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Schiffswrack "San José" : Spanien will mit Kolumbien über Goldschatz verhandeln
DPA

Bei der Bergung des historischen Wracks der "San José" geht es um Milliarden. Neben Kolumbien und einem privaten Archäologie-Unternehmen hat nun auch Spanien Anspruch auf die Goldmünzen angemeldet.

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ackergold 08.12.2015, 19:15
30.

Das Schiffswrack könnte Spanien gehören, der Inhalt mit dem gesamten Raubgold gehört den Ureinwohnern Südamerikas und deren Nachfahren. Die wurden von den Spaniern massenhaft massakriert, versklavt und geschunden.

Spanien sollte sich lieber entschuldigen, anstatt heute noch die geraubten Güter zu beanspruchen. Wie gesagt, das Schiff können sie behalten.

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ackergold 08.12.2015, 19:19
31.

Zitat von ex rostocker
Das Gold soll den Ureinwohnern gehören? Ganz gewiss nicht, denn die wurden von ihren Herrschern, den Königen der Inka und Tolmeken, versklavt, um für ihre Könige Gold zu schürfen. Da diese Länder bis ins 19. Jahrhundert spanisch waren, ist der Anspruch des heutigen Spaniens nicht so weit hergeholt.
Die Länder waren niemals "spanisch", sondern sie wurden von Spanien erobert, unterjocht und geschunden. Die Behauptung, die Leute wollten damals Spanier werden, ist an Absurdität kaum zu überbieten.

Die Nachfahren all dieser Völker leben dort heute noch in den Staaten und es sich diese Staaten, die das Gold bekommen sollten... als kleine Entschädigung für das jahrhundertelange Unrecht, das ihnen von Spanien angetan wurde. Den Großteil, Abertausende Tonnen Gold, hat Spanien ja sowieso behalten.

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ackergold 08.12.2015, 19:27
32.

Es geht gar nicht darum, dass Spanien die zigtausend Tonnen Raubgold zurückgibt, die im Escorial und sonstwo verbaut wurden und mit denen die Habsburger ihre Kriege und Armadas finanziert haben. Nein, hier geht es um einen HEUTE aufgefundenen klitzekleinen Rest dessen, was von den spanischen Völkermördern in Amerika geraubt wurde. Genau darauf auch noch Anspruch zu erheben, das nenne ich grotesk.

Natürlich gibt es keinerlei Rechtsanspruch auf Raubgold. Das Schiff liegt in kolumbianischen Gewässern und ist rechtlich erstmal Eigentum von Kolumbien. Spanien gehört überhaupt gar nichts an dem Diebesgut.

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ackergold 08.12.2015, 19:28
33.

Zitat von hd1
Kann man an verbrecherisch erworbenen Sachen Eigentumsrechte erlangen?
Nein. Man könnte sie allenfalls gutgläubig ersitzen, aber um unter diese Regelung zu fallen, hätte man nicht ganze Völkerschaften ausrotten dürfen.

Völkermörder haben heute keinerlei Rechte mehr. Spanien sollte sich lieber entschuldigen und versuchen, das Unrecht der Vergangenheit zu tilgen.

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ackergold 08.12.2015, 19:33
34.

Zitat von ellistoquetodolosabe
Da es ein Schiff des Königreiches Spanien handelt, muss alles dem Spanischem Staat ausgeliefert werden.
Mein Herr, es handelt sich um ein Schiff von Kaiser Karl V. und der war bekanntlich Habsburger. Der Schatz muss also Österreich ausgeliefert werden, denn Spanien war damals Teil des Habsburgerreiches. Dumm gelaufen, was?

Selbstverständlich gilt das nur für das Schiff selbst und sämtliche Holzplanken und Kanonen. Die Ladung wurde geraubt und gehört daher den rechtmäßigen Besitzern in Südamerika.

Da es sich um ein Prisenschiff in kolumbianischem Staatsgebiet handelt, gibt es sowieso keinerlei Rechtsanspruch von Spanien. Spanien hatte schließlich 500 Jahre Zeit, das Zeugs zu heben. Jetzt gehört es rechtlich Kolumbien.

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JosefBecker 08.12.2015, 19:33
35. An durch Verbrechen gegen die Menschlichkeit

erworbenem Beutegut kann kein Eigentum erworben und keinerlei Ansprüche hergeleitet werden. Teile sollten für Museen zur Verfügung gestellt werden aber der Löwenanteil (oder eine entsprechende Entschädigung) muß an die Ureinwohner gehen, die bei den Raubzügen fast ausgelöscht wurden.

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Ralf Müller 08.12.2015, 19:38
36.

Die ehemaligen Kolonialmächte sind auch heute noch das, was sie früher auch waren: Plünderer, Räuber, Unterdrücker, Sklavenhändler.
Europäer halt, auch nicht viel besser wie die Amerikaner oder Russen......

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ex-optimist 08.12.2015, 19:41
37. Unverschämtheit

Erst einen ganzen Kontinent ausplündern und später die Herausgabe der Beute verlangen!
Die spinnen, die Spanier!

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1lauto 08.12.2015, 19:46
38. wenn Kolumbien den Schatz nicht rausrückt

dann muss Spanien die Engländer auf Schadenersatz verklagen, die haben das Schifferl versenkt. Alternativ sollte Spanien seine Flotte ( die war schon stärker) nach Kolumbien schicken - falls sich die Kolumbianer wehren- dann den NATO Beistandsfall ausrufen und Schwupps müssen die Engländer mit der Royal Navy diesmal den Spaniern helfen? Die Insulaner kommen aus der Sache nie raus!

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ellistoquetodolosabe 08.12.2015, 20:12
39. Karl I.

Ich kann auch anders argumentieren.
Karl der I, Spanischer König.
Teile Europas waren unter Spanischem Besitz,
Als Kaiser Karl V, reden wir über einen Spanischen Kaiser.
Mal ein bisschen Geschichte nachlesen.

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