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Schadensbilanz: Zahl der Wolfsangriffe auf Nutztiere gestiegen
DPA

472 dokumentierte Fälle in einem Jahr - vor allem Schafsherden werden zunehmend von Wölfen attackiert. Experten sagen: Abschüsse helfen nur kurzfristig. Nutztiere müssen besser geschützt werden.

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helmut.alt 16.02.2019, 10:18
20. Unsere Vorfahren waren konsequent

und haben den Wolf als Raubtier aus einer Kulturlandschaft verbannt. Unsere Vorfahren wussten warum und wir haben nichts dazu gelernt. Sibirien und Alaska sind groß.

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Ein_denkender_Querulant 16.02.2019, 10:18
21.

Zitat von Fräulein P.
Ich wünsche mir Deutschland wieder wolfsfrei. Man erzählte uns mal, dass die Wölfe den Wildtierbestand "naürlich" regulieren würden. Das ist nicht eingetreten, sie "regulieren" einzig den Nutztierbestand.
"... Warum wir Wolf und Luchs trotzdem brauchen: seit jeher fallen den Beutegreifern bevorzugt alte, kranke und schwache Tiere zum Opfer. Kein menschlicher Jäger beherrscht diese Selektion sowie der Hetzjäger Wolf.

Damit halten Wolf und Luchs den Beutetierbestand gesund und fit, der Ausbreitung von Krankheiten wird vorgebeugt. Durch die Aufnahme von verendeten Tieren und Aas beseitigen sie potentielle Krankheitsüberträger...."
Siehe: https://www.wildtierschutz-deutschland.de/single-post/2017/12/07/Wölfe-Luchse-Beutetiere

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ruhepuls 16.02.2019, 10:22
22. Früher jagte man den Wolf

Zitat von guka-le.
den unsere Viehzüchter nur sein. Hier wird eine Riesen Welle wegen nix gemacht. Wie haben es den die Bauern mit den Wölfen früher hinbekommen??? Sie haben....Hunde für Ihre Viehherden benutzt. Keine Zäune, Waffen, etc. Alle wollen ja so Öko, Gutmensch, Dieselhasser sein aber wenn es darum geht in Einklang mit den Tieren und Natur zu leben, wird dicht gemacht.
Warum meinen Sie denn, dass es lange Zeit keine Wölfe mehr gab? Gegessen hat man sie bei uns nicht. Sie wurden ausgerottet, weil sie den Bauern ans Vieh gingen. Ein Wolf ist clever, der lässt sich durch normale Zäune etc. nicht aufhalten. Man müsste also um alle Viehherden 2-3 m hohe stabile Zäune (die auch in den Boden reichen) bauen.
Ganz abgesehen von den Kosten: Mal überlegt, wie sowas in der Landschaft aussieht? Auf der einen Seite wollen wir artgerechte Tierhaltung (was in der Regel Weidehaltung bedeutet) - auf der anderen Seite aber sollen die Bauern gefälligst die Klappe halten, wenn ihre Tier geräubert werden.

Was viele nicht wahrhaben wollen: Solange es genug Nahrungsquellen gibt, vermehrt sich eine Art. Erst wenn die Nahrung knapp wird, beginnen Krankheiten und Konflikte die Population zu reduzieren. In diesem Fall bedeutet das, die Wölfe werden so lange immer mehr werden, bis sie entweder laufend abgeschossen werden - oder nicht mehr an Futter kommen.

Derzeit ist Deutschland ein Schlaraffenland für Wölfe...

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ahloui 16.02.2019, 10:24
23. So sehr ich der Natur verbunden bin,

so sehr bin ich dagegen, Wölfe in Deutschland zu dulden.

Spätestens, wenn eines Tages das erste Kleinkind, das im ländlichen Raum arglos gespielt hat, als Opfer zu beklagen ist, werden alle ganz ruhig werden. Und das ist nur eine Frage der Zeit.
Das Argument, Rotkäppchen sei ein Märchen, halte ich für ausgesprochen dumm!

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charlybird 16.02.2019, 10:26
24. Ich bin kein Fachmann,

aber Menschen die es sind, haben diese rasche Population mit den bekannten Folgen vorausgesagt, natürlich haben ihnen die Wolfskuschler widersprochen, aber die Voraussage traf sogar schneller ein als vermutet.
Und ich glaube, während jetzt noch weiter ''debattiert'' wird, nabeln sich bald die nächsten Jungtiere vom Rudel ab und bilden weitere neue.
Nutztierhalter und Menschen in etwas abgelegeneren Gegenden, gerne mit Kindern, dürfen sich weiter über den vollkommen überflüssigen Erhalt einer Spezies in einem der dichtbesiedelsten Länder der Welt freuen, die auch alles andere als gefährdet ist.
Aber vielleicht hilft ja die Beibehaltung der Tempofreiheit zu anstehenden Geburtenkontrolle.:-)

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redebrecht 16.02.2019, 10:26
25. Warum sind Wölfe OK, Massentierhaltung schlecht?

Wenn demnächst alle Tiere in Freilandhaltung gehalten werden, dann wird es auch Bilder zerfetzten Hühnern, Schweinen und Rindern geben. Wölfe sind trotzdem gut, auch wenn sie keine Veganer sind.
Wir könnten dann einen Wettbewerb veranstalten. Wo sterben mehr Tiere. In Freilandhaltung oder im Stall? Wo gibt es die schrecklicheren Bilder. In Freilandhaltung oder im Stall?
Wobei. Jedes tote Tier im Stall wird als Argument gegen Massentierhaltung genutzt. Jedes Tote Tier auf dem Feld ist....egal?

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schwarzeliste 16.02.2019, 10:27
26. Tierquälerei

Die armen Schafe. Das ist unvorstellbare Tierquälerei, wenn so ein Wolf eine Schafsherde überfällt. Jedenfalls schlimmer als die Kastration eines Ferkels. Neuerdings darf man keine Pullis aus Merinowolle mehr kaufen, weil da eine bestimmte Methode angewendet wird, von der ich vorher noch nie gehört habe. Von Wolf gequälte Schafe haben genausoviel Aufmerksamkeit und Mitleid verdient

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ruhepuls 16.02.2019, 10:31
27. Normalität?

Zitat von FreeARTIC
Immer wieder schreiben die Wolfsgegener von Ansiedlungen. Kein einziger Wolf in Deutschland wurde hier angesiedelt. Jeder ist aus freien Stücken hier eingewandert. In der Wildtierökologie bezeichnet man sowas als Neobiota, z.B. Waschbären. Da der Wolf aber hier IMMER heimisch war, ist es ganz einfach NORMALITÄT. Es ist ein wirklich sehr gutes Zeichen das die Wölfe aus allen Nachbarländern wie Polen, Tschechien usw.. wieder hier einwandern. Der Wolf braucht eine gewisse Form von Landschaft und vorallem Ruhe. Scheinbar hat er diese Jahrzehntelang nicht gefunden, sonst wäre er schon viel länger hier. Der Wolf fühlt sich hier nun wohl. Mann kann nicht ALLE Wölfe wieder ausrotten, das ist bei der geringen Zahl praktisch unmöglich. Eine Sichtung ist so selten, dass es nicht möglich die Tiere aufzuspüren. Wir müssen nun mit den Wölfen leben. Sie sind geschützt und wieder hier heimisch. Das ist ein großes Zeichen für eine relativ intakte Natur. Er findet hier Nahrung (primär nicht aus Nutztieren), er kann hier Nachkommen zeugen und Rudel bilden. Alles das sind positive Zeichen. Das es aber auch Probemwölfe gibt, liegt vorallem an dem Umgang der Menschen mit diesen Tieren. Sie werden gefüttert, angelockt usw. Schafe werden wie auf dem PräsenTIERTeller bereitsgestellt. Das ist einzig die Schuld der Menschen. Wir sollten mal schauen, wie die Mongolen mit Wölfen umgehen. Für sie sind die Tiere heilig. Sie sind viel stärker daraufangewiesen das ihre Herden nicht angeriffen werden. Sie haben umfangreiche Schutzmaßnahmen und ein anderes Verhätltnis. Ich bin aber auch dafür einzele Problemwölfe umzusiedeln. Das sollte aber nur die letzte Maßnahme sein.
Ja, der Wolf ist hier ursprünglich heimisch, wie der Braunbär, das Wisent und andere Tiere auch. Sie sind hier "ausgestorben", weil es eben keine normale (Natur-) Umgebung mehr ist.
Selbst unser - so hochgelobter - "deutscher Wald" ist eine Kulturlandschaft. Es ist ein Acker für Bäume, der vom Bauer (= Förster) bewirtschaftet wird. Schauen Sie sich mal auf Google-Earth von oben den Schwarzwald (da wohne ich) oder eine andere Waldgegend an. Da ist alle paar Hundert Meter ein Weg, eine Straße, ein Haus, usw. usf. Es gibt keine Wildnis mehr in Deutschland, außer an einigen Stellen im Osten. Es gibt keine wirklich ausreichend großen Flächen, die eine Wolfspopulation beanspruchen könnte. Die Wölfe werden notgedrungen zu Kulturfolgern. Wie Wildschweine auch...

Das ist nicht die Schuld des Wolfes, der verhält sich einfach "naturlogisch". Aber es ist naiv, zu ignorieren, dass es hier eben keine ursprüngliche Natur mehr gibt - und auch nicht mehr geben wird.

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kuschl 16.02.2019, 10:35
28. @ wittchen2000 Rotkäppchen und der Wolf

Er wird uns alle umbringen! Jetzt denken Sie sich mal in den Wolf. Welche Panik der hat. Menschen überall, vermehrt bis zum geht nicht mehr, da wo ich früher gelebt habe, überall haben sie sich ausgebreitet.und wie sie stinken! Die meide ich lieber. Und im Waldkindergarten, da werden die Menschenkinder bepuschelt und zur Gewaltfreiheit erzogen, jeden Tag, immer wieder, aber mich wollen sie abknallen. Jetzt mal ehrlich, haben Sie schon von einem NACHGEWIESENEN Wolfsangriff in Deutschland gehört? Von Angriffen schlecht dressierter Hunde jede Menge. Wenn Sie auf dem Land wohnen, dann sind Sie da nur zugezogen, wer auf dem Land groß geworden ist, hat diese Panik normalerweise nicht.

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Melatonin 16.02.2019, 10:37
29.

Zitat von ruhepuls
Natürlich ist der Mensch das Problem - aus Sicht des Wolfes. Aus Sicht des Menschen ist das Wolf das Problem. Kein Wolf allerdings käme auf die Idee, sich selbst als Problem zu sehen. Ein schlechtes Gewissen hat nur der Mensch - oder besser gesagt bestimmte Menschen. Rotkäppchen ist ein Märchen, aber Angriffe durch Wildtiere kommen überall da vor, wo es eben Wildtiere gibt. Auch wenn sie vergleichsweise selten sind. Der Wolf ist eben kein Kuscheltier für Leute, die die Natur romantisieren, während sie zuhause im warmen Wohnzimmer von einer besseren Welt träumen.
Bei zu geringem Platzangebot würde ein Wolf sehr wohl auf die Idee kommen, (andere) Wölfe als Problem anzusehen. Generell regelt jede Spezies seine eigene Population, nur eine Spezies kriegt es offenbar nicht auf die Reihe. Und nur die wenigsten Menschen scheinen die eigene Überpopulation (im Gegensatz zum Wolf) als Problem zu begreifen.

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