Forum: Wissenschaft
Richtlinie für Medizinprodukte : EU beugt sich Druck der Industrielobby
AFP

Nach vielen Skandalen sollten die Auflagen für künstliche Hüften, Stents oder Brustimplantate verschärft werden. Doch zwischen Patientenschutz und Industrie-Interessen haben die Abgeordneten im EU-Parlament nur einen lauen Kompromiss geschafft.

Seite 1 von 4
Namen werden überbewertet 22.10.2013, 19:23
1. Immer wieder dieser Druck

Schade, auch in diesem Bericht gibt es wieder keine Erklärung, was die Lobbyisten in die Lage versetzt, Druck auf Politiker ausüben zu können. Und besonders enttäuschend, wenn es das Parlament betrifft. Bei der Kommission hat man sich ja schon längst daran gewöhnt, dass sie besonders anfällig (oder sollte ich sagen affin?) für diesen nebulösen Druck ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MichaelundNilma 22.10.2013, 19:30
2. Herr Kauder und seine

Abgeordnetenkollegen sollten sich schämen. Die deutsche Medizinprodukteindustrie, hat sich selbst keinen Gefallen damit getan, Abgeordnete gezielt zu beeinflussen. Sie hätte die Chance gehabt, statt Made by Murks durch Made in Germany zu ersetzen. Dafür hätte man natürlich auf Qualität setzen müssen, die auch strenge Tests besteht. Safety first heißt es im Luftverkehr. Safety first gilt noch viel mehr in der Medizintechnik. Ich wünsche Herrn Kauder und seinen Kollegen, daß sie, falls erforderlich, ein mangelhaftes Medizinprodukt eingesetzt bekommen. Vielleicht denken sie dann noch einmal darüber nach, ob es eine gute Idee war, sich auf die Seite der Medizintechniklobby zu schlagen und die Bürger und Wähler im Stich zu lassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
george2013 22.10.2013, 19:37
3. Nichts Neues im Lobbyistenstadl

Zitat von sysop
Nach vielen Skandalen sollten die Auflagen für künstliche Hüften, Stents oder Brustimplantate verschärft werden. Doch zwischen Patientenschutz und Industrie-Interessen haben die Abgeordneten im EU-Parlament nur einen lauen Kompromiss geschafft.
Als hätte man's geahnt: Im Lobbyisten-Stadl herrscht wieder Champagnerlaune. Aber der Mensch wird halt schnell schwach, wenn vor seiner Nase mit dicken Euro-Bündeln gewedelt wird.
Da ist so mancher schon mit dem VW Golf nach Brüssel oder Straßburg gefahren, um dort seine Parlamentarier-Karriere zu beginnen.
Und kam nach ein paar Jahren mit einem ganz anderen Fahrzeug zurück, bzw. fuhr damit in sein soeben gebautes Ferienhaus nach Südfrankreich - oder in die Toskana...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
galaxy2525 22.10.2013, 19:38
4. Die Politiker in der EU und in Deutschland

sind anscheinend alle gekauft und arbeiten gegen die Bürger. Nur dadurch erklärt sich auch, warum z.B. die Abgeordneten nicht ihre Einkünfte offen legen wollen.
Die Wahlen wie am 22.09. oder nächstes Jahr die Europawahlen sind nur zur Verdummung der Bürger da, denn die eigentlichen Wahlen werden durch die Industrie gemacht, die dann bestimmen, was gemacht wird. Hat man dies einmal verinnerlicht, dann sollte man einmal genau die nähere Geschichte untersuchen, wie die Industrie eigentlich die Entscheidungen getroffen hat und nicht die Poltiiker oder Militärs, denn diese wurden anscheinend von diesen nur umgesetzt. Und diese heutige Industrie richtet gemeinsam den Planeten Erde noch dahin, dass dieser in wenigen Jahrzehnten wie die Oberfläche des Mars aussieht, denn dann kann man noch mehr die Gewinne maximieren. Wahrscheinlich sind es auch die Firmen, die ihre Steuereinkünfte in Drittländern angeben und nicht in der EU.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dafor 22.10.2013, 20:00
5. Bürokratie ... der sozialdemokratische Weg!

Zitat von sysop
Nach vielen Skandalen sollten die Auflagen für künstliche Hüften, Stents oder Brustimplantate verschärft werden. Doch zwischen Patientenschutz und Industrie-Interessen haben die Abgeordneten im EU-Parlament nur einen lauen Kompromiss geschafft.
Mir scheint, dass die Kritik am Modell der Sozialdemokratin eine gewisse Berechtigung hat. Derartige Einrichtungen entwickeln langfristig gesehen ei ne Tendenz zum Mauscheln. Ordnungspolitische Maßnahmen müssten darauf abzielen das Interesse der Hersteller und Operatuere / Verabreicher an höchster Qualität zu steigern. Das könnte zum Beispiel dadurch versucht werden, dass im Schadensfall automatisch Herstellern und Verabreichern die Schuld zugesprochen wird und ihnen allenfalls gestattet wird ihre Unschuld oder lediglich Teilschuld beweisen, falls sie das vermögen. Gepaart müsste diese Schuld sein mit extrem empfindlichen Strafen und Entschädigungen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
4qfghei3pers 22.10.2013, 20:22
6. Es ist kein DRuck

Zitat von Namen werden überbewertet
Schade, auch in diesem Bericht gibt es wieder keine Erklärung, was die Lobbyisten in die Lage versetzt, Druck auf Politiker ausüben zu können. Und besonders enttäuschend, wenn es das Parlament betrifft. Bei der Kommission hat man sich ja schon längst daran gewöhnt, dass sie besonders anfällig (oder sollte ich sagen affin?) für diesen nebulösen Druck ist.
Es ist kein Druck, sondern die systematische Bearbeitung der Abgeordneten mit Drohungen (Arbeitsplätze usw.) sowie Lockangebote, Vorteile und ggf. späteren hochdotierten Jobs. Wen wundert es denn noch, daß viele Politiker plötzlich in den Chefetagen der Industrie auftauchen? Unser Land ist durch und durch von Korruption durchzogen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
JuergenM 22.10.2013, 21:23
7. Kauder und Tuttlingen

Kauder ist wie berichtet wurde der Bundestagsabgeordnete für den Landkreis Tuttlingen, der als Zentrum der Medizintechnik weltweit gilt. Es gibt zwar ein paar größere Unternehmen wie Aesculap oder Karl Storz - die meisten aber sind kleinere Betriebe, die sich die ursprüngliche Bürokratie hätten gar nicht leisten können und den Laden schließen müssten.

Im übrigen nützt Bürokratie nichts gegen kriminelle Energie wie bei den Brustimplantaten, die Sicherheit würde keineswegs erhöht werden, dafür aber die kleinen Betriebe platt gemacht.

Ich habe keinerlei Sympathien für Kauder, finde es aber gut, dass er sich zur Abwechslung mal für die kleineren Betriebe einsetzt und nicht nur für die großen oder gar wie in der Vergangenheit für den großen Waffenlieferanten, der ebenfalls in seinem Wahlkreis ansässig ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
divStar 22.10.2013, 21:36
8. Natürlich tut das EU-Parlament das...

..letzten Endes will jeder Politiker nur seinen Wohlstand (bzw. vielleicht noch zusätzlich den seiner Familie). Für die Leute, die er nicht kennt, kämpft er halt eben "gelegentlich" - wenn es sozusagen sonst nichts zu tun gibt. Seine eigenen privaten Interessen werden jedoch stets überwiegen.

Das ist der Grund warum Demokratie in keiner Form funktionieren wird. Der Mensch mag zwar nicht grundsätzlich "böse" sein. Gierig und eigennützig sind 99,9999% der Menschen jedoch auf jeden Fall. Je höher die Machtposition und je reicher, desto gieriger und eigennütziger.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Niamey 22.10.2013, 22:26
9. Wie waren die Sprüche vor Jahren?

Zitat von sysop
Nach vielen Skandalen sollten die Auflagen für künstliche Hüften, Stents oder Brustimplantate verschärft werden. Doch zwischen Patientenschutz und Industrie-Interessen haben die Abgeordneten im EU-Parlament nur einen lauen Kompromiss geschafft.
Mit der EU wird alles besser. Der Kundenschutz sollte durch die Macht der EU groß geschrieben werden. Und was haben die geschafft ausser unsere Steuergelder zu verpulvern? Genau, nichts!
DVDs und BluRays haben Regionalsperren, die Laufwerke auch, Computer und Consolenspiele ebenfalls, Drucker nehmen nur Tinte lokale Tintentanks, Autos werden schon lokalisiert hergestellt und vermerktet, der Kunde wird verarscht.... Aber was solls, hauptsache die Damen und Herren Agbeordneten des AU Parlaments dürfen schön durch die Weltgeschichte reisen und sich immer mehr Aufgaben an Land ziehen. Liebe Wähler, ihr merkt es erst wenn der Zug abgefahren ist und es kein Zurück mehr gibt!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4