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Rätsel der Woche: Wie geht die Reihe weiter?
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Eine Kugel, ein Kreuz und ein Würfel wechseln immer wieder ihre Positionen auf dem Spielfeld. Durchschauen Sie die Logik dahinter?

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Websingularität 18.02.2018, 23:52
10. Hab jetzt nicht lange drübergeschaut, ...

aber spontan würde ich zu Lösung D tendieren, weil jedes Objekt wohl ein individuelles Transformationsmuster aufweist.
Aber wie bei Zahlenreihen kann man auch diese Muster beliebig fortsetzten! Man findet immer eine mehr oder weniger komplexe Vorschrift/Regel, welche die Reihe erfüllt.
Streng genommen sind also alle angegebene Lösungsvorschläge richtig, im weitesten Sinne.
Die einzige Disziplin um IQ zu messen, ist Mathematik!
Nicht solche Spielereien. Davon bin ich überzeugt.

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spmc-132047164626239 19.02.2018, 01:56
11. Ein Rätsel, das keines ist

Es ist immer wieder Schade, dass Rätsel so dumm gestellt werden, dass man anhand der Auswahlmöglichkeiten bereits die Antwort herleiten kann, ohne überhaupt denn Sinn des Rätsels zu verstehen.
Was ist wohl die richtige Antwort:
a) Sie sind ein guter Rätselerfinder
b) Wir sind ein schlechter Rätselerfinder
c) Sie sind ein schlechter Koch
d) Sie sind ein schlechter Rätselerfinder
Kleiner Hinweis: Kann man genauso lösen, wie Ihr Rätsel ...

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steve_burnside 19.02.2018, 06:31
12. Coole Sache.

Ich hatte mir nur die 4 Bilder angeschaut ohne die Lösungen zu sehen. Nach etwa 3 Min hab ich meine Lösung aufgezeichnet und hab dann hochgescrollt und es war richtig. Der rote fiel mir sofort auf, dann der blaue, beim gelben war ich mir nicht sicher, aber war doch richtig.

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micha84 19.02.2018, 06:38
13. @Stäffelesrutscher, #3

Ihren Muster folgend, komme ich für den Würfel auf seine Startposition.
Bewegungsrichtung: vertikal -> horizontal -> vertikal -> ... hier müsste nach dem Muster wieder horizontal kommen.
Schrittlänge: +1 -> -2 -> -1 -> ... hier müsste dann eine +2 kommen.
Damit komme ich wieder auf das Startfeld.

Warum sollte der Würfel im letzten Wechsel nicht um die Ecke biegen dürfen. Der Ball macht es bei der ersten Bewegung auch nicht, bei der zweiten und dritten aber schon. Nach der Logik dürfte er es auch nicht auf einmal.

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kraut_und_rüben 19.02.2018, 06:44
14. gibt's doch gar nicht

Ich nahm an, dass das 3x3 Feld lediglich die Abbildung des Raumes ist, in dem die Bewegungen stattgefunden hatten. Das Verbleiben der Figuren in dem 3x3 Feld also der Bewegungslogik und nicht einer "Spielfeldgrenze- oder Bande" geschuldet ist. Denkt man nämlich so, dann muss man den Figuren abwechselnd gerade und diagonale Züge unterstellen und es beginnt ganz schnell Qualm aus den Ohren zu steigen. :-)
Kann das einer nachvollziehen?

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micha84 19.02.2018, 07:02
15. @phutzi, #6

Der Lösungsansatz funktioniert aber nicht immer, sondern hängt von der Reihenfolge der Symbole ab.
Wird zuerst der Würfel bewegt und danach der Ball, so kommt etwas komplett anderes heraus.
Bei solchen Aufgaben, geht es aber um Muster die nicht von der Reihenfolge abhängig sind. Ansonsten bekommt man keine eindeutige Lösung.
Es ist aus keinen Bild eine Reihenfolge der Symbole zu sehen oder im Text genannt. Das der Ball vor dem Würfel bewegt wird, ist damit eine willkürliche Einschränkung, die aber für den Lösungsansatz zwingend notwendig ist.

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tallinn1960 19.02.2018, 08:59
16.

Zitat von Stäffelesrutscher
Ich habe mich für Lösung B entschieden. Das dortige logische Prinzip unterscheidet sich nur beim gelben Würfel. Nämlich: in der Vertikalen macht er Bewegungen um ein Feld, in der Horizontalen um zwei Felder. Dass dieser Würfel im Übergang vom vierten auf den fünften Zustand laut Herrn Dambeck erstmals in der Lage sein soll, innerhalb eines Zuges um die Ecke zu gehen, ist weniger plausibel.
Das war auch meine Lösung. Ich habe sozusagen "verbotene" Felder für den gelben Würfel gesehen, nämlich (wenn man oben links als A1 bezeichnet) A2 und C2. Die dadurch entstehende Symmetrie war einfach zu überzeugend. Das auch hier die Zugweite die bestimmende Regel war, fand ich irgendwie - langweilig und habe deswegen gar nicht erst geprüft, ob man mit diesem Parameter auch eine Folge generieren kann.

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tallinn1960 19.02.2018, 09:18
17.

Zitat von micha84
Der Lösungsansatz funktioniert aber nicht immer, sondern hängt von der Reihenfolge der Symbole ab. Wird zuerst der Würfel bewegt und danach der Ball, so kommt etwas komplett anderes heraus. Bei solchen Aufgaben, geht es aber um Muster die nicht von der Reihenfolge abhängig sind. Ansonsten bekommt man keine eindeutige Lösung. Es ist aus keinen Bild eine Reihenfolge der Symbole zu sehen oder im Text genannt. Das der Ball vor dem Würfel bewegt wird, ist damit eine willkürliche Einschränkung, die aber für den Lösungsansatz zwingend notwendig ist.
Wieso spielt die Reihenfolge der Bewegung der Symbole eine Rolle? Da keine der wirkenden Regeln für ein Symbol von der Position der anderen Symbole abhängt, spielt die Reihenfolge keine Rolle.

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Ringmodulation 19.02.2018, 10:11
18. Umlaufbahnen und IQ-Tests

Zitat von micha84
Ihren Muster folgend, komme ich für den Würfel auf seine Startposition. Bewegungsrichtung: vertikal -> horizontal -> vertikal -> ... hier müsste nach dem Muster wieder horizontal kommen. Schrittlänge: +1 -> -2 -> -1 -> ... hier müsste dann eine +2 kommen. Damit komme ich wieder auf das Startfeld. Warum sollte der Würfel im letzten Wechsel nicht um die Ecke biegen dürfen. Der Ball macht es bei der ersten Bewegung auch nicht, bei der zweiten und dritten aber schon. Nach der Logik dürfte er es auch nicht auf einmal.
Sie können Stäffelesrutschers Vorschlag auch so lesen, dass der gelbe Würfel die horizontalen Kantenfelder grundsätzlich meidet (und das mittlere Feld, gleich den anderen Figuren, sowieso). Mit etwas Phantasie können Sie seinen Orbit als elliptisch betrachten ("Venus"; das rote Kreuz "Mars" kreist kreisförmig; die beschleunigte Erde wird wohl gerade von Stephen Hawking für ihren Abflug in eine andere Galaxis vorbereitet.)
Interessant finde ich, dass drei (oder vier) Foristen unabhängig voneinander eine Erklärung für Antwort B gefunden haben. Der Fairness halber muss ich allerdings hier auch 1/3(2x^3-15x^2+34x-18) als "erzeugende" Funktion für Antwort D nennen. Hat jemand genügend Zeit übrig, um Erklärungen für Antworten A und C zu finden?
@tallinn1960: micha84 bezog sich in Beitrag #15 auf Beitrag #6, wo Forist Phutzi einen Vorschlag macht, bei dem nicht ganz klar ist, auf welchen Zeitpunkt die "wenn besetzt"-Regel sich bezieht. (Bzw. es _wäre_ nicht ganz klar, wenn man es nicht an den Figuren ablesen könnte.)
Übrigens: Vermute ich richtig, dass ich nicht der einzige bin, der sich während des Lösens gefragt hat, warum überhaupt mögliche Lösungen vorgegeben sind? Antwortvorschläge: 1. Die Antworten sind Teil der Frage, d.h. prinzipiell wären weitere Lösungen denkbar, sind aber so explizit ausgeschlossen. 2. Das Lösen soll so erleichtert werden, denn nun kann man auch (bzw. leichter) raten und dann Argumente suchen. 3. Verbal gefasste Lösungen sind fehleranfällig zu verfassen und mühsam zu lesen und zu diskutieren. 4. Das Rätsel soll wirklich typisch für Intelligenztests sein, wo Zeitdruck herrscht und Strategien wie die mehrfach vorgeschlagene psychologische Analyse der vorgeschlagenen Antworten tatsächlich (in Hinblick auf eine möglichst hohe Punktzahl) sinnvoll sein können. A propos: Kann man generell unterstellen, dass es intelligent ist, bei IQ-Tests eine möglichst hohe Punktzahl anzustreben? Oder streben intelligente Menschen (und Maschinen?) eher eine möglichst realistische Zahl an, d.h. sie raten nicht, wenn sie die Antwort nicht wissen und die Zeit ausgeht? Philosophisch betrachtet bedeutet diese Frage, ob Intelligenztests auch eine versteckte ethische Komponente beinhalten.

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emil_erpel8 19.02.2018, 10:22
19.

Zitat von Websingularität
Die einzige Disziplin um IQ zu messen, ist Mathematik! Nicht solche Spielereien. Davon bin ich überzeugt.
Das ist zu kurz gegriffen. Das Kapazität des menschlichen Gehirns besteht nicht nur aus der Fähigkeit, mathematische Regeln anzuwenden. Dazu gehören auch andere Disziplinen wie Analogien bilden zu können oder räumliches Vorstellungsvermögen. Ein wichtiges Merkmal von Tests ist, daß sie unabhängig von Kultur und Bildungsstand sind: Eine australische Ureinwohnerin mit Professur für theoretische Mathematik soll keinen Vorteil oder Nachteil gegenüber einem deutschen Analphabeten haben. Deswegen werden in seriösen Tests Aufgaben normalerweise in socher Symbolschreibweise verfaßt, wie weder mathematisches noch sprachliches Vorwissen erfordern.

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