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Satellitenbild der Woche: Afrikas Elend zeigt sich auch aus dem Weltall

Lange Zeit hofften die Menschen, dass es doch noch regnen würde. Doch der Regen blieb aus. Ostafrika ist von der schlimmsten Dürre seit Jahrzehnten betroffen. Die Trockenheit brachte den Hunger - zu erkennen ist sie auch vom Weltall aus.

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saako 30.07.2011, 12:01
1. Futtermittelknappheit

naheliegend fand ich das vorgehen von Schabab, 30 % der tiere der nomaden einzuziehen, um erstens die weidegründe zu schonen und zweitens der nahrungsmittelknappheit entgegenzuwirken
den nach dem, was ich die zurückliegenden jahre so las, sehen die nomaden nordafrikas ihr wichtigstes ziel darin, daß jeder eine möglichst große herde hat, was bei knappen resourcen natürlich zu ständigen verteilungskämpfen führt ...

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schultern 30.07.2011, 12:27
2. oje...

die Ziegen fressen die letzten grünen Blättchen ab, die Wüste marschiert voran... und das seit Jahrzehnten...
die Menschen verdursten und verhungern...
und wenn wir ihnen jetzt Nahrung und Wasser schicken...und die Kinder sterben nicht und kriegen bald wieder jedes 8 Kinder... wo soll das hinführen?

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ötsch 30.07.2011, 12:57
3. :(

Zitat von schultern
die Ziegen fressen die letzten grünen Blättchen ab, die Wüste marschiert voran... und das seit Jahrzehnten... die Menschen verdursten und verhungern... und wenn wir ihnen jetzt Nahrung und Wasser schicken...und die Kinder sterben nicht und kriegen bald wieder jedes 8 Kinder... wo soll das hinführen?
Es ist grausam, aber leider wahr.
Elendleidende VÖlker zu unterstützen führt über kurz oder lang zu noch mehr Elend...

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Erhan24 30.07.2011, 13:23
4. Kinder

Zitat von schultern
die Ziegen fressen die letzten grünen Blättchen ab, die Wüste marschiert voran... und das seit Jahrzehnten... die Menschen verdursten und verhungern... und wenn wir ihnen jetzt Nahrung und Wasser schicken...und die Kinder sterben nicht und kriegen bald wieder jedes 8 Kinder... wo soll das hinführen?
Die Kinder sind die natürliche Rente und Krankenversicherung. Wenn die sowas dort hätten, bräuchten sie nicht so viele Kinder machen. Oder warum haben die Leute hier nicht so viele Kinder?

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ToertjeX 30.07.2011, 13:44
5. !

Zitat von ötsch
Es ist grausam, aber leider wahr. Elendleidende VÖlker zu unterstützen führt über kurz oder lang zu noch mehr Elend...
..siehe auch Griechenland, Portugal, USA...oder wie?

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karteileiche007 30.07.2011, 13:47
6. Akutsituation

Zitat von ötsch
Es ist grausam, aber leider wahr. Elendleidende VÖlker zu unterstützen führt über kurz oder lang zu noch mehr Elend...
Das sagt sich leicht, wenn es einem selbst gut geht. Momentan ist die Hungersnot akut - da ist es nicht die richtige Zeit um über "Erziehungsmaßnahmen" zu diskutieren. Noch dazu wo ein Großteil des Elends in Ländern der dritten Welt ja von unseren Industrienationen verursacht wird.

Es ist sicherlich sinvoll, nicht nur kurzfristig sondern auch langfristig zu helfen - indem man diese Länder aus ihrer Abhängigkeit von großen Industrienationen befreit - aber daran hat niemand, der dies unterstützen könnte, wirklich Interesse.

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depotmaster 30.07.2011, 14:11
7. Fortschritte

Einige scheinen ja zu glauben dass es überhaupt keine Fortschritte gibt. Dabei muss man bedenken dass Somalia 1950 noch eine Labenserwartung von 32 Jahren hatte, heute 50 Jahre. Und die Kindersterblichkeit lag bei 240, heute 180. Erfahrungsgemäß entscheiden sich Frauen erst dann zu deutlich weniger Kindern, wenn 90% von ihnen die Kindheit überlebt, entspricht einer Kindersterblichkeit von 100.

Ein guter Ansatz zur Senkung der Geburtenrate ist auch die Schulbildung der Mädchen. Ich denke bei den beiden Punkten sollte man ansetzen. Medizinische Betreung für Kinder und Schulbildung von Mädchen. Somalia hat mit 6,3 Kindern pro Frau mit Osttimor, Afghanistan und dem Niger mit die höchte Geburtenrate der Welt.

Übrigens ist bei Beibehaltung der jetzigen Bemühungen von einer Senkung der Geburtenrate auf 4 Kinder pro Frau bis 2045 auszugehen, also immerhin. Es geht nun mal nicht alles von heute auf morgen. Man muss investieren, um Infrastrukturen für Gesundheit und Mädchenbildung zu schaffen. Kulturelle Strukturen ändern sich nicht einfach so.

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Fritz Motzki 30.07.2011, 14:47
8. Dramatische Veränderungen...

Zitat von sysop
Lange Zeit hofften die Menschen, dass es doch noch regnen würde. Doch der Regen blieb aus. Ostafrika ist von der schlimmsten Dürre seit Jahrzehnten betroffen. Die Trockenheit brachte den Hunger - zu erkennen ist sie auch vom Weltall aus.
stehen den Somalis noch bevor. Höchstwahrscheinlich ändert sich auch das Klima zum Besseren http://de.wikipedia.org/wiki/Afar-Dreieck und http://www.spiegel.de/fotostrecke/fo...cke-12753.html

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jujo 30.07.2011, 15:10
9. Ich denke

Zitat von ötsch
Es ist grausam, aber leider wahr. Elendleidende VÖlker zu unterstützen führt über kurz oder lang zu noch mehr Elend...
so zynisch wie es klingt ist es wohl auch .
Der lebenswerte Lebensraum der Erde wird immer knapper.
Niemandem der auf dem (noch) bewohnbaren Teil lebt liegt
ernsthaft daran diesen Menschen wirklich und nachhaltig zu zu helfen. Denn dann müsste er WIRKLICH TEILEN und nicht nur ein paar milliönchen spenden zur Gewissensberuhigung.
Nur die unverbesserlichen Sozialromantiker glauben daran noch etwas nachhaltiges am Elend verändern zu können!

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