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Schädelfund in Transsilvanien: Mordfall nach 33.000 Jahren aufgedeckt
Kranoti/ DPA

Der Schädel lag in einer Höhle, zusammen mit Steinwerkzeugen und Bärenknochen. Nun sind sich Tübinger Anthropologen sicher: Der Mann aus der Steinzeit wurde ermordet.

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geotie1 04.07.2019, 20:35
10.

Zitat von ford_mustang
Wenn, dann wohl eher Totschlag. Oder Notwehr? Anhand der Spuren doch nicht eindeutig zu sagen. In der Überschrift macht sich Mord natürlich besser
Wenn das Opfer geknet hat? Wie soll das Notwehr sein?

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Toleranter Demokrat 04.07.2019, 21:09
11. nullum crimen sine lege scripta

Kein Verbrechen ohne das geschriebene Gesetz! Nach heutigem Standard wäre der Delinquent, wenn er denn noch lebte, frei zu sprechen. Denn damals gab es noch nicht einmal die 10 Gebote, geschweige denn § 211 StGB.

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Neandiausdemtal 04.07.2019, 22:57
12. Verwirrung

Zitat von hartmannulrich
Im Artikel heißt es einmal Jungpaläolithikum, einmal Altpaläolithikum. Jungpaläolithikum ist richtig. (Nicht zu verwechseln mit der Jungsteinzeit.)
Die Jungsteinzeit begann vor etwa 11.500 Jahren.
Das Jungpaläolithikum vor ca. 40.000 und endete vor etwa 9500 Jahren. Witzigerweise heißt Jungpaläolithikum übrigens nichts anderes als Jungaltsteinzeit. Die Jungsteinzeit (ohne "alt" ) wird Neolithikum genannt, was wiederum Neusteinzeit bedeutet.

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smsderfflinger 05.07.2019, 00:32
13.

Zitat von holzghetto
wäre er von hinten gekommen wäre es ein Rechtshänder.
Möglich, wenn die Keule an der Spitze eine "Nase", also ein hervorstehendes Teil gehabt hätte. Hatte es das nicht ( da muss die Spusi ran und das Mordwerkzeug sichern...) dann ist der Schlag von vorn gekommen. Erkenntlich an dem eingedrückten Knochenstücken. An das halbrunde Fragment, das am tiefsten eingedrückt ist, schliessen sich nach vorn drei weitere doch nicht so tief eingedrückte Fragmente an. Das spricht schon für einen Schlag von vorn, falls die Keule nicht...siehe oben.
Linkshänder dann anzunehmen, aber auch ein Rechtshänder könnte die rechte Schädelseite mit einem von aussen nach innen (Rückhand) geführtem Schlag treffen...
Da hat die Forensik noch eine Menge zu tun...
D

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Gerdd 05.07.2019, 14:08
14. Jaja ...

Mord verjährt nicht, aber der Staatsanwalt verfolgt nur lebende Verdächtige. Und bis jetzt hsnen sie ja noch keinen ...

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smsderfflinger 06.07.2019, 21:42
15.

Zitat von holzghetto
wäre er von hinten gekommen wäre es ein Rechtshänder.
Möglich, wenn die Keule an der Spitze eine "Nase", also ein hervorstehendes Teil gehabt hätte. Hatte es das nicht ( da muss die Spusi ran und das Mordwerkzeug sichern...) dann ist der Schlag von vorn gekommen. Erkenntlich an dem eingedrückten Knochenstücken. An das halbrunde Fragment, das am tiefsten eingedrückt ist, schliessen sich nach vorn drei weitere doch nicht so tief eingedrückte Fragmente an. Das spricht schon für einen Schlag von vorn, falls die Keule nicht...siehe oben.
Linkshänder dann anzunehmen, aber auch ein Rechtshänder könnte die rechte Schädelseite mit einem von aussen nach innen (Rückhand) geführtem Schlag treffen...
Da hat die Forensik noch eine Menge zu tun...
D

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susuki 07.07.2019, 11:55
16.

Also Bones würde den Sachverhalt restlos aufklären und noch lebende Nachfahren ausmachen...

Scherz beiseite. Wir wissen viel zu wenig über unsere Vorfahren. Jede neue Erkenntnis ist ungemein wertvoll.

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siegfried_richard_albert 07.07.2019, 13:35
17. Mehrwert?

Ich frage mich, was in den Köpfen von manchen Menschen vorgeht. Wie kann man sich ernsthaft mit so etwas befassen? Muss ich mein Leben jetzt ändern? Noch mehr Frage ich mich, warum der Artikel in der Rubrik Wissenschaft gebracht wird. Warum nicht unter Humor?

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Sissy.Voss 07.07.2019, 15:08
18. Den Zusammenhang muss man verstehen...

Zitat von siegfried_richard_albert
Ich frage mich, was in den Köpfen von manchen Menschen vorgeht. Wie kann man sich ernsthaft mit so etwas befassen? Muss ich mein Leben jetzt ändern? Noch mehr Frage ich mich, warum der Artikel in der Rubrik Wissenschaft gebracht wird. Warum nicht unter Humor?
Andere fragen sich, wie man so desinteressiert sein kann und trotzdem den Artikel liest und dann sogar kommentiert. Das fiele mir bei einem doch noch weit nebensächlicheren Fußballspiel nie ein. Manche interessiert es, mich nicht. Im Übrigen ist der Bericht insofern interessant, als er Aufschluss über die Gewaltneigung der frühen Homo sapiens wiedergibt. "Unsere Ergebnisse zeigen, dass das Verhalten der frühesten modernen Europäer auch gewalttätige Konflikte und sogar Morde beinhaltete", schlussfolgert Harvati (Uni Tübingen). Die Aussage über Morde würde ich, zumindest nach heutiger Definition, nicht unterschreiben. Was wir feststellen können, ist ein Totschlag. Noch immer wissen wir nicht genau, seit wann es „Kriege“ nach unserem heutigen Verständnis gab. Ein sehr alter Schauplatz hier in Baden-Württemberg ist Talheim bei Heilbronn, wo ein solches Ereignis 27.000 Jahre später, ca. 5.000 vor Christus stattfand. Sind Kriege wirklich erst entstanden, nachdem es Herrschaftsstrukturen gab, die territoriale Ansprüche zu verteidigen hatten? Also frühestens seit der Jungsteinzeit? Die berühmt gewordene Schlacht an der Tollense in Mecklenburg ist weit jünger; sie stammt aus der Bronzezeit.

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siegfried_richard_albert 07.07.2019, 19:54
19. Sissy.Voss

In dem Artikel stehen viele Vermutungen, Annahmen. Der Täter war vielleicht Linkshänder,warum ist der Täter nicht dahinter gestanden, Evtl kniete das Opfer, das Opfer hat die Schläge nicht überlebt aber ob die Hiebe ausreichten, das Opfer zu töten? Vielleicht hat auch ein Kind 2 Jahre später mit Steinen auf den Kopf geschlagen. Das ist mein Gedanke. Nach 33000 Jahren zu behaupten, da hat ein Täter (vielleicht auch Täterin?) einen Menschen ermordet, ist wohl zu weit hinausgelehnt. Das ist für mich Humbug. Warum sollen Menschen damals nicht gemordet haben? Aber der Schädel ist dafür kein Beweis.

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