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Rostige Atommüllfässer: "Das passiert in jedem Zwischenlager"
DPA

Radioaktiver Müll in Fässern, die unaufhaltsam vor sich hin rosten: Zustände wie im stillgelegten AKW Brunsbüttel dürften in Deutschland weit verbreitet sein. Im Interview erklärt Atomexperte Michael Sailer, was den verstrahlten Abfall zur Zeitbombe macht.

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nemesis_01 24.02.2014, 17:12
1. Was regen sich eigentlich alle so auf?

Radioaktivität kann man nicht schmecken und nicht riechen und solange der Strom bei mir aus der Steckdose brummt, ist alles in bester Ordnung. Den Müll kann man doch nach Rumänien verfrachten. Oder aufessen. Alles kein Ding. Immer diese Panik.

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neanderspezi 24.02.2014, 18:40
2. Experten werden den Umgang mit dem Atommüll beizeiten richten

Der Atomexperte Herr Sailer, ein Fachmann, bringt es auf den Punkt, es ist der Zahn der Zeit, der die vor sich hinrostenden Atommüllfässer in den Zwischenlagern zu Zeitbomben werden lässt. Es sind Leute vom Fach, Experten sozusagen in Sachen Atommüll, die im Laufe von 40 Jahren sich immer gedacht haben, dass die dünnen Stahlblechfässer mit dem strahlenden Müll die Eigenschaft durchzurosten mit sich bringen, dass aber die ursprüngliche Planung und die in einem dauerhaften Prozess stattfindende Planung darauf hinzielt, die Fässer in Endlagern schließlich absolut sicher unterzubringen. Wenn die Fässer durchgerostet sind, können Betonkammern oder übergestülpte Schutzhüllen den Müll vor weiterem Eindringen in die Umgebung und damit ins Grundwasser aufhalten. Wenn diese Barrieren überwunden sind, können vielleicht weitere Sarkophage ein Vordringen in das zu schützende Erdreich verhindern und so findet der Müll wie eine Puppe in der Puppe einen fortlaufend weiteren Kokon, um ein Desaster wenigstens immer mal wieder aufzuhalten. Über Kosten sollte bezüglich dieser Ummantelungen nicht nachgedacht werden, denn schließlich geht die Sicherheit in der Müllverwahrung eindeutig vor und dafür sollten auch Umweltschützer das nötige Verständnis aufbringen.

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steinbock8 24.02.2014, 21:28
3. Atom

hat sich denn eigentlich es noch nicht herumgesprochen das die Lagerung in abkühlbecken bzw. die Zwischenlagerung an sich noch gefährlicher ist als das Betreiben des Meilers oder Reaktors diese ganzen Lager sind völlig schutzlos und die Betreiber in Kumpanei mit der Politik sehen tatenlos zu

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rotertraktor 24.02.2014, 22:26
4. zur Kasse

Zitat von neanderspezi
Über Kosten sollte bezüglich dieser Ummantelungen nicht nachgedacht werden, denn schließlich geht die Sicherheit in der Müllverwahrung eindeutig vor und dafür sollten auch Umweltschützer das nötige Verständnis aufbringen.
Dagegen hat wohl auch kaum ein Umweltschützer etwas einzuwenden ... höchstens dagegen, dass diejenigen, die uns den Mist eingebrockt haben und uns bis heute die Ohren vollsäuseln von der angeblich so kostengünstigen Atomenergie, dafür nicht vollumfänglich zur Kasse gebeten werden.

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herkurius 25.02.2014, 00:09
5. Nachdenken

Eh ... man könnte doch auch darüber nachdenken, die Fässer leerzupumpen?!

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imlattig 25.02.2014, 07:17
7. die aufraeumarbeiten..

sollten die manager und politiker die jahrelang die atomkraft verharmlost hatten
mit ihren familienangehoerigen fuer einen mindestlohn von 10 EURO die stunde
selbst bewerkstelligen.

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Markus Landgraf 25.02.2014, 08:09
8. Sicherheit

Ich finde die regelmässigen Kontrollen gut, und auch, dass Schwachstellen nicht verschwiegen werden. Genau das macht die Kernenergie so sicher. Die Sicherheitsstandards in der Nukleartechnik sind unter allen Energieerzeugern am weitesten entwickelt. Da hilft es natürlich, dass man mit relativ geringen Mengen potentiell gefährlichen Materials zu tun hat. Wenn doch nur bei den fossilen und solaren Energieträgern die Sicherheitsstrategie so effektiv und offen wäre, hätten wir in diesem Bereich nicht so viele Unfälle zu beklagen. Die Nukleartechnik geht mit gutem Beispiel voran! Wenn man elektrische Leistung im Gigawatt-Bereich zur Verfügung stellt, ist immer ein Risiko dabei. Dieses gilt es zu kontrollieren und zu minimieren.

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matthias__g 25.02.2014, 09:31
9. die Politik

Ist gefragt. Aber leider will man ja gar kein Endlager. Damit wäre ja das Thema Atommülllagerung beendet. Das wäre eine Katastrophe für die Grünen.

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