Forum: Wissenschaft
Schneller als das Licht: Physiker rätseln über rasende Neutrinos

Es wäre eine Sensation, die ein Kernstück der Relativitätstheorie infrage stelle. Schweizer Forscher haben Elementarteilchen aufgespürt, die schneller sind als das Licht - was nach Einsteins These unmöglich sein soll. Allerdings trauen die Wissenschaftler ihren eigenen Ergebnissen nicht.

Seite 19 von 83
m.knappe 23.09.2011, 15:46
180.

Zitat von mrblond1981
Bedeuted es letztenedes nicht auch, wenn sich was schneller bewegt als das Licht, sich dann auch rückwärts durch die Zeit bewegt?
Diese Schlussfolgerung habe ich noch nie verstanden.
Sowas entsteht wahrscheinlich, wenn man relativistische Effekte und Alltagserfahrungen mischt.

Problem: Bei Reisen mit Geschwindigkeiten nahe c unterliegt der Reisende der Zeitdilatation.
An seinem Ziel ist viel mehr Zeit vergangen, als für den Reisenden.

Lösung: man muss schneller fliegen, um früher anzukommen.
Meine Frage:
Wenn die Zeitdilatation immer größer wird, je näher man der Lichtgeschwindigkeit kommt, warum sollte sie sich dann umkehren, wenn man die Lichtgeschwindigkeit überschreiten könnte?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
foramus 23.09.2011, 15:46
181. Warum so kompliziert?

Zitat von ravenbs
Die Lösung ist trivial: Die Teilchen sind natürlich langsamer als das Licht. Wie einigen bekannt ist, steht aber die Erde nicht still, sondern fliegt recht schnell durch die Gegend und rotiert sogar ein bisschen :). ... - Anfängerfehler, 7. Klasse Physik würde ich meinen… Ist der Artikel ernst gemeint?
Sorry, aber die Lösung ist viel trivialer: es geht ohne schnell fliegende Erde und ganz ohne Cern: es ist das Hase-Igel-Phänomen, auch bekannt als der Wettlauf zwischen Hase und Igel ("ick bün all hier").

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Kuurgaan 23.09.2011, 15:46
182. Der Artikel ist falsch

Im Artikel steht, dass die Gleichung E=mc^2 die Lichtgeschwindigkeit als absolutes Maximum postuliert. Leider kann ich in der Gleichung nur eine Äquivalenz zwischen Masse (m) und Energie (W), was hier fälschlicherweise als E bezeichnet wird, erkennen. c ist lediglich ein Faktor, der die Relation zwischen Masse und Energie beschreibt. Wo steht denn da in der Gleichung, das c einen nach oben beschränkten Wertebereich hat?

Natürlich ist c auf ein Maximum begrenzt, nur geht es aus der Gleichung W=mc^2 nun mal nicht hervor. Da muß man sich die spezielle Relativitätstheorie schon etwas genauer anschauen um das zu erkennen.

Und mit Verlaub, es ist 100 Jahre nicht gelungen, die Relativitätstheorie experimentell zu wiederlegen, obwohl es ständig versucht wird. Jeder Wissenschaftler, dem das gelingt, würde in die Geschichte eingehen. Wie vermessen ist es zu behaupten, es wäre KEINE Sensation, wenn diese Beweis zu gelingt?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gonzo24 23.09.2011, 15:51
183. Lansgam reicht es jetzt!

Zitat von kluch
Jaja, 7.Klasse ... 1. Wenn man nichts über Geschwindigkeitsadditionen in der Relativitätstheorie weiß, dann sollte man hier erstmal gar nichts kommentieren... 2. Einstein sagt zwar, dass es nix schnelleres als Licht gibt und geben darf, sonst gibt es Kausalitätsprobleme, aber was er eigentlich sagt ist: Es gibt eine maximale Geschwindigkeitsobergrenze für Informationsübertragung, die invariant unter Koordinatenwechsel ist. Es wäre zwar eine nobelpreisverdächtige Entdeckung, aber es wäre fundamental kein Problem, wenn nun Neutrinos diese Obergrenze setzten und nicht Photonen.
Er hat jetzt gefühlt schon tausendmal gesagt bekommen,daß seine Aussage Unsinn ist.Kann man nicht erstmal den Thread in Ruhge durchlesen?Dann wird man schnell sehen was des Deutschen liebstes Hobby ist.
Andere belehren und auf Fehler hinweisen.
2-3 mal ist ja noch in Ordnung,aber die Hälfte des Threads betsteht ja nur daraus,dem Verfasser zu sagen ,daß er faksch liegt.

Jetzt warten wir mal ab,was andere Forscher verifizieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kluch 23.09.2011, 15:52
184. ...

Zitat von Kuurgaan
Im Artikel steht, dass die Gleichung E=mc^2 die Lichtgeschwindigkeit als absolutes Maximum postuliert. Leider kann ich in der Gleichung nur eine Äquivalenz zwischen Masse (m) und Energie (W), was hier fälschlicherweise als E bezeichnet wird, erkennen. c ist lediglich ein Faktor, der die Relation zwischen Masse und Energie......
Das mit der Obergrenze der Geschwindigkeit steht nirgends in der SRT drin. Das ist ein Axiom der SRT und ART.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wr4th 23.09.2011, 15:53
185. .

Zitat von Dumme Fragen
Wenn irgendeiner der dort mal aktiven Physiker für die Arbeit einen Nobelpreis bekommen hätte, hätte sich das bestimmt herumgesprochen...
Das hatte ich vergessen, nur Nobelpreistraeger machen gute Wissenschaft...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
scientist-on-hartz4 23.09.2011, 15:55
186. Kommentar eines "Messnegers"

Ich bin kein Physiker und von Einsteins Relativitätstheorie verstehe ich herzlich wenig. Sie spielt in der Biologie ohnehin nur eine untergeordnete Rolle, wenn überhaupt. Aber eins ist mir auch in meinem Metier bewußt: wer mit einem Instrument, das eine Messgenauigkeit von 10nanosekunden bei sich zwischen Genf und Gran Sasso umherfliegenden Teilchen einen Zeitunterschied von grade mal 60 nanosekunden statistisch signifikant zu erfassen meint, begibt sich auf ziemlich dünnes Glatteis. Klar, man kann auch mit dem Zollstock ein 5mm dicken Stahldraht erfassen, doch wer die Größenunterschiede verschiedener Stahlseile Werkstücke etc. im mm - cm Bereich sicher messen will der nehme zumindest eine Schieblehre. Ich weiß aus eigener Erfahrung, je geringer die Unterschiede zwischen den Objekten sind und je genauer man diese mißt, desto größer wird nicht nur der statistische Fehler. Wohl vor allem deshalb sind die beteiligten Physiker der aktuellen Studie auch so vorsichtig.
Nebenbei, in der 7.Klasse hatten wir Elektrik und nicht die RT von Einstein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kugelsicher99 23.09.2011, 16:08
187. .

Zitat von klowasser
Doch, so ist es. Wäre Einsteins Theorie bereits widerlegt, wären einige Probleme auf der Welt gelöst (Klimawandel, Überbevölkerung, Armut, Energiekrise, )... Leider ist es politisch und wirtschaftlich nicht gewollt von den Mächtigen, deshalb werden solche Forschungen stets unterdrückt und Ergebnisse verheimlicht.
Ich habs geahnt, die ersten kruden Räuberpistolen lassen von sich hören. Schräger geht es kaum noch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Acrux 23.09.2011, 16:09
188. Zeitreisen

Zitat von m.knappe
Wenn die Zeitdilatation immer größer wird, je näher man der Lichtgeschwindigkeit kommt, warum sollte sie sich dann umkehren, wenn man die Lichtgeschwindigkeit überschreiten könnte?
Man bewegt sich nicht wirklich "Rueckwaerts" in der Zeit. Der Trick ist, das man das Problem mit der Zeit als einfache Koordinate betrachten muss (wie z.B. in einem Minkowski-Diagramm). Dort gibt es, relativ zur eigenen Position, drei Bereiche der Raumzeit, die man z.B. "absolute Zukunft" (die man kausal beeinflussen kann), "absolute Vergangenheit" (die einen kausal beeinflusst), und "absolutes Anderswo" (die keine kausale Beziehung zum hier und jetzt hat) nennen kann. Die drei Bereiche sind durch die Lichtgeschwindigkeit getrennt.

Mit Uberlichtgeschwindigkeit wechselt ein Teilchen/Reisender zunaechst vom Bereich der "Zukunft" ins "Anderswo", da er dann kausale Beziehungen zwischen "Hier und Jetzt" zu einem bislang verbotenen Bereich aufnimmt. Der Trick liegt dann in der SRT selbst, in der Relativitaet der Gleichzeitigkeit: Ebenso, wie man mit Ueberlicht von der "Zukunft" ins "Anderswo" wechseln koennte, waere das vom "Anderswo" in die Vergangenheit moeglich.

Ueber den Verlauf der "Zeit" (als linearen Parameter, so wie ihn die Uhr anzeigt, nicht als Raumzeitkoordinate wie oben) bei Ueberlichtgeschwindigkeit macht die Theorie aber gar keine Aussage, unter anderem weil es gar nicht klar ist, wie man diese Art von "Zeit" da messen soll.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jack_75 23.09.2011, 16:14
189. Nein!

Zitat von mcmercy
Es ist exakt das Gleiche nur komplizierter ausgedrückt. Dieser gemeinsame Vorfahr von Mensch und Affe, war der denn nun ein Affe oder ein Mensch? Ich denke er war wohl mehr Affe, also ist die Aussage "Der Mensch stammt vom Affen ab" völlig korrekt.
Nein, das ist NICHT exakt dasselbe. Das Gegenteil ist der Fall: Es ist etwas völlig Anderes! Affen und Menschen haben einen gemeinsame Vorfahren, von dem aus die Evolution - vereinfacht ausgedrückt - mancherorts einen Menschen und andererorts einen Affen gebastelt hat. Eben je nach äußeren Umständen und verschiedenen Einflüssen. Würde der Mensch vom Affen abstammen, wäre der Affe eine frühere Form des Menschen und der Mensch eine Weiterentwicklung derselben. Das ist NICHT der Fall.

Und ja, jede zwei beliebigen Lebensformen haben einen gemeinsamen Vorfahren, wenn man nur weit genug zurück geht. Das heißt aber nicht, das die Kaulquappe vom Seeadler abstammt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 19 von 83