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Schadensbilanz: Zahl der Wolfsangriffe auf Nutztiere gestiegen
DPA

472 dokumentierte Fälle in einem Jahr - vor allem Schafsherden werden zunehmend von Wölfen attackiert. Experten sagen: Abschüsse helfen nur kurzfristig. Nutztiere müssen besser geschützt werden.

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Fräulein P. 16.02.2019, 10:04
10. Wolfsfrei

Ich wünsche mir Deutschland wieder wolfsfrei.

Man erzählte uns mal, dass die Wölfe den Wildtierbestand "naürlich" regulieren würden. Das ist nicht eingetreten, sie "regulieren" einzig den Nutztierbestand.

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fleischwurstfachvorleger 16.02.2019, 10:04
11. Tja

Zitat von wittchen2000
In Deutschland gibt es nicht genug Platz für Wölfe, wir sind eine der dichtbesiedeltsten Regionen der Erde. "Experten Sagen: Abschüsse helfen nur kurzfristig" - naja, andere "Experten" sagen wahrscheinlich was anderes. Es gibt auch genug "Experten" die in der Stadt leben und sich das nicht ausmalen wie es in ländlicheren Regionen ist, wenn man Angst haben muss die Schafe oder auch die eigenen Kinder sind draußen nicht mehr sicher. Wann wird er erste Waldkindergarten wohl Besuch von einem hungrigen Wolf bekommen?
Wölfe und Fischreiher und Otter und Bieber und Puma und Wildkatzen und alle Insekten, sollten endlich aus unserem Leben verschwinden.

Aber dann ist der Mensch halt auch verschwunden.

Hohe Zäune. Schutzhunde. Wäre vielleicht auch eine Lösung.

Aber nein, streng geschützte Tiere werden zum Abschuss freigegeben. - Wie erbärmlich.

Wenn bei uns wochenlang die Haustüre offen stehen würde, würde vielleicht auch mal jemand kommen und sich bedienen. Müssen noch nicht einmal professionelle Diebe sein.

P.S.
Wölfe meiden den Menschen - Fallen Sie bitte nicht auf die BILD herein.

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FreeARTIC 16.02.2019, 10:04
12. Wölfe wurden nicht angesiedelt

Zitat von Immanuel K.
...ein Wildtier in einer Kulturlandschaft anzusiedeln, das gleichzeitig auch ein Nahrungskonkurrent des Menschen ist, gut ist, wage ich zu bezweifeln... Die Vorstellung, dass dieses Wildtier, seine Nahrung nur bei Wildtieren sucht, erscheint mir naiv. M.E. wird es früher oder später zu einer unmittelbaren Konfliktsituation zwischen einem Wolf und einem Menschen kommen - das ist bei einer wachsenden Wolfspopulation überhaupt nicht zu vermeiden.
Immer wieder schreiben die Wolfsgegener von Ansiedlungen. Kein einziger Wolf in Deutschland wurde hier angesiedelt. Jeder ist aus freien Stücken hier eingewandert. In der Wildtierökologie bezeichnet man sowas als Neobiota, z.B. Waschbären. Da der Wolf aber hier IMMER heimisch war, ist es ganz einfach NORMALITÄT.
Es ist ein wirklich sehr gutes Zeichen das die Wölfe aus allen Nachbarländern wie Polen, Tschechien usw.. wieder hier einwandern. Der Wolf braucht eine gewisse Form von Landschaft und vorallem Ruhe. Scheinbar hat er diese Jahrzehntelang nicht gefunden, sonst wäre er schon viel länger hier. Der Wolf fühlt sich hier nun wohl.
Mann kann nicht ALLE Wölfe wieder ausrotten, das ist bei der geringen Zahl praktisch unmöglich. Eine Sichtung ist so selten, dass es nicht möglich die Tiere aufzuspüren. Wir müssen nun mit den Wölfen leben. Sie sind geschützt und wieder hier heimisch. Das ist ein großes Zeichen für eine relativ intakte Natur. Er findet hier Nahrung (primär nicht aus Nutztieren), er kann hier Nachkommen zeugen und Rudel bilden. Alles das sind positive Zeichen.
Das es aber auch Probemwölfe gibt, liegt vorallem an dem Umgang der Menschen mit diesen Tieren. Sie werden gefüttert, angelockt usw.
Schafe werden wie auf dem PräsenTIERTeller bereitsgestellt. Das ist einzig die Schuld der Menschen. Wir sollten mal schauen, wie die Mongolen mit Wölfen umgehen. Für sie sind die Tiere heilig. Sie sind viel stärker daraufangewiesen das ihre Herden nicht angeriffen werden. Sie haben umfangreiche Schutzmaßnahmen und ein anderes Verhätltnis.
Ich bin aber auch dafür einzele Problemwölfe umzusiedeln. Das sollte aber nur die letzte Maßnahme sein.

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gorlois7 16.02.2019, 10:08
13.

Wie schon des Öfteren bemerkt, funktioniert die Bewirtschaftung von Nutztieren in Gebieten mit Langfristigen Wolfspopulationen prima, wenn entsprechende Hunde eingesetzt werden. Was dem Jäger sein unverzichtbarer Jagdhund ist,sollte dem Schäfer sein Herdenschutzhund sein.

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Igelnatz 16.02.2019, 10:09
14. @3

Der Wolf wurde nicht aktiv angesiedelt, im Gegensatz zum Luchs.

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ruhepuls 16.02.2019, 10:10
15. Nur der Mensch findet sich selbst überflüssig...

Zitat von power.piefke
"In Deutschland gibt es nicht genug Platz für Wölfe, wir sind eine der dichtbesiedeltsten Regionen der Erde." dann sind offenbar die Menschen das Problem und nicht das heimische Raubtier Wolf. im übrigen zu ihrem waldkindergarten: Rotkäppchen ist ein Märchen!
Natürlich ist der Mensch das Problem - aus Sicht des Wolfes. Aus Sicht des Menschen ist das Wolf das Problem.

Kein Wolf allerdings käme auf die Idee, sich selbst als Problem zu sehen. Ein schlechtes Gewissen hat nur der Mensch - oder besser gesagt bestimmte Menschen.

Rotkäppchen ist ein Märchen, aber Angriffe durch Wildtiere kommen überall da vor, wo es eben Wildtiere gibt. Auch wenn sie vergleichsweise selten sind. Der Wolf ist eben kein Kuscheltier für Leute, die die Natur romantisieren, während sie zuhause im warmen Wohnzimmer von einer besseren Welt träumen.

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Melatonin 16.02.2019, 10:11
16. Der Wolf ...

... würde wahrscheinlich argumentieren, man müsse die Menschen zum Abschuss freigeben, um die dramatische Überpopulation zu regulieren, die dadurch ausgehende Umweltverwüstung einzudämmen und die barbarischen und mordlustigen Übergriffe auf Hühner, Kühe, Schafe, Schweine, usw. zu beenden.

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niska 16.02.2019, 10:13
17.

Zitat von guka-le.
den unsere Viehzüchter nur sein. Hier wird eine Riesen Welle wegen nix gemacht. Wie haben es den die Bauern mit den Wölfen früher hinbekommen??? Sie haben....Hunde für Ihre Viehherden benutzt. Keine Zäune, Waffen, etc. Alle wollen ja so Öko, Gutmensch, Dieselhasser sein aber wenn es darum geht in Einklang mit den Tieren und Natur zu leben, wird dicht gemacht.
Keine Zäune, keine Waffen? Das ist historisch nicht korrekt. Jeder Bauer hat schon immer seinen Hof geschützt und hatte mindestens ein Gewehr im Schrank/Stall.

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ruhepuls 16.02.2019, 10:16
18. Logisch - Tiere sind pragmatisch...

Zitat von Fräulein P.
Ich wünsche mir Deutschland wieder wolfsfrei. Man erzählte uns mal, dass die Wölfe den Wildtierbestand "naürlich" regulieren würden. Das ist nicht eingetreten, sie "regulieren" einzig den Nutztierbestand.
Alle Lebewesen sind a priori erst mal faul. Auch Menschen - und auch Wölfe. Was man einfach bekommen kann, wird lieber genommen, als was schwierig zu bekommen ist. Ein Reh oder Hirsch muss gehetzt werden, bevor es gerissen werden kann. Schafe oder andere zahme Tiere sind da eine viel einfacher Beute - und schmecken vermutlich auch gut.

Wo es allerdings keine Nutztiere gibt, muss der Wolf eben mehr für sein Essen arbeiten.

Das Problem ist, dass die Erfahrungen mit Wölfen allesamt aus Gebieten stammen, die - verglichen - mit Deutschland viel weitläufiger sind. Ich bin hier viel im Wald und kenne auch USA usw. Hier stoße ich, wenn ich querfeldein gehe, alle paar Hundert Meter auf Waldwege, Straßen, ein Haus, ein Wanderheim usw. In den USA (und noch mehr in Kanada) kann man tagelang gehen, ohne auf Zeichen der Zivilisation zu treffen.

Ich glaube, wir tun den Wölfen keinen Gefallen, wenn wir sie erst hierher "holen", nur um dann festzustellen, dass für Wolf UND Mensch hier einfach kein Platz ist. (Gut, so mancher würde dann lieber den Menschen abschaffen, denn der Wolf ist ja Natur und damit "gut"...).

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ekel-alfred 16.02.2019, 10:17
19. Zu kurz gedacht

Zitat von Wegen
Es gibt keine Nutztiere... Das ist ein von Menschen erfundener Begriff, um die Ausbeutung von Tieren zu rechtfertigen.
Das ist natürlich Quatsch, denn Sie denken nur ans Schlachten. Es spricht nichts dagegen, von Schafen die Wolle, von Kühen die Milch und von Hühnern die Eier zu verwenden.
Zu Nutzen = Nutztiere

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