Forum: Wissenschaft
Rückkehr zum kommerziellen Fang: Warum Japan jetzt wieder Wale jagt
Issei Kato/ REUTERS

Nach mehr als 30 Jahren und nimmt Japan den kommerziellen Walfang wieder auf. Warum gerade jetzt und welche Folgen hat das? Wichtige Antworten im Überblick.

Seite 2 von 4
fatal.justice 01.07.2019, 11:55
10. Forschungsergebnisse?

Es wäre interessant, zu erfahren, welche großartigen Erkenntnisse die japanische Walforschung der letzten Jahrzehnte erbrachte. Welche Walarten lecker sind, oder nicht? Mit dem Ergebnis, dass nun endlich die industrielle Vernichtung ganzer Populationen von Meeresbewohnern legalisiert wird. Mit Tradition kann man auch jede Untat rechtfertigen: War schon immer so - muss richtig sein. Mögen sie alle in Blut schwimmen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thommy05 01.07.2019, 12:08
11. Wäre die Uno gefragt

persönlich würde ich mir eine UNO Resolution wünschen, di die Jagd auf gefährdete Tierarten(auch Wale, Elefanten, Nashörner, Tiger usw. )verbietet und diese Resolution auch DURCHSETZT!! WIE? DIE GEDANKEN sind frei und könnten hier wieder zensiert werden

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fahrgast07 01.07.2019, 12:23
12. Seien wir ehrlich:

Mich ärgert diese Heuchelei. Wir fischen die Meere leer, wollen alles billig, egal was der Umwelt passiert. Aber immer auf die "bösen Japaner" zeigen? Die Zwergwale sind überhaupt nicht gefährdet! Beifang tötet viel mehr Wale (da kursieren Zahlen von 300.000 pro Jahr!). Schauen wir auf den Balken im eigenen Auge, statt auf den Splitter im Auge Japans.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Freier.Buerger 01.07.2019, 12:36
13. Nur gucken, nicht aufessen

Zitat von iffelsine
Wir haben schon öfter in verschiedenen Ecken Waltouren gebucht und viel Spass dabei gehabt. Die Preise waren immer üppig aber auch wert. Ist der Wal aufgegessen, kann ihn keiner mehr sehen, also ein einmaliger Betrag. Ein lebender Wal bringt über Jahrzehnte Geld. Schade, Japan stand schon länger auf unserer Wunschliste für einen längeren Urlaub zum Anschauen, das knicken wir nun und werden dafür nochmals Alaska und Vancouver Island besuchen.
Ich versuche mir gerade vorzustellen, was für die Walpopulation belastender ist. a) 227 vor den Küsten Japans getötete Wale oder b) wenn jetzt alle Kreuzfahrer oder Maletouristen um die Welt jetten, und in Massen mit kleinen Booten und Hubschraubern über die Wale herfallen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mohemp 01.07.2019, 12:37
14. Kultur? Nicht ganz

Im ersten Absatz des Artikels steht, dass der Walfang in Japan teil der alten Fischereitradition sei. Dies stellen die Japaner zwar gerne so dar, allerdings entspricht dies nicht den Fakten. Vor dem 20. Jhd. ist Walfleisch in Japan i.d.R. nur auf dem Teller gelandet, wenn sich einzelne Tiere zufällig in einer der unzähligen Buchten verirrt hat, wo es einfach erlegt werden konnte. Zur wirklichen Jagt auf Wale kam es erst in den 1930ern. Erst dann gab es die Möglichkeit, die Tonnen an Fleisch auch auf See zu kühlen. Dabei vom Teil der Kultur zu sprechen, ist höchst fragwürdig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spmc-135322777912941 01.07.2019, 12:41
15. Boykott wäre doch so einfach ...

keine japanischen Autos mehr kaufen. Es gibt koreanische und europäische Fahrzeuge en masse zur Auswahl. Warum ruft denn kein Tierschutzbund zum Boykott auf ?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fatal.justice 01.07.2019, 12:42
16. Interessant.

Zitat von fahrgast07
Mich ärgert diese Heuchelei. Wir fischen die Meere leer, wollen alles billig, egal was der Umwelt passiert. Aber immer auf die "bösen Japaner" zeigen? Die Zwergwale sind überhaupt nicht gefährdet! Beifang tötet viel mehr Wale (da kursieren Zahlen von 300.000 pro Jahr!). Schauen wir auf den Balken im eigenen Auge, statt auf den Splitter im Auge Japans.
Wenn es doch schon so einfach - Beifang - ist, Walartige zu erlegen, wozu benötigt man dann noch schwimmende Industriemoloche, die auch noch den größten Wal seiner Lebenswelt entreißen? Heute mag es so sein, dass bestimmte Walarten unbeschadet ihr Leben fristen dürfen. Wird dies weiterhin so sein, wenn sich nicht nur Japan, Island und Norwegen an der Hatz beteiligen? Die Ozeane sind keine unendlichen Aquakulturen, mit dem Sinn, Menschen zu ernähren. Was man entnimmt, ist weg - unwiederbringlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schuller.thomas 01.07.2019, 12:46
17.

Zitat von bert1966
Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, dann wird die Menge an verzehrtem Walfleisch durch die Abkehr vom "wissenschaftlichen" und Zuwendung zum kommerziellen Walfang paradoxerweise mehr als halbiert (vormals 5000t, zukünftig noch 2000t). Moralisch ist darum die Wiedereinführung des kommerziellen Walfangs zwar weiterhin extrem verwerflich, rein praktisch aber doch im Ergebnis eine Maßnahme, die sogar zur erheblichen Reduktion der Walfangquote führt, oder verstehe ich das falsch?
Ja, falsch. Nur der wissenschaftliche Fang wird sich durch den kommerziellen auf 2000 t reduzieren. Also 2000 t wissenschaftlicher Fang + x t kommerziellen Fang. Wie viel auch immer x sein wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
traumglauben 01.07.2019, 13:05
18.

Japan war noch nie an Umweltschutz interessiert, Man denke nur an den Quecksilber-Skandal in Minamata, ganz zu schweigen von Fukoshima, wo nach wie vor das Meer mit kontaminiertem Wasser verseucht wird. Aber dass jetzt die Nachfrage nach gefährdeten Tieren geschürt werden soll, indem man sie abschlachtet ist schlicht pervers. Ja, Japan gehört boykottiert

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bakturs 01.07.2019, 13:24
19. Kulturen gehen und kommen! Und sie vergehen auch manchmal für immer.

"Wir wollen unsere Kultur der Waljagd wieder aufleben lassen", sagt etwa der Bürgermeister der alten Walfangstadt Shimonoseki. Na super! Welcher geistiger Pfurz ist das denn?

Ich hätte noch ein paar Vorschläge für ein paar "Wiederbelegungen":
"Kultur der Hexenverbrennung"
"Kultur der absoluten Monarchie"
"Kultur der Öffentlichen Hinrichtungen"
"Kultur der Folterkeller und -knechte"
"Kultur des Nationalsozialsimus"

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 4