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Recyclingjacht "Flipflopi" auf großer Fahrt: Das Boot ist einfach nur Müll
AFP

Plastikmüll muss nicht nur schlecht sein: Eine Gruppe Umweltschützer ist in einer Segeljacht aus aufbereiteten Abfällen unterwegs nach Sansibar. Der Törn soll zeigen, was Recycling kann.

betonklotz 27.01.2019, 16:42
1. Welche Kunstoffsorten kamen zum Einsatz?

Wie wurde das Material sortiert und gereinigt? Diese Fragen sind da von Interesse. Daran hängt nämlich die Machbarkeit von Recycling. Plastik ist ja nicht gleich Plastik. Es gibt tausende von Varianten (die große Variantionsbreite in den Eigenswchaften ist ja gerade einer der Hauptvorteile vonb Kunststoffen) und nicht alle eignen sich gleichermaßen für eine Wiederverwendung. Insbesondere ein Mischmasch aus verschiedenen Sorten ist kaum sinnvoll zu recyceln. Grundsätzlich aber eine sinnvolle Sache.

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Manitou-01@gmx.de 27.01.2019, 16:43
2.

Es wäre gut, wenn Plaste vorzugsweise in langlebige Produkte verarbeitet wird. Ich habe einige Modellbahnfahrzeuge aus Plaste, die sind schon ca. 50 Jahre alt und werden hoffentlich noch weitere 50 Jahre halten. Das ist nachhaltige Kunststoff-Nutzung.

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georg_54 27.01.2019, 21:45
3. Das ist ein Fake!

Guckt am sich die Fotos nur genau an, stellt man fest, dass das ein in Plastik verpacktes Holzboot ist!
Optisch sind die Rahmenspanten klassisch. Ein Foto ins Cockpit zeigt einen Holzboden. Wahrscheinlich hat man ein sowieso schrottreifes Holzboot noch mal mit Plastik überzogen und so provisorisch abgedichtet.

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weltgedanke 28.01.2019, 00:38
4. Das sind Umweltschützer?

Meiner Meinung nach ist das Projekt ein Schritt in die falsche Richtung. Im Grunde beschleunigt es den Vorgang, dass Mikroplastik ins Meer gelangt, sogar noch.

Ich weigere mich auch zu einem Gutteil, es als Recycling zu betrachten.

Da Plastik üblicherweise nicht oder nur extrem langsam biologisch abgebaut wird, besteht die primäre Aufgabe ohnehin gar nicht im Recycling, sondern darin zu gewährleisten, dass es nicht in die Umwelt gelangt.

Da echtes Recycling von Plastik komplex ist durch die vielen verschiedenen Plastiksorten, chemischen Zusätze und Verschmutzungen, bleibt üblicherweise die einzige "Verwendung" nach Wegwurf das Verbrennen. Das ist aber kein Modell, das wir leichtfertig bemühen sollen, insbesondere auch, da wir wohl nie den Zustand erreichen, dass überhaupt alles Plastik zu 100% zurückfließt und im Müll landet.

Wenn ich das zu Ende denke, muss ein an sich extrem vielseitiger und nützlicher Werkstoff wieder weitgehend aus unserer Wertschöpfung verbannt werden. Der Praxiswert von Plastikverpackungen usw. ist unbestritten, aber sie waren trotzdem eine Sackgasse. Wir werden wohl ein gutes Stück weit zurück zu Großmutters Zeiten gehen müssen, wo 1. an Ort und Stelle der Zubereitung gegessen und getrunken wurde und 2. falls doch etwas eingepackt werden musste, Glas- und Metallverpackungen genutzt wurden.

In Fällen von Plastikgegenständen, die einen gewissen Wert und eine gewisse Abriebfestigkeit haben sowie keine Alternative zu Plastik besteht (z.B. Legosteine), finde ich es akzeptabel, mit Verboten toleranter zu sein.

Im Kern will ich aber wirklich sagen, dass das Thema Plastik rückabgewickelt werden muss. Wenn niemand eine langfristig tragbare Alternative MIT Plastik vorschlagen kann, sollte die Politik mit deutlichen Steuern dafür sorgen, den Zielzustand herzustellen.

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Cailean 28.01.2019, 08:33
5. Mikroplastik

Die Idee, so ein Boot zu bauen, klingt erst einmal nett. Leider konnte jeder schon im Alltag feststellen , dass Kunststoffe, vor allem durch Einwirkung von UV-Licht altern und "zerbröseln". Diese Gefahr scheint mir bei den verwendeten Materialen hier sehr groß, so dass vermutlich eine nicht vernachlässigbarer Menge Mikroplastik von diesem Boot ins Wasser gelangt.

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gekreuzigt 28.01.2019, 09:27
6. *kopfschüttelnd ab*

Sollte das Ziel nicht eigentlich sein, Plastikverpackungen zu vermeiden? Stattdessen niedliche Abenteurer mit einem Plasteschiffchen.

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kc85 28.01.2019, 11:54
7. Einfach mal das Blog lesen,

das zum Projekt existiert. Das beseitigt einerseits Fake-Vermutungen und stellt auch klar, dass in dem Fall der (als Abfall derzeit massenhaft existierende) Kunstoff recycelt als Ersatz für Holz beim Bootbau dienen soll. Damit soll gleichzeitig die Resource Holz geschont werden. Interessant ist dabei, dass der Kunstoff, genau wie vorher das Holz, nach der maschinellen Herstellung der Teile traditionell handwerklich ver- und bearbeitet wird. Aus dem verwendeten Material werden sonst übrigens Zaunpfosten gefertigt. Für meine Begriffe ist das Projekt 100mal klüger als der sonst übliche Umgang mit Müll in Afrika, auch wenn das sicherlich noch nicht in allen Details der Weisheit letzter Schluss ist. Es geht einfach um das Aufzeigen von Möglichkeiten. Aber der Michel auf seinem Sofa weiß es ja eh besser ...

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geotie 28.01.2019, 13:56
8.

Zitat von Manitou-01@gmx.de
Es wäre gut, wenn Plaste vorzugsweise in langlebige Produkte verarbeitet wird. Ich habe einige Modellbahnfahrzeuge aus Plaste, die sind schon ca. 50 Jahre alt und werden hoffentlich noch weitere 50 Jahre halten. Das ist nachhaltige Kunststoff-Nutzung.
'Nachhaltige Plastikprodukte' gibt es schon. Dummerweise findet man diese auf dem Meer oder in den Fischen wieder.

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