlich Neuschwabenland entdeckt ?

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muldvarp90 01.02.2019, 07:27
8. @1 logarithmisch?

Linearer Anstieg = es gibt unveränderlichen Verursacher, der jedes Jahr für die gleiche Menge an Abschmelzen sorgt. Exponentieller Anstieg = das Abschmelzen selbst verstärkt die Ursachen dafür. So kann man es ja an einigen Stellen aus dem Artikel herauslesen. Aber was bitte sollte der Mechanismus hinter einem logarithmischen Anstieg sein? Schön wär's ja, wenn es so wäre.

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Aquifex 01.02.2019, 07:38
9.

Zitat von blödbacke
Ich habe den Eindruck, dass die Eisschmelze nicht linear ansteigt, sondern eher exponentiell oder logarithmisch?
Schwieriege Sache... Die Nasa fand bei der Satellitenvermessung 2015 noch ein Wachstum des antarkischen Eises - auf dem Festland wohlgemerkt. Die Datenlage scheint da also nicht wirklich klar zu sein.

https://www.nasa.gov/feature/goddard/nasa-study-mass-gains-of-antarctic-ice-sheet-greater-than-losses

Wer weiß, am Ende zeigt sich noch, daß die Eismenge auf dem antarkischen Festland steigt, ins Meer rutscht und dadurch der Meeresspiegel steigt...

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