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Schadensbilanz: Zahl der Wolfsangriffe auf Nutztiere gestiegen
DPA

472 dokumentierte Fälle in einem Jahr - vor allem Schafsherden werden zunehmend von Wölfen attackiert. Experten sagen: Abschüsse helfen nur kurzfristig. Nutztiere müssen besser geschützt werden.

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Immanuel K. 16.02.2019, 10:41
30. Okay, der Wolf wurde nicht...

Zitat von FreeARTIC
Immer wieder schreiben die Wolfsgegener von Ansiedlungen. Kein einziger Wolf in Deutschland wurde hier angesiedelt. Jeder ist aus freien Stücken hier eingewandert. In der Wildtierökologie bezeichnet man sowas als Neobiota, z.B. Waschbären. Da der Wolf aber hier IMMER heimisch war, ist es ganz einfach NORMALITÄT. Es ist ein wirklich sehr gutes Zeichen das die Wölfe aus allen Nachbarländern wie Polen, Tschechien usw.. wieder hier einwandern. Der Wolf braucht eine gewisse Form von Landschaft und vorallem Ruhe. Scheinbar hat er diese Jahrzehntelang nicht gefunden, sonst wäre er schon viel länger hier. Der Wolf fühlt sich hier nun wohl. Mann kann nicht ALLE Wölfe wieder ausrotten, das ist bei der geringen Zahl praktisch unmöglich. Eine Sichtung ist so selten, dass es nicht möglich die Tiere aufzuspüren. Wir müssen nun mit den Wölfen leben. Sie sind geschützt und wieder hier heimisch. Das ist ein großes Zeichen für eine relativ intakte Natur. Er findet hier Nahrung (primär nicht aus Nutztieren), er kann hier Nachkommen zeugen und Rudel bilden. Alles das sind positive Zeichen. Das es aber auch Probemwölfe gibt, liegt vorallem an dem Umgang der Menschen mit diesen Tieren. Sie werden gefüttert, angelockt usw. Schafe werden wie auf dem PräsenTIERTeller bereitsgestellt. Das ist einzig die Schuld der Menschen. Wir sollten mal schauen, wie die Mongolen mit Wölfen umgehen. Für sie sind die Tiere heilig. Sie sind viel stärker daraufangewiesen das ihre Herden nicht angeriffen werden. Sie haben umfangreiche Schutzmaßnahmen und ein anderes Verhätltnis. Ich bin aber auch dafür einzele Problemwölfe umzusiedeln. Das sollte aber nur die letzte Maßnahme sein.
...angesiedelt - er bleibt aber Nahrungskonkurrent. Sie beschreiben die NORMALITÄT des Wolfes, es gibt aber auch eine Normalität des europäischen Menschen (seit 150 Jahren ohne den Wolf), der eben nicht mit seinen Herden durch die Landschaften zieht (wie die Mongolen) - sie wollen das doch nicht ernsthaft miteinander vergleichen!?

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bambini 16.02.2019, 10:58
31. Das Zaudern des Waidmanns

Ich bin von ökologischen Schafzüchtern die ihr Fleisch an Ökobauernläden liefern und die mit ihren Kindern einsam am Waldrand in meinem Revier leben, autorisiert worden jeden Wolf zu schießen. Sie würden mir den Kadaver auch abnehmen, damit ich keinen Ärger mit der Jagdbehörde und dem Nabu bekomme. Ich habe noch arge Gewissenszweifel.

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dasfred 16.02.2019, 10:58
32. Nicht eines der Tiere, die der Wolf reißt

Keines dieser Tiere wäre an Altersschwäche gestorben. Selbst das Shetland Pony wäre eines Tages entweder in der Wurst oder beim Abdecker gelandet. Wenn Zweibeiner über unsere Fahrräder und Autos herfallen, wird auch überlegt, wie man sich besser dagegen absichert, wenn man es schon nicht verhindern kann. Dort wo heute Wölfe die Schafe reißen, wurden die Tiere auch schon nachts mit dem Transporter gestolen. Ärgerlich, aber niemand fordert den Abschuss von Schafessern auf Verdacht. Für Schäden durch den Wolf kommt zumindest noch der Staat auf.

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hauseru 16.02.2019, 11:01
33. Sachlichkeit hilft

Alle Polemiker, die hier posten, sollten sich sinnvollerweise die Mühe machen, die Fakten zu studieren, beispielsweise: https://www.bundestag.de/blob/563294/83068d6297590248dd89375affd358c4/wd-8-041-18-pdf-data.pdf
Wer des Englischen mächtig ist, kann auch die populärste Grundlagenstudie geniessen: http://www.nina.no/archive/nina/PppBasePdf/oppdragsmelding/731.pdf
Die Wahrscheinlichkeit, von einem Wolf angegriffen zu werden, ist geringer als nahezu alle anderen Todesarten.
Ich bin kein Stadtgutmensch. Seit Jahren haben wir ein Wolfsrudel in unmittelbarer Nähe meines Wohnorts. Ich habe das Glück, auf einsamer Fahrt mit dem Fahrrad nach Hause in 10 Jahren 1 (ein!!!) Mal einen Wolf gesehen zu haben und vor wenigen Tagen hat ein Rudel wenige hundert Meter von meiner Haustür entfernt einen Wildriss erreicht. Ich habe weder um mich, noch um meine Familie mit 2 Töchtern Angst.

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Teile1977 16.02.2019, 11:10
34. Hunde

Alle Argumente die hier gegen den Wolf ausgesprochen werden sind unhaltbar. Der Wolf ist nichts anderes als ein großer Hund, mit dem Unterschied das Hunde in der Regel keine Angst vor Menschen haben. Wie viele Kinder werden jährlich von Hunden angefallen und getötet? Wo bleibt da der Aufschrei und die Forderung alle Hunde in den Städten abzuschießen? Und wer kleine Kinder alleine im Wald spielen lässt, sorry dem ist nicht zu helfen. Dort gibt es nämlich Wildschweine, Zecken und andere Menschen, also für Kinder wirklich gefährliche Lebewesen.
Und die gerissenen Schafe? Die Bauern werden entschädigt, und angesichts der Tatsache wie wir mit Nutztieren allgemein umgehen, da fallen 800 tote Schafe nicht einmal ansatzweise ins Gewicht. Wer sein Fleisch im Supermarkt kauft tut den Kreaturen weit schlimmeres an.

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Teile1977 16.02.2019, 11:17
35. Ausgerottet

Wer als Argument bringt das der Wolf aus Sicherheitsgründen bei uns ausgerottet wurde, der irrt. Es war die blanke Gier. Die Jäger gönnten den Wölfen nicht ein einziges Reh, jeder Konkurrent im Wald wurde ausgerottet. Den Menschen vor 150 Jahren war es absolut egal ob eine Art aus stirbt und was das für ein Ökosystem bedeutet, Hauptsache man bekommt selbst am meisten ab. So wurden die Wale in der Biscaya ausgerottet, der Dodo oder als bekanntes Beispiel das Bison, dessen letzte hundert Exemplare von der Armee geschützt werden mussten damit die Jäger ( wissentlich das dies dir letzten Exemplare sind) sie nicht auch noch holten.

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niska 16.02.2019, 11:22
36.

Zitat von Melatonin
Bei zu geringem Platzangebot würde ein Wolf sehr wohl auf die Idee kommen, (andere) Wölfe als Problem anzusehen. Generell regelt jede Spezies seine eigene Population, nur eine Spezies kriegt es offenbar nicht auf die Reihe. Und nur die wenigsten Menschen scheinen die eigene Überpopulation (im Gegensatz zum Wolf) als Problem zu begreifen.
Die Wölfe haben doch bisher kein zu geringes Platzangebot, da es in D überall Kulturwälder gibt, wo sie nicht beschossen werden dürfen. Wenn es zu viele Wölfe werden, ziehen sie weiter. So sind sie ja auch her gehommen. Und an Nahrung mangelt es bei unserer Freilandhaltung und den streng reglementierten Abschüssen bei Schwarz- und Rotwild auch niemals.

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Tschüß 16.02.2019, 11:35
37. Lernen durch Schmerzen.

Zitat von guka-le.
den unsere Viehzüchter nur sein. Hier wird eine Riesen Welle wegen nix gemacht. Wie haben es den die Bauern mit den Wölfen früher hinbekommen??? Sie haben....Hunde für Ihre Viehherden benutzt. Keine Zäune, Waffen, etc. Alle wollen ja so Öko, Gutmensch, Dieselhasser sein aber wenn es darum geht in Einklang mit den Tieren und Natur zu leben, wird dicht gemacht.
Man hatte die Wölfe ausgerottet. Das war gut so, das war die Lösung des Problems. Dass man sie jetzt wieder in Deutschland, einem dicht besiedelten Hoch Industrieland wieder anzusiedeln sucht, ist irre. Je nachdem, wie weit sich die Viecher weiterhin ungehemmt vermehren dürfen, ist es nur eine Frage der Zeit bis die ersten Menschen angegriffen und auch getötet werden. Dann allerdings wird das Geschrei groß sein. aber anders geht es nun mal nicht, ähnlich dem zu erwartenden Black Out in Sachen Energiewende. Lernen durch Schmerzen.

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niska 16.02.2019, 11:35
38.

Zitat von hauseru
Alle Polemiker, die hier posten, sollten sich sinnvollerweise die Mühe machen, die Fakten zu studieren, beispielsweise: https://www.bundestag.de/blob/563294/83068d6297590248dd89375affd358c4/wd-8-041-18-pdf-data.pdf Wer des Englischen mächtig ist, kann auch die populärste Grundlagenstudie geniessen: http://www.nina.no/archive/nina/PppBasePdf/oppdragsmelding/731.pdf Die Wahrscheinlichkeit, von einem Wolf angegriffen zu werden, ist geringer als nahezu alle anderen Todesarten. Ich bin kein Stadtgutmensch. Seit Jahren haben wir ein Wolfsrudel in unmittelbarer Nähe meines Wohnorts. Ich habe das Glück, auf einsamer Fahrt mit dem Fahrrad nach Hause in 10 Jahren 1 (ein!!!) Mal einen Wolf gesehen zu haben und vor wenigen Tagen hat ein Rudel wenige hundert Meter von meiner Haustür entfernt einen Wildriss erreicht. Ich habe weder um mich, noch um meine Familie mit 2 Töchtern Angst.
Bisher positive persönliche Erlebnisse sind in der Regel kein Argument. Auch wenn der Mensch bisher verschont wurde, was passiert denn, wenn die Bauern und Züchter die Tipps des Artikels konsequent umsetzen, und die leichten Risse konsequent verhindern? Dann hat Wolf hunger und er greift sich, wie andere hier schon schieben, das kleine, kranke, wehrloseste Opfer in Reichweite. Erst, wenn das auch nicht mehr geht, zieht er weiter. Wir können jetzt noch ein bisschen kuscheln und uns ökowohlfühlen, doch spätestens wenn obiges eintritt, wird der Wolf wieder bejagt und kommt weg. Warum es erst soweit kommen lassen? Es gibt noch genug Rückzugsgebiete für den Wolf. Bei vielen anderen Tieren sieht es anders aus. Aber die sind wohl nicht plakativ schön und kuhl genug um in der Bürgerinitiative die Mädels klar zu machen.

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niska 16.02.2019, 11:39
39.

Zitat von Teile1977
Alle Argumente die hier gegen den Wolf ausgesprochen werden sind unhaltbar. Der Wolf ist nichts anderes als ein großer Hund, mit dem Unterschied das Hunde in der Regel keine Angst vor Menschen haben. Wie viele Kinder werden jährlich von Hunden angefallen und getötet? Wo bleibt da der Aufschrei und die Forderung alle Hunde in den Städten abzuschießen? Und wer kleine Kinder alleine im Wald spielen lässt, sorry dem ist nicht zu helfen. Dort gibt es nämlich Wildschweine, Zecken und andere Menschen, also für Kinder wirklich gefährliche Lebewesen. Und die gerissenen Schafe? Die Bauern werden entschädigt, und angesichts der Tatsache wie wir mit Nutztieren allgemein umgehen, da fallen 800 tote Schafe nicht einmal ansatzweise ins Gewicht. Wer sein Fleisch im Supermarkt kauft tut den Kreaturen weit schlimmeres an.
Wenn Sie den Unterschied zwischen einem Wildtier und einem über Jahrtausende domestizierten Nutz-/Haustier nicht sehen wollen, ist eine Diskussion von vornherein sinnlos.

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