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Revolutionäre Entdeckung: Physiker messen erstmals Gravitationswellen
S. Ossokine/ A. Buonanno (Max-Planck-Institut)/ W. Benger (AHM)

Es ist eine Jahrhundertsensation: Albert Einstein hatte sie einst theoretisch hergeleitet, nun haben Forscher erstmals Gravitationswellen nachgewiesen. Sie öffnen einen völlig neuen Blick auf das Universum.

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ingofischer 11.02.2016, 17:18
10. Ereignis immerhin schon 1,3 Mia Jahre her

"Zwei schwarze Löcher sind 1,3 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt fusioniert." Genau genommen "waren sie fusioniert" - immerhin liegt das Ereignis ja schlappe 1,3 Milliarden Jahre zurück ;-). Zum Glück hatte die Menschheit somit genug Zeit, um in der Zwischenzeit eine entsprechende Apperatur zu entwickeln um die Wellen zu messen.

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espritberlin 11.02.2016, 17:23
11. toll

herzlichen Glückwunsch

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sagichned 11.02.2016, 17:25
12.

Zitat von pauleschnueter
Ich wette dagegen. Und werde mal wieder gewinnen.
Ich glaube nicht. Die rund um die Welt PR Aktion ist gut geplant. Die Einstellung des Projektes war wohl in greifbarer Nähe. LISA usw. sind ja schon lange eingestellt.

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walter_e._kurtz 11.02.2016, 17:29
13. Ein Stein

Zitat von Websingularität
Da fällt jetzt vielen Physikern "ein Stein" vom Herzen. Keines Wortspiel.
Eigentlich sollte man Einstein posthum noch einen zweiten Nobelpreis verleihen.
Es ist einfach nur abgedreht und abgefahren, welche Gedankengebäude dieser Mensch damals bereits errichtete, die unsere Sichtweise auf das All und den Gebrauch ganz "banaler" Dinge heutzutage überhaupt erst ermöglichen.
Faszinierend....

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ingofischer 11.02.2016, 17:30
14. Ereignis immerhin schon 1,3 Mia Jahre her

"Zwei schwarze Löcher sind 1,3 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt fusioniert." Genau genommen "waren sie fusioniert" - immerhin liegt das Ereignis ja schlappe 1,3 Milliarden Jahre zurück ;-). Zum Glück hatte die Menschheit somit genug Zeit, um in der Zwischenzeit eine entsprechende Apperatur zu entwickeln um die Wellen zu messen.

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schwerpunkt 11.02.2016, 17:31
15.

Im begleitenden Artikel über Gravitationswellen
http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/gravitationswellen-so-entstehen-die-stoerungen-der-raumzeit-a-1076901.html
wurde der Vergleich gebracht, dass Gravitationswellen den Raum auf einer Distanz Erde-Sonne 150.000.000.000 Meter) um weniger als den Durchmesser eines Wasserstoffatoms (< 0,000 000 000 001 Meter) verzerrt würde.

Diese Aussage ist zu allgemein, da die Verzerrung der Raumzeit durch Gravationswellen von der beschleunigung, den dabei beschleunigten Massen und deren Entfernung abhängt.
Grundsätzlich erzeugt JEDE Beschelunigung Gravitationswellen, nur sind diese bei herkömmlichen Massen und Beschleunigungen irrsinnig klein und damit nicht nachweisbar.

Wären diese beiden riesigen schwarzen Löcher innerhalb unserer Galaxie verschmolzen (und nicht in 1,3 Mia. Lichtjahren Entfernung), wäre die gemessene Amplitude noch deutlich größer ausgefallen.

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elgrande78 11.02.2016, 17:32
16. Wo ist der Nutzen?

Leider kenne ich mich in diesem Forschungsfeld überhaupt nicht aus. Deshalb hoffe ich hier auf Erleuchtung :)

Was für einen Nutzen hat diese Erkenntnis denn nun für die Menschheit konkret?

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schwerpunkt 11.02.2016, 17:38
17.

Zitat von tsuru
Breitet sich Gravitation damit auch mit Lichtgeschwindigkeit aus? Wenn man das so sagen kann?
Ja, Gravitationswellen breiten sich ebenfalls mit Lichtgeschwindigkeit aus.

Wenn der Mond zu einem beliebigen Zeitpunkt einfach verschwinden würde, würden würden die Gezeitenwellen der Erde 1,3 Sekunden später anfangen in sich zusammen zu fallen.

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Vorzeichen 11.02.2016, 17:41
19. Ja, aber

Zitat von o.b.server
Gravitation ist kein Teilchen, sondern eine Eigenschaft des Raumes.
Das ist keine Antwort auf die Frage von Andraax. Licht ist schließlich auch Welle und Teilchen.

Die Antwort lautet, dass die Existenz von Gravitationswellen nicht automatisch die des Gravitons impliziert. Auch deswegen ist die Entdeckung der Gravitationswellen wichtig: Sollte es gelingen, die Ursache für eine solche Welle auch im elektromagnetischen Spektrum nachzuweisen (also mit Radioastronomie) und misst man dabei keine zeitlichen Differenzen, besäße das Graviton keine Masse (wovon wir ausgehen) - nachweisen müsste man es trotzdem separat.

Die Frage ist zunächst also, ob sich Gravitationswellen mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten oder nicht.

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