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Schädlich für Bienen: EU stimmt über Verbot von drei Pflanzenschutzmitteln ab
DPA

Am Freitag entscheiden die EU-Staaten, ob drei umstrittene Pflanzenschutzmittel weiter im Freiland verwendet werden dürfen. Die Insektizide können Bienen schädigen. Der Überblick.

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permissiveactionlink 27.04.2018, 10:20
30. Die LD50, also

die Dosis, bei der 50% der Bienen sterben, liegt für Imidacloprid bei 3,7 Milliardstel Gramm (3,7 ng !). Dieser Wert gilt bei oraler Aufnahme des Giftes über Pflanzennektar oder Pollen. Beim bloßen Kontakt mit den Insekten sind 81ng erforderlich. Da eine Honigbiene durchschnittlich 82mg wiegt, kommt man bei der Kontaktlethalität auf 988 ug/ kg Bienen. Zum Vergleich : Die LD50 von Novitschok liegt bei 200ug, für einen Erwachsenen mit etwa 75kg Körpergewicht. Das entspricht also 2,67 ug /kg bei bloßem Kontakt. Das ist also in noch 370 mal geringerer Menge tödlich. Es ist davon auszugehen, dass die giftigsten Neonikotinoide gegen Insekten noch gar nicht synthetisiert oder erprobt wurden, und dass natürlich auch Neonikotinoide denkbar sind, die extrem warmblütertoxische Wirkung besitzen. Nikotinische Acetylcholinrezeptoren bzw. Nikotinrezeptoren (nAChR) besitzen Wirbeltiere schließlich auch....

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Beat Adler 27.04.2018, 10:30
31. Vor 20 Jahren wiesen franzoesische Imker auf das Problem hin.

Vor 20 Jahren wiesen franzoesische Imker auf das Problem hin.
Sie stellten schon damals fast, dass ihre Bienen nach dem Besuch von Sonnenblumen, gebeizt mit Imidacloprid, auffaellige Verhaltensveraenderungen zeigten. Es war damals schon moeglich diesen Imkern genau zuzuhoeren und ihre Sorgen Ernst zu nehmen!
Ab 1999 liefen wissenschaftliche Versuche, im Labor und im Feld, um die Vorwuerfe der Imker zu entkraeften resp. zu bestaetigen. Leider ergaben damals die Resultate keine statistisch sauber auswertbaren Resultate.

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louis-winthorpe 27.04.2018, 10:32
32. können?

Die Insektizide können Bienen schädigen? Dies steht ohne Zweifel fest.

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Raisti 27.04.2018, 10:39
33.

So wie es sich mir darstellt wird der Bauernverband weiter lobbyieren für den Einsatz dieser Mittelchen. Der Umsatz muss ja schließlich stimmen.
Die Folgen sind dabei erstmal egal. Aber wenn wir nix unternehmen werden Bienen eventuell aussterben und wenn wir dann alles per hand selbst bestäuben müssen ist das geweine auch größ weil die Bestäuber ja auch bezahlt werden wollen.

Es ist zeit das ein umdenken in der Landwirtschaft stattfindet. Profit ist nicht alles. Und ja mir ist klar das es auch massive Ernteausfälle bedeuten kann wenn diese Mittel nicht eingesetzt werden aber das ist immernoch besser als alles per Hand befruchten zu müssen.

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kratzdistel 27.04.2018, 10:45
34. Gemeinsam ist man stark

Zitat von Beat Adler
Vor 20 Jahren wiesen franzoesische Imker auf das Problem hin. Sie stellten schon damals fast, dass ihre Bienen nach dem Besuch von Sonnenblumen, gebeizt mit Imidacloprid, auffaellige Verhaltensveraenderungen zeigten. Es war damals schon moeglich diesen.....
erfreulich ist, dass gerade die organisation pollinis aus frankreich sehr rührig ist im kampf gegen neonics mit Unterschriftenaktionen an die verantwortlichen der EU. jeder kann da mitmachen http://www.pollinis.org/de/

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fisschfreund 27.04.2018, 10:51
35.

Man weiß doch sowieso schon im voraus, was dabei herauskommt. Nämlich nichts, wie schon beim Glyphosat. Dazu ist der Druck der Agrarlobby viel zu groß. Am liebsten möchte man diesen Leuten ihr Gift zu fressen geben.

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Rosmarinus 27.04.2018, 11:01
36.

Zitat von Raisti
So wie es sich mir darstellt wird der Bauernverband weiter lobbyieren für den Einsatz dieser Mittelchen. Der Umsatz muss ja schließlich stimmen. Die Folgen sind dabei erstmal egal. Aber wenn wir nix unternehmen werden Bienen eventuell aussterben und wenn wir dann alles per hand selbst bestäuben müssen ist das geweine auch größ weil die Bestäuber ja auch bezahlt werden wollen.....
Mal halblang. Schauen Sie sich die Statistiken des Deutschen Imkerbundes an - von einem Aussterben der Honigbiene und einer nahenden Nowendigkeit der Handbestäubung ist da nichts zu sehen.

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darthmax 27.04.2018, 11:04
37. Biowüsten

Die Grünen haben erreicht, dass Bio Masse zur Elektrizitätsgewinnung gefördert wird ( Mais ), das Bio in den Tank gemischt wird ( Raps ) , Das sind Bio Wüsten, in denen Bienen verhungern, auch andere Insekten vermissen wir , so auch Mücken, diese allerdings gern.
Dass eine Vielzahl von Insekten fehlt , stellt der Autofahrer auf der Windschutzscheibe fest.
Jetzt fängt aber schon wieder die Unterteilung in nützlich ( Bienen ) und ungewünscht ( Mücken ) an.
Wir sollten uns um das Ganze kümmern und nicht beispielsweise um den Wasserschierlingsfenchel , um Baumassnehmen zu verhindern..

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taglöhner 27.04.2018, 11:10
38. Knallharte, widerlegbare Zahlen...

...gibt es jede Menge, von den Firmen, Behörden und beauftragten Instituten wenn ein Präparat zugelassen wird.
Nur dass der obsoleteste und damit ums Überleben ringende Teil der Öko-Lobby seine Widerlegungsversuche wenn vorhanden in den Schubladen verschwinden lässt und statt dessen ganz auf öffentlichkeitswirksames, dafür wissenschaftsfernes, Wabern und Wähnen setzt. Survival of the Fittest. In diesen Zeiten eben der faktenfreie Populist. Evolution.

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hoeffertobias 27.04.2018, 11:13
39. Sehr interessant wäre es, ....

.... wenn die Auswirkungen dieser potentiellen Verbote auf die Realität überprüft werden würden. Damit könnte die alles entscheidende Frage, ob Neonicotinoide wirklich für das Bienensterben verantwortlich sind, zweifelsfrei geklärt werden. Meine Prognose lautet: nach dem Verbot wird das Insektensterben signifikant zunehmen. Schon drei Jahre nach dem Verbot wird ein deutlicher Rückgang zweifelsfrei nachzuweisen sein. Warum? Will niemand wirklich wissen. Es geht hier schließlich nicht um Umweltschutz, sondern um Wählerstimmen. Schade für die Umwelt!

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