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Schmelzender Permafrost: Sorge um den Saatguttresor
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Eine einzigartige Anlage auf der Arktisinsel Spitzbergen soll die genetischen Ressourcen wichtiger Pflanzen für die Ewigkeit bewahren. Doch schon zum wiederholten Mal gibt es Probleme. Säuft die Arche Noah für Saatgut ab?

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ackergold 23.05.2017, 09:13
1.

Wenn man wirklich dauerhaftere Sicherheit will, dann sollte man damit an den Südpol ziehen, aber nicht nach Spitzbergen. Auf Spitzbergen wird man in wenigen Jahrzehnten die Dinge anbauen können, deren Samen heute dort eingebunkert werden.

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geotie 23.05.2017, 09:24
2.

Mal angenommen, es gibt ein Atomkrieg und es überleben nur sehr wenige Menschen, wie geht es weiter? Wer kann dahinfahren und wer weiß wie man da reinkommt? Wo muss das Saatgut verteilt werden, wer bringt es hin? Wer weiß den noch wie so was angebaut wird, wie man es erntet und es auch essen kann? Sind es nur Sorten von Nutzpflanzen oder gibt es von allem etwas? Würde das überhaupt in der atomverseucten Erde gedeihen?
Ich geh mal davon aus, dass ich schon lange gestorben sein dürfte wenn es mal gebraucht wird. Aber so wie ich es sehe, ist es besser sich mit den Mitmenschen zu verstehen oder einfach aus dem Weg gehen, wenn man sich nicht mag.

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noerling 23.05.2017, 09:35
3. Falscher Titel: tauender permafrost muss es heißen

Eis schmilzt, Permafrost taut. Bitte den Titel korrigieren. Ein gefrorenes Hähnchen beispielsweise taut auf und ändert nicht seine Form wie beim permafrost-Boden.

- - - - Vielen Dank für den Hinweis, wir haben den Fehler korrigiert.
Redaktion Forum

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schgucke 23.05.2017, 09:48
4. Müsli

alles was irgendwann nach uns kommt, wird sich aus der Oper im Eis ein schmackhaftes Mahl machen.
mich erinnert das Projekt an ein eigenes in Kindertagen, wo ich einen faustgroßen Klumpen aus Harz formte und den vergrub, damit jemand ein paar Millionen Jahre später einen tollen Bernstein findet.

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cassandros 23.05.2017, 10:46
5. Pedologie

Zitat von noerling
Eis schmilzt, Permafrost taut. Bitte den Titel korrigieren. Ein gefrorenes Hähnchen beispielsweise taut auf und ändert nicht seine Form wie beim permafrost-Boden.
Dein Einwand wurde zur Kenntnis genommen.
Aber: wenn du/man schon korrekt sein willst/will, dann wollen wir und doch sicher auf PermafrostBODEN einigen?
"Der Frost taut" klingt nicht besser als "Der Frost schmilzt".
Was auftaut, ist der gefrorere Erdboden.
Wenn das Eis des Permafrostbodens auftaut/schmilzt, ....

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Hamberliner 23.05.2017, 10:49
6. auf tönernen Füßen

So ein Saatguttresor hat nur einen Sinn, wenn er redundant ausgelegt ist, wenn es mehrere davon gibt, unter verschiedenen Verantwortlichen, auf verschiedenen Kontinenten.

Im übrigen sehe ich nicht natürliche Einflüsse (Wetter, Klima) als die größte Gefahr, sondern Kriminelle. Es gibt ja in den USA eine nicht ganz unbekannte kriminelle Vereinigung, die sich als Wirtschaftsunternehmen ausgibt und weltweit gerne überall ganze Landstriche verwüstet, mit Pflanzenvernichtungsmittel, dass alle Pflanzen weit und breit ausrottet außer den eigenen, die man sich hat patentieren lassen, damit die Bauern vor Ort erpresst werden, sich von diesen Monopolblutegeln aussaugen zu lassen. Dieser kriminellen Vereiigung muss doch Saatgut, wo sie patentrechtlich nicht die Hand drauf hat, ein Dorn im Auge sein.

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AndyH 23.05.2017, 11:22
7. Klimawandel? Schon wieder?

Man sieht dort, dass es nicht unter eines Gletschers begraben wurde. Das bedeutet, ab und zu muss dort doch der Schnee schmelzen. Nun hat man dummer weise den Eingang so angelegt, dass diese Schmelzwasser hineinfließen kann und dort gefriert. (Wie kann es gefrieren wenn es floss? Plötzliche Klimawandel zurück?)
Nein, nicht der Architekt oder Bauunternehmen baute Mist, es war der Klimawandel !
Wenn mein Keller nach einem Regen vollläuft weil die Kanalisation unterdimensioniert ist und das Haus unglücklich gebaut wurde war es nicht die Gemeinde oder der Architekt, es muss der Klimawandel gewesen sein. Sowas praktisches!

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rreniar 23.05.2017, 12:04
8. Wald vor lauter Bäumen...

Zitat von AndyH
Man sieht dort, dass es nicht unter eines Gletschers begraben wurde. Das bedeutet, ab und zu muss dort doch der Schnee schmelzen. Nun hat man dummer weise den Eingang so angelegt, dass diese Schmelzwasser hineinfließen kann und dort gefriert. (Wie kann es gefrieren wenn es floss? Plötzliche Klimawandel zurück?) Nein, nicht der Architekt oder Bauunternehmen baute Mist, es war der Klimawandel ! Wenn mein Keller nach einem Regen vollläuft weil die Kanalisation unterdimensioniert ist und das Haus unglücklich gebaut wurde war es nicht die Gemeinde oder der Architekt, es muss der Klimawandel gewesen sein. Sowas praktisches!
Die Architekten und Bauunternehmen haben zwar Klimaerwärmung grundsätzlich mit einkalkuliert, haben sich vermutlich dabei aber tunnelblickartig zu sehr auf einen möglichen Meeresspiegelanstieg fixiert. Und haben zu optimistische Erwartungen an die Stabilität des Permafrostes in den oberen Schichten angesetzt. Komplett auftauen wird Spitzbergen auch bei mehreren Grad Anstieg der Durchschnittstemperatur so schnell nicht. Aber was nützt dies halt, wenn bereits der oberste Teil des Tunnels nicht wasserdicht gebaut wurde und vermutlich nur direkt in den Permafrost gefräst wurde.

Natürlich kann fließendes Wasser auch gefrieren und damit zum Stillstand kommen, schließlich gibt's ja ganze Flüsse die zufrieren. Ist halt nur eine Frage wie hoch der Temperaturunterschied ist und wie groß das Kältereservoir ist. Sprachlich so päpstlich sein, dass sich "fließen" (als Art der Bewegung) und "gefrieren" (als Art des Stillstands) ausschließen wäre ich da nicht. Der Begriff eines "fließenden Gletschers" ist ja auch geläufig.

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swandue 23.05.2017, 12:14
9.

Zitat von Hamberliner
So ein Saatguttresor hat nur einen Sinn, wenn er redundant ausgelegt ist, wenn es mehrere davon gibt, unter verschiedenen Verantwortlichen, auf verschiedenen Kontinenten.
Das ist auch mein Gedanke zu dem Thema.

Was ist, wenn ein großer Brocken aus dem All gerade diese Stelle trifft? Das war es dann wohl mit diesem Tresor.

Wir brauchen zehn solche Tresore, verteilt über den ganzen Planeten und eines fernen Tages dann auch im Weltall, um den Ausfall von ein oder zwei verkraften zu können.

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