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Radioaktive Strahlung: Tokio bleibt vorerst verschont

Tokio hat Glück im Unglück: Derzeit droht in der Metropole kaum Gefahr durch Radioaktivität aus dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima. Der Wind*hat gerade noch rechtzeitig gedreht, wie aktuelle Strahlungswerte aus Japans Hauptstadt zeigen.

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cingulator 16.03.2011, 16:55
1. Man kann nichts tun, nur zusehen - grauenvoll!

Dieses unglückliche Land hat mein tiefstes Mitgefühl.
Die Menschen, die in Fukushima weiter an der (leider wohl vergeblichen) Eindämmung der Katastrophe arbeiten, obwohl sie wahrscheinlich bereits einer tödlichen Strahlendosis ausgesetzt wurden, haben meinen tiefsten Respekt.

Japan hat sich - wie Deutschland - mit Fleiss und Sparsamkeit in bewundernswerter Weise wieder aus den Trümmern herausgearbeitet. Aber wie soll man nun zerstörte Städte auf Nordost-Honshu wieder aufbauen, deren Umgebung schlimmstenfalls auf Jahrzehnte (Jahrhunderte?) hinaus unbewohnbar oder nur mit enormen gesundheitlichen Risiken bewohnbar sein wird?

Dreht der Wind Richtung Wirtschaftszentrum Tokio, wird Japan in ein paar Jahren ein Drittweltland sein und Millionen Menschen werden nie wieder richtig gesund...

Das gestrige Angebot eines der Foristen hier, eine kleine Familie bei sich aufzunehmen, hat mich sehr berührt. Ein oder zwei Menschen könnte ich vielleicht auch eine Zeit lang Obdach und Versorgung bieten.

Hoffen wir, das es nicht soweit kommen muss, aber das Angebot steht. Fleissige, disziplinierte und gebildete Menschen wären für unser Land langfristig sogar ein Gewinn.

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Fechi 16.03.2011, 17:08
2. .

Zitat von sysop
Tokio hat Glück im Unglück
Noch mehr Glück im Unglück hätte Tokyo (gehabt), wenn die ganzen Schlaumeier, die uns die Atomwirtschaft als sicher verkauft haben, ihre Spezialisten vor 5 Tagen in den Flieger gesetzt hätten - Ausrüstung in den Frachtraum - und ab nach Japan zur Bekämpfung der Katastrophe.

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Erich72 16.03.2011, 17:13
3. Zurzeit!

Zitat von sysop
Tokio hat Glück im Unglück: Derzeit droht in der Metropole kaum Gefahr durch Radioaktivität aus dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima. Der Wind*hat gerade noch rechtzeitig gedreht, wie aktuelle Strahlungswerte aus Japans Hauptstadt zeigen.
Von Herzen wünsche ich, dass die Windrichtung länger so bleibt. Aber irgendwann in den nächsten Tagen und Wochen wird der Wind drehen. Dann ist Tokio bedroht, weil leider davon auszugehen ist, dass die Katastrophe in einem oder mehreren Blöcken das Kraftwerks nicht abzuwenden ist.
Wohin mit ca, 35 Millionen Menschen, die möglicherweise in kurzer Frist evakuiert werden müssten?
Die Atomtechnologie hat uns dort exemplarisch an den Punkt gebracht, dass wir nur noch hoffen und beten können.
Es gibt nur eine Konsequenz: Weltweit so schnell wie möglich aussteigen und bei erneuerbaren Energieen einsteigen.

Erich72

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Fechi 16.03.2011, 17:19
4. Nachtrag

Gerade sehe ich auf http://www.ustream.tv/channel/nhk-world-tv erschütternde Lifebilder über Schutzräume, in denen alte Menschen sich versammelt haben. Diese haben ihre Medikamente bei der Flucht vor der Tsunami Welle nicht mitnehmen können und leiden jetzt unter den Folgen ihrer Diabetis, Bluthochdruck und und und.
Und der Arzt, der glücklicherweise auch vor Ort ist, sagt, dass er die Medikamente nun rationierten musste. Dass selbst bei schärfster Rationierung die Medikamente nur noch 3 Tage reichen.
Daher als Nachtrag: Wenn die internationalen Atomspezialisten schon nicht eingeflogen sind, als die ersten Störungen im AKW auftraten - warum sind jetzt nicht schon längst Flieger in der Luft mit Ärzten, Medikamenten ?

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PlainCitizen 16.03.2011, 17:21
5. Hysterie unnötig

Wer sich über die Hintergründe informieren will, kann suchen nach “Warum ich über die Kernkraftwerke in Japan nicht beunruhigt bin”.

Zu Panik besteht kein Anlass. Die Atomenergie ist nicht am Ende.

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geritp 16.03.2011, 17:21
6. Geiger-Zähler

Zitat von sysop
Tokio hat Glück im Unglück: Derzeit droht in der Metropole kaum Gefahr durch Radioaktivität aus dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima. Der Wind*hat gerade noch rechtzeitig gedreht, wie aktuelle Strahlungswerte aus Japans Hauptstadt zeigen.
Die Strahlung ist bisher zu keinem Zeitpunkt in Tokyo bedenklich hoch gewesen.
Wer sich davon Live überzeugen will, und den Überblick behalten möchte, seien die folgenden Webcams mit Geiger-Zählern aus Tokyo empfohlen:
http://www.ustream.tv/channel/geiger-counter-tokyo

http://www.ustream.tv/channel/ガイガーカウンタ

Etwas höhere Werte werden im Norden des Landes gemessen, hier gibt es eine Karte mit insgesamt 20 Messpunkten aus der Aomori-Präfektur:

http://gensiryoku.pref.aomori.lg.jp/atom/

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llych2001 16.03.2011, 17:23
7. Tödliche Strahlendosis

Zitat von cingulator
Dieses unglückliche Land hat mein tiefstes Mitgefühl. Die Menschen, die in Fukushima weiter an der (leider wohl vergeblichen) Eindämmung der Katastrophe arbeiten, obwohl sie wahrscheinlich bereits einer tödlichen Strahlendosis ausgesetzt wurden, haben meinen tiefsten Respekt.
Tödliche Strahlendosis ? Wer sagt denn sowas ? Jetzt erstmal die Kirche im Dorf lassen. Es werden in Japan nicht alle Menschen den Strahlentod sterben, wirklich !

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wago 16.03.2011, 17:23
8. Man glaubt es nicht!

Zitat von sysop
Tokio hat Glück im Unglück: Derzeit droht in der Metropole kaum Gefahr durch Radioaktivität aus dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima. Der Wind*hat gerade noch rechtzeitig gedreht, wie aktuelle Strahlungswerte aus Japans Hauptstadt zeigen.
Dieses Szenariao haben alle Wettervorhersagedienste seit Tagen vorhergesagt. Warum hat man das in der SPON-Wissenschaftsredaktion erst heute zur Kenntnis genommen?

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dongerdo 16.03.2011, 17:32
9. -

Zitat von wago
Dieses Szenariao haben alle Wettervorhersagedienste seit Tagen vorhergesagt. Warum hat man das in der SPON-Wissenschaftsredaktion erst heute zur Kenntnis genommen?
Weil Beiträge über die totale Apokalypse mehr Klicks bringen.....
Jedes Land hat die Medien die es verdient....

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