Forum: Wissenschaft
Rauchen: Nikotin-Entwöhnung auch ohne Hilfsmittel erfolgversprechend

Wer von der Zigarette loskommen will, braucht einen eisernen Willen - aber nicht unbedingt teure Medikamente oder psychologische Hilfe. Australische Forscher glauben, dass Pharmafirmen Raucher-Entwöhnungsmittel im eigenen Interesse wichtiger machen als sie sind.

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Monark 10.02.2010, 18:56
60. -

Zitat von Achras
Rauchen kann eine starke psychische GEWÖHNUNG bedingen, im Gegensatz zu berauschenden Substanzen jedoch keine körperliche Abhängigkeit.
Sie sollten den von Ihnen selbst zitierten Wikipedia-Artikel "Nikotin" vielleicht noch einmal etwas genauer lesen:

Zitat von Wikipedia
Nikotin gehört zu den Substanzen mit dem höchsten Suchtpotential, auch gemessen an illegalen Drogen wie z. B. Kokain.

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mintie 10.02.2010, 19:00
61. zu einfach...

Zitat von Achras
Man könnte auch sagen: Illegale, stark suchtgefährdende Substanzen muß man hier auch nicht bewerben...
So, wie Sie es hier darstellen, könnte man meinen, dass das Rauchen einen Genuss darstellt, den man kontrolliert ausüben kann und der daher nicht als "stark suchtgefährdend" einzustufen ist.

Ich kenne unter meinen rauchenden Freunden und Bekannten nur sehr wenige, die das "kontrolliert" tun, sich also z. B. nur zum Bier oder Wein eine Zigarette "gönnen". Und das mitunter auch nur unter erheblichen Schwierigkeiten (Zigaretten nur schnorren, aus Angst, man könne mehr rauchen als eingeplant). Der Rest meiner rauchenden Freundesschar raucht auch während einer Erkältung, wenn die Hand vor Kälte fast abfällt oder sie sich - zumindest kurzfristig - selbst isolieren, z. B. bei einem Restaurantbesuch, wo man zum Rauchen vor die Tür gehen muss.

Da m. E. diese Droge so wenig kontrollierbar (die prozentuale Anzahl der gescheiterten Versuche aller Aufhörversuche demonstriert das doch mehr als deutlich) und ihr gesundheitlicher Schaden zudem so enorm hoch ist, gehört Nikotin, jedenfalls meiner Ansicht nach, sehr wohl zu den gefährlichen süchtigmachenden Substanzen.

Die Tatsache, dass eine kleine Minderheit Nikotin stressfrei so konsumieren kann, wie es ihr beliebt oder der jeweiligen Situation angemessen ist, reicht nicht aus, das Gegenteil zu behaupten.

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Monark 10.02.2010, 19:19
62. -

Zitat von Achras
Mittlerweile ist die Jacke, die jemand neben einem Raucher sitzend getragen hat, Grund genug, "Renovierungsbedarf" für ein Wohnhaus zu äußern, weil sie hinterher an der Wandgarderobe hing und die Rauhfasertapete "verseuchte"... Da hilft bald nur noch die Totalsprengung des kompletten Planeten!
Darf ich Achras zitieren?

"Man könnte sagen: Off topic."

Zitat von Achras
Man könnte auch sagen: Wer das Rauchen aufgegeben hat, aber zwei Gläser Sprite trinkt, liest bald "Warnhinweise" wie "Der Verzehr dieses Getränks ruft langwierige und tödlich endende Erkranken hervor"... als erste Maßnahme wird man sich auf eine "Softdrink"-Sondersteuer einigen. Dann auf eine amtlich kontrollierte Abgabe von Limonade nur noch an volljährige Käufer unter Vorlage des Ausweises. Als nächstes kommt dann ein Trinkverbot in der Öffentlichkeit, um kein schlechtes Vorbild für Jugendliche darzustellen...
Um es noch einmal in Ihren eigenen Worten auszudrücken: "Die Sprache bringt es an den Tag."

Rauchen ist weltweit für 1/3 aller Krebsfälle mit Todesfolge verantwortlich.

http://www.krebsinformationsdienst.d...sivrauchen.php

Hören Sie auf, diese Sucht schönzureden!

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team_frusciante 10.02.2010, 19:24
63. ...

Zitat von Monark
Sie sollten den von Ihnen selbst zitierten Wikipedia-Artikel "Nikotin" vielleicht noch einmal etwas genauer lesen:
Sucht ist nicht nur körperliche Abhängigkeit, sondern auch psychische. Insofern haben Sie beide recht!

Dass es allerdings fast keinen Unterschied machen soll, ob man 3 oder 50 am Tag raucht, ist schon etwas schwer zu glauben. Im selben von Ihnen zitierten Artikel steht zum Beispiel, dass Lightzigaretten gesundheitsschädlicher sind, weil der Raucher öfter an ihnen zieht. Ist das dann nicht auch eine Form des "mehr Rauchens"? Warum ist das dann schädlicher? Ich habe das Gefühl, dass, wenn es ums Argumentieren gegen das Rauchen geht, alles erlaubt ist.

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Achras 10.02.2010, 19:30
64. Meerwasser schmeckt salzig, weil die leckeren Heringe darin schwimmen

Zitat von mintie
So, wie Sie es hier darstellen, ...
Einer muß ja wohl in einer Diskussion die "Gegenseite" vertreten.
Übrigens kann man selbst den weitaus gefährlicheren Alkohol in Maßen genießen, ohne zwangsläufig zum Alkoholiker zu werden.

Eine Gesellschaft aber, die Genuß grundsätzlich als Laster ansieht, und die sich imstande sieht, vermeintlichen volkswirtschaftlichen Schaden auch quantifizieren zu können (als würde die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung um nur einen Cent steigen, wenn es keine krankheitsbedingten Arbeitszeitausfälle gäbe!) stürzt sich doch nur zu begierig auf derartige Beispielrechnungen.

Erkenntnisse aber, zu deren Erlangung aus Koinzidenzen Kausalitäten konstruiert werden, sind logisch falsch - und faktisch ebenso.

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*42* 10.02.2010, 19:33
65. .

Zitat von Monark
Rauchen ist weltweit für 1/3 aller Krebsfälle mit Todesfolge verantwortlich. Hören Sie auf, diese Sucht schönzureden!
Sie können sicher auch eine belastbare Studie zu den Aussagen des DKFZ liefern! Das ist so ziemlich das Highlight in den Raucherdebatten. Wären Sie so nett?

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Monark 10.02.2010, 19:34
66. -

Zitat von team_frusciante
Sucht ist nicht nur körperliche Abhängigkeit, sondern auch psychische. Insofern haben Sie beide recht!
Haben wir nicht, weil mein Kontrahent das (körperliche) Abhängigkeitspotenzial von Nikotin schlicht geleugnet hat.

Zitat von team_frusciante
Dass es allerdings fast keinen Unterschied machen soll, ob man 3 oder 50 am Tag raucht, ist schon etwas schwer zu glauben.
Seufz ... Für mich ist es schwer zu glauben, dass Guido Westerwelle Außenminister ist. Was soll ich also dazu sagen?

Ist nicht schön, aber ist so.

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*42* 10.02.2010, 19:38
67. .

Zitat von team_frusciante
Ich habe das Gefühl, dass, wenn es ums Argumentieren gegen das Rauchen geht, alles erlaubt ist.
Das trügt nicht, immerhin kämpft hier "Gut" gegen "Böse", ein Besuch bei pro-rauchfrei schafft da ganz schnell Klärung und man kann "Argumente" "lernen"

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Monark 10.02.2010, 19:43
68. -

Zitat von Achras
Übrigens kann man selbst den weitaus gefährlicheren Alkohol in Maßen genießen, ohne zwangsläufig zum Alkoholiker zu werden.
Ja, schön, man kann sogar Kokain in Maßen genießen, ohne zwangsläufig abhängig zu werden. Mit anderen Worten (bevor Sie mich wieder verdächtigen, illegale Drogen zu propagieren): Das ist kein Argument.

Zitat von Achras
Eine Gesellschaft aber, die Genuß grundsätzlich als Laster ansieht,
Jetzt reden Sie aber nicht von unserer Gesellschaft, oder?

Zitat von Achras
und die sich imstande sieht, vermeintlichen volkswirtschaftlichen Schaden auch quantifizieren zu können (als würde die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung um nur einen Cent steigen, wenn es keine krankheitsbedingten Arbeitszeitausfälle gäbe!) stürzt sich doch nur zu begierig auf derartige Beispielrechnungen.
Welche "Beispielrechnungen" meinen Sie? Die Zahl der Nikotintoten?

Zitat von Achras
Erkenntnisse aber, zu deren Erlangung aus Koinzidenzen Kausalitäten konstruiert werden, sind logisch falsch - und faktisch ebenso.
Das ist ein schönes Schlusswort, das Sie sich gerne über die eigene Tür hängen dürfen.

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*42* 10.02.2010, 19:43
69. .

Zitat von Monark
Seufz ... Für mich ist es schwer zu glauben, dass Guido Westerwelle Außenminister ist. Was soll ich also dazu sagen? Ist nicht schön, aber ist so.
Wissen schafft aber wohl eher Licht ins Dunkel! und das ist gut so.
Das mit dem "glauben", überlasse ich gern anderen.

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