Forum: Wissenschaft
Rätsel der Astronomie: Forscher finden zweite Galaxie ohne Dunkle Materie
NASA, ESA, and P. van Dokkum / Yale University

Galaxien entstehen aus Dunkler Materie, dachten Forscher lange. Doch nun haben sie schon zum zweiten Mal ein Exemplar entdeckt, das den Stoff kaum oder gar nicht enthält. Sie sind ratlos.

Seite 1 von 10
Leser_01 01.04.2019, 16:20
1.

Das große Problem der Kosmologie ist, dass sich Quantenmechanik und Relativitätstheorie in Extremsituationen widersprechen. Die einzige Möglichkeit, um die Relativitätstheorie zu stützen, ist die Erfindung von Dunkler Materie, die sich bislang noch nirgendwo nachgeweisen ließ. Nun scheint jedoch auch diese Hilfskonstruktion zusammenzubrechen. Am Ende geht wohl kein Weg daran vobei: Newton lag richtig, Einstein lag falsch. Das ist natürlich hart, weil um Einstein ein solcher Fetisch aufgebaut wurde. Schade, aber da kann man nichts machen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Le Commissaire 01.04.2019, 16:33
2. Wird sich dunkle Materie in Äther auflösen?

Mich würde es ja nicht wundern, wenn sich die Idee der dunklen Materie so in Luft auflösen wird, wie sich vor mehr als 100 Jahren die Idee des Äthers in Luft aufgelöst hat. Ich finde es einfach etwas steil, alleine aufgrund der Rotationsgeschwindigkeit von Galaxien (oder hier von Sternenhaufen) auf eine völlig neue Art von Materie zu schließen, die in keinerlei Wechselwirkung zu unserer "normalen" Materie steht (außer natürlich der definitionsgeäßen Gravitation).

Sofern es keine bessere Erklärung gibt, ist es natürlich legitim, einfach mal etwas anzunehmen, ich glaube einfach nur nicht an die Tragfähigkeit. Vielleicht ist ja die aktuelle Entdeckung der Anfang vom Ende der dunklen Materie.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
deka88 01.04.2019, 17:03
3. @1

Können sie da mal ein Beispiel nennen, ab wann bzw in welchem Fall sich beide Theorien Widersprechen? Ich bin jetzt kein Physiker, aber ich glaube, bisher hat es noch niemand geschafft, Einstein zu widerlegen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Andraax 01.04.2019, 17:04
4.

Zitat von Leser_01
Das große Problem der Kosmologie ist, dass sich Quantenmechanik und Relativitätstheorie in Extremsituationen widersprechen. Die einzige Möglichkeit, um die Relativitätstheorie zu stützen, ist die Erfindung von Dunkler Materie, die sich bislang noch nirgendwo nachgeweisen ließ. Nun scheint jedoch auch diese Hilfskonstruktion zusammenzubrechen. Am Ende geht wohl kein Weg daran vobei: Newton lag richtig, Einstein lag falsch. Das ist natürlich hart, weil um Einstein ein solcher Fetisch aufgebaut wurde. Schade, aber da kann man nichts machen.
Newton's Gravitationsgesetz und die Allgemeine Relativitätstheorie (ART) widersprechen sich aber nicht, wohl aber ART und Quantenmechanik, wie Sie richtig schreiben. Das bereits bestätigte Higgs-Boson ist ein heißer Anwärter auf einen Vertreter der dunklen Materie. Sicher hat Einstein auch nicht die Weltformel gefunden, aber falsch lag er nach heutigem Wissensstand bestimmt auch nicht. Soweit ich das überblicke sind beide Galaxien ohne Dunkle Materie wohl Kugelsternhaufen - ob die dunkle Materie nur für flache Galaxien nötig ist?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
s.l.bln 01.04.2019, 17:06
5. Daß die Entdeckung...

Zitat von Le Commissaire
Mich würde es ja nicht wundern, wenn sich die Idee der dunklen Materie so in Luft auflösen wird, wie sich vor mehr als 100 Jahren die Idee des Äthers in Luft aufgelöst hat. Ich finde es einfach etwas steil, alleine aufgrund der Rotationsgeschwindigkeit von Galaxien (oder hier von Sternenhaufen) auf eine völlig neue Art von Materie zu schließen, die in keinerlei Wechselwirkung zu unserer "normalen" Materie steht (außer natürlich der definitionsgeäßen Gravitation). Sofern es keine bessere Erklärung gibt, ist es natürlich legitim, einfach mal etwas anzunehmen, ich glaube einfach nur nicht an die Tragfähigkeit. Vielleicht ist ja die aktuelle Entdeckung der Anfang vom Ende der dunklen Materie.
...von Galaxien, die scheinbar ohne dunkle Materie auskommen (oder wie man die Ursache dieser Gravitationseffekte sonst nennen mag), mag die These widerlegen, daß diese Materie für die Entstehung von Galaxien ursächlich ist. Das widerlegt aber längst nicht deren Existenz.
Irgendwas muß die beobachteten Gravitationseffekte ja auslösen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Nachtsegler 01.04.2019, 17:09
6. Ich bin grundsätzlich Optimist,

ahne aber, dass es Sachverhalte gibt, die wir mit unserem Verstand nicht verstehen können. Jedes Organ hat seine Grenzen, so auch das Gehirn, meine ich. Das menschliche Gehirn hat, nur mal so als Beispiel, ausgereicht, den bereits erwähnten Äther als nicht vorhandenes Hilfskonstrukt als Reaktion auf mangelndes Wissen zu enttarnen. Ob es aber ausreichend leistungsfähig ist, wirklich alles, was in der Natur vorkommt, zu kapieren, darf bezweifelt werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Newspeak 01.04.2019, 17:20
7. ...

Zitat von deka88
Können sie da mal ein Beispiel nennen, ab wann bzw in welchem Fall sich beide Theorien Widersprechen? Ich bin jetzt kein Physiker, aber ich glaube, bisher hat es noch niemand geschafft, Einstein zu widerlegen.
Es braucht nicht unbedingt ein Beispiel. Beide Theorien sind einfach schon von ihrer mathematischen Struktur her unvereinbar. Ansonsten ist das Beispiel jede Singularitaet wie der Urknall oder ein Schwarzes Loch, also Ereignisse, in denen die Raumkruemmung extrem wird, oder die Vorgaenge auf extrem kleinen Skalen ablaufen (siehe Planck Laenge).

Wobei sich mit dem holographischen Prinzip und der Anti de Sitter/Conformal Field Theory Korrespondenz vielleicht auch schon ein Weg abzeichnet, wie man beide Theorien doch vereinbaren kann. Aber ich verstehe die Details nicht (ebensowenig wie die meisten Physiker) und es ist Forschung an den Grenzen des Wissens.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bigkahoona 01.04.2019, 17:20
8. #1 Was für ein Unsinn!

Einstein konnte noch nie widerlegt werden. Alle relatistischen Phänomene die Einstein mithilfe seiner Theorie vorhergesagt hat und die man getestet hat wurden bestägt.
Newton und Einstein widersprechen.
Kleines Beispiel gefällig? GPS funktioniert nur deshalb so exakt, weil relativistische Effekte mit einberechnet werden. Gravitationslinseneffekt, Gravitationswellen, Zeitdilatation... soll ich weitermachen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
legeips62 01.04.2019, 17:20
9. Liebe Forscher,

bitte die gemeinsamen hohen IQ zusammen legen und nach etwas forschen, was der Welt aktuell hilft. Z.B.Plastik löst sich umweltfreundlich auf... Es ist doch einfach Zeitverschwendung, eine 63 Millionen entfernte Galaxie, zu betrachten. Hier, auf der Erde, spielt die Musik.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 10