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Schmetterlingsevolution: Ein Anhängsel rettet Leben
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Viele Tiere verwirren ihre Feinde mit optischen Täuschungen - das funktioniert aber nur, wenn die Angreifer auch gut sehen können. Zur Abwehr von Fledermäusen hat der Pfauenspinner daher auf eine andere Strategie gesetzt.

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bitboy0 17.02.2015, 10:13
1. Die Evolution hat GAR NICHTS!

Die Evolution wird immer wieder dargestellt wie eine aktiv und geplant vorgehende Intelligenz. "Es war sinnvoll, also hat es sich entwickelt" ist der übliche Spruch.

Ja, es HAT sich entwickelt, aber warum es das getan hat weiß niemand. Während sich solche Vorteile herausbilden sind sie erst mal nutzlos. Wir sehen am Ende nur das Ergebnis und die Mechanismen, die so etwas hervorbringen sind nicht entdeckt. Wir wissen nicht einmal wieso wir 5 Finger haben, nicht 4, nicht 6. Wir wissen nicht wieso sich aus unseren Genen ein Mensch bildet. Alle Versuche eine Bauanleitung im Genom zu finden sind gescheitert. Wir können nur sehen wo die Eiweiße auf den Genen codiert sind.

Es wäre schön, wenn man in den Artikeln nicht den Eindruck erwecken würde, wir hätten das ganze schlussendlich voll verstanden. Wir wissen fast NICHTS im Vergleich zu dem was es zu erforschen gibt.

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opriema 17.02.2015, 10:28
2.

Zitat von bitboy0
Die Evolution wird immer wieder dargestellt wie eine aktiv und geplant vorgehende Intelligenz. "Es war sinnvoll, also hat es sich entwickelt" ist der übliche Spruch. Ja, es HAT sich entwickelt, aber warum es das getan hat weiß niemand. Während sich solche Vorteile herausbilden sind sie erst mal nutzlos. Wir sehen am Ende nur das Ergebnis und die Mechanismen, die so etwas hervorbringen sind nicht entdeckt. Wir wissen nicht einmal wieso wir 5 Finger haben, nicht 4, nicht 6. Wir wissen nicht wieso sich aus unseren Genen ein Mensch bildet. Alle Versuche eine Bauanleitung im Genom zu finden sind gescheitert. Wir können nur sehen wo die Eiweiße auf den Genen codiert sind. Es wäre schön, wenn man in den Artikeln nicht den Eindruck erwecken würde, wir hätten das ganze schlussendlich voll verstanden. Wir wissen fast NICHTS im Vergleich zu dem was es zu erforschen gibt.
Vielen Dank für den Kommentar! Ist mir auch aufgefallen. Der Pfauenspinner "setzt" nämlich nicht auf irgendeine Strategie, sondern ist einfach das Ergebnis der Evolution.

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Tiananmen 17.02.2015, 10:34
3.

Offensichtlich haben Sie einen anderen Artikel gelesen als ich. In meinem steht nichts von einem "geplanten Vorgehen" der Evolution.

Im Übrigen ist Ihre Annahme falsch, dass evolutionäre Anpassungen "erst mal nutzlos" seien. Wenn es nicht von einem sofort wirksamen Vorteil begleitet ist, dann verschwindet das Merkmal meist "sofort" wieder.

Interessant ist die Aussage: "Die schwanzartigen Anhänge an den Flügeln innerhalb der Familie der Pfauenspinner seien im Verlauf der Evolution unabhängig voneinander vier Mal entstanden." Wenn das Merkmal Vorteile bringt, warum verschwindet es dann wieder? Oder habe ich das falsch verstanden?

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notbehelf 17.02.2015, 10:42
4. Mittel

ich finde es schlimm, mit welchen brachialen Mitteln heutzutage Forschung betrieben wird um Dinge zu beweisen, die keiner wissen muss.

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schmiedt 17.02.2015, 11:30
5. @Tiananmen

Was Sie falsch verstanden haben ist, dass das Merkmal vier Mal unabhängig voneinander entstanden ist, bei unterschiedlichen Schmetterlingsfamilien. Das kann man anhand ihrer getrennten Entwicklungsgeschichte ableiten. Verschwunden ist das Merkmal nie, eben weil es nützlich ist.

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Frau_Enschleger 17.02.2015, 11:39
6. Wir wissen schon einiges

Zitat von bitboy0
Ja, es HAT sich entwickelt, aber warum es das getan hat weiß niemand. Während sich solche Vorteile herausbilden sind sie erst mal nutzlos. Wir sehen am Ende nur das Ergebnis und die Mechanismen, die so etwas hervorbringen sind nicht entdeckt. Wir wissen nicht einmal wieso wir 5 Finger haben, nicht 4, nicht 6. Wir wissen nicht wieso sich aus unseren Genen ein Mensch bildet. Alle Versuche eine Bauanleitung im Genom zu finden sind gescheitert. Wir können nur sehen wo die Eiweiße auf den Genen codiert sind. Es wäre schön, wenn man in den Artikeln nicht den Eindruck erwecken würde, wir hätten das ganze schlussendlich voll verstanden. Wir wissen fast NICHTS im Vergleich zu dem was es zu erforschen gibt.
Sie haben wohl sehr sehr lange in kein Biologiebuch mehr reingeschaut. Es sind schon lange Gene bekannt, die die Ontogenese (individuelle körperliche Entwicklung) steuern, also das was sie als Bauanleitung im Genom bezeichnen. Die Bekanntesten darunter sind sicherlich die Hox-Gene.
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Die Pentadaktylie ist übrigens bei den Wirbeltieren vermutlich so stark konserviert, weil das selbe Hox-Gen das dafür verantwortlich ist, auch die Entwicklung der Geschlechtsorgane beeinflusst. Eine Abweichung würde vermutlich zu Unfruchtbarkeit führen.
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Sie sollten mal wieder in ein aktuelles Biologiebuch schauen oder einfach ein bisschen in Wikipedia stöbern um ihr Wissen aufzufrischen. In der Genetik hat sich seit den 80ern enorm viel getan...

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Frau_Enschleger 17.02.2015, 11:44
7. Ja das haben sie falsch verstanden...

Zitat von Tiananmen
Interessant ist die Aussage: "Die schwanzartigen Anhänge an den Flügeln innerhalb der Familie der Pfauenspinner seien im Verlauf der Evolution unabhängig voneinander vier Mal entstanden." Wenn das Merkmal Vorteile bringt, warum verschwindet es dann wieder? Oder habe ich das falsch verstanden?
Innerhalb der Familie ist das Merkmal bei vier verschiedenen Abstammungslinien unabhängig voneinander entstanden. Die Vorfahren der Falter hatten vermutlich schon die Veranlagung ein solches Anhängsel zu bilden, sonst lässt sich schwer erklären weshalb es gerade in dieser Familie so oft zu der Bildung solcher Anhängsel kam. Aber erst nachdem die Nachkommen sich in unterschiedliche Arten aufgespalten hat, evolvierten bei 4 dieser Arten die Anhängsel.

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bitboy0 17.02.2015, 12:26
8. Ja und nein!

Frau Enschleger, sie haben da etwas wichtiges gesagt: Die Veranlagung muss schon in einer Art in den Genen angelegt gewesen sein und hat sich später dann ausgedrückt. Das ist vermutlich in sehr vielen Dingen so. Ob es einfach durch Naturgesetze einen zwingenden Weg gibt etwas zu machen oder wieso bestimmte Grundsätze über die meisten Lebewesen gleich sind ... es IST halt so! man kann nicht leugnen, dass der Weg des Lebens auf der Erde verschiedene Lebensformen bevorzugt hat und der aktuelle Stand ist der erste, bei dem ein eher schwaches Lebewesen an der Spitze der Nahrungskette steht. Wie wir als Menschen es geschafft haben uns von den anderen Lebewesen abzusetzen und das herschen zu lernen wissen wir ebenfalls nicht. Es IST halt so! Einfach zu sagen "Die Evolution wollte das so" ist wirklich keine befriedigende Aussage! Da könnte man genau so Ausserirdische oder Gott als "Beweis" anführen.

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AlaskaSaedelaere 17.02.2015, 12:36
9.

Zitat von bitboy0, #1, Heute, 10:13
Die Evolution wird immer wieder dargestellt wie eine aktiv und geplant vorgehende Intelligenz.
Das liegt an der menschlichen Sprache, die eben ein handelndes Subjekt bevorzugt. "Der Stein fällt." "Das Wasser fließt dem Meer entgegen." Immer klingt es, als ob Dinge absichtlich und planvoll handeln würden. Aber es ist sehr schwer, sich anders auszudrücken.

Zitat von
Während sich solche Vorteile herausbilden sind sie erst mal nutzlos.
Das ist unzutreffend. Nutzlose Änderungen ergeben keinen Überlebensvorteil, setzen sich also nicht durch. Nur Mutationen, die einen unmittelbaren Nutzen haben, verbreiten sich.

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