Forum: Wissenschaft
Rekordsprung von Alan Eustace: Aus heiterem Himmel
AP/ Paragon Space Development Corporation

Der 57-jährige Alan Eustace hat die Welt mit einem Rekord-Sprung aus der Stratosphäre überrascht. Der vom Thron verdrängte Felix Baumgartner hat bereits demütig gratuliert. Doch wer ist der neue König der Lüfte, der den Spaß aus eigener Tasche zahlte?

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raber 25.10.2014, 14:52
1. Höhenrekord ohne Firmenvermarktung

Red Bull Vermarktung mit einem sogenannten Extremsportler versus Manager-Rekord ohne die ganze Show abzuziehen. Dabei auch noch den Altersunterschied berücksichtigend, ist es schon ein Riesenunterschied an Rekord und Mensch. Es ist auch verständlich. Fúr einen ist es ein Hobby und für den anderen eine Geldquelle und dementsprechend wird alles übertrieben.

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FFAB01 25.10.2014, 15:38
2. Bravo Alan

Das ist endlich mal eine gute Nachricht. Ich finde es grossartig, wie das alles auf die Sache konzentriert ohne jedes Marktgeschrei und stundenlange Live-Sendungen in Bescheidenheit vollzogen wurde. Ich ziehe den Hut!

Ein grandioser Rekord, wenn man bedenkt, dass Alan die ganze Zeit im Freien unter dem Ballon hin und sich nicht wie der Österreicher in einen Stahlkokon zurückzog.

Das ist Arbeit, gute Arbeit Alan & Team - Felix hingegen war lediglich ein kleiner Marketing-Gag einer unsympathischen Firma aus Österreich.

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ZehHa 25.10.2014, 15:48
3. Keine Firmenvermarktung?

Wenn man sich die Webseiten der beteiligten Firmen ansieht, dann bekommt eine etwas andere Sicht auf diese Dinge.

Bei dem Projekt "StratEx" (http://www.paragonsdc.com/stratex/) der Firmen Paragon, die auch das Projekt leitete (http://www.paragonsdc.com/), ICL Dover (http://www.ilcdover.com/), World View Enterprises (http://wordviewexperience.com) und United Parachute Technologies (http://www.unitedparachutetechnologies.com/) ging es darum, einen Raumanzug für den freien Fall aus der Stratosphere zu konstruieren. ICL Dover stellt die Raumanzüge der amerikanischen Astronauten her, Paragon deren Lebenserhaltungssysteme. United Parachues Technologies hat den Landefallschirm produziert und (wahrscheinlich noch wichtiger) das System der Steuerfallschirme, die ein unkontolliertes Trudels des Stratosphärenreisenden verhindern sollen. Das war je eines der Probleme bei Baumgartner.

Die Firmen sind aktiv in die amerikanischen Raumfahrtprojekte eingebunden, sind NASA-Zulieferer bzw. von der NASA mit der Produktion ihrer Astronauten-Ausrüstung beauftragt. World View Enterprises arbeitet zzt. an einer eine größeren Kapsel für den Heimtransport einer Gruppe von Astronauten, mit der längerfristig die Abhängigkeit der ISS-Besatzung von der russischen Sojus-Kapsel beseitigt werden könnte.

Hier ging es weniger um die Aufstellung eines Rekordes, sondern darum, dass amerikanische Firmen ihre Leistungsfähigkeit demonstrieren und sich nicht von verrückten österreichischen Base Jumpern und Brauseherstellern die Butter von Brot nehmen lassen.

Hier geht es nicht um Sport, sondern um Geld. Großes Geld. Amerikanische Raumfahrt. Big business. Und natürlich um neue Aufträge.

Höhenrekord ohne Firmenvermarktung? Bullshit.

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pefete 25.10.2014, 16:18
4. Vielleicht

springt der nächste ja auf den Mond ;-)

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musca 25.10.2014, 16:25
5. Bin zwar Österreicher, aber..

Der Baumgartner ist auf eine gewisse leise Art leider nicht so selten auch ein Spur zu arrogant rübergekommen und diese Vermarktung bei Red Bull , bei seinem Stratos-Sprung noch dazu.

Das passt schon, das nun ein US-Amerikaner ziemlich genau 12 Jahre älter als Baumgartner selbst dessen Rekord nun wieder gebrochen hat und das ganz ohne grosse Medienvermarktung wie bei Baumgartners Sprung.

Mal abgesehen davon, sollte überlegt werden welchen Nutzen man irgendwann davon ziehen könnte, wenn Menschen aus über 40 Kilometer Höhe in einem Spezialanzug und die Schallgeschwindigkeit übertreffend im freien Fall auf die Erde stürzen und der menschliche Körper ohne Schäden das überleben kann.

Was nun ja ohnehin bewiesen ist.

Vielleicht mal irgendwann interessanter für bemannte Raumfahrt in einer möglichen Notsituation wenn man auf die Erde zurückwill, schnell zurückmuss, möglichst in der Raumkapsel einen niedrigen Orbit erreichen, die Stratosphäre zu erreichen und von dort mit einem Spezialanzug aussteigen und zurück auf die Erde sich "fallen" lassen.

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musca 25.10.2014, 16:57
6. 1. Februar 2003, Spaceshuttle Columbia, auseinandergebochen in 63 Kilometer Höhe.

Alan Eustace sprang aus über 41 Kilometern ab...fehlen nur noch 22 Kilometer zu der Höhe in der im Winter 2003 das Space-Shuttle Columbia bei der Rückkehr zur Erde auseinanderbrach.

Sieben Astronauten kamen ums Leben.

Da in der Raumfahrt , beim Wiedereintritt, bei Notfällen ist diese Technik als allerletzte Notlösung sicher sehr interessant.

Ein Notfallsystem, Spezialanzüge und Astronauten könnten notfalls im freien Fall , aber immerhin lebend auf die Erde zurückkehren , im Fall des Falles .

Die Columbia-Katastrophe 2003 war so ein leider trauriges Beispiel..alllerdings brach die Columbia auch 22 Kilometer höher schon auseinander - als der neue Rekord im Stratos Sprung.

Ob ein Mensch auch aus gut 60 Kilometer Höhe im Spezialanzug den freien Fall auf die Erde überleben könnte ???

Sind zwar nur gut 20 Kilometer Unterschied, immerhin aus 41 Kilomter ist es möglich.

Für Sicherheitssysteme in der bemannten Raumfahrt beim Wiedereintritt auf jeden Fall interessant.

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mit66jahren 25.10.2014, 17:06
7. Eustaces Rotations-Geheimnis

Felix Baumgartner hat nach seinem Stratosphärensprung vom Problem schneller Rotationen berichtet, die zur Ohnmacht führen können und die er nur mit viel Glück vermeiden konnte. Davon habe ich von Alan Eustace noch nichts gehört. Hatte er kleine Triebwerke dabei, um sich zu stabilisieren?

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Kleinunternehmer 25.10.2014, 17:11
8.

Zitat von musca
Die Columbia-Katastrophe 2003 war so ein leider trauriges Beispiel..alllerdings brach die Columbia auch 22 Kilometer höher schon auseinander - als der neue Rekord im Stratos Sprung. Ob ein Mensch auch aus gut 60 Kilometer Höhe im Spezialanzug den freien Fall auf die Erde überleben könnte ??? Sind zwar nur gut 20 Kilometer Unterschied, immerhin aus 41 Kilomter ist es möglich.
Ihnen ist aber schon bekannt, dass die Columbia mit vielfacher Schallgeschwindigkeit verglüht ist?

Das Problem ist nicht die Höhe, das Problem ist die Geschwindigkeit. Um diese Energie abzubauen, benötigt man ein Hitzeschild.

Keinesfalls reicht da ein einfacher Raumanzug mit seiner besch... eidenen aerodynamischen Form. Die auftretenden Kräfte sind um ein Vielfaches höher als beim einfachen freien Fall. Die Astronauten würden praktisch sofort getötet und vermutlich zerrissen.

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carrington 25.10.2014, 17:25
9.

Computerwissenschaften? Das muss natürlich Informatik heißen. Bitte korrigieren.

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