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Schätzung für 2018: Deutschlands CO2-Emissionen sinken - aber nicht nachhaltig
DPA

Auf den ersten Blick sieht das gut aus: Einer Schätzung zufolge sind die deutschen Treibhausgasemissionen im Jahr 2018 um 5,7 Prozent gefallen. Das hat aber wohl wenig mit erfolgreichem Klimaschutz zu tun.

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capadonna 08.01.2019, 14:05
80. Frage

weshalb gelten Diesel als co2 arm. das ist doch reines Marketing. 1l Benzin gibt bei Oxidation 2,36kg co2

1l Diesel ergibt 2,6 kg co2. labert ihr immer nur ohne info.
ich kapiers nicht.

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misterknowitall2 08.01.2019, 14:06
81. Eigentlich...

Zitat von neurather
. der deutschen Energie- und Klimapolitik ersichtlich: wir Stromverbraucher geben jährlich über 20 Milliarden Euro dafür aus, dass der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung steigt.
zahlen wir die 20 Mrd. an die, die dafür gesorgt haben, dass wir nun 40% EE erreicht haben. Und die haben vor Jahren dafür investiert.

Keine Sorge, die lukrativen EE-Verträge brechen bald weg, mit der heutigen Vergütung lässt sich kein Geld mehr verdienen.

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knuty 08.01.2019, 14:11
82.

Zitat von equigen
Die Daten die Agora (Organisation zur Förderung nicht-konventioneller Kraftwerke) zeigt und die die Bundesnetzagentur zeigt sind bzgl. Produktion unterschiedlich... und anscheinend nochmal anders als die von Fraunhofer. Komisch... ist es so schwierig zu zählen was erzeugt und verbraucht wird??
Der Unterschied besteht darin, dass mal mit der Brutto- und dann wieder mit der Nettostromerzeugung gerechnet wird. Atom- und Kohlekraftwerke haben ein hohen Eigenstrombedarf, der ist im Bruttobetrag mit enthalten. EE-Anlagen haben dagegen einen viel geringeren Eigenstrombedarf.
Rechnet man den Eigenbedarf der Kraftwerke heraus, liegt der Anteil der EE höher, nämlich bei rund 40%.

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KarlKastor 08.01.2019, 14:12
83. Unwissenheit hoch 10

Zitat von radlrambo
auch nur, wenn man sich das so ausmalt: Es läuft permanent durch und kann nicht auf Strom- oder Spannungsspitzen reagieren und braucht mehrere Wochen um hochzufahren. Glauben Sie dafür sind keine Speicher nötig: Sogar fast alle Pumpspeicherkraftwerke werden dafür benötigt, die dann den EE nicht mehr zur Verfügung stehen (das sind dann die bösen Speicherfresser!). Was ist mit den Stillstandszeiten im Sommer bei Niedrigwasser: Da geht gar nichts und in Zukunft immer weniger! Kohlekraftwerke sind mittlerweile auf EE im Sommer angewiesen, sonst kommt kein Strom mehr aus der Steckdose! Ist ihnen dieser Umstand egal?
Ist das Unwissenheit oder dreistes Lügen? Das glaub ihnen doch selbst der naivste Laie nicht.
Wochen? Sie sollen das Kraftwerk hochfahren und nicht erst bauen.
Bei modernen Anlagen dauert ein Heißstart 1-2 h und eiun Kaltstart 4h. Bei alten Anlagen kann es auch bis zu 10 h dauern. Und regelbarkeit liegt etwa bei 3 % pro Minute der Nennlast. Minimallast bei modernen Anlagen bis runter auf 20 %.

Natürlich lassen sich Kohlekraftwerke gut regeln. Wenn auch langsam. Aber der Bedarf ist planbar. Nur Spitzenlasten müssen mit Gasturbinen und Speicherkraftwerken, bzw. über das internationale Stromnetz ausgeglichen werden.

Bei EE haben sie viel größere Probleme. Der Bedarf an Speicher ist zig mal so hoch. Es geht in naher Zukunft nicht ohne fossile Energieträger. Kohle zu verteufeln und dabei dreist zu lügen hilft nicht weiter

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Ökofred 08.01.2019, 14:17
84. Das ist falsch

Zitat von interessierter Laie
... Und das gilt nicht nur für mich sondern für das Land. Was Sie tun (wie leider die gesamte EEG-Fangemeinde) ist: Sie kleben dem Exportstrom ein Kohlelabel an. Verursacht wird er aber nicht durch die Kohle, sondern Durch die Solarenergie, die genau dann massenhaft anfällt, wenn sie keiner haben will.
Der Solarstrom fällt genau dann an wenn man ihn braucht nämlich tagsüber, mit der Spitze mittags. Das hat ja leider auch den dafür gedachten Spitzengaskraftwerken das Geschäftsmodell verhagelt.
Können Sie hier sehen unter "Last" und auch an den Preisen, die Mittags immer noch am höchsten sind.

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KarlKastor 08.01.2019, 14:18
85.

Zitat von neurather
…. der deutschen Energie- und Klimapolitik ersichtlich: wir Stromverbraucher geben jährlich über 20 Milliarden Euro dafür aus, dass der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung steigt. Gleichzeitig laufen die extrem klima-, umwelt- und gesundheitsschädlichen Braunkohlekraftwerke ungestört weiter. Dabei handelt sich zu einem großen Teil um Kraftwerke, die vollkommen veraltet sind und aufgrund miserabler Wirkungsgrade ca. 1000 bis 1200 Gramm Kohlendioxid pro erzeugter Kilowattstunde emittieren. Veraltet ist dabei nicht nur die Technik der Kraftwerke, sondern auch die vor langer Zeit festgelegten Genehmigungswerte für Luftschadstoffe. Für CO2 gibt es bei Kraftwerken – anders als beim Auto - keine Grenzwerte. Der CO2-Handel entfaltet im Kraftwerkssektor seit vielen Jahren nicht die erhoffte Lenkungswirkung, da der zu zahlende Preis pro Tonne weiterhin deutlich zu niedrig ist. Vor einigen Jahren wurde die Einführung einer Klimaabgabe diskutiert. Aber am Ende fehlte der Politik der Mut, dieses notwendige Instrument einzuführen. Jetzt besteht in der Tat großer Handlungsbedarf. Ganz egal, wie man es am Ende macht – Kraftwerke mit Wirkungsgraden von unter 40 Prozent haben in der heutigen Stromerzeugung nichts mehr verloren. Im rheinischen Revier laufen heute noch Blöcke, die mit Wirkungsgraden von ca. 33 bis 37 Prozent aus der energietechnischen Steinzeit stammen. Aber wir Deutschen verschrotten lieber gut erhaltene Diesel-Autos als diese wahren Dreckschleudern...
In China kann man froh sein, wenn die Kraftwerke bei 30 % liegen.
Aber ich gebe ihnen recht. Alte Kraftwerke gehören abgeschaltet. Neue müssen im Gegenzug aber auch erlaubt werden. Mit höheren Wirkungsgraden und deutlich weniger Emissionen.
Durch diese unmögliche Energiepolitik geht überhaupt nichts voran.
Stromnetz soll seit über 10 Jahren ausgebaut werden und es passiert nichts. Kohlekraftwerke veralten und Neubauten werden verhindert. Gaskraftwerke werden durch absoluten Vorrang der EE komplett uninteressant für Investoren, dabei brauchen wir diese dringend um regelbar zu bleiben. Gleiches gilt für Speicheranlagen: Es gibt null Anreiz solche Anlagen zu bauen.

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misterknowitall2 08.01.2019, 14:18
86. Lösung

Zitat von interessierter Laie
Wissen Sie: Ich habe selbst schon darüber nachgedacht, durch erneuerbare autark zu werden. Die kleine Lösung wäre zumindest Solarthermie. Aber ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass die reine Energiemenge durchaus toll kringt, aber leider hab ich mit Solar genau dann viel Energie, wenn ich wenig davon brauche und wenn ich viel brauche hab ich wenig. Solange Energie nicht vernünftig gespeichert werden kann, müsste ich also bspw. selbsterzeugten Strom tagsüber und im Sommer ins Netz abgeben (exportieren) und würde nachts und im Winter wieder welchen kaufen oder konventionell erzeugen müssen. Damit lohnt sich die Investition leider nicht. Und das gilt nicht nur für mich sondern für das Land. Was Sie tun (wie leider die gesamte EEG-Fangemeinde) ist: Sie kleben dem Exportstrom ein Kohlelabel an. Verursacht wird er aber nicht durch die Kohle, sondern Durch die Solarenergie, die genau dann massenhaft anfällt, wenn sie keiner haben will.
Bauen sie ein Passivhaus. Heizen müssen sie so kaum noch. Und das Bisschen erzeugen sie über ein Heizregister in der Lüftung. Setzen sie eine ausreichend große PV-Anlage aufs Dach und eine entsprechende Batterie in den Keller.

Auf Hausanschlüsse sollten sie trotzdem nicht verzichten - für den Notfall und auch um Strom zu verkaufen, wenn er dann über ist.

Letztlich ist der Versuch autark zu werden löblich, aber nicht förderlich, weil EE in einem größeren Verbund besser funktioniert.

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misterknowitall2 08.01.2019, 14:26
87. Die Energiedichte ist höher

Zitat von capadonna
weshalb gelten Diesel als co2 arm. das ist doch reines Marketing. 1l Benzin gibt bei Oxidation 2,36kg co2 1l Diesel ergibt 2,6 kg co2. labert ihr immer nur ohne info. ich kapiers nicht.
als bei Benzin und deswegen wird weniger verbrannt um die gleiche Leistung zu erhalten. Jeweils einen Liter gegeneinander aufzurechnen, um den CO2 Ausstoss zu bemessen ist also ein wenig daneben. Nicht viel, aber daneben.

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soulbrother 08.01.2019, 14:28
88.

Zitat von christian-h
Welcher Mehrwert sollte das sein? Es gibt keinen Mehrwert eher das Gegenteil. Der Brennstoffwert liegt bei 2-4ct/kWh, die EE Erzeugungskosten sind im Durchschnitt aber gut doppelt so hoch.
Welchem Mehrwert hat es wohl, wenn wir tausende Tonnen an Kohleverbrennung einsparen und den Strom mit PV und WKA erzeugen?
Man muss schon sehr verblendet sein um die Vorteile nicht zu erkennen.
Und wenn Geld für Sie der enzige Faktor ist: wieviel kostet denn 1 Kubikmeter saubere Luft? Wieviel zahlt der Kohlekraftwerksbetreiber um 1 Kubikmeter Luft mit Feinstäuben, Schwefeldioxid, Blei, Cadmium etc. zu belasten?

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Fuscipes 08.01.2019, 14:30
89.

Zitat von k70-ingo
Eben nicht. Der klinische Nachweis einer Gesundheitsverschlechterung oder gar Verkürzung der Lebenserwartung durch Stickoxid konnte bislang nicht geführt werden.
Beziehen sie sich da auf eine spezielle Untersuchung?

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